Bauchweh wegen Familienname

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sami20 08.04.10 - 10:27 Uhr

Hallo ihr Lieben......mir liegt da etwas ziemlich schwer im Bauch und zwar folgendes.....Ich trage immer noch den Namen von meinem Ex- Mann...unsere gemeinsame Tochter natürlich auch...nun ist es so, das ich einen neuen Partner habe und wir ein Kind bekommen.....sie soll den Namen von ihrem Papa bekommen......wir haben auch mit dem gedanken gespielt zu Heiraten, noch bevor ich Schanger wurde....jetzt allerdings hab ich gesagt ne is nicht, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann, das meine erst geborene einen anderen Namen tragen soll als wir, und einer NAmensänderung würde der Kindesvater NIE zustimmen.......was meint ihr, bin ich da zu, hmm wie soll ich sagen, empfindlich oder würde es vielen so gehn bei so einer entscheidung? Ich mein, im Grunde weiß ich ja, das es bloß ein Name is, aber ich mach mir auch gedanken darüber, ob sie sich eventuell ausgeschlossen fühlen könnte.....


schreibt mir doch mal bitte eure Meinung dazu...danke und einen schönen morgen noch =)

Beitrag von xmarcix 08.04.10 - 10:33 Uhr

hallo,

deine tochter kann in diesem fall einen doppelnamen bekommen. habe das bei meiner tochter auch erwogen mich aber bisher dagegen entschieden. ich habe mit meinem mann allerdings auch noch kein gemeinsames kind aber ich habe seinen namen angenommen.


lg marcela

Beitrag von pupsismum 08.04.10 - 18:08 Uhr

Nein, das geht nicht. Kinder können keinen Doppelnamen erteilt bekommen.

http://www.bmfsfj.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=45706.html

http://www.123recht.net/article.asp?a=2323&ccheck=1

Wie kommst du auf die Idee?

Beitrag von sami20 08.04.10 - 18:36 Uhr

Hmm...also das hieße, meine große hat ein mitsprache recht und wenn sie es wünscht, der Kindesvater aber dagegen ist, dann entscheidet letztendlich das Familiengericht darüber ob sie den Namen von meinem neuen Partner bekommt?? Hab ich das so richtig verstanden?

Hmm, bisschen arg radikal, will ja ärger vermeiden, mein Ex und ich stehn eh schon auf Kriegsfuss =(

Beitrag von pupsismum 08.04.10 - 19:18 Uhr

Wenn sie älter als 5 Jahre ist, dann ja, dann hat sie ein Mitspracherecht. Letztlich benötigst du aber trotzdem die Zustimmung des Kindesvaters, die vom Familiengericht ersetzt werden könnte. Aber dafür müsste SEHR deutlich werden, warum das für das Kindeswohl wichtig ist.

Wenn das Kind aber regelmäßigen Kontakt zum Vater hat, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass das Gericht der Namensänderung zustimmen würde, weil es ja quasi noch mit seinen Namenswurzeln verbunden ist (jetzt mal blöde formuliert, finde gerade die richtigen Worte nicht) und wenn Papa dann nicht gerade ein Kindesmörder oder ähnlich Fieses ist, was Anlass dazu geben könnte, dass das Kind unter seinem bisherigen Familiennamen leidet, dann sieht es wohl eher schlecht aus, würde ich jetzt mal behaupten.

Beitrag von julia3007 08.04.10 - 21:54 Uhr

Hallo,

leider muss ich Dir widersprechen. Kinder können bei einer Einbenennung nach § 1618 BGB einen Doppelnamen bekommen. Allerdings muss der Vater des Kindes zustimmen.

siehe Gesetzestext:
§ 1618 Einbenennung
Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, können dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber dem Standesamt ihren Ehenamen erteilen. Sie können diesen Namen auch dem von dem Kind zur Zeit der Erklärung geführten Namen voranstellen oder anfügen.

