UMZUG!

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von puppe08 07.04.10 - 15:33 Uhr

Hallo zusammen!

Hab da mal wieder eine Frage...

Und zwar bin ich im 6.Monat schwanger und beziehe Leistungen von der ARGE, mein Freund beendet seine Ausbildung als Metzger im JULI und wird auch übernommen.Wir leben momentan im Dachgeschoss in einer 48qm 2-Zimmer Wohnung und wollten umziehen, da ich leider vonder ARGE meinen Lebensunterhalt beziehe müssen wir die netten Leute von dort ja um "ERLAUBNIS" fragen...

Das haben wir getan und der Antrag wurde angelehnt, da der Außendienstmitarbeiter festgestellt hat, dass ein Kinderbett in unserem Schlafzimmer noch Platz finden würde...

wäre theoretisch möglich, rein praktisch hab ich aber keinen Platz für einen Wickeltisch, geschweigedenn Pampers, noch für einen Kinderwagen in der Wohnung...

das Treppenhaus ist erstens zu klein/zu eng um überhaupt den Kinderwagen irgendwo abzustellen(ist nur ein kleines schnuckeliges 3Parteien Haus), was mir vom Vermieter aus Brandschutzgründen auch untersagt wurde...

Ich habe Widerspruch gegen diese Ablehnung eingelegt, aber diesem kann nicht abgeholfen werden, somit geht es jetzt weiter in die Rechtsabteilung!

Meine Frage ist eigentlich nur, ob es rechtens ist, dass die ARGE das ablehnt und wenn ja warum, da ich weiss, dass der Gesetztgeber pro Person eine REINE NUTZFLÄCHE(OHNE KÜCHE,WOHNZ&SCHLAFZ.)von 10qm pro Person vorschreibt...wären also 30qm, die wir aber nicht haben...
zumal ich einige kenne die in der selben Situation steckten und denen die Wohnung genehmigt wurde...

Hab ich einfach nen Scheiss ARGE-Mitarbeiter erwischt oder und losen die da aus wer was bekommt und wer nicht?

Freue mich über ernst gemeinte AW, ohne blöde Kommentare wie:SEID FROH DAS IHR ÜBERHAUPT EINE WOHNUNG HABT....bla bla bla das könnt ihr euch sparen, denn auch Menschen die in eine Notsituation geraten haben das Recht auf ein anständiges Leben!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von superschatz 07.04.10 - 15:46 Uhr

Hallo,

es liegt im ermessen des Sachbearbeiters, ob ihr umziehen dürft. Bzw. nein, er dürft umziehen, ist nur fraglich ob ihr dann den Differenzbetrag der höheren Miete gezahlt bekommt und Kaution, Umzug und Renovierung wird nicht gezahlt.

Ein Kind braucht bis zum 1. Geburtstag kein eigenes Zimmer und kann im Elternschlafzimmer schlafen.
Eine Wickelkommode würdet ihr nicht mal von der Arge in der Erstausstattung gezahlt bekommen, nur eine Wickelunterlage. Ein Kind kann man auf dem Bett, auf dem Boden oder auf einem Tisch wickeln.

Ein Baby hat nicht soviele Sachen, das sie nicht noch mit in irgendeinem Schrank / im Elternkleiderschrank Platz finden.

---"bla bla bla das könnt ihr euch sparen, denn auch Menschen die in eine Notsituation geraten haben das Recht auf ein anständiges Leben!!!!!!!!!!!!!"---

Menschen die in eine Notlage geraten, müssen sich halt manchmal mit weniger zufrieden geben. Das ist einfach so.


LG
Superschatz

Beitrag von cami_79 07.04.10 - 16:09 Uhr

Hi,

wie dir eine Userin schon geantwortet hat, kann dir den Umzug niemand verbieten ... die Mehrkosten, Umzugskosten etc. sind dann aber selbst zu tragen.

Es ist durchaus zumutbar mit einem Baby auf knapp 50qm zu leben. Wickeln kann man tatsächlich auch auf dem Sofa/Bett oder so wie meine Mutter früher: Auf dem Küchentisch :-). Auch Kleidung und Pampers bekommt man i.d.R. noch in irgendeinem Schrank unter.

Ich verstehe, dass das nicht besonders komfortabel für euch ist, gerade auch wegen des KiWa-Abstellproblems, aber gerade wenn man Leistungen in einer Notlage bezieht, kann man nicht davon ausgehen dass man ein großes weiches Nest gebaut bekommt, sondern eben das notwendigste.

Da dein Partner ja erfreulicher Weise ab Juli ausgelernt hat (und im August dürfte der ET sein oder?) und auch ne Stelle zugesichert hat, ist das ja alles wahrscheinlich ohnehin begrenzt, denn dann habt ihr ja mehr Einkommen und 300 Euro Elterngeld und Kindergeld. Sollte es euch also wirklich zu unpraktisch sein, könnt ihr dann ja aus eigener Kraft umziehen, da ihr euch selbst finanziert. Da würde ich aktuell die Wellen lassen ... lohnt sich nicht.

