Tochter hat Fische kaputt gemacht!Wie bestrafen?

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Forum: Erziehung

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Beitrag von saarland-girl 07.04.10 - 12:10 Uhr

Hallo ich weiss gar nicht wie ich das schreiben soll!
Also meine Tochter und ihr Freund beide sind fast 8j. haben unsere Fische vergiftet!
Und zwar hatte meine Tochter ein Aquarium im Kinderzimmer weil sie es sich gewünscht hat!
Es hat super geklappt bis ihr Freund zu Besuch kam.

Die beiden meinten dann wohl das die Fische was trinken müssten und habn Pfefferminz Tee ins Becken geschüttet!
Mir ist das erst an dem Geruch aufgefallen und dann habe ich gesehen das einige Fische schon Tod waren!

Wir haben die anderen Fische umgesetzt und das Becken gereinigt aber heute morgen waren die letzten auch kaputt!

Mein Mann und ich sind natürlich richtig sauer.Eigendlich ist meine Tochter gut zu ihren Tieren aber momentan ist sie auch kein Engel!Das was sie gemacht hat war echt der Gipfel!

Wie würdet ihr euer Kind dafür bestrafen?Ich habe schon mit ihr geredet und sie gefragt wie sie sich fühlen würde wenn einer ihre Katze töten würde?Da hat sie nur geweint aber wirklich einsicht hatte sie nicht!

Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl das es ihr egal ist!

Lg

Beitrag von mansojo 07.04.10 - 12:17 Uhr

Hallo,

die Konsequenz wäre wohl das sie keine Tiere mehr haben kann/darf

wusste sie denn das die Tiere sterben wenn man Pfeffitee reinschüttet?

Gruß

Beitrag von saarland-girl 07.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo das Problem ist sie hat eine Katze und die kann ich ihr ja nicht weg nehmen!Zumal sie sich eigendlich gut um sie kümmert!

Ja wir haben ihr gesagt das sie nicht dran darf und auch nichts rein tuen soll weil das nicht gut ist!

Lg

Beitrag von mansojo 07.04.10 - 12:28 Uhr

ich denke der Tod der Fische ist Strafe genug

habt ihr die Fische gefüttert oder ihr zusammen?

von den Fischen auf die Katze zu schließen würde ich nicht machen da ich keine Absicht erkenne
wahrscheinlich hatten die Kinder Durst und dachten die Fische wollen auch Tee

ich ertapp mich auch oft dabei das ich eigentlich zuviel von meinem Sohn erwarte
Dinge die für uns logisch sind sind für Kinder noch lange nicht logisch
>>>Ja wir haben ihr gesagt das sie nicht dran darf und auch nichts rein tuen soll weil das nicht gut ist! <<<

weil es nicht gut ist heißt ja nicht das sie sterben müssen

liebe Grüße

Beitrag von saarland-girl 07.04.10 - 12:35 Uhr

Hallo,ich denke du hast Recht!
Ich habe die Fische alleine gefüttert.Das war bestimmt auch ein fehler!
Ich werde nochmal mit ihr reden und dann hoffe ich das sie daraus gelernt hat!
Ich hätte sie vielleicht auch besser aufklären müssen das Fische nicht trinken bzw.ihr Wasser haben!

Vielen Dank

Beitrag von ayshe 07.04.10 - 16:35 Uhr

##
ich ertapp mich auch oft dabei das ich eigentlich zuviel von meinem Sohn erwarte
Dinge die für uns logisch sind sind für Kinder noch lange nicht logisch
>>>Ja wir haben ihr gesagt das sie nicht dran darf und auch nichts rein tuen soll weil das nicht gut ist! <<<

weil es nicht gut ist heißt ja nicht das sie sterben müssen
##
geht mit auch oft so.
diese denkweise ist manchmal so derartig einfach, daß man gar nicht darauf kommt.

ich habe auch den eindruck, daß es nicht böse gemeint war, aber voll daneben ging.

Beitrag von nakiki 07.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo!