LG
Maria

Beitrag von pupsismum 09.04.10 - 14:53 Uhr

Lesen soll helfen.

http://www.123recht.net/article.asp?a=2323&ccheck=1

Wurde uns auch extra vor 4 Jahren gesagt und bei der Tochter eines Bekannten war das im letzten Jahr genauso. Da war nämlich auch erst der Doppelname bei der Einbenennung angedacht und das geht NICHT! #aha

Beitrag von pupsismum 09.04.10 - 15:23 Uhr

Hm, ich hab grad noch mal gegoogelt, in diesem Urteil ist von "könnten" die Rede.

>>Eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung läge auch darin, dass Kinder, deren Eltern geschieden sind, durch Einbenennung in die neue Familie gemäß § 1618 BGB einen Doppelnamen erhalten könnten, während dies Ehegatten und ehelichen Kindern versagt werde.<<

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20020207_1bvr074599.html

Unlogisch das Ganze. Ich als Mutter kann meinen Doppelnamen nicht an mein Kind weitergeben, sondern nur den festgelegten Familiennamen, also meinen halben Namen, andererseits soll aber ein Kind durch eine Einbennung einen Doppelnamen erhalten können? Wo ist denn da die Gleichstellung?

Aber wie gesagt, meine Erfahrungen sind ohnehin anders, unser Standesamt hat das abgelehnt.

Beitrag von nakiki 08.04.10 - 10:45 Uhr

Hallo!

Das das Kind einen Doppelnamen annehmen kann, wäre mir neu, dies würde ich beim JA hinterfragen. Kann mir vorstellen, das auch in diesem Fall der Kindsvater zustimmen muss.

Ich würde eine Heirat jedoch nicht vom Namen abhängig machen. Es könnte auch jeder seinen Namen behalten, wäre die gleiche Namenskonstellation wie jetzt ohne Heirat.

Du könntest auch einen Doppelnamen nehmen. Wenn es von den Namen passen würde (vom Klang), würde ich zu dieser Lösung tendieren. So hätte ich bei Nachnamen von beiden Kindern.

Gruß nakiki

Beitrag von petra1982 08.04.10 - 10:50 Uhr

und wenn er deinen namen annimmt? oder du einen doppelnamen nimmst? es gibt so viel möglichkeiten

Beitrag von hermina 08.04.10 - 11:13 Uhr

Hallo,

ich war auch in dieser Situation, nur dass ich gleich drei Kinder aus meiner Ehe mitbrachte. Unser gemeinsamer Sohn kam noch in meiner alten Ehe zur Welt, sprich, die Scheidung war noch nicht durch. Also bekam er erstmal automatisch den Namen meines Ex. Die Vaterschaft wurde aber vom neuen Partner anerkannt und mein Ex musste dem nur zustimmen. Nach der Scheidung/Inkrafttreten, sind wir dann zum Standesamt und haben den Kleinen umbenannt. Klar heisst er jetzt anders als ich und die anderen drei Mädchen, aber das ist eben mal so. Ich werde definitiv heiraten, werde also auch bald so heissen, aber meine Mädchen werden ihren Namen behalten, weil ich auch mal denke, dass mein Ex dem nicht zustimmen wird.

Denke mal an deinen Partner, wie er sich fühlt, wenn sein eigenes Kind so heisst wie dein Ex. Finde ich blöd und wenn du heiratest, wie soll die Kleine dann heissen? Sicherlich so wie du dann und dann wird deine Große auch das vielleicht nicht verstehen. Rede mit deiner Tochter und vielleicht nochmal mit ihrem Vater. Vielleicht findet ihr ja eine Lösung.

Viel Glück.

Beitrag von reethi 08.04.10 - 11:51 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich gut verstehen. Bei mir war die Situation ähnlich.
Ich fand es auch total blöd, anders zu heißen als ein Kind.
Und es ist einfach viel einfacher, wenn man den gleichen Namen hat. Bei einer Freundin ist es oftmals so, dass dort die Frage kommt, ob sie denn die Mutter sei, weil das Kind einen anderen Nachnamen hat... Sie kommt sich jedesmal ziemlich blöd vor.

Wir haben es so gelöst, dass ich jetzt einen Doppelnamen habe.

