Frage andersherum: Wer hat (bewusst) keine Nachsorge-Hebamme?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 09:49 Uhr

Hallo zusammen,

habe gestern schon mal gepostet, dass ich mir von meiner Nachsorge-Hebamme zwischenmenschlich und vielleicht auch fachlich nicht so viel erhoffen kann, sie auch eine Woche lange gar nicht da ist nach der Geburt und ich so lange im Krankenhaus bleiben soll (was, wenn ich früher raus will??? Ihre Vertretung kenne ich noch nicht mal)...Gerade zum Stillstart hätte ich mir gewünscht, dass sie vielleicht mal im Krankenhaus vorbeikommt oder wenigstens am ersten Tag zu Hause da ist. (Hätte wohl gerne eine gute und zeitlich verfügbare Hebamme gehabt, aber leider hier "auf dem Dorf" keine mehr gefunden...)

Jetzt überlege ich, ob ich nur in die Stillberatung gehe und auf Nachsorge verzichte (werde einen geplanten KS haben). Wenn ich am Schnitt was habe, würde ich eh lieber zum Arzt gehen, wenn das Kind wirklich krank ist auch (Spucken und Schreiattacken kenne ich schon ;-))... Am wichtigsten ist mir das Thema Stillen.

Wer hat sich gegen eine Hebamme entschieden oder das schon erfolgreich ohne Hebamme durchgezogen?

Habe ja immerhin schon ein erstes Kind - meine damalige Hebamme war leider auch nicht der Bringer und hat mir in den Bereichen, die schwierig waren, auch nicht weitergeholfen (Stillen, KS-Wunde, Schreikind...)...

Danke und lG

Beitrag von yale 08.04.10 - 10:12 Uhr

Ich hatte bei meinem 2 Sohn auch keine Hebi zum einen war er ein Frühchen klar ich hätte dann anspruch gehabt wenn er aus dem KH gekommen ist,ich fand es nicht nötig wie ich ein Säugling zu versorgen habe weiss ich und bei anderen problemen geh ich auch lieber zum Arzt oder kann auf der Neo jederzeit anrufen.

Das mit der Stillberaterin ist eine gute Idee!

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 10:17 Uhr

danke für deine antwort - gut zu lesen! Ich bin gerade in der situation, dass ich nicht weiss, ob ich mich "trauen" kann, auf eine vielleicht schlechte hebamme zu verzichten und eben auf mich alleine gestelt zu sein. leider habe ich keine guten erfahrungen gemacht, bin mir aber sicher, dass es diese gibt, wenn man jemanden hat, der was kann...

lg und dir auch alles gute,
geschwisterkind

Beitrag von lienschi 08.04.10 - 10:24 Uhr

huhu,

ich hatte zwar ne Nachsorgehebamme, die war aber nur 2x bei uns.

Ich habe mich super mit ihr verstanden, aber ich habe sie einfach nicht öfter gebraucht.

Die ersten 6 Tage nach dem KS war ich eh im Krankenhaus, da haben mir die Stationsschwestern, Kinderschwestern beim Stillen und der Babypflege gut geholfen.

Einmal am Tag hat eine der Hebammen vorbeigeschaut, da haben wir aber eigentlich nur über allgemeines Babyzeug gequatscht.

An einem Montag war wir zuhause und am Samstag drauf war dann das erstemal die Nachsorgehebamme bei uns... wir hatten vorher telefoniert und ich habe gesagt, dass es mit da reicht, weil ich eh keine großen Probleme habe.

Eine Woche drauf war sie dann nochmal da, hat nochmal den Kleinen gewogen und meine KS-Narbe angekuckt. Wir haben dann beschlossen, dass sie nicht nochmal kommen muss und ich jederzeit anrufen kann, wenn was ist.

In der Zeit hatte ich einmal eine entzündete Stelle an der KS-Narbe, damit bin ich zum FA gegangen. Bei größeren Stillproblemen hätte ich mich eh an eine professionelle Stillberatung gewandt.

