Könnt ihr euch nach Trennung mit Kindern noch vorstellen zu Heiraten?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von mysterya 07.04.10 - 22:58 Uhr

Huhu alleinerziehnde Mamis!

Mich beschäftigt da eine Frage und ich wollte mal wissen obs euch genauso geht.

Und zwar war ich früher immer der Meinung, dass heiraten ja doch ne prima Sache ist, wenn man sich liebt uns lange zusammen ist, aber seitdem ich eine 7 Jährige Beziehung Gott sei Dank ohne Heirat, mit Trennung und dem ersten Kind hinter mir habe. Bin ich bei dem Thema sehr misstrauisch geworden. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Rechte ich dem anderen damit gewähre und wie viele Verpflichtungen ich dann hab. Z.B. wenn er nicht arbeitet und ich hätte Arbeit und ich lass mich scheiden, müsste ich für ihn zahlen und all sowas.

Ich meine ich denke immer daran, dass ich bei meinem Ex absolut glaubte ihn zu kennen und habe im 7. Jahr dann was ganz anderes festgestellt und nun denke ich, dass man sich in jeder Beziehung und sei sie anfangs noch so toll, richtig entlieben und auseinander leben kann und dann wäre man dadurch, dass man geheiratet hätte, voll gestraft.

Was bin ich auch froh, dass ich die alleinige Sorge hab. Im Ernst Julies Vater sieht sie fast jeden Tag, aber ich bin trotzdem froh, dass ich da so viel Freiheiten habe.

Für eine zukünftige Beziehung, sie sei noch so eng, kann ich mir eigentlich nicht mehr vorstellen zu heiraten.

Wie seht ihr das? Wie gehts euch dabei? Könnt ihr euch solche Sachen noch vorstellen? Oder hat euch die Trennung mit Kind/ern da mmm vorsichtig gemacht?


LG Mysty

Beitrag von mausi1086 08.04.10 - 09:11 Uhr

Ich habe auch eine 5,5 Jahre lange Bezieung hinter mir und war mir auch eigentlich sicher, dass ich diesen Mann spätr heiraten würde. Dann kam das Kind, mein Ex hat sich selbständig gemacht und dann ging es bergab. Jetzt sind wir seit einem halben Jahr getrennt.
Aber trotz der Trennung möchte ich immernoch irgendwann mal heiraten. Ob es der Richtige ist und ob es für immer ist, kann dir sowieso niemand sagen. Aber ich würde vor der Eheschließung einen Ehevertrag machen. Damit man sich in guten Zeiten für die schlechten Zeiten abgesichert hat.

Vielleicht denkst du ja anders über das Thema, wenn du wieder einen Mann kennen gelernt hast. Man nimmt aus einer gescheiterten Beziehung ja nicht nur negative Gefühle und Gedanken mit, auch wenn es erstmal so scheint. Trotz allem habt ihr euch ja mal so sehr geliebt, dass daraus ein Kind entstanden ist.

Beitrag von mysterya 08.04.10 - 10:07 Uhr

Ja, ich versteh Dich schon.

Aber offen gestanden an "den Richtigen" glaub ich ohnehin nicht mehr. Ich glaub daran, dass es da draußen viele nette Männer gibt mit denen eine lange bis lebenslange Partnerschaft möglich ist oder wäre, aber das es da jetzt einen gibt, der immer da bleibt, komme was wolle. Ne also daran glab ich nicht. Finde es ist eine ungesunde Einstellung. Ich wäre umgedreht auch nicht bereit alles mitzumachen und mitzutragen, was mein Partner irgendwann im Laufe seines lebens ausbrütet. Menschen verändern sich doch. Ich kann da einen heiraten und 3 Jahre später überfällt der aus ner Laune heraus ne bank oder verschuldet sich wegen irgendner Aktion und dann ?

Und meine erste Heirat, wenn sie denn stattgefunden hätte, wäre auch nie ohne Ehevertrag gewesen.

Ich seh die Dinge einfach bissl anders jetzt. Darum macht Ehe für mich momentan irgendwie auch keinen Sinn in meinen Gedanken. Ich meine man hat doch nicht wirklich Vorteile dadurch...
Nur weil es fast alle mal machen...oder weil man ein weißes Kleid trägt...oder weils ne fette Party gibt und er dann "dein Mann" heißt...Ist das wichtig?


Und aus der Beziehung hab ich nicht nur negatives mitgenommen, weiß Gott nicht. Wir sind sogar immernoch befreundet und alles, und Dates habe ich schon danach gehabt...aber das Gefühl...sowas zu machen, ist nicht wieder gekommen bis heute.

Und da war ich früher anders. So nach dem Motto: einmal schief gehen ist für alle drin *grinst*. No risk no fun und so.

Beitrag von xxtanja18xx 08.04.10 - 10:10 Uhr

Ich bin NOCH verheiratet...lebe in Scheidung...und hoffe, das das bald rum ist....habe wieder einen Patner mit dem ich nun 1,5jahre zusammen bin...und ihn würde ich Trotz meiner scheifgelaufenen Ehe Heiraten...#verliebt

Gruß

Beitrag von petra1982 08.04.10 - 10:58 Uhr

Welche rechte du Ihm gewährst? Welche sind das denn? Na der Mann darf ja auch nach der Scheidung bzw. im scheidungsjahr für die ex zahlen und ein lebenlang weiterhin ;-) Will nicht wissen wieviel Männer nur wegen dem Jahr das man der Ex Unterhalt zahlt verfluchen das sie ja gesagt haben.....

