Böde frage, lohnt sich Tuppern als Nebenjob?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kleinehexe1 08.04.10 - 10:41 Uhr

Hallo,

diese Frage gab es bestimmt schon zigmal, aber trotzdem:

Wieviel Zeit nimmt die Arbeit als Tupperberaterin in anspruch, wenn man es als "Teilzeitjob" betreiben will?

Wie läuft das mit der Sozialversicherung?

Macht es Sinn das neben einer 400 € Stelle zu machen?
(Dieser Job ist nicht so der Brüller, mache das nur aus Sicherheitsdenken, um überhaupt was zu verdienen)

Denn ich würde mich gerne mal auf diesem Gebiet ausprobieren, weiß aber nicht so recht wie die Eckdaten sind.
Wenn man eine Tupperberaterin fragt, sehen die meiner Erfahrung nach gleich die Dollarzeichen, und setzen alles daran dich ins Boot zu holen...

Daher brauche ich echte, und gutgemeinte Infos, könnt ihr mir da wohl weiterhelfen?

Kleinehexe

Die nun endlich mal was machen will, wo sie sich beweisen kann...

Beitrag von sunny81de 08.04.10 - 10:55 Uhr

Hallo,

also ich kann ja nur mal aus meiner Erfahrung berichten und ich bin froh das ich angefangen habe.
Ich habe einen 2jährigen Sohn und noch einen 25 Stunden/Woche Job.
Klar ist es so, dass man schon etwas Zeit und Arbeit investieren muß, wenn man ordentlich Geld verdienen will. Das heißt Gastgeberinnenvorbereitung, Party vorbereiten, die Party an sich, Bestellung erledigen, Ware abholen, packen und wieder verteilen. Plus natürlich noch Service. Aber dann kann man schon ganz gut Geld verdienen und mir macht es auch super Spaß, auch wenn ich das vorher nicht gedacht hätte.
Und 6 Wochen ausprobieren kannst du es ja. Wenn es dann nichts für dich ist, hörst du halt wieder auf.
Lg Nina

Beitrag von sunny81de 08.04.10 - 12:13 Uhr

Klar hab ich die ersten zwei, drei Partys auch bei Bekannte gemacht, aber die mußte ich nicht überreden. Und jetzt hab ich auf jeder Party ein bis zwei Buchungen von völlig fremden Leuten und da entstehen völlig neute Kreise. Und ich würde mich NIE irgendwo aufdrängen. Dafür bin ich gar nicht der Typ. Ganz viel läuft über guten Service und man muß auch mal ehrlich sagen,wenn man von einem Produkt nicht so viel hält.
Und der Verdienst ist wirklich gut finde ich.

Beitrag von yamyam74 08.04.10 - 16:32 Uhr

Es heisst doch jetzt 13 Wochen Praktikum oder nicht?

Beitrag von nele27 08.04.10 - 11:58 Uhr

Wenn Du Deine Freunde hinterher los sein willst, dann mach es ;-)

Nee im Ernst, ich würde nichts nerviger finden, als eine Freundin, die mir plötzlich auf ne Tupoperparty was verkaufen will. Da würde ich gar nicht erst hingehen. Ich kenne das von einer Freundin, die für LR arbeitete und mich ständig mit den sooo tollen Produkten vollgelabert hat #augen Für mich käme das nicht infrage, wenn mein Verkaufserfolg von Leuten, die ich privat kenne, abhinge.

Ich glaube auch nicht, dass man da groß was verdient, es sei denn, man nervt wirklich alle massiv und setzt einen Haufen Energie und Zeit da rein, eine gerissene Verkaufsstrategie zu erarbeiten. Aber wenn ich soviel Zeit und Energie habe, kann ich auch gleich einen richtigen Job machen.

Ich würde also von allem die Finger lassen, bei dem man auf private Netzwerke zurückgreifen muss.

Warum suchst Du Dir keinen regulären Job?

LG, Nele

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 12:13 Uhr

Ich sehe das ziemlich ähnlich.
Meine Schwester war zeitlebens zu faul (ehrlich) für einen vernünftigen Job, sie hatte ja die beiden Kinder und das Haus...

Um jetzt ihrer Tochter das Luxusleben im Studium zu ermöglichen, hat sie zu Tuppern angefangen vor ein paar Jahren. Sie verzichtet im Familien- und Freundeskreis schon von Anfang an auf ihren Gewinn, ABER es ist kein Gespräch mehr möglich, ohne grundsätzlich beim Thema "Plaste" zu landen, das ist einfach unterträglich.