Ich werde es das nächste Mal auch wieder so machen, dass ich gut ne Woche im KH bleibe um den Service da mitzunehmen und die Nachsorgehebamme nur nach Bedarf kommen lassen.

lg, Caro

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 11:10 Uhr

liebe caro,

danke für deine antwort.

ich denke, der beste weg für mich wäre, es zu machen wie du.

ich muss mir das ganze ja nicht "aufbürden", sondern werde nach bedarf handeln. und wenn es gar nicht läuft, habe ich dann halt keinen bedarf mehr...

lieben dank und dir alles gute,

geschwisterkind

Beitrag von tama92 08.04.10 - 10:53 Uhr

Hallo,
ich hatte nur bei der 1.Geburt eine Nachsorge -Hebamme, bei den anderen wollte ich keine mehr weil ich das einfach nicht mag hatte keine Probleme mit Stillen oder so ausser bei der Geburt meines 3. Kindes da hatte ich eine schlimme Gebärmutterinfektion da musste ich eh noch öfters ins KH.

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 11:16 Uhr

danke für deine antwort! ja, wenn man wirkliche probleme hat, muss man eh zum arzt. ging mir mit meiner brustentzündung nicht anders.

danke und lg

Beitrag von canadia.und.baby. 08.04.10 - 11:15 Uhr

Meine Jasmin ist mein erstes Kind und ich hatte keine Hebamme !
Ich war sehr glücklich damit!

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 11:16 Uhr

gut zu lesen - vielen dank für deine antwort!
bin halt ein eher vorsichtiger typ und nach den problemen, die ich hatte, eher nachdenklich...

alles liebe

geschwisterkind

Beitrag von minnie85 08.04.10 - 11:27 Uhr

Such dir doch lieber eine andere Hebamme, wenn dir die nicht sympathisch war.

Ich würde NIE ohne Hebamme sein wollen...denn eine schlimmer werdende Gelbsucht erkennt man als Mutter meistens erst, wenn das Kind so gelb ist, dass es zu spät ist...hier in der Kinderklinik lag zur Zeit der Geburt meiner Tochter ein Kind mit Kernikterus, die Mama hatte auch keine Hebi und sie ist natürlich erst zum Arzt, als das Kind richtig gelb war nur dann ist es ja zu spät!!!

Dann ginge es mir auch um mich. Denn eine RüBi-Störung kann nur die Hebi erkennen und leider kann sich da innerhalb von Stunden oft ein schweres Krankheitsbild entwickeln.

Und dann das Stillen: ich brauchte da zumindest beim ersten Kind viel, viel Hilfe.

Die Dammnaht/Sectionaht: dafür ist die Hebamme zuständig, ein Arzt ist erst nach 6-8 Wochen wieder zuständig!

Also im Interesse von dir und deinem Kind: such dir eine gute Hebamme (www.hebammensuche.de).

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 11:51 Uhr

Sicher, ich würde mir gerne eine neue suchen (hatte ich ja auch geschrieben) - und habe das auch schon vor Wochen probiert, als ich realisierte, das die jetzige nicht ideal für mich ist...

Leider leider bekomme ich keine andere, die auch hier zu uns aufs Dorf fährt, habe schon alle abgeklappert...

Mir wäre es ja LIEBER MIT HEBAMME, OHNE wäre für mich nur der Ausweg.

Allerdings bin ich bei der KS-Naht nicht Deiner Meinung - da ist meines Erachtens ein Arzt besser geeignet, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Ach ja, meine letzte Hebamme wollte meinen Schnitt noch nicht mal sehen.... LOL

Danke und lG

Beitrag von minnie85 08.04.10 - 13:09 Uhr

Hmmm, also wenn ich die Berufsordnungen richtig verstehe, ist für das Wochenbett NUR die Hebamme zuständig, also auch für die Sectionaht-Nachsorge.

Vielleicht findest du ja noch jemanden, der zu dir rausfährt, ansonsten lass doch die nicht so nette wenigstens 1,2 Mal kommen, damit sie aufs Kind und auf einen evtl. Schnitt/Riss schaut (ist ja krass, das deine erste Hebi da nicht draufgeschaut hat - aber naja, gibt in jedem Beruf nicht so dolle Vertreter!).

