Abstillen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 1984isi 08.04.10 - 07:04 Uhr

Morgen,

ich hab mich jetzt entschieden ab zustillen.
Ich bin so genervt vom abpumpen.

Jetzt hat mir meine Hebamme Phytolacca gegeben. Hat jemand erfahrung damit?

Dann soll ich noch Pfefferminz und Salbeitee trinken!

Lg Iris

Beitrag von jana2526 08.04.10 - 07:52 Uhr

Hallo,
ich bin auch zur Zeit am abstillen, habe angefangen abends ein Fläschen zu geben. Wie machst du das? Also Salbeitee kann ich nur empfehlen, habe jetzt pro Tag eine Tasse getrunken dass hilft mir sehr. Nimm das Phytolacca,kann ja nicht schaden.
LG Jana

Beitrag von 1984isi 08.04.10 - 08:22 Uhr

Hallo Jana,

bei mir reicht die Milch für Beide nicht.
Mike und Mia wollten von anfang an auch nicht an die Brust. Wir haben das im KH paar mal probiert und zu Hause mit der nachsorgehebamme auch.
Deswegen pumpe ich ab und muss auch noch zu füttern.
Wenn ich Glück habe pumpe ich 100ml ab.

Ich pumpe jetzt die letzten zwei tage schon weniger ab.
Kühle die Brüste.
Mal schauen!

Lg iris

Beitrag von nashivadespina 08.04.10 - 08:48 Uhr

Sicher dass du nicht lieber wieder voll stillen würdest? Vielleicht würdest du es ja schaffen mit einer Stillberaterin an deiner Seite:

www.lalecheliga.de

Beitrag von christbaumkuegelchen 08.04.10 - 10:51 Uhr

Hallo!

Willkommen im Club. Bin seit gestern auch dabei, abzustillen. War eine Pumpmami und hatte viel zu wenig Milch (pro Pumpen 50-60 ml insgesamt).

Mit dem Fläschchen habe ich schon seit dem 3. Lebenstag zugefüttert, weil der Kleine schon geschwächelt hat, weil er nicht genügend Milch bekam.

Zusammen mit der Hebamme habe ich nun 3 1/2 Wochen versucht, die Milchmenge zu steigern. Leider erfolglos.

Deshalb habe ich gestern beschlossen (nach einer Woche Überlegen), dass ich abstillen werde. Man ist einfach freier und muss seinen Tagesablauf nicht nach der Pumpzeit richten. Ich hatte schon fast Depressionen und konnte die Zeit gar nicht richtig genießen.

Natürlich macht man sich auch Gedanken, ob man eine schlechte Mutter ist, weil man nicht weiter Muttermilch füttern will, aber das kommt auch oft davon, dass einem von allen Seiten eingeredet wird, dass es auch so ist. Ich streite nicht ab, dass Mumi das beste ist und wenn es mit dem Stillen klappt, dann ist es auch das wunderschönste auf der Welt. Aber ich glaube, jeder, der in der Situation ist/war wie wir, wird ein bissl Verständnis haben.

Also hoch die Tassen mit Pfefferminztee und kräftig Salbeibonbons lutschen (mehr Tipps hab ich auch nicht wirklich, ich soll einfach nur noch abpumpen, wenn es vom Brustgefühl her unangenehm wird und dann auch nur 5 Minuten)

Eine schöne Zeit und alles Liebe!

Beitrag von gslehrerin 08.04.10 - 14:06 Uhr

Eins mal vorweg: ich will dich nicht angreifen. Mach, was du für richtig hälts und wie du deinen Tag organisiert kriegst.
Mich würde aber echt interessieren, wer dir gesagt hat, dass du am 3. Lebenstag zufüttern musst, weil dein Kind nicht genug Milch kriegt.

LG
Susanne

Beitrag von christbaumkuegelchen 09.04.10 - 18:52 Uhr

Hallo :-)

Es war so, dass ich im Krankenhaus ganz oft angelegt habe und er hat auch brav gesaugt, allerdings ist er immer dabei eingeschlafen und zwar schon nach einer Minute oder zwei. Dann hat er am 2. Tag schon keine Kraft mehr gehabt und hätte den kompletten Tag und die Nacht durchgeschlafen, wenn ich ihn nicht zum stillen aufgeweckt hätte. Ich wollte so gerne stillen und war wirklich sehr verzweifelt.