Sie ist aber erstaunlicherweise (hat ihr niemand zugetraut) sehr erfolgreich, hat einen Dienstwagen und meine Nichte hatte einen Lebensstandard im Studium, von dem man nur träumen kann, verdient also auch ne Menge Geld, AABER den Stundenlohn darf man nicht ausrechnen. Sie ist praktisch rund um die Uhr im Einsatz....Ich denke, mit nem Putzjob hat man ein verläßlicheres und unterm Strich höheres Einkommen.

LG

Beitrag von nele27 08.04.10 - 12:47 Uhr

**ABER es ist kein Gespräch mehr möglich, ohne grundsätzlich beim Thema "Plaste" zu landen, das ist einfach unterträglich. **

Genau DAS meine ich... bei meiner LR-Bekannten dasselbe. Ich sprach über irgendein Thema und plötzlich kam "Aaahhhh, Du hast ja da einen Pickel, da kann ich das neue tolle xyz empfehlen" #augen Und dann betont unauffällig, weil sie ja ÜBERHAUPT nicht am Verkauf interessiert ist #augen
Nee, sowas brauche ich nicht im Freundeskreis. Zum Glück gehen alle meine Freunde einer normalen Beschäftigung nach.

LG

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 13:45 Uhr

Wie gesagt, meine Schwester verdient nichts daran aber ich glaube, die ist schon so brainwashed von dem Laden, dass sie auch komplett ehrenamtlich dort weitermachen würde zur Not.

Ne Freundin hat bei LR mal angefangen und ist daran gescheitert, dass sie ihre Freunde und Familie damit nicht behelligen wollte bzw. alles verschenkt hat :)

Man muß schon sehr extrovertiert, hartnäckig und kontaktfreudig sein, um mit solchen Jobs Geld zu machen.

LG

Beitrag von nele27 08.04.10 - 14:55 Uhr

Tja, das ist Kalkül mit den schönen Stimmungsmotivationstrainings & Co., das die Leute immer voll auf Linie sind #schock

Erst heißt es ein paar Stündchen nebenbei und dann reden die einem solche Filme ein, dass man immer mehr will. Und schwupps bist Du bei ner Vollzeitstelle ...

Ich glaube, wer richtig Geld verdienen will, sollte sich was anderes suchen.

Naja, ich bin für marktschreierischen Verkäufer- und Dienstleistungskram eh nicht geboren #schein
Da lob ich mir meinen Spießerjob :-)

LG

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 16:17 Uhr

Sie wollte mich ja auch mal rekrutieren und das Verkaufen auf den Abenden wäre gar nicht sooo das Problem gewesen, AAAAABER wenn ich da mit 500 durchgeknallten Hausfrauen auf Meetings und Events Prosecco trinken und im Chor Tupper-Hymnen singen soll, dann ist das für mich nicht zumutbar.

Beitrag von misses_b 08.04.10 - 12:18 Uhr

Hallo!

Ich tupper nun im 8. Jahr, habe noch ALLE meine alten Freunde und sogar neue hinzugewonnen.

Weder labere ich jemanden voll, noch habe ich eine "gerissenene Verkaufsstrategie".

Und Ziel ist es, (natürlich fängt JEDER erstmal im Bekanntenkreis an) neue Tupperkreise aufzutun - was mir nun über viele Jahre auch immer wieder gelingt.

Ich weiß nicht, was Du für merkwürdige Bekannte
hast!;-)

Und ja, wenn man sich gut organisiert kann man durchaus mit den Plastikpötten Geld verdienen!
Entweder für den Jahresurlaub mit der Familie oder das ein oder andere "Luxus"-Extra!

Gruß

misses_b

Beitrag von nele27 08.04.10 - 12:45 Uhr

Meine Freunde gehen nunmal alle regulären Jobs nach und haben keinen Bock auf Tupperpartys, wo ihnen was angedreht werden soll. Wenn sie etwas kaufen wollen, gehen sie in den Laden.

Vielleicht sind ja Deine Leute merkwürdig?? ;-)

Also ich hätte wie schon gesagt, keinen Bock, von meinen Freunden so etwas verkauft zu bekommen - und dann womöglich noch n schlechtes Gewissen haben, wenn die die superduper Tupperpizzaschüssel nicht brauche und meine arme Freundin dann nicht in den Urlaub fahren kann :-) Ich finde, sowas hat in richtigen Freundschaften nichts zu suchen.

