Mann kommt mit Homosexualität unseres Jungen nicht klar

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von zu persönlich 08.04.10 - 09:43 Uhr

guten morgen.

ich bin mit meinem latein am ende. vor gut 3 monaten outete sich unser siebzehnjähriger sohn als schwul.
ich habe schon eine weile eitwas geahnt. man merkt es unserem sohn halt an - na und? er ist mein sohn und ich liebe ihn. ob er nun mit einem mann oder einer frau glücklich wird - mir egal, solange er glücklich ist.

er kam erst zu mir und sagte es mir. ich war nicht überrascht. im gegenteil. ich dachte nur "endlich ist es raus" und war stolz auf ihn, diesen schweren schritt gegangen zu sein.

bis er sich bei seinem vater outete, dauerte es etwas länger.
nun hat er es vor vier tagen getan und wie war die reaktion von meinem mann: "Ach das ist nur eine phase. das vergeht wieder. sowas gibt es in unserer familie nicht."

ich war so wütend auf diese hinterwäldlerische reaktion, dass ich meinen mann erstmal auf die couch verbannt habe, bis er sich besinnt. ich koche immernoch innerlich.

mein mann ignoriert völlig, was in unserem sohn vorgeht.
rede ich mit ihm darüber oder versucht unser Junge mit ihm darübr zu sprechen, blockt er ab und sagt, dass unser sohn seine metrosexualität ( :-[:-[:-[ ) nicht mit homosexualität verwechseln soll.

habt ihr tipps, wie unser Junge und ich mit seinem Verhalten umgehen sollen? wir wissen nicht mehr weiter. er blockt völlig ab. und dann hat er immer dieses , ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, selbstgefällige grinsen, wenn er seine blöden kommentare ablässt.

ich möchte doch nur, dass er unseren sohn so akzeptiert, wie er ist. ich bin so stolz auf unseren Jungen und er...
es macht mich traurig und wütend, dass er unser Kind nicht verstehen will.

naja, danke fürs lesen. bin über jeden tipp dankbar. :-)

schönen tag noch #herzlich

Beitrag von witch71 08.04.10 - 09:53 Uhr

Diskussionen führen da zu nichts, ausser zu weiterer Frustration beim Sohn. Er hat es dem Vater gesagt, das genügt. Nun kann er sein Liebesleben auch ausleben. Er muss sich ja nicht verstecken, Homosexualität ist schliesslich nichts unnormales.

Wartet mal einfach ab, wenn er einen festen Freund hat. Den wird er ja auch mal mit nach Hause bringen wollen. Dann sieht man ja, wie der Vater reagiert. Sollte es dann wieder Probleme geben, kann man wieder sprechen.

Der Vater wird schon merken, dass das eben keine Phase ist. Und vielleicht legst Du ihm mal eine Definition von Metrosexualität vor, das ist schliesslich etwas völlig anderes. ;-)

Beitrag von anyca 08.04.10 - 09:58 Uhr

Tja ... vermutlich wird er seine Haltung da nicht so schnell ändern (können). Dein Sohn hat es ihm erst vor vier Tagen gesagt, da ist er vermutlich einfach noch geschockt bzw. will es nicht wahrhaben.

Laßt das Thema doch erst mal ruhen. Verbittet Euch blöde Kommentare, aber drängt ihn auch nicht. Etwas innerlich akzeptieren braucht seine Zeit, das kann man nicht durch "auf dem Sofa schlafen" innerhalb weniger Tage erzwingen. Wenn Dein Mann sieht, daß der Sohn auch in zwei, drei, fünf Jahren noch homosexuell lebt, dann wird er schon begreifen, daß es keine Phase ist.

Dein Sohn weiß ja immerhin, daß Du hinter ihm stehst! #pro

Beitrag von stellamarie99 08.04.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

wenn dein Mann Zeit braucht, um das zu akzeptieren, dann ist es so, aber dumme Kommentare sollte er lieber für sich behalten.
Dein Sohn sollte ihm da eine ganz klare Ansage machen!

Bei uns ist es ein bißchen anders.

Meine Tochter (fast 11) will schon, seit sie 3 ist, unbedingt ein Junge sein.
Sie ist mittlerweile auch nicht mehr von einem zu unterscheiden. Bis sie in die Schule kam, hab ich dagegen angekämpft, dann hab ich es akzeptiert, auch mit Hilfe meines Freundes (ihr Vater), der sich hinter sie gestellt hat.

Wir haben es abklären lassen und es war eindeutig, dass sie im " falschen Körper " geboren wurde.

Seit geraumer Zeit wissen wir auch, dass sie lesbisch(ist das in dem Fall so?) ist, sie schreibt super niedliche Liebesbriefchen an das "Objekt ihrer Begierde".

Jetzt kommt sie in die Pubertät, ihr Körper verändert sich und sie ist unglücklich darüber. Sie möchte sich später gern angleichen lassen, sagt sie.

