Nur noch gestresst - Std. reduzieren

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von anastacia2004 07.04.10 - 08:00 Uhr

Hallo,

seit 08/09 arbeite ich 33 Std./Woche. Vorher 30 Std. (direkt nach dem MuSchu). Irgendwie hab ich mir das mit den "nur" 3 Std. mehr einfacher vorgestellt. Ich hetze nur noch von Termin zu Termin und ich merke immer mehr, dass ich selbst innerlich überhaupt nicht mehr zur Ruhe komme. Ich habe immer die Uhr im Nacken sitzen und den Kopf voll mit dem,w as als nächstes ansteht. Die Termine beim Zwerg werden natürlich auch nicht weniger (Sport, Freunde etc.). Unser Zwerg ist um 7h der erste im KiGa und zweimal die Woche bis 15:45h, sonst bis 14h. Ich habe dann immer den Abholstress, da es verkehrstechnisch zzt. bei uns mit den Autobahnen kein Zuckerschlecken ist.

Jetzt bin ich ernsthaft am überlegen, meine Std. wieder herunterzuschreiben, aber wer sagt mir, dass es danach stressfreier wird? Bin ich die einzige, die denkt, sie dreht sich mit Job, Familie und sich selbst im Kreis?

Hab echt Angst, dass ich irgendwann nicht mehr weiter funktioniere und dann gar nichts mehr hin bekomme.

Wie ist euer Alltag?

LG

Beitrag von steffiw77 07.04.10 - 08:23 Uhr

Morgen!

Eine gestresste Mutter hilft ihrem Kind nicht wirklich! ;-) Wenns dir zuviel ist, schraub die Stunden runter - die Kindheit geht so schnell vorbei und du wärst später traurig, es nicht voll genossen zu haben!

Ich habe auch 1 Jahr lang 28Std gearbeitet (mehr ging eh nicht, wegen Kiga (keine Tagesstätte!) von meinem Sohn!), was mir auch zu viel war. Jetzt habe ich 23Std und bin total ausgeglichen etc. Mein Sohn merkt das natürlich auch!!!!

Guck, was dir wichtig ist und wie ihr mit dem Geld hinkommt!!!

LG, Steffi

Beitrag von ronja_one 07.04.10 - 08:42 Uhr

Nein, Du bist nicht die Einzige, die sich in der Beziehung im Kreis dreht.

Mir geht es gerade ähnlich, da ich überlegen muss, ob ich ab Sommer wieder Vollzeit arbeiten gehe oder die Elternzeit verlänger. Aber genau wie Du jetzt schreibst, habe ich die Befürchtung, dass es wegen der Abholzeiten mehr Stress geben wird. Die Zeiten sind einfach zu knapp, da darf nichts dazwischen kommen.
Im Moment haben wir Zeit eingeplant, die ich für Überstunden nutzen kann oder einfach auch, um mit einem Kind etwas zu erledigen, ohne das andere auch mitnehmen zu müssen. Das erleichtert vieles und wäre bei Vollzeit wegen der fehlenden Betreuungszeit der Kinder nicht mehr drin.
Da wir zur Zeit auch noch zwei Punkte anfahren müssen, um beide Kinder abzugeben (TaMu und KiTa), überlege ich halt noch ein Jahr mit Vollzeit zu warten.

Kannst Du nicht mit Deinem Chef sprechen, ob Du es mal für einen Monat mit drei Stunden weniger ausprobieren kannst? Ansonsten abprüfen, ob Du die Betreuungszeiten nicht etwas verlängern kannst.

Alles Gute für Euch!

Ronja

Beitrag von taricha 07.04.10 - 09:30 Uhr

Hallo,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich arbeite zwar nur 20h/ Woche, habe aber zwei Kinder. Ich habe morgens und mittags jeweils 1 h Zeit um die Kinder an zwei unterschiedlichen Stellen abzugeben/ bzw. abzuholen und 35km Wegstrecke zur Arbeit zurückzulegen. Bei der kleinsten Störung (Stau, volle Windel kurz vor Abfahrt o.ä.) gerät die gesamte Zeitplanung aus den Fugen.

Ich stehe morgens um halb sechs auf und der Tag beginnt im Galopp. Das bekommt mir als Morgenmuffel wirklich garnicht ;-). Zumal die Kleine noch nicht einmal in ihren 20 Monaten durchgeschlafen hat.

