Burn Out als nur Hausfrau und Mutter?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von mausmadam 08.04.10 - 10:58 Uhr

Kann man als nur Hausfrau und Mutter auch ein "Burn Out" bekommen?
Woran erkennt man das?
Wie geht man dann vor?
Wo bekommt man Hilfe?
Danke schon mal für die Antworten.

Beitrag von nicole1508 08.04.10 - 11:08 Uhr

Stellst du diese Frage für dich oder weil es dich Interresiert?
Wenn es um dich geht,wie geht es dir denn?
Wie fühlst du dich,warum denkst du,du könntest das haben???

Beitrag von klimperklumperelfe 08.04.10 - 11:08 Uhr

Klar, geht das!

Wenn man den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat als den Haushalt zu machen und die Kinder zu bespaßen dann würde mir auch die Decke auf den Kopf fallen. Man muss doch auch mal was für sich tun. Damit meine ich nicht Wellness oder diese tollen Dinge, sondern ne andere sinnvolle Aufgabe: Schule, Studium, Arbeit...nicht nur Dreck wegmachen eben.

Ich denke man merkt es daran,wenn man kraftlos, schnell gereizt, unglücklich und traurig ist. Und wenn das lange so sein sollte, würde ich einen Arzt aufsuchen.

Beitrag von mel1983 08.04.10 - 11:10 Uhr

Ja, natürlich geht das.

Selbst wenn manche Männer da wohl anderer Meinung sind ala "du hast doch keinen Stress", "du hast doch Freizeit, wat willste denn" und so weiter.

Grüße

Beitrag von andreag1302 08.04.10 - 11:11 Uhr

Klar kann man das auch dann bekommen.
Geh zum Hausarzt sag ihm wie es dir geht,er sagt dir wo du dich hinwenden kannst.

Alles Gute

Beitrag von mansojo 08.04.10 - 11:17 Uhr

einen Burn out kann jeder und jede bekommen

genau wie jede andere Krankheit auch

wende Dich an Deinen Hausarzt

Lg und gute Besserung

Beitrag von mausmadam 08.04.10 - 11:20 Uhr

Ja, ich frage für mich.

Danke für die Antworten.

Wie ich mich fühle?

Wenn ich aufstehe und laufe, habe ich das Gefühl, keine Kraft in den Beinen zu haben. Ich bin leider sehr gereizt, heule viel, schaffe meinen Haushalt mit Mühe und Not und nicht einmal gut, kann mich zu nichts aufraffen. Mir ist Dauerübel, habe Kopfschmerzen, Schwindel.

Meine Zwillinge sind so anstrengend momentan, der Junge ist sogar ein richtiges Schreikind.

Ich habe alles durch.... Er will einfach nur auf dem Arm und rumgetragen werden, dann ist er ruhig und brabbelt. Sobald er liegt, schreit er, aber richtig laut.
Das Mädel ist ruhiger, dafür Spuckkind. Gestern habe ich sie viermal umgezogen, das Bettchen mehrmals bezogen, einmal hat sie sich UND ihr Brüderchen vollgebrochen. So geht das jeden Tag. Junge brüllt wie abgestochen, Mädel kotzt dauernd. Die Große ist voll in der Trotzphase.
Vorgestern hatte meine Mutter angeboten, die Kinder zu nehmen, damit mich mich ausruhen kann, aber auch da haben sie nur geschrien und meine Mutter meinte, sie würden schon fast terrorisieren. Sie fühlt sich nicht in der Lage, sie nochmals länger aufzupassen. Meine S-Mutter geht arbeiten, auch sie findet beide anstrengend.
Mein Mann ist die ganze Woche weg, auch nachts.
Ich stehe mit den 3 kleinen Kindern, Haushalt, Garten, Behörden, Arztterminen etc allem alleine da.

Ich hab das Gefühl, dass nicht mehr zu schaffen. :-(

Beitrag von nicole1508 08.04.10 - 11:33 Uhr

Oje
das hört sich nicht gut an,und du brauchst dringend Hilfe
und vor allem gehörst du zum Arzt,denn wenn er dich "krankschreibt"hast du Anspruch auf eine Hilfe im Haushalt,usw.
Ich fühle echt mit dir denn ich fühlte mich bis vor kurzem auch so,nur bei mir war es mein Körper der nicht mehr wollte,er hat es durch Schmerzen ausgedrückt das Ende ist.
Ich hab keine Kinder aber bis vor kurzem noch fast 250std im Monat gearbeitet und nicht gemerkt wie aufeinmal die Substanz weg war,aber dann fing es an mit Rückenproblemen die nicht erklärbar waren,mal war es ne Entzündung dann ne Boreliose,
Ich bin in Behandlung bei einem sehr guten Psychologen und das empfehle ich dir auch denn ALLEINE kommst du da nicht mehr raus.
UND deine Gereiztheit schlägt sich auf deine Kinder wieder sie merken das MAMA am Ende ist und zeigen es auch..Ich hoffe das es dir bald besser geht,wenn du reden magst schreib mich einfach an

ganz liebe Grüsse
Nicole

Beitrag von germany 08.04.10 - 19:01 Uhr

Also erstmal bist du nicht NUR Hausfrau und Mutter. Das ist dein Job und zwar Vollzeit 24std. am Tag nur das du keine Annerkennung und keinen Lohn dafür bekommst.

