FWU - ja oder nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von romidogi 08.04.10 - 09:33 Uhr

Hallo,

ich muss mich demnächst entscheiden, ob ich eine FWU machen oder nicht. Bin jetzt 15+2.

Ersttrimesterscreening ist gut ausgefallen, Risiko für Down ist 1:3000 und nochwas. Ausgehend von meinem Alter (39) hat sich das Risiko um das 30-fache verringert.

Ich bin trotzdem total unsicher, was ich machen soll. Ich hatte am Anfang der SS Probleme, u.a. Blutungen. Mein FA hat gemeint, dass dies absolut kein Hinweis auf eine Behinderung ist.

Aber, wie gesagt, die Unsicherheit bleibt. Andererseits habe ich große Angst vor einer FWU....

Was würdet Ihr machen? Würde Euch das Ergebnis vom Screening ausreichen, das ja "nur" eine Wahrscheinlichkeit darstellt? Schließlich könnte mein Kind ja das eine von 3000 sein......

Danke schon mal für Eure Antworten!

LG

Kerstin

Beitrag von babe2006 08.04.10 - 09:36 Uhr

Hallöchen,

also ich würde es nicht machen lassen, dein NFM ist ja gut ausgefallen...

ausserdem wäre mir das Risiko zu hoch das Baby zu verlieren...

Blutungen hatte ich auch, aber deswegen lässt man nicht gleich eine FW Untersuchung machen.

Es stimmt dein Kind könnte die 1 von den 3000 sein, es kann aber auch sein das es nicht das eine ist, und du es aber durch die FW Untersuchung zu dem 1 machst...

NFM und FW-Untersuchung ist alles so umstritten... ne sicherheit wirst du erst haben wenn das kleine zur Welt kommt.

frag doch deine Hebi, ich ruf meine immer an wenn ich solche fragen habe...

lg

Beitrag von 2010.2009 08.04.10 - 09:38 Uhr

huhu

ich habe bei meinem ersten keine gemacht und auch bei nr 2 werde ich es nicht machen.

aber das muss jeder für sich entscheiden.



Beitrag von sailor1970 08.04.10 - 10:03 Uhr

Hallo Kerstin,

ich kann dich sooooo gut verstehen. Bin am Sonntag 40 geworden und ich habe mich dazu entschlossen es machen zu lassen.
Habe Termin am 21.4.10 in Düsseldorf.
Habe auch richtig Angst und Respekt davor. Aber, ich/wir möchten einfach Gewissheit haben.
Da gehen die Meinungen echt auseinander und keiner kann dir was raten. Das musst du (leider ;-)) ganz für dich alleine entscheiden, bzw. mit deinem Partner.
Ganz wichtig finde ich die Frage vorher zu beantworten, was ist, wenn was schlimmes bei der Untersuchung raus kommt. Ist eure Antwort, wir würden das Kind so oder so bekommen, egal mit welcher Behinderung, dann kannst du dir diese Untersuchung wirklich sparen.

Ich wünsche dir/euch dass ihr euren Weg findet und die richtige Entscheidung für euch trefft.

Ganz liebe Grüße
Kirsten mit #ei (14ssw) inside

Beitrag von freno 08.04.10 - 10:03 Uhr

Hallo Kerstin

Ich bin 43 und ich habe die NFM machen lassen. Da kam ein nicht ganz eindeutiger WERt raus und deshalb habe ich die FU machen lassen. Da wird einem auch mehr Angst eingejagt. So schlimm ist das nicht. Bei mir war die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kind Downsyndrom hat als dass ich es abgeht nach der Untersuchung.

Nachdem das Schnellergebnis alles o.k. gemeldet hat konnte ich die Schwangerschaft richtig geniessen. Ich hätte mein Kind aber auch nicht behalten bei einer offensichtlichen Behinderung. Jede Problematik die jetzt noch kommt ist halt Schicksal.