VG
Neddie

Beitrag von jans_braut 08.04.10 - 12:13 Uhr

Wenn du dir in der Beziehung sicher bist - dann heirate.

Wegen den Namen: behalt den Namen des Exmannes und gib deinem zweiten Kind auch diesen Namen. Dein Verlobter kann ja deinen jetzigen Namen annehmen - auch wenn es komisch für ihn anmutet. Oder er behält seinen Namen.

Gruss

Beitrag von sriver 08.04.10 - 12:18 Uhr

Hallo,

das Problem hatte ich auch, habe zwei Kids aus erster Ehe, und habe dann neu geheiratet. Ich habe mit den Jungs gesprochen, ob es für sie eine Rolle spielt, wenn ich anders heiße, beiden war der Name nicht wichtig. Deshalb habe auch keinen Doppelnamen angenommen, sondern der Name von meinem Mann. Es war für uns alle nie ein Problem. Hatte mir da im Vorfeld auch zuviel Gedanken gemacht.

LG Sriver

Beitrag von syhana 08.04.10 - 12:19 Uhr

Ich kann dich gut verstehen.Vor kurzem stand ich vor der gleichen entscheidung :-(

Nun heist unsere kleine so wie mein Lebenspartner... weil ich der meinung bin das sie ja nichts mit meinem Ex-Mann zu tun hat.
Is schon komisch z.b. beim Arzt plötzlich mit einem anderen Namen angesprochen zu werden weil sie natürlich denken das die kleine wie ich heist *hmpf* Und das man ständig das gefühl hat erklären zu müssen warum das Kind einen anderen Namen hat damit die leute auch einem glauben das es die eigene Tochter ist.

Aber man gewöhnt sich dran :-)

lg syhana

Beitrag von luka22 08.04.10 - 14:39 Uhr

Das "Problem" haben auch viele, die mit dem Kindsvater nach wie vor zusammen sind. Ich kenne Frauen, die nicht verheiratet sind, das Kind aber den Namen des Vaters trägt. Und Frauen die verheiratet sind und ihren Mädchennamen behalten haben. Auch hier trägt das Kind den Namen des Vaters. Umgekehrt genauso: Frau behält den Namen und das Kind bekommt ihren Namen, dann heißt der Vater anders.

Heutzutage ist alles möglich - auch bei nicht Patchwork-Familien.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von amaramay 08.04.10 - 13:37 Uhr

Hallo, meine Nachbarin hat fünf Kinder. Zwei mit ihrem ersten Mann und drei mit ihrem zweiten Mann.
Die ersten zwei Kinder heissen mit Nachnamen Meier(wie der Vater), Mama heisst nun Meier-Schulze und die drei jüngsten Kinder nur Schulze(wie ihr Vater) (das sind nur Bsp. Namen). So hat sie aber die Namen ihrer Kinder in ihrem Doppelnamen vereint.

LGD.

Beitrag von diana1101 08.04.10 - 14:06 Uhr

Hi,

eine Freundin stand vor dem gleichen Problem. Nur das die Tochter zu dem Zeitpunkt der Hochzeit 17 Jahre alt war.
Meine Freundin hat dann einen Doppelnamen angenommen.
So heisst sie wie ihr Mann und die Tochter kann sich mit Mama und Papa identifizieren.

LG Diana

Beitrag von luka22 08.04.10 - 14:32 Uhr

Ein Doppelname löst doch alle Probleme?

Du und dein Kind heißen z.B. Schneider
Dein Mann und sein Kind z.B. Müller

Du heißt dann Schneider-Müller.

Das einzig komische ist, dass die Halbgeschwister unterschiedliche Nachnamen haben. Aber ist seid halt eine Patchworkfamilie! So what?


Liebe Grüße
Luka

Beitrag von sami20 08.04.10 - 18:00 Uhr

Erst mal ein dickes danke für alle die geschrieben haben, beruhigend zu wissen, das ich wohl nicht die einzige bin die sich, mehr oder weniger, über so ne lapalie den kopf zerbricht.

