jemand kleines baby und voll im beruf ?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von aileene85 06.04.10 - 20:59 Uhr

hallo

ich bin AE seid anfang an, schon von beginn der SS.
ich bin selbständig und fange jetzt wieder voll an zu arbeiten.
mein sohn ist jetzt 8 monate alt.
ich hab meine tante als " tagesmutter " und bei ihr weiß ich das er gut aufgehoben ist und es ihm dort ´gut geht.
ich bin im aussendienst tätig und scháue das ich 2-3 tage die woche untrwegs bin und den rest mit meinem sohn verbringe.
büro mach ich offt abends oder wenn er schläft tagsüber.

worum es mir jetzt geht ist.... ich habe so eine angst das ich was verpasse wenn ich weg bin.
es tut mir auch immer so weh wenn ich ihn zu meiner tante bringe.ic denke dann immer "ich bin doch die mama, sollte ich nicht bei ihm sein ? "

wer von euch ging früh wieder arbeiten ? was habt ihr für erfahrungen gemacht ? was waren eure ängste ?

ich habe einen bekannten der sagte mir..... seine mutter war immer arbeiten und er wurde von seiner oma großgezogen, dass tat ihm nicht gut und er habe darunter gelitten !
das hat mir angst gemacht #schmoll
ich würde manchmal gern alles hinschmeißen und 100% für mein kind da sein aber ich will ihm doch auch was bieten können #schmoll

ach würde mich einfach über paar erfahrungen freuen da ich keine AE kenne und da nicht darüber quatschen kann.

danke schonmal

Beitrag von broe 06.04.10 - 21:16 Uhr

Hey!

ich bin zwar nicht ae - (der Papa von meinem Kleinen ist aber berufsmäßig auch häufig nicht da), aber auch selbständig und musste schon nach 10 Wochen wieder arbeiten gehen. Das war richtig heftig! Ich hatte auch länger dran zu knabbern, aber ich habe mich auch schnell dran gewöhnt. Inzwischen ist mein Sohn fast 15 Monate alt und wir sind voll eingespielt.
Unsere TaMu ist auch ein echtes Goldstück! Louis liebt sie abgöttisch und ist dort beinhahe ein Familienmitglied. Das hat es mir anfangs leichter gemacht.
Und ich gebe zu, ich habe die Stunden in denen er bei mir/uns ist nachgerechnet....und das waren dann mehr als bei der TaMu. Ich arbeite nämlich 2 Tage voll (9-18h) und einen zu 75% (9-15.30h). Das ist schon recht viel, aber leider nicht zu ändern. Ich möchte nämlich ebenfalls in der Lage sein, unserm Kind etwas bieten zu können.
Und was mich ebenfalls tröstet. Mir ist dieses Modell lieber, als zwar ein Jahr oder länger zu Hause zu bleiben und dann wohlmöglich wieder 38h/Woche arbeiten zu gehen.

Wünsche Euch alles Gute! Ich denke, wenn Du für dich erkennst, dass es dein Sohn auch gut haben kann bei deiner Tante, dass du keine "Rabenmutter" bist und dass ihr die gemeinsame Zeit ja intensiv leben könnt, dann wird's sich auch bei Euch einspielen.

LG, broe mit Louis#verliebt schon fast 15 Monate (!!!!!)