Hausfrau und Mutter sein ist.- finde ich zumindest ein verdammt anstrengender und nervenzerrender Job.

Ich hab grad meine beiden Nichten da (5 und 7) und dazu meinen Sohn (5), dann meine bedien riesigen Hunde, meine Ratten und die Vögel und die Hausarbeit macht mich grad irre!

Ich muss seit die hier sind, durchgehend waschen und trocknen, mehrmals täglich Geschirr spülen, ständig Brote schmieren udn Tee kochen, saugen usw.

Wenn ich 3 Kinder hätte, hätte ich mindestens 2 Waschmaschienen und eine Spülmaschiene!


Ich kann dich total verstehen und wenn du hier in der Nähe wohnen würdest, würde ich sagen dads du deinen Kinder einpacken sollst und ich würde sie die nächsten Stunden abnehmen. Ich kann Stress ganz gut vertragen;-)

Aber da das leider nicht so ist, gebe ich dir den Rat dich an das Jugendamt zu wenden. keine Angst die nehmen keine Kinder weg. Sag denen was los ist und das du eine Haushaltshilfe oder Tagesmutter brauchts die dir wenigstens die Kids ein paar mal in der Woche ab nimmt.


Und dann lässt du dir vond einem hausarzt eine Überweisung zu einem Psychologen geben, der dich evtl. in eine stationäre Therapie überweisen kann, damit du endlich mal zur Ruhe kommst, denn dein Zusatnd hört sichs elbst für mich als leihen nicht gut an.


Mir fing es auch sehr schlecht, jetzt war ich beim Psychologen und nehme Opipramol. Mir geht es dadurch etwas besser und wenn ich mein Fachabi geschafft habe, dann werde ich die stationäre Therapie in Angriff nehmen.



Ich wünsche dir alles Gute und ich ziehe den Hut vor dir, das du noch nicht das Handtuch geworfen hast und gesagt hast das die ihre Kram alleine machen sollen.#liebdrueck



lG germany

Beitrag von mausmadam 08.04.10 - 11:22 Uhr

Ich komm ja nicht einmal bis zum Arzt.
Wenn ich daran denke, alle 3 Kinder fertig machen, mich fertig machen, zum Arzt fahren, mit 3 Kindern warten ... da wird mir schlecht........
Und Telefonsprechstunde macht er nicht. Ich hab schon angerufen und darum gebeten, aber das macht er nicht.
Beim gyn war ich seit der Geburt nicht einmal.
Ich finde es schon anstrengend, die ganzen Termine mit den Kindern wahrzunehmen, mein Junge ist ja leider nicht gesund auf die Welt gekommen.
Ich müsste selber auch dringend zum Arzt, aber komm zu nichts und keiner will die Kinder längere Zeit mehr aufpassen

Beitrag von sassi31 08.04.10 - 11:47 Uhr

Geht dein ältestes Kind schon in den Kindergarten? Ist es möglich, dir einen Babysitter zu nehmen? Vielleicht ein junges Mädel, die an zwei oder drei Nachmittagen mit deiner Großen spielt?
Wenn deine Mama nicht auf alle drei Kinder aufpassen mag, kann sie dann nicht wenigstens mal ein Kind nehmen? Oder dir im Haushalt helfen?

Ich würde mich erkundigen, unter welchen Voraussetzungen du eine Haushaltshilfe bekommen kannst.

Beitrag von lisasimpson 08.04.10 - 12:41 Uhr

Hallo!

Such dir DRINGEND Hilfe!
Wende dich ans Jugendamt und bite um "hilfe zur Erziehung" schaut gemeinsam, was das richtige für euch wäre. Sicher würde es euch alle ngut tun, wenn der große gut betreut im Kindergarten wäre und du für die beiden kleinen ein, zwei mal die woche jemanden hättest, der sie dir abnimmt und dich entlastet.
Das würde ich einfordern.
Du hast ein Recht auf diese Hilfe- wollen sie dich abwimmeln (wegen geldnot der jugendämter leider häufig der fall), dann bleib dran und schau, daß du die hilfe bekommst, die ihr braucht und die euch zusteht!

In dieser zeit könntest du dann etwas für dich tun. eine therapeutische Unterstützung wäre gut.

Wie wärs denn wenn du die zwillinge ein mal die woche teilst und Mutter und schwiegermutter je einen davon übergibst, so daß jeder der beiden sich eben nur um ein baby kümmern muß und du trotzdem ein bißchen zeit hast.