Und nebenbei bemerkt, mein neuer Partner ist auch nicht sonderlich begeistert davon gewesen, das ich unsere Tochter den Namen von meinem ex geben wollte, deswegfen wird die kleine den Namen von meinem jetzigen Partner bekommen. Hat mir zu anfang auch nicht wirklich gepasst, eben weil ich nicht möchte, das meine Kinder anders heißen als ich aber ich versteh ja seinen standpunkt.
Was allerdings die sache betrifft, das ich mein jetztiger Partner "meinen" Namen annehmen soll, das geht doch gar nicht, ist ja im grunde nicht wirklich meiner, wisst ihr wie ich meine? Ich hab meinen Mädchennamen ja nicht wieder zurück genommen sondern den von meinem Ex behalten...möchte meinen Mädchennamen auch gar nicht zurück.

Und was den Doppelnamen für mich und meine erst geborene angeht, muss da nicht auch der Kindesvater zustimmen??

Beitrag von hedda.gabler 08.04.10 - 18:45 Uhr

Hallo.

Nur Du kannst einen Doppelnamen bei Eheschließung annehmen, Deine Erstgeborene nicht. Diese behält den Namen ihres Vaters, es sei denn dieser stimmt einer Einbenennung zu.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pupsismum 08.04.10 - 19:13 Uhr

Ein Doppelname wäre aber ein guter Kompromiss in deiner Situation (die ich im Übrigen selber kenne).

Dann finden sich bei dir beide Namen wieder und keinem geht irgendwie ein Stück Identität verloren oder ihm wird eine aufgedrückt, die nicht seine ist. ;-)

Wenn nicht etwas ganz Exotisches rauskommen würde wie "Fleischer-Hackebeil" oder "Schmünzel-Schmuck" ist das vielleicht eine echte Alternative.


Gruß
p

Beitrag von honolulumieze 08.04.10 - 18:42 Uhr

Ich würde, unverheiratet, niemals den Familiennamen des Kindesvaters vergeben! Das wäre mir zu blöd. Was ist, wenn er dich dann wider Erwarten doch nicht heiratet? Gerade im Freundeskreis gehabt. Typ stellte nach der Geburt ! fest, dass er meine Freundin doch nicht mehr will. Kind hatte seinen Namen schon. Das war ein Hickack, das ändern zu lassen. Nur, weil der Kindesvater keinen Widerspruch einlegte (er hatte, wie sich später raus stellte, noch diverse andere Kinder mit diversen anderen Frauen), war es letztlich möglich und der arme Knirps heißt so wie seine Mutter.

Ich würde, da Kindesvater Nr. 1 ja scheinbar nicht zustimmen würde, auch bei einer Heirat den Namen behalten und so heißen wie meine 2 Kinder. Kinder würden mir da vorgehen. Du könntest zwar auch versuchen, eine Namensänderung gerichtlich gegen den Kindesvater durchsetzen zu lassen. Ich sehe da aber nur für den Anwalt Vorteile. Dies durchzusetzen dürfte sich sehr sehr schwierig gestalten.

Meine persönliche Meinung. Diese teilen mit Sicherheit wenige Leute. Aber mir geht immer mein Kind vor (m)einem Mann.

Beitrag von widowwadman 08.04.10 - 21:30 Uhr

Auch wenn er die Mama nicht heiratet ist er doch trotzdem der Vater. Warum sollte die Mutter mehr Namensrecht haben als der Vater?

Es geht dir dabei nicht um die Kinder, sondern um die Mutter.

Beitrag von maschm2579 08.04.10 - 20:16 Uhr

Hallo,

also die Ex Frau von meinem Freund hat wieder geheiratet und hat jetzt einen Doppelnamen.

d.h. Ihre 3 großen heißen Müller und sie heißt Müller-Meier und die Jüngeste nur Meier.

Meine Mutter hat auch einen Doppelnamen und den Namen Ihres Mannes hintendrangehangen.

Ansonsten frag den Vater ob er zustimmt.. es sei denn Du hast alleiniges sorgerrecht dann muß der Vater nicht zustimmen.

lg

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