LG, Nele

Beitrag von misses_b 08.04.10 - 13:01 Uhr

Hallo!

Eine "richtige" Freundschaft verträgt aber auch eine klare Ansage der Marke" Du bist mir lieb und teuer aber lass mich mit den Pötten in Ruhe".

Wurde mir auch gesagt, hab ich kein Problem mit, kann ich mit Leben.

Und ich käme NIEMALS auf die Idee, meinen Freunden ein schlechtes Gewissen zu machen, nur weil sie bei mir nix kaufen.

Und die Angebotsflyer bleiben so lange bei mir in der Tasche bis mich jemand fragt!;-)

Und ja, es macht Spaß - eine Menge sogar!

Vor allem unter dem Gesichtspunkt das ich keinen Chef habe, der mir mit seinen Launen auf den Wecker geht!

Gruß

misses_b

Beitrag von nele27 08.04.10 - 13:04 Uhr

Dann ist es ja gut - ich habe mir auch nur mal ausgemalt, wie das Leben mit so einer Tupper-Freundin aussehen würde :-)
Bei einer Bekannten von LR (GSD eine ENTFERNTE Bekannte) war das ja so.
Ich kann ja sogar verstehen, dass der Flyer in der Tasche kratzt, wenn man die Freundin beim Eis essen trifft... wenn Du das trennen kannst, ok.

Ich habe übrigens auch keinen Chef, der Launen hat #freu Arbeite nämlich ganz allein in meiner 1-Mann-Abteilung und treffe die Entscheidungen selbst :-)
Jeder so, wie ers mag...

LG, Nele

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 13:41 Uhr

"Vor allem unter dem Gesichtspunkt das ich keinen Chef habe, der mir mit seinen Launen auf den Wecker geht! "

Nee, dafür habt Ihr Eure Meetings mit amerikanischer Stimmungsmache und Gehirnwäsche....alles Geschmackssache!

Nix für ungut,

W

Beitrag von misses_b 08.04.10 - 14:33 Uhr

Hallo!

Gehirnwäsche? Welche Gehirnwäsche?

Ich mußte noch nie ein Bild von E.S. Tupper anbeten und ihm für die Erfindung der Wunscherschüssel danken!#rofl

Aber die Meetings sind teilweise gewöhnungsbedürftig, da gebe ich Dir recht.

Das macht auf Außenstehende bestimmt einen merkwürdigen Eindruck!;-)

Wie Du sagst- alles Geschmackssache!

Gruß

misses_b

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 16:18 Uhr

Eben, Geschmackssache aber es ist definitiv eine Art der Manipulation, was da auf den Veranstaltungen läuft, wo man für 50 verkaufte Plastikschüsseln gefeiert wird wie ein Filmstar und im Chor irgendwelche Einschwörungstexte runterbetet....

LG

Beitrag von sassi31 08.04.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

das hängt wohl ganz davon ab, ob du dir einen Kundenkreis aufbauen musst und kannst oder ob du einen schon vorhandenen Kundenkreis übernehmen kannst. Alle meine Bekannten, die Tupperpartys veranstalten oder hingehen, machen das im selben Kreis. Das heißt sowohl die Tupperberaterin als auch die "Kundinnen" sind immer die gleichen Leute. Eine neue Beraterin würde dort keinen Fuß in die Tür bekommen. Außer, die jetzige hört auf und übergibt ihren Kundenkreis.

Eine Freundin von mir hat es auch mal als Tupperberaterin versucht und ist gescheitert. Sie hat einfach keine Leute gefunden, die Partys veranstalten wollten.

Gruß
Sassi

Beitrag von kleinehexe1 08.04.10 - 13:20 Uhr

Hallo

na ja schön, das es zum Thema "Verkaufspartys" getrennte Meinungen gibt ist mir auch klar, aber wie ist das denn nun mit der Krankenversicherung?
Oder dem realistischen Verdienst, den man haben kann, wenn man so um die 6 Abende im Monat Tuppern geht?

Ich würde hier ja nun nicht in Erwägung ziehen zu Tuppern, wenn ich die Sachen grundsätzlich doof finden würde. (Mal abgesehen von dem ein oder anderen Teil...)

Wie ist das nun, ist das ein lohnender Job, oder eher
eine Finte, mit der man nichts reißen kann?

Bitte um Antworten, die mir auch weiterhelfen, denn ich bin echt unschlüssig...

kleinehexe1

Beitrag von windsbraut69 08.04.10 - 13:43 Uhr

Es ist ein lohnender Job, wenn Du mehr Zeit als für einen Vollzeitjob investierst.

