Taufe: Katholisch oder evangelisch?

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Beitrag von lilly7686 07.04.10 - 15:11 Uhr

Hallo!

Werden eure Zwerge katholisch oder evangelisch getauft?
Meine Große ist wie ich katholisch. Mein LG ist evangelisch und auch unser gemeinsames Baby soll evangelisch getauft werden (wir wollen gerne seine Schwester als Taufpatin haben, die evangelisch ist, aber unser Pfarrer weigert sich, jemand evangelischen als katholischen Paten zuzulassen, wir wollen aber niemand anderen).

Ich überlege nun, ob ich selbst auch Konfession wechseln soll. Im Prinzip ist es ja nur eine Formsache, denn gar so unterschiedlich sind die beiden ja gar nicht. Aber meine Große kommt jetzt im Herbst in die Schule. Keine Ahnung, ob es gut ist, wenn ich jetzt ihre Konfession ändern lasse...

Was meint ihr? Und wie werden eure Kids getauft?

Beitrag von nele27 07.04.10 - 15:24 Uhr

Hi,

ich finde schon, dass es mehr ist als eine Formsache... ich bin ev.-luth. und mein Mann und Kind auch und wir sind durchaus überzeugte Protestanten.
Ich wäre definitiv nicht katholisch, weil ich schon allein nicht den Papst als Vertreter Gottes auf Erden ansehe. Naja und es gibt doch gravierende Unterschiede.

Daher würde ich Dir empfehlen, Dich vielleicht über beide Religionen ein bisschen zu informieren... und dann noch mal entscheiden :-)

Bei den Evangelen werden übrigens meist auch katholische Paten akzeptiert. Hauptsache Christen.

Ich denke nicht, dass es in der Schule Probleme gibt, oder sind die streng katholisch?? Also unsere evangelischen Schulen und Kindergärten nehmen zumindest alle Konfessionen auf.

Unserv zweites Baby wird auch wieder ein Protestant und zwar, wenn alles gut läuft an Ostern 2011 #freu

LG, Nele
9. SSW

Beitrag von lilly7686 07.04.10 - 15:34 Uhr

Hallo!

Naja, dass es im Grunde nicht nur eine Formsache ist, ist schon klar.
Ich will nur nicht, dass es so aussieht, als würde ich jetzt erst drüber nachdenken, weil es grad in den Medien ist...

Weißt du, ich war nicht mal bei der Firmung, weil ich von der Katholischen Kirche nicht überzeugt bin. Ich blieb nur katholisch, weil ich unter 18 nicht wechseln konnte, meine Tochter aber getauft werden sollte. Ich hab sie mit 17 bekommen.
Ich habe mich in den evangelischen Gemeinden immer wohler gefühlt. Ich gehe auch nie in die katholische Kirche, da ich mich dort nicht willkommen fühle (eine Tochter minderjährig und unverheiratet bekommen, nicht gefirmt, immernoch nicht verheiratet, obwohl Baby 2 unterwegs ist usw.). Ich habe schon oft überlegt, die Konfession zu wechseln. Bisher war es nur leider so, dass ich nicht wirklich dran gedacht habe.

Leider mach ich mir Sorgen wegen meiner Familie. Meine gesamte Familie ist katholisch. Die sind schon sauer, weil ich unser 2tes Baby evangelisch taufen lassen will.
Ich glaube, wenn auch ich und meine Große wechseln würden, könnte ein Krieg ausbrechen. Andererseits würden sie dann endlich mal kapieren, dass ich eine selbstständig denkende FRAU geworden bin. Und kein kleines Kind mehr bin.

Ist alles ziemlich seltsam. Aber ich hab auf jeden Fall vor, nächste Woche mal einen Termin in der evangelischen Pfarre zu machen, um ein weiteres Vorgehen zu besprechen. Vielleicht kann man mir dort helfen. Immerhin heißt das ganze ja aus einem bestimmten Grund "Seelsorge", oder? :-)

Beitrag von nele27 07.04.10 - 15:44 Uhr

Das ist doch genau richtig so, wie Du es machst! Mache einen Termin bei der "Konkurrenz" :-), das ist ja unverbindlich und kostet nix.
Danach kannst Du immernoch weiter nachdenken und entscheiden.

