Nase voll vom abpumpen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von caddy-81 06.04.10 - 19:11 Uhr

Hallo
mein kleiner ist 12 W alt und von Anfang an Pumpe ich MuMi ab, wegen Stillproblemen. Nach jedem Fläschchen 20 - 30 min abpumpen, auch Nachts. Wenn ich einmal aus dem Rythmus raus bin reicht es später nicht für eine Mahlzeit. Das schränkt den Tagesablauf sehr ein gerade wenn er mal nach der Flasche quengelt.

Ich brauch mal wieder etwas Motivation, wenn ich vom abstillen anfange sagt mein Mann " jetzt schon"#bla
ich finde ich habe das schon ganz gut gemacht oder?

Beitrag von haruka80 06.04.10 - 19:15 Uhr

Ich kenne das... ich habe auch nur gepumpt und wollte das auch so lange wie möglich machen, bis ich nen Pilz auf der BRust bekam und andauernd nen MIlchstau hatte und alle 2 Std pumpen mußte (nachts alle 4). Hab nach 12 Wochen langsam abgestillt, weil ich nciht mehr konnte. Ich fands total schade, aber auch bei der Stillberatung sagten die mir, da ich eh zufüttern mußte, das es MIR damit auch gut gehen muß und sobald es nur noch Stress ist, das keinem was bringt.

L.G.

Haruka

Beitrag von azorenmaus 06.04.10 - 22:27 Uhr

Ich kann dich verstehen. Ich habe 4 Monate abgepumpt, da meine Maus nicht aus der Brust trinken wollte. Wollte ihr schließlich das Beste geben!

Der damit verbundene Streß, so wie du schreibst, nach den Fläschchen abpumpen, Druck, es auch ja zu machen, damit für die nächste Mahlzeit genügend Milch da ist, kenne ich zu gut.
Naja, nach 4 Monaten habe ich angebrochen - hätte ich eher tun sollen. Diesen Streß endlich los zu sein tat so gut! endlich konnte ich meine Maus einfach nur genießen und die Zeit ist einfach sehr viel kostbarer zu haben, als mich täglich mehrmals an die Pumpe zu setzen. Meine Maus hat aber auch tagsüber kaum geschlafen, so dass eigentlich keine Zeit zum Pumpen war. Zudem fand ich das Pumpen an sich schon doof, da ich immer stillen wollte #heul

Ich denke, du mußt schauen, wie sehr es dich belastet oder auch nicht und dann für dich entscheiden - egal was dein Mann sagt.

Und: es ist großartig, dass du so lange durchgehalten hast, dass muß man erstmal schaffen! Glückwunsch!!!!

Beitrag von chocat84 06.04.10 - 22:41 Uhr

Hallo Azorenmaus,

habe gerade mal nachgerechnet, habe mindestens 3 Stunden täglich abgepumpt.

Irgendwo kostbare Zeit, in der man für sich selbst hätte etwas machen können oder mit dem Kind verbringen.

LG Chocat84 und Felix 11 Wochen und 5 Tage #klee

Beitrag von chocat84 06.04.10 - 22:35 Uhr

Hallo Caddy-81,

bei mir war es auch fast so, wie bei dir.
Habe ca. 10 Wochen abgepumpt, weil der kleine Saugprobleme hatte (er konnte die Zunge nicht richtig vom Gaumen lösen) und nicht an meiner Brust trinken konnte, habe es zwischendurch immer wieder probiert, ob es doch klappt, aber er konnte die Brustwarze nicht richtig reinziehen und er war dann auch verwirrt, da ich nicht genug Milch für eine Mahlzeit nach einmal Abpumpen hatte.


Und anfangs hatte ich auch noch eine Pumpe, die total besch... war. Ich hab geheult, frisch aus dem KH raus und dann sowas, wo man sowieso noch etwas unsicher ist und voll in der Zeit wo alle Hormone verrückt spielen.

Und grundsätzlich hat er gequängelt, wenn ich gerade Abpumpen musste. Jederzeit musste man auf die Uhr schauen, wann das nächste mal gepumpt werden musste. Man konnte gar nicht richtig fort gehen, da man ja gleich wieder dran war mit pumpen.

Nachts wollte er dann fast durchschlafen, und ich musste raus, oder habe ganz und gar den Wecker gar nicht gehört. Somit wurden die Abstände auch immer größer mit dem Abpumpen, und Lust für den ganzen Stress hatte ich auch nicht mehr, obwohl ich ihm meine Milch voll gegönnt habe.
Ich habe lange überlegt wie ich weiter mache, weil ich die Muttermilch als Gold für meinen Sohn angesehen habe. Aber er hat die Milch, trotz zufütterns mit Pre-Milch, ja immerhin zehn Wochen bekommen und somit einen guten Start gehabt. Habe fast zum Schluss nur noch zwei mal täglich abgepumpt. Habe mir dann Tabletten zum Abstillen verschreiben lassen. Die habe ich alle halbe Woche über zwei Wochen genommen und nun habe ich mehr Zeit für mich und meinen Sohn. Und nicht soviel Stress. Das ist viel Wert, wenn man nicht so gestresst ist.