Mein Mann wollte auch nicht mehr heiraten, hats dann doch nochmal gewagt .....Das ist Typsache und abhängig vom Partner denk ich, schief gehen kann es auch ohne Trauschein und Ohne Kind

Beitrag von outlawmama 09.04.10 - 12:33 Uhr

ganz ehrlich......
Partnerschaft, klar

Heirat aber nur, wenn das Scheidungsrecht entrümpelt wird.
Dieses Trennungjahr empfinde ich als Zumutung.

Und vieles kann ja auch in Partnerschaften mit Vollmachten etc. ermöglicht werden.

LG
outlawmama......die der Scheidung entgegenhibbelt ;-)#fest

Beitrag von mysterya 10.04.10 - 12:35 Uhr

Jaaaa genau! Das ist auch so ein Punkt mit dem ich nicht klar komme.

Meine Tante hat sich in Deutschland scheiden lassen mit Trennugsjahr, Anwalt jede Menge Kosten und allem drum und dran...und ich hab nur gedacht.....Gott sei Dank hast du nicht geheiratet.

Meine Freundin is Polin hat sich nach polnischem Recht scheiden lassen und mich total dumm angeguckt, als ich sie nach dem Trennungsjahr fragte. Sie meinte nur, dass gibt es nicht. Man holt sich einen Termin, geht zum gericht und lässt sich scheiden.

Da hab ich mich dann auch gefragt, warum das hier zu kompliziert alles ist.

Beitrag von outlawmama 10.04.10 - 19:29 Uhr

lol....
geht mir genau so. Wenn man so lange mit dem Heiraten warten müßte, wie auf die Scheidung wäre ich ja still.

Meine Schwägerin kommt aus der Ukraine, die war innerhalb eines Monats geschieden....grml...Neid...

Aber o.k. ich habe es bald rum, und meine Mädels planen schon fleissig meine Scheidungsparty#freu


Aber die Chippendales werden leider nicht Spalier vor dem AG stehen können......angebl. zu teuer.

Ich bestehe aber darauf, das das Lied "Für mich solls rote Rosen regnen" gespielt wird wenn ich aus dem AG komme :-p

LG
und halte durch.....;-)

Beitrag von grundlosdiver 12.04.10 - 12:32 Uhr

Mein Ex hat sich nach 6 Jahren Beziehung, Ehe und gemeinsamen Hausbau gegen uns und für seine - nennen wir es - Jugendliebe entschieden... Gut, wir hatten kein Kind, aber dennoch war sehr viel zu regeln!

Ich hab trotzdem wieder geheiratet#rofl (unbelehrbar!) und nun ist mit meinem Mann das 2.Kind unterwegs!
Rechte und Pflichten... Bei einigen Deiner Ausführungen kann ich Deine Meinung nicht teilen!

Zum Thema Unterhalt: Wenn unsere Kinder bei mir leben und ich gehe arbeiten, würde ich dem Herrn ganz sicher keinen Unterhalt zahlen, nur weil er zu faul ist, seinen Hintern zu heben! So einfach ist es heute auch nicht mehr ewig auf der Tasche des Expartners zu liegen!!!

Zum anderen "Rechte" am Kind - also er ist ja wohl der Papa und natürlich hat er die gleichen Rechte wie ich als Mutter!!!
Ich sehe es bei seiner Tochter - seine Ex wollte unbedingt alleiniges Sorgerecht! Darum hat er kaum eine Chance sich vernünftig zu kümmern, da seine Ex sehr unkooperativ ist! Das ist einfach nur traurig für das Kind!!! Es geht nicht um die Exbeziehung und nicht um Machtspielchen, sondern um das Wohlergehen des Kindes. Und meine Kinder brauchen auch ihren Papa und den nehme ich Ihnen nicht weg!!!

Beitrag von mysterya 14.04.10 - 12:30 Uhr

Ich nehme meinem Kind auch den Papa nicht weg, aber der Papa ist in gewissen beziehungen für meine Augen schwierig. Er ist so unsozial. Ein totaler Einzelgänger oft und auch in gewissen Bereichen nicht ganz lebensfähig. Z.B. kann er schelcht mit geld umgehen, hat ständig Probleme an den hacken und alles.

Und naja dadurch, dass er so ist, wie er ist...und dann noch einen Bakterienwahn hat...möchte ich mein Kind nur vor seinen Launen sicher wissen. Eigentlich ist er ein guter Vater, aber ich finde ....und meine und seine Familie ebenfalls .... das es besser ist, wenn ich entscheide was mit meienr Tochter passiert, weil er viele Dinge einfach nicht sieht...

Er ist hochintelligent...aber oft lebensuntauglich...Er will ihr ständig buchstaben zahlen und alles beibringen, aber an grundsätzlichem scheitert es oft.

Ich fühle mich besser dabei, zu wissen, dass ich im ernstfall auch mal ein Machtwort sprechen kann, weil ich über die Erziehung entscheide.

Ich würde meiner Tochter niemals den Vater nehmen. ich mag ihn sogar. Das hast du ganz falsch verstanden. Aber ich finde die alleinige Sorge....in gewissen Fällen...echt angebracht.


Und dazu kommt...das er sich niemals zu gleichen Teilen um alles gekümmert hat, warum soll er dann die gleichen Rechte haben?

Beitrag von grundlosdiver 14.04.10 - 13:14 Uhr

Ok, wenn Du den KV sich einbringen lässt, wo es geht, dann ist es doch gut. Die Ex meines Mannes lässt ihn sich leider nicht einbringen. Das ist einfach nur traurig für das Kind.
Klar, was Du schreibst, trifft z.T. auch auf meinen Mann zu... Aber ich denke, bei wichtigen Entscheidungen bezgl. unserer Kinder müssen wir uns einigen und ich weiß, dass mein Mann seinen Kindern nie aus Stolz oder irgendeinem Quatsch im Weg stehen würde.