Also, als erstes musst du wissen, ob du das Kind behälst oder nicht. oder ob du es einfach nur wissen willst um dich gegebenenfalls drauf einzustellen.

Es ist nicht einfach, ich weiß.

Ansich bin ich nicht ängstlich, denn jetzt habe ich eine Hausgeburt vor.

Alles Gute

Freno

Beitrag von happy2010 08.04.10 - 10:11 Uhr

Und was willst Du machen, wenn Du weißt, dass das Kind ein Gendefekt hat?

Wenn Du es auf jeden Fall austragen willst, lohnt sich das Risko bei der Untersuchung wirklich nicht.

Ich habe eine Chorionzottenbiopsie machen lassen, weil wir sicher sein wollten und wir hätten uns im Ernstfall auch gegen das Kind entschieden.

Aber alles ist gut und wir freuen und auf unser kleines Mädchen :-)

Beitrag von queeny71 08.04.10 - 10:13 Uhr

Hallo,

ich bin (noch) 38 und auch schwanger. Die NFM habe ich machen lassen, war danach jedoch auch sehr verunsichert. Mein Ergebnis war nach der Messung mit Laborblutwerten das Risiko einer 32jährigen....für mich war das nicht beruhigend. Habe mir lange Gedanken gemacht und mich für die FU entschieden. Dazu war ich in einer Spezialpraxis. Natürlich hatte ich - ganz ehrlich - total Angst davor. Aber der Eingriffe war überhaupt nicht schlimm. Ich habe mich die nächsten 3 Tage konsequent geschont und bin echt kaum aufgestanden. Das Ergebnis hatte ich übrigens schon am nächsten Vormittag! Wir dürfen uns auf ein gesundes Mädchen freuen! Du glaubst nicht, wie erleichtert ich war. Seitdem kann ich die Schwangerschaft richtig genießen. Letztlich muss jeder für sich selber entscheiden - ich brauchte einfach Gewissheit. Wir haben schon 3 Kinder und ganz ehrlich - wir wollten ein gesundes Baby. Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Wenn du noch Fragen hast, kannst mir gerne schreiben.

LG
Queeny

Beitrag von apriori 08.04.10 - 10:20 Uhr

Hallo Kerstin,

ich bin 41 und habe auch die NFM gemacht. Das war auch eigentlich relativ klar für mich, ich war dann trotzdem überrascht, was für ein emotionalen Stress schon diese Untersuchung ausgelöst hat. Das Ergebnis war gut (ich weiß aber nicht mal mehr wie genau) und hat mir völlig gereicht. Das ist aber wirklich eine Frage des eigenen Gefühls, glaube ich, und keine rationale Entscheidung. Mein Grundgefühl ist so gut und sicher, dass es mir gereicht hat. Wenn eine Unsicherheit bleibt, musst Du vielleicht einen Schritt weiter gehen. Ich glaube auch nicht, dass der Eingriff so schlimm ist - wünsche Dir sehr, dass Dir das dann mehr Sicherheit gibt.

Alles gute,

Apriori

Beitrag von johanna71 08.04.10 - 13:14 Uhr

Für mich persönlich wäre Trisomie21 kein Abtreibungsgrund, deshalb habe ich keine weiteren Untersuchungen gemacht (mit 37) aber ich verstehe, dass man das anders sehen kann und wünschen würde ich mir natürlich auch ein Kind ohne.

Ein bisschen Verständnisschwierigkeiten hab ich aber mit der Fixierung auf Trisomie21. Klar, das Kind könnte eins von 3000 mit T21 sein. Davor kann man Angst haben. Aber auch wenn das abgeklärt ist kann es immer noch eins von etwa 50 sein, die was anderes, eventuell Schlimmeres haben.

Und wenn 1:3000 eine Wahrscheinlichkeit ist, die dich schreckt, dann spielt dein Alter ja keine Rolle; jede 20jährige ohne Screening hat ein schlechteres Risiko.

Blutungen in der Schwangerschaft erhöhen statistisch das FG-Risiko nach FU.