Ich denke wenn dein Sohn gut zugenommen hat bisher und es ihm sonst gut geht, dann kannst du getrost abstillen, ein guter Start für deinen Sohn ist gemacht. Meinem Verlobten war das eigentlich egal, wofür ich mich entscheide, hauptsache ich bin zufrieden mit der Entscheidung und fühle mich wohl.

Also wenn das wirklich zuviel für dich wird, dann denke nochmal nach und wäge ab, was besser für dich und deinen Sohn ist.

Und, dass du auch schon solange durchgehalten hast, ist doch spitze, gerade die erste Zeit, wo alles noch so durcheinander ist und man noch keinen richtigen Rhytmus hat und man sich auch erstmal aufeinander einstellen muss, hast du doch gemeistert. PRIMA!! #glas

Ganz liebe Grüße #liebdrueck

Chocat84 und Felix 11 Wochen und 5 Tage :-)

Beitrag von majasophia 07.04.10 - 06:36 Uhr

ich kenne das auch!

habe 6 monate lang zusätzlich gepumpt und jetzt abgestillt, seit 2 wochen pumpe ich nicht mehr und es ist schon echt toll, wenn du nicht die ganze zeit auf die uhr gucken musst und nicht mehr alles spülen und sterilisieren musst...

meine kleine hatte zwischendurch immer ganz schlimmen kopfgneis und ich hatte immer schiss, dass sie neurodermitis kriegt (wir sind da risikobehaftet) und das hat mich immer motiviert weiter zu machen!
hab mir immer vorgenommen das 6 monate durchzuhalten und bin jetzt schon stolz auf mich!

kann aber auch jede mama verstehen, die früher abstillt, weil es echt die doppelte arbeit ist!

Beitrag von christbaumkuegelchen 07.04.10 - 09:31 Uhr

Hallo!

Oh ja, ich kanns nachvollziehen.

Mein Kleiner ist jetzt zwar erst fast 4 Wochen, aber ich muss auch abpumpen, weil ich nicht genügend Milch produziere :-(

(Und für alle Stillfanatiker: Anlegen, Anlegen, Anlegen habe ich auch schon versucht, leider ohne Erfolg.)

Ich pumpe nun innerhalb von 15-20 Minuten insgesamt höchstens 50 ml (oft auch nur 30 ml). Das ist ja definitiv zu wenig. Wir füttern auch schon zu seit dem 3. Tag, weil der arme irgendwann zu schwach war, an der Brust zu trinken.

Habe mich auch mit Bockshornkleesamenkapseln vollgestopft, Stilltee getrunken etc., leider ohne Erfolg. Liegt aber wohl in der Familie, meine Mutter hatte damals das selbe Problem.

Heute kommt meine Hebamme und ich habe beschlossen, mit der Abpumperei aufzuhören. Wie Du sagst, man ist so gebunden und vor allem gestresst. Und wenn dann noch der Erfolg ausbleibt...tja.

Ich denke, Du solltest auf Dein Inneres hören. Wenn es Dir zu viel Stress und Einschränkungen bereitet und Du das Zusammensein nicht mehr richtig genießen kannst, dann ist wohl der richtige Augenblick, einen Abpump-Schlußstrich zu ziehen.

Alles Liebe!

Beitrag von nashivadespina 07.04.10 - 11:57 Uhr

Welche Stillprobleme hattet ihr denn? Wenn du den Grund nennen kannst gibt es doch dafür sicher eine Lösung. Am besten lässt du dich dann von einer Stillberaterin helfen über www.lalecheliga.de

Wenn du genug Milch für dein Baby sogar beim abpumpen erziehlst..wirst du erst recht genug Milch für dein Baby haben! Dein Baby saugt viel effektiver als die Pumpe. Wenn ihr es schafft wieder aufs voll stillen umzustillen wäre das für euch beide her am entspannsten. Fläschchen machen ist auch nicht grad wenig Arbeit.

Beitrag von allymcbeal 11.04.10 - 19:55 Uhr

Ich denke nun auch ans Abstillen. Meine Kids (Zwillinge) sind bald 7 Monate alt. Hab von Anfang an abpumpen müssen, da es Frühgeburten waren.
Kann manchmal ganz schön stressig sein, vor allem da bei zwei Kindern kaum beide gleichzeitig schlafen. Hab mir oft ein Kind daneben "gesetzt" und es in der Zwischenzeit bespaßt.
Wenn ich gerade mal kein Kind während des Abpumpens bespaßen musste, hab ich mir die Zeit am PC gegönnt und einfach nur rumgesurft. (Hilft Nachts vor allem beim wach bleiben.) Das wird mir sicher fehlen, wenn ich nun abgestillt habe.

Suche Dir einfach was, was Dir Spaß macht, während Du abpumpst. Und denke daran, dass Du es ja für Deinen Zwerg tust.

Hab zwischenzeitlich auch oft ans Abstillen gedacht und bin nun froh, dass ich so lange durchgehalten habe. :-D