von der seele schreiben

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von untröstlich 07.04.10 - 17:07 Uhr

muss mal was loswerden. zunächst mal: mein papa hatte letztes jahr 1 woche nach unserer hochzeit einen tödlichen unfall. gestern hätte er geburtsag gehabt. bin mit meiner schwester und deren freund aufs grab.mein mann ist nicht mit. er kam gestern heim, und zur begrüßung hörte ich: ich will nix hören und nix sehen. ( er hat vor 4 wochen eine neue stelle angefangen) irgendwann sagte ewr dann das er diese arbeit nicht schafft. ich sagte dann brauchter sich nicht verrückt zu machen, und er solle sich was anderes suchen.heute morgen ist er einfach nicht arbeiten gegangen und hat sich nicht abgemeldet. stellte das telefon ab. als ich heim kam und das telefon anmachte, wurde er sauer, von wegen er will nicht erreicht werden.ich sagte ihm das kein arsch sich dafür interessiert was er macht. dann ist er gefahren und ich weiß nicht wohin. was soll das denn nur? es geht mir selber schlecht weil ich meinen papa so vermiss. und so macht er es mir nicht leichter. ich würd am liebsten auswandern.

danke fürs zuhören

Beitrag von minniemaus77 07.04.10 - 17:21 Uhr

>ich würd am liebsten auswandern. >

Eure Probleme werden aber auch im Ausland nicht gelöst .Im Gegenteil da kommen neue hinzu ,Wohnung ,Arbeit ,Geld,Sprache -sowas muß gut überlegt sein -vorallem muß man über ein gutes Polster verfügen um Notfalls erstmal davon leben zu können.

Nur weil im Ausland immer die Sonne scheint ,oder es im Urlaub so toll war und alles Friede ,Freude, Eierkuchen ist ,ist das wahre leben dort alles andere als ein Zuckerschlecken -es sei denn man ist Millionär.

Dein Mann führt sich auf wie ein trotziger 5 jähriger ,der bockig Telefon abstellt und denkt damit sind seine Probleme gelöst.Ich weiß ja nicht wie alt es ist -aber er sollte erstmal erwachsen werden.
Aller Anfang auf einer neuen Arbeit ist schwer ,neue Aufgaben ,neue Kolegen ,zeitiges Aufstehen -an alles muß man sich erstmal gewöhnen und mit der Zeit fällt einem das auch leichter-aber dafür hat er ein geregeltes Einkommen und man kann sich seine Wünscher erfüllen und das gehört nun mal zu Leben dazu.

Dir rate ich deine Trauer aufzuarbeiten .Sprich mit deiner Schwester ,Mutter oder etc. ,wenn dir dein Mann schon nicht zuhört .Gerade an Feiertagen oder Geburtstagen vermisst man die lieben Menschen sehr und es tut gut mit jemanden darüber zu reden.

Beitrag von ug2712 07.04.10 - 17:24 Uhr

Hallo Untröstliche,

ich kann mir vorstellen, dass dir gerade alles zu viel wird.
Du hast deine Probleme und nun haben die Probleme deines Mannes solche Ausmaße angenommen, dass du mit hineingezogen wirst.
Das dein Mann einfach nicht zur Arbeit erscheint geht gar nicht. Aber was steckt denn dahinter?
ICh würde versuchen, mit ihm zu reden. Das muss ja jetzt als erstes geklärt werden. Vielleicht lenkt dich das auch von deinen eigenen Problemen etwas ab?

#liebdrueck

Beitrag von untröstliche 07.04.10 - 19:50 Uhr

zuerstmal danke für die leiben worte. das mit dem auswandern war natürlich nur so daher gesagt.l er ist nicht zur arbeit gegangen, weil es probleme mit dem filialleiter gab. der muß ziemlich rabiat sein. trotzdem hätte er wenigstens nen krankenschein machen können. dann hätten die kollegen wenigstens gewußt was los ist. ich würd ja mit ihm reden, aber er ist ja nicht da. und ich weiß nicht wo er ist. handy ist abgeschaltet. das ist doch echt abartig von ihm. ich fühl mich so einsam, hilflos und scheiße. trotzdem steh ich morgen auf und fahr zur arbeit. wenn ich wenigstens wüßte wo er ist.

Beitrag von ug2712 08.04.10 - 10:19 Uhr

Die Art und Weise jetzt einfach so den Kopf in den Sand zu stecken und nicht erreichbar zu sein, ist natürlich unter aller S...

Ich hoffe, er hat sich noch gemeldet?

Beitrag von untröstlich 09.04.10 - 18:16 Uhr

ja, er kam dann abends heim, hatte einen im tee. haben uns wenigstens darauf geeinigt in die nähe meiner arbeit zu ziehen. dann hab ich wenigsten diese belastung (finanziell und psychisch) weniger. aber seine mutter hat gesagt dass für sie die tür zu ist. obwohl ich das schon rigoros find.

vielen dank für deine anteilnahme.

#herzlich grüße