Und jetzt kommt mein Freund und sagt, das möchte er nicht entscheiden, sie soll warten, bis sie 18 ist. Er gibt seine Zustimmung nicht, denn sie wäre dann weder Frau noch Mann.

Noch haben wir etwas Zeit, aber wenn sie erst ausgewachsen ist, ist die Angleichung schwieriger.

Zur Zeit wissen wir nicht, was richtig ist....


Alles Liebe und ein #pro für deinen Sohn!








Beitrag von jeannylie 08.04.10 - 11:29 Uhr

Hi,
zu dem gleichen Thema habe ich letztens eine Super-interessante Reportage im Fernsehen gesehen. Dort ging es um ein Mädchen und ein Junge die sich ebenfalls seit Babyzeiten im falschen Körper fühlten.
Diese Eltern hatten sich nach reichlicher Abklärung dafür entschieden dem Wunsch der Kinder nachzugeben und vor Eintritt der Pubertät daran zu "arbeiten".
Hut ab zu dieser Entscheidung - aber alle waren glücklich damit.

Soweit ich weiß gibt es in Deutschland einen anerkannten spezialisten zu dem Thema, bei dem der Junge in Behandlung war.

Alles Gute

Jeannylie

Beitrag von hmmmmm 08.04.10 - 10:29 Uhr

guten morgen....

also ich selber als mutter könnte glaube ich auch nicht damit umgehen.
wir haben sowas in der familie auch nicht(noch nicht).
klar liebt man sein kind,aber schwul??? ich habe nix gegen homosexuelle,habe sogar einen im freundeskreis(noch nicht offiziell) aber mein kind??? ne das würde für mich nicht gehen.liegt vielleicht auch an meiner erziehung,da gab es kein man und man.

mein sohn ist sechs und wer weiß was noch so kommt....
oh mann

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 10:44 Uhr

Was ist das denn fuer ne kranke Einstellung? Du hast nichts gegen Homosexuelle solange es nicht in der eigenen Familie ist? Noch hypokritischer gehts ja kaum! *kotzurbini*

Beitrag von hmmmmm 08.04.10 - 10:51 Uhr

ich habe auch nix gegen punker,grufties oder teufelsanbeter....trotzdem will ich nicht das mein sohn so ist... ich kann es nicht verhindern wenn er schwul wird oder eine frau oder was auch immer... ich werde es akzeptieren aber ich muß es nicht gut finden.

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 11:00 Uhr

"ich habe auch nix gegen punker,grufties oder teufelsanbeter..."

Das ist was total anderes! Das sind alles Dinge, die man entscheidet, das ist lifestyle, das ist freiwillig. Schwul ist man geboren oder eben nicht.

Beitrag von medina26 08.04.10 - 11:04 Uhr

<Schwul ist man geboren oder eben nicht. >

So ein Schwachsinn! Schwul kann man auch werden!

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 11:09 Uhr

Aha. Und wer redet jetzt Schwachsinn? DU!
Man kann vielleicht bi geboren sein und sich fuer eine Seite entscheiden (wobei das auch gesellschaftlich erzwungen erscheinen wuerde), aber man ist entweder schwul oder nicht.
Als naechstes erzaehlst Du mir dann, homosexuelle Paare sollten keine Kinder haben, weil sie sie dann auch schwul "machen"...

Beitrag von medina26 08.04.10 - 11:19 Uhr

Sag mal merkst du eigentlich noch was??? #klatsch

Falls du es nicht verstanden hast, ich meinte damit das man mit so etwas nicht umbedingt geboren sein muss. Es kann auch eine Einstellung sein. Hatte so etwas selber im Freundeskreis. Der Mann hat in der Jugend auf den Putz gehauen (mit Frauen), war 17 Jahre glücklich verheiratet und wurde dann Schwul! #aha

Wie wäre es mal mit Scheuklappen abnehmen und nicht alle über einen Kamm scheren!?
Von wegen:
<Als naechstes erzaehlst Du mir dann, homosexuelle Paare sollten keine Kinder haben, weil sie sie dann auch schwul "machen"... >

Dieser Schwachsinn stammt übrigens nicht von mir #aha

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 11:24 Uhr

Nee, das ist Kaese. Man wird nicht einfach irgendwann schwul. Dann hat er sich all die Jahre nicht getraut, seine wahre Sexualitaet auszuleben. Hast Du eine Ahnung, wie viele Schwule "gluecklich verheiratet" sind? Nicht weil sie wirklich gluecklich sind, sondern weil nicht sein kann was nicht sein darf und die Scheinwelt eben einfacher scheint, bis man sich irgendwann nicht mehr selbst beluegen kann. Bei Deinem Freund hat es eben 17 Jahre Fake-Ehe gebraucht, um ehrlich zu sich selbst zu sein.
Fragen wir doch mal seine Eltern (die moeglicherweise kurz bevor er sich outete den Loeffel abgegeben haben), was sie ueber Homosexualitaet denken. #aha

Beitrag von medina26 08.04.10 - 11:28 Uhr

Achso und die ganzen Weiber die er vor seiner Ehe abgeschleppt hat, hat er sich aufgezwungen oder was? #rofl
<Fragen wir doch mal seine Eltern (die moeglicherweise kurz bevor er sich outete den Loeffel abgegeben haben), was sie ueber Homosexualitaet denken. >

Wer hat denn gesagt das sie den Löffel abgegeben haben? #kratz
Also wenn du nicht mehr info`s hast als ich leben die sehr wohl noch und haben absolut kein Problem mit der Sexualität ihres Sohnes (Doppelt #aha#aha)

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 11:32 Uhr

"Achso und die ganzen Weiber die er vor seiner Ehe abgeschleppt hat, hat er sich aufgezwungen oder was?"