Ja, Ihr Katholiken seid in vielen Dingen etwas rigider und auch schneller dabei, jemanden zu verurteilen... allerdings gibt es in den ev.-luth. Gemeinden auch große Unterschiede. Da bei uns ja jede Gemeinde ihren Glauben und ihr Profil innerhalb bestimmter Grenzen so ausleben kann, wie man will gibt es gemäßigte (Volkskirchler) und "Fundis". Was zu Euch passt, werdet ihr selbst wissen.

Was Deine Familie betrifft: Dann ist eben Krieg. Es herrscht Religionsfreiheit und Du hast da Recht, die Konfession auszusuchen, die Dir passt. Nicht ist ätzender als irgendwo Mitglied zu sein, weil man es so macht. Weder im Ernteverein noch bei der Kirche. Und Du hast ganz Recht, Du kannst Ihnen so zeigen, dass Du von Deiner Wahlmöglichkeit Gebrauch machst. Und auch falls Deine Entscheidung dann lautet doch katholisch bleiben zu wollen, tust Du es weil DU es willst.

Ich finde Deinen Weg richtig!

LG, Nele

Beitrag von lilly7686 07.04.10 - 15:55 Uhr

Hallo!

Ich habe gerade mit der Pfarrerin der evangelischen Gemeinde gesprochen (die für uns zuständige Gemeinde ist leider fast 30km entfernt). Ich dachte, ich könnte vielleicht einen Termin ausmachen, um das Ganze mal kennen zu lernen und Fragen zu stellen.

Sie war total lieb und hat vorgeschlagen, ich könnte mit der ganzen Familie am 17.April zum Heurigen kommen. Es wird ein Nachmittag veranstaltet für die evangelischen Mitglieder, die hier in meiner Region wohnen. Davon gibts leider tatsächlich sehr wenige (hab ich mir schon gedacht, wurde jetzt von der Pfarrerin bestätigt). Aber die Pfarre lädt alle hiesigen Mitglieder zum Heurigen im Nachbarort ein. Sie lässt mir eine Einladung zukommen mit den genauen Daten und hat vorgeschlagen, dass ich mitsamt Familie (also meiner Tochter und Freund) dahin komme und wir dort mal gemütlich sprechen können. Und so könnte ich auch gleich andere Mitglieder der Kirche kennen lernen.

Sie hat mir auch erzählt, es gibt parallel zum "normalen" Gottesdienst immer einen Kindergottesdienst. Ich finde das sehr schön. Denn in der katholischen Gemeinde hier gibts einmal im Jahr einen Kindergottesdienst zu Weihnachten. Und nachdem meine Tochter zeitweise doch sehr interessiert ist, finde ich das schon schade. Also mal sehen, wie der Nachmittag am 17. läuft.

Und ja, du hast Recht. Dann ist eben Krieg.
Meine Eltern werden sich damit abfinden müssen. Ob sie wollen oder nicht.

Lieben Dank für deine Antwort!

Beitrag von funny0815 07.04.10 - 15:27 Uhr

Ich lasse meins garnicht taufen !!
In den letzten Wochen war soviel schlechtes in den Medien übe die Kirche (sexueller Missbrauch) das ich meinem Kind selber die Entscheidung lassen werde welcher Konfession es angehören will.
Sonst wäre das ja so als würde ich zb meine große im Fußballverein anmelden ohne sie vorher gefragt zu haben ob sie das überhaupt möchte.
Meinem Schatz der Katholisch ist gefällt das zwar überhaupt nicht aber da muss er durch *g man tauft ein Kind nicht nur deswegen weil man das halt so macht sondern aus überzeugung und das bin ich absolut nicht.

Wenn dann würd ich es evangelisch taufen lassen und deiner großen schadet ein Wechsel der Konfession denk ich auch nicht :-)

Liebe Grüße

funny0815 mit #baby inside 14.ssw

Beitrag von liv79 07.04.10 - 15:28 Uhr

Also wenn jemand, der ja immerhin Mitglied einer christlichen Kirche ist, nicht vom katholischen Pfarrer als Taufpate akzeptiert wird, wäre das für mich ein klarer Grund für eine evangelische Taufe!!!