Ich habe dann von 10 Krankenschwestern 10 verschiedene Ratschläge bekommen... hab alles mitgemacht, wollte ja, dass es meinem Krümel an nix fehlt.

Am 3. Tag war er dann ziemlich gelb und immer noch schwach. Ich hab dann angesprochen, dass ich fürchte, ich hätte nicht genug Milch. Da hat man dann eine Wiegeprobe gemacht. Vor und nach dem Stillen und siehe da: Der Knirps hat nur 10 g gegessen und das innerhalb von einer Stunde. Das war wirklich wenig. Da haben sie mit zufüttern begonnen.

Ich hatte dann noch Besuch von einer Stillberaterin im Krankenhaus, aber auch ihre Tipps haben nicht geholfen. Mit meiner Hebamme zusammen habe ich dann in der Nachsorge versucht, mit Hilfe einer Pumpe die Milchmenge zu steigern. Das war auch insofern interessant, zu sehen, wieviel Milch tatsächlich da ist. Und wie schon geschrieben ist da nicht mal ne Mahlzeit zusammengekommen. Und es wurde von Tag zu Tag auch weniger.

Naja, irgendwann hab ich mit dem Thema dann abgeschlossen. Im Nachhinein habe ich nun Erfahren, dass meine Mutter bei mir und meinem Bruder das gleiche Problem hatte. Vielleicht ist sowas ja vererbbar? Keine Ahnung.

So gerne ich gestillt hätte... jetzt wo der Druck von mir genommen ist, geht es mir wirklich besser. Und ich freue mich für jede Frau, bei der das Stillen super klappt!

Viele Grüße



Beitrag von gslehrerin 09.04.10 - 21:12 Uhr

"Ich habe dann von 10 Krankenschwestern 10 verschiedene Ratschläge bekommen... hab alles mitgemacht, wollte ja, dass es meinem Krümel an nix fehlt. "

Das kenne ich. Zum Glück hat dann nachts (!) eine Stillberaterin Dienst gehabt, da war ich aber schon am Nervenzusammenbruch wegen dem ständigen hin und her, mal abgesehen von den halb amputierten BW.
Weißt du, auf so einer Station arbeiten Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Pflegehelferinnen... Und alle haben eine andere Herangehensweise. Im Nachhinein ist mir das klar geworden, während meines Khs-Aufenthaltes hat es mich echt wahnsinnig gemacht. Auf jeden Fall hat dann die Stillberaterin (war zufällig mit meiner Nachsorgehebamme befreundet) für mich eine Art Fahrplan erstellt und das dann auch an die nächste Schicht so weiter gegeben, dass ich mal wenigstens 24 Stunden nach einem Schema fahren will. Dann hab ich am nächsten Tag ständig gehört: Wir sollen ja nichts ändern, ABER... Ätzend. Hab ich dann natürlich in der nächsten Nacht erzählt. Von da an sprach dann keiner mehr mit mir...

Also, das am 3. Tag die Milch noch nicht da ist, ist wirklich nicht ungewöhnlich, ich denke, die haben dir da echt was aufgequatscht. Natürlich muss man auf eine Gelbsucht reagieren, keine Frage, man hätte ja auch mit einer Zuckerlösung nachhelfen können.
Ganz schlimm diese Flyer (mit dem Spruch: Welche Milch wollen Sie denn füttern: Aptamil oder Beba?) Ich hatte echt den Eindruck, die kriegen ne Kopfprämie.

Aber gut, wenn du damit so abschließen kannst, ist das ja toll. #klee

Beitrag von 1984isi 09.04.10 - 06:33 Uhr

Oh dann können wir uns ja zusammen tun.
Ich hab 4 Wochen durchgehalten



Also gegen Salbeitee komme ich nicht an. Das ja super eklig. Da nehme ich lieber den Pfefferminztee.

Ich pumpe auch schon viel weniger. Und mir geht es besser. Ich bin nicht mehr so genervt.

Lg Iris mit Mike & Mia ( 11.03.2010 )

Beitrag von christbaumkuegelchen 09.04.10 - 18:43 Uhr

Salbeitee ist auch nicht sooo lecker...deshalb lutsche ich lieber Salbeibonbons...die sind nicht ganz so grausam ;-)

Ich musste gestern und heute schon gar nicht mehr pumpen, was wohl auch mal wieder zeigt, wie wenig Milch da ist.

Ich wünsch euch ne tolle Frühlingszeit mit Fläschchen #mampf

Liebe Grüße!!!!