Ich würde sie gar nicht bestrafen. Ich sehe da keine Absicht. Anscheinend wusst die beiden nicht, dass Fische nichts zu trinken brauchen.
Etwas anderes wäre es, wenn eine Absicht dahinter gesteckt hätte, also die Fische zB aus dem Wasser zu nehmen um zu sehen, wie sie nach Luft schnappen und dann sterben. Aber so...ist es einfach blöd gelaufen.

Wieso fragst du sie, wie sie sich fühlen würden, wenn die Katze tot wäre? IHRE Fische sind doch tot und wenn es sie nicht stört, würde ich keine neuen kaufen. Wenn es sie stört, dann hat sie ihre "Strafe" schon bekommen.

Gruß nakiki

Beitrag von metalmom 07.04.10 - 12:37 Uhr

Ich würde meinen, der Verlust ihrer Tiere und die Schuldgefühle sind Strafe genug. Zumal sie die Fische nicht töten wollte, sondern es nicht besser wusste.
Neue Fische würde ich ihr (erstmal) nicht kaufen, bis sie reifer ist.
Deinen Spruch mit der Katzentötung lasse ich lieber unkommentiert. #klatsch

Beitrag von meckikopf 07.04.10 - 23:16 Uhr

Huhu,

haargenau meine Rede

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2576962&pid=16350296&bid=21

und das sehe ich ganz genauso und unterschreibe deinen Beitrag mal ganz dick und fett!


Gruß

Beitrag von luka22 07.04.10 - 12:57 Uhr

"Die beiden meinten dann wohl das die Fische was trinken müssten und habn Pfefferminz Tee ins Becken geschüttet!"

Dieser Grundgedanke war ja wirklich nicht böse. Es war Pfefferminztee, nicht Putzmittel. Das Fische davon sterben können, darauf würde auch ich nicht kommen.

Ich denke die Tatsache, dass die Fische aufgrund ihrem "Fehler" gestorben sind, ist doch wirklich Strafe genug. Oder?

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von olivia76 07.04.10 - 13:56 Uhr

Hallo!

"Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl das es ihr egal ist!"

Bin bei Deinem Text jedesmal an dem Wort "kaputt" hängen geblieben. Würdest DU das auch sagen, wenn eine der Katzen tot wäre? Vielleicht lebt ihr dem Kind da auch schon eine Wertigkeit der Lebewesen vor, so dass sie deshalb nicht soooo traurig auf den Tod der Fische reagiert.

Ich war als Kind dafür verantwortlich, dass unsere Katze einen unserer Wellensittiche gefressen hat. Ich habe mich sehr schuldig gefühlt, lange Zeit, (eigentlich noch heute) auch wenn ichs nicht jeden Tag in Worte gefasst hab.
Eine Strafe halte ich auch für nicht angemessen. Eher Erklärungen, oder auch Fragen, wie sie sich damit fühlt. Und vielleicht nach einer gew. Zeit nochmal die Chance, sich verantwortungsvoller zu kümmern.

LG,
O.

Beitrag von saarland-girl 07.04.10 - 14:24 Uhr

Sorry aber irgendwie fiel mir grade nichts anderes ein!

Und nein wir leben unserer Tochter ganz bestimmt sowas nicht vor!
Bis jetzt wurde jedes Tier von ihr oder von uns Beerdigt und wir haben darüber gesprochen!
Bei uns stehen die Tiere an einer hohen Stelle!

Lg

Beitrag von king.with.deckchair 08.04.10 - 18:58 Uhr

"Und nein wir leben unserer Tochter ganz bestimmt sowas nicht vor!"

Doch. Brutalität.

Du nennst das Eingehen von Fischen "kaputt gemacht" und machst dann eine ACHTjährige fertig, indem du ihr indirekt zu verstehen gibst, es könnte jemand ihre Katze töten.

Herrgott nochmal, die Kinder haben sicher nicht gedacht, dass die Fische eingehen! Wenn man Kinder und Tiere in einem Haushalt hat, dann sind in erster Linie die Erwachsenen für das Wohlergehen der Tiere verantwortlich, punkt, Ende, aus!

Und wenn du es versäumt hast, ihr beizubringen, dass keine Getränke, die für Menschen gedacht sind oder sonst irgendwas ohne deine Erlaubnis ins Aquarium gekippt werden darf - nun: Denk dir doch bitte schon mal eine Strafe für DICH! aus!