Ich glaube deiner Großen ist es noch herzlich egal, ob sie evangelisch oder katholisch ist, da macht ein Konfessionswechsel auch bestimmt nichts aus.

Unser Krümelchen wird evangelisch getauft - wir sind aber auch beide evangelisch.
Von meiner Freundin der Kleine wurde evangelisch getauft, aber in einem ökumenischen Gottesdienst. Das war auch sehr schön.

Beitrag von catch-up 07.04.10 - 15:34 Uhr

Unser Krümel wird nicht getauft!

Mein Partner ist auch evangelisch (auf dem Papier). Das ärgert mich tierisch, weil er ständig diese bescheuerte Kirchensteuer vom Lohn abgezogen bekommt! *hhhhhmmmm* --- das nur mal so am Rande!

Beitrag von bootie84 07.04.10 - 15:47 Uhr

also mein mann ist auch evangelisch (auf dem Papier) getauft, da es uns beiden auch total nervt hat er ein kirchenaustritt gemacht, hat 30€ dafür bezahlt und jetzt ist er für immer davon befreit.

wir werden unseren Krümel auch nicht taufen, er soll später selber entscheiden was er daraus macht.

lg
nastja

Beitrag von souldiva 07.04.10 - 15:34 Uhr

Hallloooo :-D

also ich muss ganz ehrlich sagen ich bin nicht getauft und mein freund auch nicht und unser kind werden wir auch nicht taufen.

Ich bin der meinung das unser kind wenn es alt genug ist, selber entscheiden kann ob taufen und welche religion.

man kann doch auch "an Gott glauben" ohne getauft zu sein.

Finde sowas ehrlich gesagt einfach nur geld verschwendung.. kirchensteuer... kommunion...

möchte jetzt auch niemanden angreifen es bleibt ja jedem selbst überlassen ;-)

Beitrag von bootie84 07.04.10 - 15:49 Uhr

genau ich bzw wir denken genauso, man kann "an Gott glauben" ohne getauft zu sein.

lg
nastja

Beitrag von rana1981 07.04.10 - 15:36 Uhr

Hallo,

also das kenne ich von der katholischen Kirche nicht anders. Da sind nur katholische Mitglieder gerne gesehen...so ist es jedenfalls in den mir bekannten Gemeinden, was ich allerdings sehr schade finde...
Unser Bauchzwerg wird auch evangelisch getauft werden. Ich selber wurde als Baby nicht getauft und konnte mich so in den verschiedenen Richtungen ausleben und mich gut informieren...genauso war es bei meinem Mann und ich finde auch, dass es große Unterschiede gibt. Das muss aber jeder für sich entscheiden.
Die evangelische Kirche ist da ja sehr offen und ich finde das auch schön...

Ganz liebe Grüße und viel Spaß bei der Entscheidung
Maike#blume

Beitrag von mamemaki 07.04.10 - 16:05 Uhr

Ich bin katholisch am papier, mein freund von geburt orthodox - dann von seinen eltern als katholisch eintragen gelassen - ausgetreten als er erwachsen wurde

und unser kind wird sicher nicht getauft!

Beitrag von aerlinn 07.04.10 - 16:20 Uhr

Huhu,

bei mir ist es ähnlich, ich bin katholisch, mein Mann evangelisch. Wir werden unseren Sohn evangelisch taufen lassen, weil wir uns dem evangelischen Glauben näher fühlen als dem katholischen. Ich selber habe auch überlegt zu wechseln, aber da ich im sozialen Bereich arbeite gibt es manchmal Stellen, die nur Katholiken bekommen, bei den Evangelen wird das nicht so eng gesehen. Daher bleibe ich katholisch, aus arbeitstechnischen Gründen.
Von katholisch zu evangelisch wechseln ist viel einfacher, als andersrum....

Gruß, Aerlinn

Beitrag von lilly7686 07.04.10 - 16:24 Uhr

Oh mann, an die Arbeit hab ich noch gar nicht gedacht...

Ich arbeite in der Altenpflege bei der Caritas... Hab schon gehört, dass Leute, die nicht katholisch waren, gar nicht aufgenommen wurden. Aber die können mich doch nicht feuern, weil ich nicht mehr katholisch bin oder???