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 13:12 Uhr

ja, danke für deinen tip, so werde ich es wohl machen...

wegen der "zuständigkeit" wäre ich jetzt auch technisch überfragt - gehe aber davon aus, dass ich wählen kann, ob ich zum arzt gehe oder meine hebi anrufe. die bekommt ja auch geld "pro besuch" von mir...

danke nochmals und lg

Beitrag von minnie85 09.04.10 - 17:30 Uhr

Ich hab nachgesehen...laut Gesetz ist das Wochenbett der Hebamme vorbehalten, ein Arzt darf nur bei was schlimmen die Frau übernehmen, aber keine Kontrolle machen, das erst nach 6 Wochen.

Ich wünsche dir, dass du jemand Liebes findest!!!!

Beitrag von carrie23 08.04.10 - 12:50 Uhr

Ich hoffe ich darf jetzt mal ehrlich sein?
Deutschland ist das Einzige Land das ich kenne wo so auf ne Nachsorgehebi gepocht wird, in Österreich ist dies eher unüblich und wir bekommen auch Kinder.

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 13:14 Uhr

Ja, darfst Du!

Klar geht es auch ohne Nachsorgehebamme - aber wenn die Hebi gut ist, ist das doch ein toller Luxus für die Frau im Wochenbett, oder? Gerade beim ersten Kind, wenn man keine Erfahrung mit Babies hat...

Wenn die Hebi gute Leistung bringt werden Folgeprobleme wohl auch vermieden. Nicht bei jeder Frau klappt alles so gut von Anfang an.... (siehe mich LOL)

Mal sehen, was bei mir nun rauskommt....

Beitrag von minnie85 09.04.10 - 17:28 Uhr

Klar darfst du ehrlich sein, ich bin es ja auch.
Aber ich finde meine und die Gesundheit meines Kindes sehr wichtig, vielleicht weil ich selbst Medizinerin bin.
Und jedes andere Land (England, Irland) hat auch so ein System, es ist also nicht nur Deutschland.
Wenn man die Möglichkeit hat, Vorsorge zu betreiben, sollte man sie wahrnehmen.

Beitrag von carrie23 11.04.10 - 15:58 Uhr

Also willst du mir sagen da ich keine Hebi hatte ist mir die Gesundheit meiner Kinder unwichtig?
Ich hoffe doch du hast das anders gemeint.
Nein nicht jedes andere Land hat auch so ein System, vielleicht einige aber nicht jedes.
ICH kenne niemanden der eine Nachsorgehebamme hatte und in den letzten 2 Jahren sind bei uns ne Menge Kinder gekommen.
Wenn ich ein Problem habe gehe ich zum Arzt, dafür brauche ich keine Hebamme und deshalb bin ich sicher nicht verantwortungslos.
Meine Oma hat 5 Kinder, meine Mutter 4, meine Tante 3, ich bald 3 und meine Schwester eines ( von Freunden und entfernteren Verwandten möchte ich jetzt gar nicht alle Kinder aufzählen ) und wir haben alle keine Nachsorgehebamme gehabt.
Ich habe übrigens auch nicht geschrieben dass es NUR in DE so ist, sondern dass ich kein Land kenne wo so extrem auf ne Nachsorgehebamme gepocht wird und glaube mir ich kenne mich damit schon aus was in Österreich gang und gäbe ist und was nicht.
Ne Nachsorgehebamme ist hier definitiv nicht gang und gäbe und wir bekommen auch Kinder.

Beitrag von carrie23 11.04.10 - 16:00 Uhr

Im Übrigen bist du für mich keine Medizinierin wenn du gerade mal ZAHNmedizin studierst.
Damit bist du was Geburt und SS angeht nicht besser und schlechter informiert als jede andere Mutter auch-sei mir jetzt nicht böse.

