Kinderwunsch und Öffentlichkeit

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von princess28 08.04.10 - 09:51 Uhr

Hallo, mein Mann und ich wünschen uns ein Kind aber bei meinem Mann wurde ein Spermiogramm gemacht und das sieht gar nicht gut aus.

Wie geht Ihr damit in der Öffentlichkeit um, sagt ihr es jemanden oder behaltet es ihr für euch?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Beitrag von adameva 08.04.10 - 10:11 Uhr

Hallo,

wir haben uns dafür entschieden,es nicht an die große Glocke zu hängen.

Dafür gibt's es verschiedene Gründe...........

Bei uns weiß es meine Mutter und eine handvoll Freunde.

Die Familie meines Mannes ahnt nichts und das ist auch gut so
.
In der Familie meines Mannes muss es für alles einen Schuldigen geben und auf das Gespräch haben wir keine Lust.

Ich denke das jeder für sich entscheiden muss ob er es erzählt oder nicht.

LG
Adameva

Beitrag von princess28 08.04.10 - 10:17 Uhr

Hallo,

wir haben es noch niemandem erzählt weil wir erst vor kurzem erfahren haben das das Spermiogramm schlecht ist.

Ich würde ja gerne abwarten bis wir nochmal beim Urologen waren aber mein Mann denkt wir sollten es jetzt schon sagen, damit die blöden Fragen aufhören wann bekommt ihr denn Kinder und so.

Beitrag von lucccy 08.04.10 - 10:17 Uhr

Hallo,

eine schwierige Frage. Das hängt auch immer vom Umfeld ab.

Wir haben es den nächsten Verwandten (den Eltern und meiner Schwägerin) gesagt. So haben wir auch jemanden an unserer Seite, der Fragen aus der übrigen Familie ein wenig abbremst.
Ob man es der übrigen Familie und den Freunden erzählt, hängt sicher von einem selbst ab. Ich würde z.B. nicht wollen, dass nachher jeder in unserem Umfeld weiss, wie mein Kind entstanden ist, bevor es das selbst verstehen kann.

Ob man es dem Arbeitgeber sagt, hängt sicher auch vom persönlichen Verhältnis zum Chef ab. Viele sagen es nicht und reden sich bei Behandlungen raus, um dem Risiko von Mobbing oder einer Kündigung zu entgehen. Auf der anderen Seite sind Chefs auch nicht ganz doof und wenn man dann kurzfristig nach einer Bauch-OP schwanger ist, kann der Chef sich seinen Teil denken und man hat so evtl. ein Vertrauensverhältnis zerstört.

Gruß Lucccy

Beitrag von princess28 08.04.10 - 10:20 Uhr

Hallo,

ja das stimmt schon, nur wir wohnen in einem Dorf und sobald es da was neues gibt weiß es jeder.

Vielleicht hab ich auch einfach nur Angst das die Leute mich dann nur noch mitleidig ansehen und hinter meinem Rücken ablästern.

lg

Beitrag von lucccy 08.04.10 - 11:25 Uhr

Hallo,

ich habe gelesen, dass Dein Mann es loswerden möchte, damit die Fragen aufhören. Ein Tip von meiner Seite: die Fragen hören nicht auf, es werden nur andere. Sucht Euch lieber auf einschlägigen Seiten Tips, wie man mit den Fragen (wann ist es denn bei euch soweit) eine gute Antwort hat.

Und wie gesagt: ich hätte keine Lust, dass jeder weiss, wie mein Kind entstanden ist.

Gruß Lucccy

Beitrag von princess28 08.04.10 - 11:32 Uhr

Danke für den Tipp.

Beitrag von jada81 08.04.10 - 10:25 Uhr

Hallo Princess,

das ist eine Frage die sich jedes Paar selbst beantworten muss.

Ich habe es so empfunden.
befreiend nachdem ich es meiner Schwiegerma erzählt habe, da sie ständig nachgefragt hat wann sie endlich Oma wird. Seit dem sie es weiß ist sie sehr verständnisvoll und baut mich regelmäßig auf! Mein Schwiegerpa und meine Schwager haben es auch mitbekommen.

Meinen Eltern habe ich es nicht erzählt, da sie etwas eigenartig über Kiwu denken.... und ich nicht vor den Kopf gestossen werden möchte.

Eine handvoll Freundinnen habe ich es erzählt und natürlich meiner Schwester.

Jedoch, kann es auch belastend sein, wenn du immer das Mitleid in den Augen der anderen siehst, ach die arme es klappt bei ihr nicht.

#klee Glück bei der Entscheidung, folge einfach deinem Gefühl.

Lg
Jada

Beitrag von princess28 08.04.10 - 10:28 Uhr

Hallo,

hm mein Gefühl sagt mir warte ab bis wir nochmal beim Urologen waren, mein Mann möchte es gerne los werden.

Ich möchte Ihn ja auch nicht vor den Kopf stoßen oder ihn verletzten.