Wie kannst du am wochenende mal kraft tanken? spann deinen mann ein, der dann einen tag die kinder übernehmen sol, daß du mal etwas zeit für dich hast-
aber ganz wichtig: laß dich durchchecken, laß dich gut untersuchen und daraufhin behandeln


lisasimpson

Beitrag von mausmadam 08.04.10 - 13:31 Uhr

danke für die antwort

babys aufteilen bedeutet erst mal 60 km durch die gegend fahren und das ganze am abend nochmal zurück
s-mu hat leider kein führerschein

die große geht in den kiga, jeden vormittag

ich hab bei meinem neurologen schon bitte bitte gemacht, aber er sagt, ich müsse ca 1 jahr auf einen therapieplatz warten. 1 jahr!!!!

was soll das jugendamt denn machen? wenn die sehen, dass ich im moment überfordert bin, nehmen sie mir die kinder weg :-(

Beitrag von lisasimpson 08.04.10 - 14:23 Uhr

Hallo!

Ok.- das mit den eltern/ schwiegerelten ist dan nwohl schweirig

ne ambulante therapie kannst du bei jedem Psychotherapeuten beginnen.
1-2 mal die woche würde dir schon gut tun (zumindest besser als gar nichts:)

Das Jugendamt wird nen teufel tun- die müssen sparen wo´s nur geht. Daher werden sie dir die geringste hilfe anbieten- und du solltest drum kämpfen AUSREICHEND Hilfe zu bekommen. Ne familienhelferin, z.B.
diese könnte so ein, zwei mal die woche (wenn nötig auch häufiger) kommen und dich entlasten.
das wäre absolut notwendig und sowohl für dich gut als auch für die Kinder

Also klemm dich hinter, ruf dort an und klär das ab, was die dir anbieten können!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von miau2 08.04.10 - 13:16 Uhr

Hi,
mir fallen da spontan zwei (zurückliegende, mag jetzt nicht auf Quellensuche gehen) Berichte aus der FAZ oder FAS ein...

In dem einen wurde von Fachleuten gesagt, dass ein ziemlich großer Teil derer, die selbst oder deren Ärzte zu der Diagnose "Burn out" kommen eigentlich an Depressionen leiden. Nur ist Burn Out zur derartigen Modediagnose "verkommen", dass es wohl häufig vorschnell zu dieser Diagnose kommt und die wahre Krankheit dahinter nicht erkannt wird.

Und das kann natürlich JEDEN betreffen.

Der andere Artikel hat sich allgemein mit Ursachen und Symptomen beschäftigt...und da ist nichts drin, was ich nicht auch bei "nur" Hausfrauen und Müttern für möglich halte.

Lt. dem Artikel ist ein ganz wesentlicher Mit-Grund für Burnout fehlende Anerkennung (oder das Empfinden, keine Anerkennung zu bekommen...das können ja zwei verschiedene Dinge sein). Und, mal ganz ehrlich, allzu viel offen ausgesprochene Anerkennung erhalten Hausfrauen nicht gerade, oder? Allein das Wörtchen "nur" vor "Hausfrau und Mutter" sagt doch schon ziemlich viel aus.

Und Streß und auch evtl. Überlastung haben viele ja mehr als genug...damit hätte man drei ganz wichtige "Risikofaktoren", auch wenn man "nur" Hausfrau ist.

Symptome spuckt google sicher mehr als reichlich aus, zu finden sind auch einige "Selbsttests", die ich allerdings mit Vorsicht genießen würde.

Ansprechpartner sollte erst mal der Hausarzt sein, hinter den Symptomen kann ja auch eine körperliche Erkrankung stecken.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von lisamey 08.04.10 - 16:05 Uhr

Hallo,

also nur Hausfrau und nur Mutter?????

Ich mach das jetzt seit wieder 4 Jahren sonst war ich auch Mutter habe Haushalt und Job gemeistert und ich muss sagen Hausfrau und Mutter sind eines der schwersten und anstrengendsten Jobs die ich so kenne, weil sie einfach nicht berechenbar sind....

Also ich denke das gibt es natürlich ja

Lg Lieschen

Beitrag von schnullabagge 08.04.10 - 22:55 Uhr

Hallo!
Als NUR Hausfrau und Mutter?
Überleg mal was du alles machst den ganzen Tag! Sicher nicht nur Dämchen drehen...
Der Hausarzt kann dir helfen, als erste Anlaufstelle, wenn du dich ausgelaugt, traurig, müde und genervt fühlst.
Freiräume schaffen, Kur (da lernt man so etwas wieder), kurzfristig können Medikamente helfen.

Du bist 24h im Einsatz hat mir mein Arzt gesagt.

Und so ist es tatsächlich...

Gute Besserung!
LG Steffi