Der Nachmittag ist auch immer viel zu kurz, um soziale Kontakte zu pflegen, denn immerhin müssen ja auch Beschäftigungsprogramme für die Kinder ihren Platz finden (Spielplatz, Sport, KiGa-Freunde besuchen etc.). Ganz abgesehen von dem Haushalt, der auch noch irgendwie gemacht werden muss.

Wenn es nach mir ginge, würde ich erstmal nochmal ganz mit der Arbeit aussetzen, bis die Kleine auch in den KiGa geht, aber leider ist das finanziell nicht drin.

An Deiner Stelle würde ich wohl die Stunden wieder reduzieren, wenn das irgendwie möglich ist. Ich merke an mir, wieviel schlechter der Familienalltag läuft, wenn ich gestresst bin.

LG
taricha

Beitrag von anastacia2004 07.04.10 - 09:40 Uhr

Dann bin ich ja froh, dass es mir nicht alleine so geht#schwitz

Wir haben schon den vollen 45 Std. Platz, damit wir direkt um 7h da sein können. Mehr Nachmittage will ich ihn auch nicht im KiGa lassen, da ich ihn so schon kaum noch sehe#aerger Zum Glück hab ich Gleitzeit, mit festen Arbeitszeiten würde das alles gar nicht gehen.

Ich werde jetzt mal hin und herrechnen und mal sehen, wie das dann so hinhaut.

LG

Beitrag von wort75 07.04.10 - 11:02 Uhr

ich arbeite 24,6h, das heisst 3x täglich 8.2h. das bedeutet für die kinder die ersten in der krippe und die letzen zu sein. und für mich, an den restlichen zwei wochentagen einkaufen, putzen, arzttermine etc. wahrnehmen.... viel stress. aber da es ganze tage sind, geht es irgendwie besser.

ich denke, in deinem konkreten fall würde es sehr helfen, wenn du die 3h wieder abgibst. der stress beim abholen entfällt. es wäre dir wohler und du hättest weniger sorgen.

nun, wenn man arbeitet und kinder hat, dann ist das schon ein bisschen ein hamsterrad. man arbeitet, versorgt, betreut, freut sich, geht einmal jährlich an den strand und kommt doch nie vom fleck. aber ich denke, für die mittelschicht ist das einfach so. wer mehr geld hat, dass er für sich arbeiten lassen kann, kann rasch weiterkommen. wo es zwar nicht mehr um die existenz, aber um ein nettes mittelschichtleben geht, bleibt kaum spielraum. aber immerhin - es geht auch nicht bergab...

bau dir inseln ein, an denen du freude hast. die du betont geniesst. sei das 1x monatlich essen mit dem mann, 1x monatlich kino oder einen halbtag im fitnesscenter... das hilft.

okay, bei mir geht das alles nicht und ich fand nie eine insel. denn wir haben nie zeit. wenn die kinder da sind, dann brauchen sie uns, wenn sie in der krippe sind arbeiten wir, gehen über mittag einkaufen und und und... und einen halbtag die kinderzusätzlich weggeben, um zeit zu haben... geht für uns nicht. wir wollen die zeit mti den kindern. wir haben also ganz altbackene lösungen gefunden: mittwochs backgamon spielen, wenn die kinder im bett sind und im tv eh nichts läuft. am freitag ein glas guten wein und familiäres besprechen, wegträumen, spät was grillen... aus lauter müdigkeit fällt auch das gelegentlich ins wasser - aber wir versuchen es aufrecht zu erhalten.

Beitrag von anastacia2004 07.04.10 - 11:44 Uhr

Ich bin jetzt soweit, dass ich gut mit 27 Std. leben könnte. Finanziell ist das irgendwie aufzufangen, hoffe ich....

1x die Woche Sport habe ich drei Monate durchgehalten, dann war es mit zeitlich zu stressig, da der Kurs abends ab 20h war und da war ich fix und alle.

Mittwochs ist immer Omatag, d.h. um 14h abholen, Kind zur Oma bringen, in der Zeit fahr ich einkaufen und dann um 17h Kind wieder abholen. Arzttermin: bin froh, wenn ich die nicht planen muss, ist eine Katastrophe. Irgendwie hab ich das unterschätzt, obwohl ich einen Monat die drei Std. mehr zur Probe aufs Zeitkonto gepackt habe. Aber wenn es dann "Pflicht" ist, sieht's schon wieder anders aus. Vorallem, wenn dann der KiGa mal eher zu macht, oder mein Mann auf Dienstreise muss und den Zwerg morgens nicht wegbringen kann.