Danke das Glück kann ich gebrauchen.

lg

Beitrag von tillilli 08.04.10 - 10:42 Uhr

Hallo,
wir habe es fast allen Verwanten und Freunden erzählt und ich bereue es. Da jetzt ständig Fragen kommen die ich machmal nicht beantworten mag. Alle habe aber sehr positiv reagiert, aber viele Fragen gestellt.
Das Mitleid usw. ist manchmal auch nicht zu ertragen. Vorallem weil die Behandlung immer wieder verschoben werden musste.
Ich würde es nur noch dem ein oder anderen Freund/in als vertraute sagen und mehr nicht.
Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
GLG Tillilli

Beitrag von princess28 08.04.10 - 10:44 Uhr

Hallo,

das hört sich echt schlimm an, tut mir leid für euch.

Wie schafft man das nicht so nah an sich ran kommen zu lassen, diese Fragerei?

Lg

Beitrag von katici 08.04.10 - 11:01 Uhr

wir gehen sehr offen damit um.
bin froh drüber, weil ich so den fragen aus m weg gehen kann.
von den ersten zwei versuchen wussten die familie und freunde (auch das geschäft) bescheid, den dritten versuch haben wir nur vier engen freunden gesagt, sonst keinem. (meiner chefin muss ich dann an der pu spätestens vermutlich reinen wein einschenken.)

Beitrag von princess28 08.04.10 - 11:04 Uhr

Hallo,

mein Problem ist eigentlich wissen wir ja noch gar nicht so genau warum es bei meinem schlecht aussieht und wollten deshalb nochmal mit dem Urologen reden.

Mein Mann meint es wäre befreiend jetzt schon der Öffentlichkeit zu sagen aber ich bin der Meinung erst noch das Gespräch abzuwarten.

Lg

Beitrag von cwallace 08.04.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

bei uns weiss die Familie bescheid und die engsten Freunden... jedoch haben wir z.B. nicht erzählt, wann die Tese war und werden dann auch nicht erzählen wenn es richtig los geht... werde da nur mit meiner engsten Freundin drüber reden udn das wars dann... weil ich kenn meine Pappenheimer udn das Telefon würden hier nicht mehr still stehen...
Aber mein Arbeitgeber weiss nicht bescheid und das soll uach so bleiben... ich komme aus dem sozialen Bereicht, ich hab keine Lust auf die tratscherei...

vlG Conny

Beitrag von princess28 08.04.10 - 12:30 Uhr

Meine Family macht auch schon andauernd blöde bemerkungen wann wollt ihr denn endlich mal.

Manchmal weiß ich gar nicht mehr was ich sagen soll.

Beitrag von sina-99 08.04.10 - 11:55 Uhr

Das ist eine schwierige Entscheidung. Wir haben uns anfangs Jahr dazu entschieden, dass wir es nicht mehr geheimhalten wollen.

In unserem Umfeld sind in den letzten 2 Jahren sehr viele Eltern geworden und da haben wir sehr oft gelitten und tausenmal sind wir darauf angesprochen worden, wann wir denn endlich ein Kind wollen, es sei ja langsam an der Zeit und so oder mit so aussagen wie "sollen wir euch zeigen wie es geht" sehr verletzt....

Sobald jemand das Thema angeschnitten hat, haben wir von unserem Problem erzählt und gleich gesagt, dass wir auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Die meisten waren baff und haben das natürlich nicht erwartet. Für mich war es das Beste was ich tut konnte. Seitdem es viele wissen, kommen auch keine blöden Fragen mehr und ich werde nicht immer wieder auf's neue verletzt. Auch unsere Eltern haben wir eingeweiht und sie haben alle sehr gut reagiert.

Ich kann seither viel besser mit der Situation umgehen und muss nicht immer Angst vor blöden Fragen haben.

Dem Arbeitgeber würde ich es allerdings auf keinen Fall sagen. Ich arbeite zwar schon 17 Jahre dort, aber schlussendlich ist man doch nur eine "Nummer" die ausgewechselt werden kann.

Liebe Grüsse
Sina

PU +6 TF +3

Beitrag von princess28 08.04.10 - 12:33 Uhr

Hallo,

ja das kenne ich jeder in unserem Umfeld ist Schwanger geworden und alle fragen nur noch wann wollt ihr denn mal.

Gestern bin ich einer Frau aus unserem Dorf begegnet die ich nur vom sehen kenne und hast du denn auch schon ein Kind. Blöde Frage hab ich mir nur noch gedacht und zugesehen das ich so schnell wie möglich weg komme, denn die Tränen standen mir schon in den Augen.

Sogar auf Geburtstagsfeiern verzichte ich wenn ich weiß es sind Kinder dort. Ich hab halt Angst auf Mitleidsgesichter.

Beitrag von sina-99 08.04.10 - 12:52 Uhr

Aber glaub mir, wenn es mal raus ist, dann geht es dir besser...

Als ich es den ersten gesagt habe, ist mir wie ein Stein vom Herzen gefallen und ein riesen Druck ist abgefallen.

