nachts immer Geschrei

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lucylou2005 07.04.10 - 10:11 Uhr

Hallo

Ich hatte gestern schonmal im Forum schlafen probiert und dachte ich versuch es jetzt auch mal hier.
Meine Kleine Maus macht mich ratlos.

Sie ist jetzt fast 13 Monate und so eigentlich ein liebes Kind aber seit einiger Zeit wird sie nachts immer fast zur gleichen Zeit wach und schreit wie verrückt. Sie ist dabei garnicht richtig wach. Ich hab fast alles probiert sie zu tragen, mit ins Bett nehmen, ihr was vorzusingen... nichts hilft ich muss dann wirklich mit ihr aufstehen.

Manchmal bin ich 2-3 Stunden wach. Manchmal nur 45 Minuten. Wenn ich sie im Bett liegen lasse und leise mit ihr rede dann wird sie so wütend und knallt ihren Kopf gegen das Gitter. Manchmal lässt sie sich nach einer Weile mit nem Fläschchen beruhigen.

Sie schläft noch bei uns im Zimmer was meinen Mann der um 4Uhr aufstehen muss natürlich immer aufweckt.

Was hat sie denn nur? Ich verstehe es einfach nicht.

Mein KiA sagt ich soll mir das Buch jedes Kind kann schlafen lernen besorgen und das ich nicht streng genug bin und bei meiner Tochter unterm Pantoffel stehe. Aber wenn ich mit ihr mecker fühle ich mich wie ne Rabenmutter#heul

Sie ist auch so z.Z. sehr trotzig und schwierig. Hab ich mein Kind wirklich verzogen wie alle behaupten?
Wie streng sollte man denn zu so einem Kleinen Kind sein?

Bitte um Antworten


LG


Kathi und Püppi fast 13Monate#verliebt

Beitrag von dresdnerin 07.04.10 - 10:25 Uhr

hallo kathi,

find es blödsinn vom arzt dich als inkonsequent zu bezeichnen, wenn dein kind sich den tag über normal verhält und ordentlich ins bett geht. du wirst doch wissen, ob dir dein kind auf der nase rumtanzt oder nicht. spätestens wenn ihr euch nur noch zofft mekrst du dass du was ändern musst. aber du schreibst ja dass dein kind lieb ist, da sehe ich also gar keinen bedarf deine erziehung zu ändern. eben nur wenn du das gefühl hast, das was nicht stimmt. dass deine tochter nachts aufwacht und weint und sich nicht beruhigen lässt, klingt für mich als laien als "nachtschreck". weiß nicht viel darüber, aber habe hier im forum schon oft was davon gelesen. google am besten mal. wie wärs wenn wenigstens dein mann seinen schlaf bekommt und erstmal aus dem zimmer auszieht nachts. damit er fit ist auf arbeit verstehst du? gehst du arbeiten? dann ist es natürlich blöd für dich. aber mein erachtens nach geht dieser nachtschreck auch wieder weg mit der zeit. ich drück dir die daumen! gute nächte!

gruß die dresdnerin + sohnemann, der das auch manchmal hatte und durch festes drücken wieder zu sich kam

Beitrag von lunasxx 07.04.10 - 10:37 Uhr

Hallo Kathi,

meine Kleine war ein richtiges Schreikind, weshalb ich 5 Wochen mit ihr stationär in einer Schreiklinik war. Hier ein paar Tipps aus dieser Zeit. Dein Kind ist inzwischen alt genug um eine stablie Bindung zu dir aufgebaut zu haben d.h. sie wird nicht nur weil Du etwas "härter" bist es Dir langfristig ankreiden.

Grundsätzlich halte ich von Büchern wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" nichts, diese wurden auch in der Schreiambulanz alles andere als empfohlen.

Die Frage ist, was Deiner Kleinen nachts fehlt. Variante 1: Durst (Hast Du einen auslaufsicheren Becher im Kinderbett stehen, wenn nicht wärs ne gute Idee)

2: Angst (Hat sie ein Knuddeltier oder z.B. ein von Dir ein paar Tage "eingeschlafenes" Kuschelkissen)

3: Schmerzen (Tun Ihr vielleicht die Zähne weh)

4: Temperatur (Zu warm, zu kalt?)

Was Du nicht tun solltest, ist den Animateur zu spielen, Du etablierst damit ein Vorgehen, was für Dich langfristig nicht tragbar ist und Dich und die Kleine aufarbeitet.

Nachdem sie bei Dir im Zimmer schläft ist es natürlich schwer sie einfach weinen zu lassen. Ich kann Dir nur empfehlen es nach einem Muster wie 2-3 Minuten beruhigen und gucken ob offensichtlich nichts fehlt und dann mind. 10 Minuten weg von Ihrem Bett abwarten. Nach jedem Turnus die Abwartezeit um 5 Minuten ausdehen.

Was ansonsten immer eine gute Idee ist bei einer Schreiambulanz anzurufen und sich beraten zu lassen wenns gar nicht besser wird.

Viele Grüsse

Kerstin

Beitrag von nic-mz 07.04.10 - 11:21 Uhr

"Grundsätzlich halte ich von Büchern wie "Jedes Kind kann schlafen lernen" nichts, diese wurden auch in der Schreiambulanz alles andere als empfohlen."

Und empfiehlst dann sogar im 2. Schritt gleich 10 Min weinen lassen ???

Hast Du das Buch gelesen? Denn im Grunde genommen hast Du genau das empfohlen, was im großen und ganzen auch im Buch empfohlen wird...