Beitrag von anyca 08.04.10 - 11:53 Uhr

Ich hatte eine Woche nach der zweiten Geburt einen megafiesen Milchstau mit 40 Grad Fieber. Ich war so geschwächt, daß ich nicht mehr alleine ins Bad laufen konnte #schock, beim Arzt im Wartezimmer sitzen wäre mir körperlich nicht möglich gewesen. Ohne Nachsorgehebamme wäre mir nur noch übriggeblieben, den Krankenwagen zu rufen und mich wieder ins KH bringen zu lassen.

Die Nachsorgehebi ist an dem Tag zweimal vorbeigekommen und hat mich daheim kuriert!#pro Ich habe dann noch ein halbes Jahr gestillt - ein Arzt hätte vermutlich gleich Abstilltabletten verschrieben.

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 12:09 Uhr

danke für deine antwort - ja, so stelle ich mir gute hilfe durch eine hebi auch vor.

ich hatte dasselbe problem beim ersten kind, und die hebi ist auf meinen anruf hin ("ich habe temperatur und es kommt keine milch mehr") NICHT vorbeigekommen, sie meinte, ich solle mal mehr milchbildenden tee trinken (Gaaanz verkehrt) und sie würde MORGEN ABEND (also 36 Stunden später) vorbeischauen, wäre schon nicht so wild.

Ich bin dann abends um 23.00 Uhr mit eben auch 41 Fieber ins Krankenhaus gekommen und musste eine Stillpause einlegen, weil nix mehr ging....

Hatte mir erhofft, dass das dieses Mal besser wäre, habe aber keinen Anlass, daran zu glauben...

Glaube mir, ich HÄTTE GERNE eine gute Hebi... Habe aber auch dieses Mal kein gutes Gefühl....

LG

Beitrag von abrocky 08.04.10 - 12:08 Uhr

Bei meinem ersten Kind hatte ich eine Nachsorgehebi - und ich weiß bis heute nicht wofür!?
Wollte mir zeigen wie ich mein Kind baden kann....#kratz
wie ich mein Kind wickeln kann....#augen
hat 1mal kurz auf die Dammnaht geschaut....#gruebel


Beim zweiten Kind hatte ich dann keine Nachsorgehebi.:-p

Und diesmal gibt es auch keine Nachsorgehebi.;-) Diesmal gibt es auch keinen Vorbereitungskurs.

Anja

Beitrag von geschwisterkind09 08.04.10 - 12:15 Uhr

LOL, so war meine erste Hebi auch... Und als unsere Tochter dann mal geweint hat, hat sie sie laut "angezischt" - aha, wieder was gelernt....

Bei den wahren Problemen (siehe meine anderen Antworten) war sie überhaupt nicht da und wohl auch nicht kompetent (?)?

Dein Beitrag macht mir Mut, mich nicht auf eine "Tante" einzulassen, die sich jetzt schon verbald nicht so verhält, wie ich mir es von einer "Unterstützung" erwarte.

danke und lG
Geschwisterkind

P.S.: Geburtsvorbereitung habe ich dieses Mal auch nicht gemacht....

Beitrag von marion2 08.04.10 - 12:31 Uhr

Hallo,

ich habe keine Vorsorge- und auch keine Nachsorgehebamme gehabt.

Vorher war ich bei Problemen immer beim Arzt.

Die Kinder kamen im Krankenhaus zur Welt - da arbeiten ausreichend Hebammen.

Und hinterher?

Wozu?

Stillen geht doch von allein ;-) Anlegen, aufs Bauchgefühl vertrauen und einfach machen.

Und für den Rest gibts Ärzte.

Bereut habe ich das nie.

LG Marion

Beitrag von carrie23 08.04.10 - 12:42 Uhr

Ich hatte bei beiden keine und habs auch nicht vermisst, auch meine Mutter hat bei allen vier Geburten keine Nachsorgehebi gehabt und meine Schwester bei ihrem Sohn auch nicht.
Das Stillen wurde uns eh schon im Krankenhaus gezeigt und was die Wunde bzw. meine Kaiserschnittnarbe angeht geh ich zum Arzt.
Mein Sohn war auch ein Schreikind und wir haben uns hier informiert und brauchten hierfür keine Hebi.

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