Ich wollte es eigentlich auch niemandem sagen, aber mein Freund hatte dasselbe Bedürfnis wie deiner. (Bei uns liegt es auch an seinem SG). Er hat es seinen Kollegen erzählt und es ist unglaublich, wieviele eigentlich dieselben Probleme haben oder hatten. 2 seiner Kollegen haben dann auch gesagt, dass ihre Kinder durch eine ICSI entstanden sind.... Da war er auch selber baff, da er das nie gedacht hätte.

Liebe Grüsse und ich wünsche euch alles Gute
sina

Beitrag von princess28 08.04.10 - 13:40 Uhr

Hallo Sina,

was hat dann deine Meinung geändert es doch zu sagen?

Ich weiß nich aber ich denke die meisten empfinden dann nur mitleid.

Naja wir warten erstmal das Gespräch mit dem Urologen ab und dann sehen wir weiter, ein Schritt nach dem anderen.

Lg

Beitrag von sina-99 08.04.10 - 13:47 Uhr

Es hat ihn selber auch sehr belastet und er wollte einfach auch mit Kollegen über sein "Problem" reden. Das hat ihm gut getan und er konnte mich überzeugen, dass es besser ist.

Mitleid habe ich ehrlich gesagt nicht erfahren oder nicht gemerkt. Ich hab die Situation vorher viel schlimmer empfunden.

Ja, wartet mal noch den definitiven Befund des Urologen ab.

Wir haben uns auch erst "geoutet" als ganz klar war, dass nur eine ICSI zum Erfolg führen könnte.

Lg
Sina

Beitrag von princess28 08.04.10 - 14:09 Uhr

Bei mir ist es ja schon so weit das ich gar nicht mehr zu Geburtstagsfeiern geh wenn ich weiß es sind Kinder da.

Wart Ihr euch von Anfang an sicher das ihr auch eine künstliche Befruchtung in Frage kommt?

Lg

Beitrag von sina-99 08.04.10 - 14:26 Uhr

War bei mir lange Zeit auch so. Jetzt ist es wieder besser, denn ich bin mir sicher, dass ich irgendwann auch so einen kleinen Wurm haben werde. Wenn nicht bei dieser ICSI, dann bei der nächsten oder übernächsten...

Schwierig ist es halt immernoch, wenn ich erfahre, dass Freundinnen schwanger sind... da kann ich mich gar nicht darüber freuen und hadere danach immer ein paar Tage mit unserem Schicksal... aber das geht immer vorbei...

Als wir den definitiven Befund hatten, war das für uns auch erstmal ein Schlag ins Gesicht. Aber wir waren uns von Anfang einig, dass für uns eine künstl. Befruchtung in Frage kommt. Wir mussten zwar erstmal Geld sparen, denn bei uns in der Schweiz wird leider gar nichts bezahlt, egal ob verheiratet oder nicht... Aber der Kinderwunsch ist so gross, dass wir das in Kauf nehmen und lieber auf anderes verzichten... (nur die Anzahlung vor der ICSI war schon über 4500 € #schock)

Naja, aber irgendwann haben wir alle unser #schrei im Arm :-D

Liebe Grüsse
Sina

Beitrag von princess28 08.04.10 - 14:31 Uhr

Wow das ist echt ganz schön viel Geld, ich glaube hier in Deutschland muß man für eine Behandlung zwischen 3000 bis 3500 Euro bezahlen und die Krankenkasse übernimmt die Hälfte aber Sie bezahlen dann auch nur 3 Versuche.

Wie lange seit Ihr jetzt schon in Behandlung? Falls die Frage zu indiskret ist mußt du sie nicht beantworten.

Lg

Beitrag von juella 08.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo!


Wir halten uns auch damit zurück, es anderen zu sagen.
Bislang sind meine Mutter, meine Schwester und meine wirklich engsten Freundinnen eingeweiht.
Meinem Chef musste ich es allerdings sagen, weil er mir den Rücken freihält auf der Arbeit.
Da ich allerdings von ihm weiß, dass sie damals auch dachten, sie würden kein Kind bekommen können, bevor es überraschend noch geklappt hat, bin ich davon ausgegangen, er kann sich etwas hineinversetzen....
Blöd ist es manchmal natürlich schon, wenn andere nicht informiert sind: Meine Kollegen machen sich zum Teil schon Sorgen, ob ich ernsthaft krank bin, weil ich häufiger "zum Arzt" muss....#gruebel

Schwierig, denn es ist ja nichts, wofür man "sich schämen" muss, aber andererseits hab ich einfach keine Lust, dass jeder über unsere "Befruchtungsvorgänge und -zeitpunkte" Bescheid weiß!

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr euren richtigen Weg damit findet:-)!

LG
juella

Beitrag von sassi31 08.04.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

wir haben es niemandem gesagt. Schon allein, damit diese blöden "Bist du denn nun schon schwanger?"-Fragen ausbleiben.

Gruß
Sassi

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