Und erinnere dich: Deine Tochter ist ERST acht Jahre alt! Nicht 18, nicht 28, nicht 38 - acht!

Beitrag von xbienchenx 09.04.10 - 09:45 Uhr

Super Antwort! Dem ist nichts hinzuzufügen!!!

Beitrag von anita_kids 09.04.10 - 22:19 Uhr

Wieviele Tiere sterben denn bei euch so, wenn ihr fleissig am Beerdigen seid #schock

Beitrag von llewellynn 11.04.10 - 00:32 Uhr

Lass dich von den Ignoranten nicht verunsichern. Hexenverbrennungen hatten auch viel mit mangelnder Bildung und Toleranz zu tun.
Mir ist der Ausdruck durchaus geläufig. Mein Großvater verwendete ihn unter anderem als ich im Alter von ca 7 Jahren unerlaubterweise den Käfig mit seinem Kanarienvogel herumtrug und ihn aus Versehen fallen ließ, wobei der Vogel zu Tode kam. Mir war das übrigens Strafe genug!
Ich nehme mal an, daß dieser Ausdruck im Saarland ebenso verwendet wird wie in Lothringen, oder? Also: kein Grund sich zu entschuldigen...


Liebe Grüße,
Kira

Beitrag von king.with.deckchair 11.04.10 - 23:42 Uhr

Mein Großvater sprach auch von "kaputt gegangen", wenn er das Sterben eines Tieres meinte. Eines Nutztieres. Auf seinem Bauernhof.

Ich bin also "gebildet" genug um zu wissen, dass man so von Tieren spricht, zu denen man wenig emotionalen Bezug hat. Denn: "kaputt" macht man Sachen.

Beitrag von llewellynn 12.04.10 - 00:36 Uhr

Aha. Du willst also beurteilen können wie groß der emotionale Bezug meines Großvaters zu seinen Tieren war? Er hatte keinen Bauernhof, sondern hielt seine "Nicht-Nutztiere" aus purer Liebe zum Tier und jedes einzelne starb an Altesschwäche ( bis auf einen Kanarienvogel, den ich leider auf dem Gewissen habe). Der Ausdruck war eben in der Gegend völlig normal...unabhängig von emotionalen Befindlichkeiten.

Beitrag von windsbraut69 13.04.10 - 11:35 Uhr

Dann steht bei Euch auf den Grabsteinen und in Traueranzeigen "kaputt gegangen am: ..."?

Beitrag von xbienchenx 13.04.10 - 13:04 Uhr

"kaputt gehen" ist aber gramatisch absolut falsch! Stellt man etwas hier ins Netz sollte man schon die deutsche sprache beherschen. Stell dir vor dein kind schreibt ein Aufsatz und benutzt diese Wortstellung. "meine Oma ist am...kaputt gegangen". lol, da bekäme das Kind wohl ne schlechte Note!
Ich schreibe ja auch nicht "ick" "haste..." wolln wa"....nur weil ich aus Berlin komme. Es ist einfach mal wurscht woher man ist. Man hat sich vernünftig auszudrücken!

Beitrag von windsbraut69 13.04.10 - 15:02 Uhr

Warum sagste mir das?
Kaputt "machen" ist auch nicht korrekter!

Beitrag von xbienchenx 13.04.10 - 16:01 Uhr

das war nicht an dich gerichtet...hab mich verklickt

Beitrag von windsbraut69 13.04.10 - 15:03 Uhr

"Stellt man etwas hier ins Netz sollte man schon die deutsche sprache beherschen."

DA hast Du vollkommen Recht. Das solltest Du selbst mal beherzigen :)

Beitrag von xbienchenx 13.04.10 - 16:02 Uhr

Ich behersche die deutsche Sprache sehr gut...und Fehler macht jeder Mensch, was übrigens auch nicht verboten ist!

Beitrag von xbienchenx 13.04.10 - 16:04 Uhr

Das war wie gesagt nicht an dich...weiß ja nicht wieso du dich da angesprochen fühlst, denn du hast es ja ebenso bemängelt wie ich.

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