Alles nicht so einfach...

Beitrag von eriks_mama 08.04.10 - 04:46 Uhr

Also bei mir sieht es so aus,dass ich alleinerz. mama von 3 kids bin und seit der kleinste 2,5 Jahre alt ist gehe ich nahezu vollzeit arbeiten(7 Std von 8-15Uhr)
Bei mir kommt noch dazu,dass ich absolut niemanden hab wo ich mal sagen könnte:Du kannst Du heut eins von den kids abholen weil ich zum arzt oder sonstwohin muss.auch alleine einkaufen geht nicht....Nach der arbeit Kinder abholen-einkaufen oder Termine-wenn die Kids pennen kommt mein Haushalt

bin einerseits schon stolz dass ich alles komplett allein schaffe und das geld für uns erarbeite-nur sagen wir immer mehr Leute aus meinem Umfeld dass ich echt gut funktioniere und alles im Griff hab-nur der Begriff funktionieren is halt das prob meinen sie weil ich nicht nur als mutter f. soll-sondern auch mal ich sein soll weil das auchmal wichtig wäre und so vieles entspannter wird.
Ich sah da bisher eig. kein Prob drin nur wenn ich gesagt bekomme(zb von denen in der KITA):Das Sie eine gute Mutter sind wissen wir alle-aber wer sind sie,was macht sie aus-was haben sie für wünsche---ja dann gucke ich die alle immer nur fragend an#schwitz
wer ich bin?keine ahnung! was ich will?keine ahnung?ich hab nix zu wollen so ungefähr
Damit ich jetzt nicht nur von mir laber versuch ich mal zum ende zu kommen;-)

mir wird von so vielen nahegelegt arbeitstechnisch kürzer zu treten-nicht bis 3 sondern bis 12 oder eins--damit mir wenigstens bisserl luft bleibt zum einkaufen oder andere erledigungen(Freizeit für mich kenn ich eh nicht und wüsst auch net wie wo und wann^^)
Das Prob dabei wäre nur dadurch würde ich ergänzend Hartz4 bekommen( ca 120 bis 150 euro) weil mein lohn dann nicht reicht.
und ich hab halt fest im kopf sitzen:du hast nunmal 3 kinder und hast eig gar keine andere wahl als zu funktionieren--was haben die leute eigentlich immer alle mit diesem wenn man immer nur funktioniert wie ne maschine geht das iwan net mehr gut!?!?!
ich wil nicht sagen dass mütter mit partner/2, gehalt weniger stress haben-um gottes willen-aber glaub doch wenn ich das hätte fiele es mir leichter die std zu reduzieren

Lg an alle die nun Blumenkohl an den Ohren haben;-)

Beitrag von anastacia2004 08.04.10 - 08:24 Uhr

Danke für deine Antwort. Klar, ist deine Situation um vieles heftiger als für mich, da ich noch einen Partner an meiner Seite habe. Klingt dann ein bißchen, als würde ich auf hohem Niveau jammern ;-) Aber Einkaufen, Haushalt, Schwimmschule, Sportverein etc. bleibt auch an mir hängen, da es zeitlich nicht anders geht. Es wird irgendwie alles immer mehr und wenn es möglich ist, sollte man dann auch die Notbremse ziehen.

LG

Beitrag von eriks_mama 08.04.10 - 10:01 Uhr

Nein Nein so war das wie gesagt nicht gemeint!!!!

Bloss wenn ich etwas zurück schraube müsste ich von nem bruchteil vom amt zuschuss bekommen und dadurch bin ich dann wieder"frei zum abschuss"---eisste von wegen öhhhhh hartz 4 aber 3 kinder----würde mir wünschen das da manche differenzieren

Beitrag von snake10.04 08.04.10 - 21:43 Uhr

Hi, klapper doch noch mal Dein Umfeld ab, ob Dich beim Abholen jemand unterstützen kann - evtl. andere Eltern im Wechsel mit Dir. Ich trau mich oft nicht, zu fragen und hab schon mehrfach erlebt, dass es DOCH Lösungen gibt. Hör Dich doch mal um. Viel#klee

#liebdrueck