Beitrag von h-m 07.04.10 - 09:30 Uhr

Also ich habe immer Vollzeit gearbeitet, bin auch schon von Anfang an ae. Nach den 8 Wochen Mutterschutz hatte ich noch 4 Wochen Urlaub und dann bin ich wieder 40 Std./Woche ab ins Büro. :-( Ja manchmal ist es sehr hart, und dann hatte ich auch solche Gedanken, wie dass ich zuviel verpasse... Aber dann hab ich mir immer wieder klar gemacht: so geht es mindestens der Hälfte der Eltern, die ich kenne - nämlich den Vätern! Warum denkt man immer, die Mütter müssten alles miterleben, aber dass die Väter tagsüber außer Haus sind, findet jeder normal. Und zwei von sieben Tagen hatte ich ja meine Tochter immer um mich (2 von 7 ist etwas über 28 % der Woche, hab ich ausgerechnet) - nämlich an den Wochenenden... Dann noch Nachmittage und Abende, Feiertage und Urlaub - da kommt doch schon eine ganze Menge Zeit zusammen. Und wie viele von den Müttern, die den ganzen Tag zu Hause sind und die ich kenne, sind dann froh, wenn sie ihre Kinder übers Wochenende zu den Großeltern abschieben können, damit sie auch mal Ruhe haben #augen Klar, so sind nicht alle.

Nun ist meine Tochter schon 6 und kommt im Sommer zur Schule. Sie ist ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen. Und wir haben eine super Beziehung zueinander. Zeit "für mich" habe ich nur sehr selten, aber damit muss ich halt leben. Und ich hab immer soviel zu tun, dass ich da auch gar nicht viel drüber nachdenke.

Beitrag von aileene85 07.04.10 - 13:30 Uhr

hallo :)

danke erstmal für deine antwort!
also hat es eurer mutter-kind beziehung nicht geschadet ?
ja du hast vollkommen recht was die väter angeht, so hab ich das noch gar nie gesehen!
ich hab da halt voll die horrorvorstellungen wie das mein kind mal sagt .... du bist nicht die tante oder sowas.
auch weil meine tante ja kinder hat und die sie mama rufen. mir würe es das herz brechen wenn er sie dann mama nennt, weil er das ja so mitbekommt.
ja ich muss einfach umdenken !!!

Beitrag von h-m 07.04.10 - 15:17 Uhr

Nein, uns hat es bestimmt nicht geschadet. Ich denke, auch bei Deinem Bekannten, kann man das sicher nicht so pauschal auf einen Grund zurück führen, auch wenn er das vielleicht selber so sieht.

Meine Mutter hat nie gearbeitet, war immer zu Hause, und ich hatte und habe kein gutes Verhältnis zu ihr... Ohne dass ich genau sagen könnte, woran das liegt.

Ich versuche halt, möglichst viel Zeit aktiv mit meiner Tochter zu verbringen und mich auf sie zu konzentrieren. Also nicht nebenbei noch "mal eben" was anderes machen oder sie zu irgendwelchen Besorgungen mitschleifen. Haushalt mach ich abends/nachts, wenn sie schläft, außer Staubsaugen (wg. Lärm). Einkaufen fahre ich, wenn sie bei ihrem Vater ist, kleinere Besorgungen etc. erledige ich in meiner Mittagspause, da ich sowieso im Stadtzentrum arbeite.

Beitrag von maschm2579 07.04.10 - 14:43 Uhr

Hallo,

meine Tochter kam mit 7,5 Monaten in die Krippe weil ich arbeiten mußte. Ich ibn auch von von SS an alleinerziehend und muß sehen wie ich klar komme. Familie habe ich nicht..

Am Anfang viel es mir schwer und jetzt nach 1,5 Jahren kann ich mit voller Überzeugung sagen das es die beste Entscheidung überhaupt war.

Meine Tochter wird top betreut, ist unglaublich weit, ein kluges und cleveres 2 jähriges Mädchen welche mich abgöttisch liebt #freu

Ich würde mein Kind allerdings nie zu einer Privatperson ohne andere Kinder geben. Ich wollte das sie mit vielen Kindern aufwächst und das tut sie ja. Sie hat Erzieherinnen die sie sehr sehr lieb hat.

Du brauchst Dir keine Sorgen machen das Du die Bindung zu Dienem Kind verlierst, meine Tochter hat ein enormes Urvertrauen und weiß das ich immer wieder komme.
ich würde alles wieder so machen!!!

lg