Alles Gute, C

Beitrag von windsbraut69 07.04.10 - 16:09 Uhr

Ja, zieht doch einfach im Juli um, wenn Ihr niemanden mehr fragen müßt.

Dass knapp 50 qm so klein sind, dass Du keinen Platz für Windeln hast, ist natürlich schon ein Drama.

Deine Theorie von den 10 qm pro Person hast Du hier schon mal erwähnt, kann das sein?
Hast Du dafür einen seriösen Link zur Hand?

Gruß,

W

Beitrag von seikon 07.04.10 - 19:33 Uhr

"...REINE NUTZFLÄCHE(OHNE KÜCHE,WOHNZ&SCHLAFZ.)von 10qm pro Person vorschreibt...."


Soso. Ohne Wohnzimmer, Schlafzimmer also. Also quasi 10 qm reine Nutzfläche ganz ohne Wohnung?

Ich hab schon mal was gelesen, dass es 9!! qm pro Person sein müssen. Auch habe ich gelesen, dass Küche, Flur und Badezimmer bei dieser Wohnflächenberechnung heraus gerechnet werden, weil das ja Funktionsräume sind.
Wohnzimmer und Schlafzimmer werden ganz eindeutig zur Nutzfläche dazu gerechnet Süße.

Und wenn du jetzt das Gegenteil behauptest und so fest auf irgendwelche Vorschriften seitens des Gesetzgebers pochst, dann möchte ich bitte von dir eine eindeutige, seriöse Quellenangabe.

Beitrag von puppe08 07.04.10 - 21:24 Uhr

Ja ich mein ja auch das Wohn und das Schlafzimmer....entweder habe ich mich falsch ausgedrückt oder es wurde falsch verstanden...
unsere nutzfläche in der jetzigen wohnung wären 21qm...also zu klein für 3 Personen oder????Das war die Frage an sich

Beitrag von seikon 07.04.10 - 23:17 Uhr

Du willst mir also erzählen, dass bei einer 48 qm Wohnung euer Flur, Bad und Küche zusammen mehr Wohnfläche haben sollen als das Wohnzimmer und das Schlafzimmer zusammen? Das glaubst du doch wohl selber nicht.

Wohn- und Schlafzimmer 21qm. Flur, Küche, Bad 27 qm. Ja ne, is klar.

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 11:22 Uhr

NEIN:
Die Wohnung ist unter Garantie nicht überbelegt mit 2 Personen und einem Säugling!

Beitrag von superschatz 08.04.10 - 11:27 Uhr

Ihr zählt aber nicht als 3 vollwertige Personen. Ihr seit 2 Erwachsene und 1 Säugling. Dem Säugling ist es relativ egal, wie und wo es schläft, solange die Eltern da sind.

Beitrag von october 07.04.10 - 19:48 Uhr

Hallo,
ich finde eine 2-Raum-Wohnung mit fast 50 m² durchaus zumutbar für 2 Erwachsene und ein Baby.
Ich selbst wohne seit 2 Jahren mit meiner Tochter in solch einer Wohnung. Ich fände es auch nicht unzumutbar, wenn eine dritte Person hier mit wohnen würde. Sicherlich nicht erstrebenswert auf Dauer, aber übergangsweise sicher machbar.
Du darfst nicht vergessen, dass du dich als ALG2-Empfänger in einer Notsituation befindest und dementsprechend solltest du auch deine Ansprüche herunter schrauben.
Ich kenne einige Paare, die eine Weile mit Baby in der 2-Raumwohnung geblieben sind, ehe sie sich eine größere Wohnung gesucht haben. Wartet doch einfach ab, bis dein Partner genug verdient, dass ihr euch die größere Wohnung leisten könnt.

LG Annika

Beitrag von metterlein 07.04.10 - 20:47 Uhr

hallo,

es sind 45qm für die erste person und für jede weitere person 15qm.... aber da kommt es trotzdem auf die kaltmiete an....

ein baby braucht eigentlich kein/kaum platz...
wir haben ca 60qm und sind momentan noch zu dritt, aber auch wenn unser zweites kind da ist, reicht das vorerst aus.

kinderwagen irgendwo abstellen zukönnen ist kein grund zum umziehen... wir können unseren auch niegends abstellen im hausflur, also entweder in den keller schleppen oder ins auto packen. ist ätzend aber das mach ich nun schon ne weile so... geht nicht anderst!

solang man geld vom amt bezieht kann man eben keine großen ansprüche stellen

lg metterlein

Beitrag von frauke131 08.04.10 - 13:47 Uhr

Wir haben zu Dritt auf 47 qm gewohnt, als Baby Nr. 2 kam, haben wir uns eine größere Whg. gesucht! Das Baby braucht noch keinen eignen Platz, es will sowieso bei Euch sein. Wickelkommode hatten wir nie, weil nie Platz da war. Gewickelt wurde auf der Waschmaschine. (Wickelkommode kann man sich eigentlich sparen).

Du bekommst geld vo Staat, somit musst Du Dich mit weniger zufrieden geben!