Schlicht und ergreifend: Ja.

Okay, aber ich wette irgendetwas hat sich veraendert kurz bevor er sich geoutet hat. Kann auch ein super-authoritaerer Grossvater, Onkel, was-weiss-ich-was sein.

Oder er hats einfach nicht mehr ausgehalten sich fuer die Gesellschaft zu verbiegen. So, und jetzt unterhalte ich mich wieder mit intelligenten Menschen.

Beitrag von medina26 08.04.10 - 11:39 Uhr

<So, und jetzt unterhalte ich mich wieder mit intelligenten Menschen. >

Damit hast du dir nicht gerade ein Kompliment gemacht. ;-)

Aber man sieht ja schon daran das du mich wegen meiner Erfahrung nicht für intelligent hältst, wie intelligent DU eigentlich bist #cool

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 11:42 Uhr

Na dann frag ihn doch mal ganz offen... Ich arbeite seit Jahren ehenamtlich dafuer dass so ein Unsinn aus den Koepfen verschwindet. Zusammen mit vielen Homosexuellen, die sich selbst Jahre (manchma Jahrzehnte) lang hinter einer Scheinfassade versteckt haben...

Beitrag von medina26 08.04.10 - 11:46 Uhr

Das Gespräch hatten wir schon. Und es war seine offene Einstellung. Er liebt das sexuelle und hat es damals mit den Frauen genossen. Jetzt hat er entdeckt das es ihm mit Männern mehr Spass macht und ist dabei geblieben. Von gezwungenem Sex oder "von Geburt an" schwul zu sein, hm davon hat er nichts erwähnt.
Komisch #kratz

Schönen Tag noch...

Beitrag von petunia72 08.04.10 - 12:00 Uhr

Generell würde ich Dir ja recht geben, dass ein Mensch mit einer ihm eignen sexuellen Orientierung geboren wird.

Aber was Du hier vom Stapel lässt finde ich recht selbstherrlich, als wenn Du so genau wüsstest was bei dem guten Mann im Leben passiert ist.

Warum meinst Du, dass er seine Frau nicht 17 Jahre ehrlich geliebt hat und eine Fake-Ehe geführt hat, dass er seine Affären nur zu Alibi-Zwecken hatte?
Dazu die Erklärung mit den Unterdrückenden Verwandten.

Ich habe den Einruck, du liest zu viel die Ratgeberseiten in der Regenbogenpresse.
Da findet man diese Art von Hausfrauen-Psychologie!

LG Tina

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 12:05 Uhr

Nee, die Hausfrauenpsychologie ist hier eher auf der anderen Seite.
Geliebt? Im Sinne von sexuell begehrt? Sicher nicht. Im Sinne von Sympathie und Respekt? Sehr gut moeglich.

Beitrag von medina26 08.04.10 - 12:09 Uhr

Schon mal was davon gehört das nicht alle Menschen gleich sind??

Dein Problem ist einfach das du der Gesellschaft deine Meinung aufzwengen willst, damit deine Homosexuellen die du betreust sich nicht mehr verstecken müssen.
Was wirklich los ist merkst du leider garnicht...

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 14:45 Uhr

Ach, und was ist los?

Beitrag von mauseannie 08.04.10 - 15:00 Uhr

Ist auch lustig, zwei Leute haben 2 verschiedene Meinungen, aber nur einer von beiden versucht "der Gesellschaft die eigene Meinung aufzuzwaengen"... Sehr interessant.

Meine "Meinung" stuetzt sich auf wissenschaftliche Studien und unzaehlige Gespraeche mit Betroffenen... Aber Du weisst ja, im Gegensatz zu mir, ganz genau was los ist.

Beitrag von medina26 09.04.10 - 08:05 Uhr

Du hast es immer noch nicht kapiert!

Ich habe meine Meinung darüber und ich kenne jemanden, der nicht so ist wie deine Studien (die man natürlich auf die gesamte Menschheit beziehen kann #klatsch) und Gespräche es darstellen.

Lass mal stecken. Lebe du nur weiter in deiner Scheuklappenwelt und höre weiterhin auf die Studien #augen

Beitrag von mauseannie 09.04.10 - 09:53 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2578291&pid=16353529&bid=16

Nein, Du kapierst es nicht.