Mit 6 Abenden m Monat (die Du erstmal zusammenbekommen mußt!) kannst Du paar Hundert Euro verdienen oder auch gar nichts, das kommt auf Dein Verkaufstalent und Dein Klientel an.

Beitrag von misses_b 08.04.10 - 14:35 Uhr

Hallo hexchen!

Wenn Du schon einen 400,-- € Job ahst, mußt Du dich auf jeden Fall selbst krankenversichern.

Und 6 Abende die Woche tuppern? Da hast Du dir eine Menge vorgenommen!

Auf Dauer ist das heftig, es sei denn, Du mußt Deinen Lebensunterhalt davon bestreiten.

Schraube Deinen 400,-- € Job für 2 Monate runter, probiere es aus und entscheide selber.

Gruß

misses_b

Beitrag von giftzwerg01 08.04.10 - 15:12 Uhr

Hallo!

Ich habe schon 2x für jeweils ein halbes Jahr getuppert. Mein großes Problem war, Buchungen zusammenzubekommen. Mein Bekanntenkreis ist nicht soo groß und ich bin für sowas dann vielleicht auch nicht hartnäckig genug.

Von daher habe ich nur so 1-2 x im Monat getuppert. Pro Abend habe ich durchschnittlich 100 EUR (ich meine, das waren 24% vom Umsatz) verdient, die habe ich aber meistens schon ausgegeben für Muster (die Start-Tasche und immer die aktuellen Angebote), für Gast- und Gastgebergeschenke (die Beraterinnen werden an den Kosten beteiligt), für Benzin (wöchentlich zu den Meetings, zusätzlich Gruppenabende, Ware holen, Ware zu den Gastgebern bringen) und Telefonkosten.

Letztendlich blieb (außer viiiel Tupperware) nichts übrig. Einen Stundenlohn darf man da nicht ausrechnen. Es ist nicht nur die Vorführung, sondern Schulungen, Meetings, Bestellungen schreiben, Ware packen... Den Aufwand darf man nicht unterschätzen.

Es rentiert sich nur, wenn man mindestens 2x die Woche tuppert (meine persönliche Meinung). Und dafür muss man eben erstmal Gastgeber finden!

Trotzdem hat es Spaß gemacht, du kannst ja auch nichts verlieren, probiere es einfach aus.

Aber bedenke, dass du auch Gewerbe anmelden musst und dem Finanzamt auch eine EÜR abliefern musst, wenn du dabei bleibst. Alles andere wäre Schwarzarbeit, das wird von Tupper aber gerne verschwiegen...

LG

Beitrag von yamyam74 08.04.10 - 16:37 Uhr

Bei 6 Abende im Monat tuppern, verdienst Du gar nichts.
Rechne mal pro Party zwischen 80 und 300 Euro. Die Partys, auf denen Du für 500 Euro und mehr verkaufst sind sehr sehr selten.
Also nimm einfach mal 150 Euro pro Party und das mal 6.
Du bekommst pro Party vom Umsatz 25% Prozent Provision.
Und die 25% bekommst Du erst, wenn Du Deine Tuppertasche "abgetuppert" hast. Heißt: Erstmal wird Deine Provision solange einbehalten, bis der Betrag Deiner Tuppertasche abgegolten ist.

Beitrag von yamyam74 08.04.10 - 16:41 Uhr

Also ich sage nichts gegen Tupper... ich liebe Tupper und mache auch Partys mehrmals im Jahr, wenn es gute Angebote und Gastgebergeschenke gibt. Ich finde Tupper toll, aber als Job... neee.

Was auch viele Kundinnen nicht gut finden, dass es das Gastgebergeschenk jetzt erst ab 100 Euro Umsatz gibt. Es passiert auch ganz oft, das man eben nicht 100 Euro Umsatz erreicht. Manchmal hat man mit vielen Gästen wenig und mit wenig Gästen viel Umsatz.
Die Kundin hat die Arbeit, die Gäste, das Aufräumen und bekommt dann das Geschenk nicht, wenn die 100 Euro nicht erreicht wurden.

Beitrag von misses_b 08.04.10 - 17:08 Uhr

Hallo!

Deine Angaben sind überholt/falsch!

Es gibt 24% Provision (25% gab es nie)

Und seit einiger Zeit wird ab der Startparty die Hälfte der Provision ausgezahlt und die Hälfte einbehalten.;-)

Gruß

misses_b

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