@ Kathi

Auch für mich hört es sich sehr nach Nachtschreck an. Diesbezüglich kannst Du viel im Internet nachlesen. Umso mehr DU versuchst, einzugreifen, um so schlimmer wird das Weinen deines Kindes beim Nachtschreck.

Ansonsten kann ich noch den Osteopathen empfehlen. Das 2-Jährige Kind meiner Tagesmutter hat auch so schlecht geschlafen und viel geweint in der Nacht. Nachdem sie nun vom Osteopathen behandelt worde ist, schläft die Kleine viel besser.

LG nic

Beitrag von lunasxx 07.04.10 - 11:29 Uhr

Hallo Nic,

hmmm vielleicht hast Du Recht und ich hätte erst gar nicht den Vorschlag machen sollen. Klingt sicherlich widersprüchlich.

Es gibt viele Eltern die dieses Buch als Basis nehmen Ihre 3 Monate alten Babys "kurieren" zu wollen und dabei die Bindung zum Kind gefährden. Daher auch der Hinweis auf die sicherlich etablierte Bindung zum Kind. Darauf bezog sich meine Kritik zu der genannten Lektüre.

Viele Grüsse

Kerstin

Beitrag von nic-mz 07.04.10 - 11:32 Uhr

Dann bin ich ganz Deiner Meinung!

Und die Kritik ist auch berechtigt, wenn Eltern starr nach dem Buch gehen und nicht nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes!

Lg nic



Beitrag von scura 07.04.10 - 11:17 Uhr

Ich höre viel von Freundinnen und auch bei uns war es so, das es in diesem Alter oft das Problem auftaucht.
Bei uns hat es sich wieder gelegt, war aber total anstrengend.
Wir haben viel ausprobiert.
Einer legt sich zu ihr.(In unserem Bett wurde sie noch wacher.) Hat nicht gut funktioniert: sie wollte dann spielen.
Wir haben sie im Bettchen spielen lassen: nach ner Zeit wird es langweilig.
Gar nicht reagiert: Wutausbrüche
Singen, streicheln: Wutausbrüche

Ich bin dann dazu übergegangen beim kleinsten Anzeichen von Unruhe im Schlaf ihr eine warme Milch zu geben. Hat sie im Schlaf getrunken und ist gar nicht richtig wach geworden. Anscheinend hat sie es gebraucht und braucht es manchmal immernoch.

Es gab Wochen, da schlief sie dann durch und Nächte da ist sie dann wieder wach. Naja, irgendwann wird sie schon schlafen.

Beitrag von biene8520 07.04.10 - 12:44 Uhr

Hallo!

Für mich hört es sich auch wie der Nachtschreck an. Bitte besorg Dir dieses blöde Buch nicht! Es wird vom Ferbern dringend abgeraten, keiner fühlt sich wohl dabei! Weder Kinder noch Eltern! Also vergiss es!

Bei uns war es auch so, diese Phase. Wir haben alles probiert, leise reden, schimpfen, auf sie eingehen, sie ignorieren, ihr was zu trinken anbieten etc. Hat alles nichts geholfen. Irgendwann ist es von alleine weggegangen.

Wir waren in dieser Zeit immer bei ihr, wenn sie so geweint hat. Wenn sie es zugelassen hat, haben wir sie aus dem Kinderbett herausgeholt und sie auf dem Arm oder dem Schoß gehalten oder im Bett gekuschelt. Plötzlich ist sie dann wieder eingeschlafen, als ob nichts wäre.

Leider kann ich Dir damit auch keine rechte Hilfe sein, aber ich kann Dir zumindest sagen, Ihr seid nicht allein! Es ist meist eine Phase, die die Kinder durchmachen und gut ist. Natürlich sollte man andere Dinge wie Krankheiten, Schmerzen etc. ausschließen können, aber Du kennst Dein Kind ja und wirst wissen, wann sie krank ist und Schmerzen hat und wann nicht.

Ich würde sie nicht als verzogen ansehen, um Deine Frage zu beantworten. Und "streng" sein zu Kindern, weiß nicht. Konsequent ja, aber das verstehe ich nicht als "Strenge". Und wann ist ein Kind verzogen? Wenn es zu Mama und Papa ins Bett darf, z. B.? Der eine findet das unmöglich, wie bei uns z. B., dass eine 2 1/2 Jahre nachts, wenn sie schlecht geträumt hat, zu uns ins Bett darf. In diesem Alter sollten Kinder alleine schlafen, höre ich dann von gewissen Personen immer wieder. Wieso? Mein Mann und ich haben nichts dagegen, wenn sie den Rest der Nacht mal bei uns verbringt, deswegen ist sie nicht verzogen. Finde ich jedenfalls. Andere mögen das anders sehen, aber das hast Du bei allen Fragen der Kindererziehung! Und auch Kinderärzte haben unter sich unterschiedliche Meinungen und sind keine Götter, die alles wissen!

Lass Dich nicht verunsichern! Du machst es sicher richtig!

LG
Biene



Beitrag von schnecke84 07.04.10 - 20:01 Uhr

Hey,

ich habe einen sohn der seit dem 1.4. auch 13 Monate alt ist.
Und wir hatten das gleiche Problem und von Ostersonntag auf Ostermontag so schlimm das ich richtig angst hatte. Ostermontag war er den ganzen Tag schlecht drauf.
Wir haben 1 1/2 wochen rumgedocktert.
nun weiß ich aber das die backenzähne einschießen und das solche schmerzen verursacht das er theater gemacht hat.
Weiter haben wir ein trink problem, trinkt ungern wasser und wir arbeiten zur zeit erstärkt dran.

Hoffe konnte dir weiter helfen.

rebekka