Kopfschmerzen simulieren...

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Beitrag von nani-78 08.04.10 - 17:41 Uhr

Hallo

ich habe mal eine Frage,da ich etwas ratlos bin,wie man damit in Zukunft umgeht,bzw soll ich mit der Klassenlehrerin reden?Oder doch noch nicht?

Also,es ist folgendes passiert:
Mein Sohn wird im April 8J,und hat bisher noch NIE irgendetwas vorgespielt,oder vorgetäuscht,krank zu sein oder dergleichen.
Wenn er wegen Kopfschmerzen letztes Jahr nach Hause mußte,war es auch so,da er auch Fieber dazu hatte,es ging ihm damals also wirklich schlecht.
Heute aber bekam ich schon um 8.40Uhr einen Anruf vom Sozialpädagogen der Schule(bei ihm können die Kinder sich melden bei Problemen,Konflickten,aber auch bei Krankheit).
Er sagte mir also,dass mein Sohn Amir arge Kopfschmerzen hat,und gab mir dann auch Amir ans Tel.
Dann kam Amir nach Hause.Ich fragte nach,was wie wann los war,denn zu Hause war ja nichts los.
Er sagte,recht überzeugend(das Talent überhaupt so gut zu lügen hat er vom Papa,darum fällt mir erkennen von Lügen auch sehr schwer),dass er auf dem Weg nach oben plötzlich Kopfweh bekam.Als ich ihn fragte,ob die Klasse wieder aufgeteilt wurde,und wo,weil seine Lehrerin krank ist,sagte er was von "ja,aber ich weiß nicht,ich war nicht oben.Ich traf auf Herrn G.(er wird bei Krankheit von Eltern angerufen,und er geht von Klasse zu Klasse und klärt,ob sonst alle Schüler anwesend sind),und dieser schickte mich zu Herrn W.Darum war ich nicht in der Klasse."
Ich glaubte ihm das,und damit war die Sache erstmal geklärt für mich.Auch wenn sein doch recht guter Zustand mich skeptisch sein ließen,aber auf Anfrage,völlig in Ruhe,ohne Druck und angstmachen unsererseits blieb er bei seiner Version.Ich dachte also,die Kopfschmerzen waren vielleicht weniger,aber zumindest vorhanden.
Später jedoch rief Herr W.noch einmal an,sagte,dass Amir sich hätte wenigstens bei der Lehrerin,wo er aufgeteilt war,hätte abmelden sollen,da sie wie verrückt nach ihm suchte!
Als ich ihm das erzählte,ihn ermahnte,da sie sonst die Polizei gerufen hätten,platze es aus ihm herraus,er weinte und gestand folgendes:
"OK Mama,ich sag dir jetzt die wirklich richtige Wahrheit...
Ich war in der Klasse(#schock,denn er erzählte es ja total anders),und wir wurden aufgeteilt.
Ich wollte aber nicht aufgeteilt werden,da dort die Kinder immer so laut sind.Ich dachte nach,und hatte Angst vor Kopfschmerzen."
Da also ist er einfach zu Herrn W.gegangen,hat sich nicht abgemeldet,und erfand die Sache mit den Kopfschmerzen.

Ich begreife das alles nicht,denn das ist ja nichtmals das erste Mal,dass die Kinder bei Krankheit der KL aufgeteilt werden,und er hat nie Probleme gehabt.Na zumindest nie was gesagt.Ich fragte ihn auch noch,ob irgendwas ein wichtiger Grund ist,dass er nicht wollte,ob er noch andere Probleme hätte?Hat er aber nicht.
Wir haben ihm,zusammen mit Papa,immer wieder gesagt,wie schlimm solche Lügen sind,was die Folgen sind und sein können.Und dass man so das Vertrauen verliert,und ihm dann im echten Krankheitsfall ewt nicht mehr glaubt:-(

Nun brauche ich einen Rat.
Soll ich den Vorfall erstmal mit seiner KL besprechen?
Oder nicht?Oder mit wehm anders?
Ich möchte auf der einen Seite nicht,dass er grundsetzlich als Simulant abgestempelt wird.Auf der anderen Seite könnte es wichtig sein,dass sie es dort wissen,damit geklärt werden kann,warum er so bei Aufteilungen reagiert.
Was also würdet ihr also nun tun?

Sorry,mega-lang geworden,nur macht mir das Sorgen,a)die Ursache,und b)diese große Phantasie und das mit fast 8!!#schock

Beitrag von ja-frager 08.04.10 - 19:53 Uhr

ich denke, ich würde ihm den rücken stärken und sagen, ja, es war daneben zu lügen und das nächste mal soll er gleich erzählen, wenn ihn etwas stört, ihr findet dann eine lösung.

bei uns ist es jedenfalls gerade ganz schlimm, wenn ich etwas weiter"tratsche", da flippt meine tochter aus. obwohl es nicht böse gemeint war. deswegen der tipp, lasst die kl erstmal raus, klärt das familienintern und ausnahmsweise entschuldigt ihn, er hat sich eben vergessen abzumelden.

sollte aber eine ausnahme bleiben!

Beitrag von dominiksmami 08.04.10 - 20:11 Uhr

Huhu,

gut zusammengefasst.

Ich denke ich würde versuchen auch so zu reagieren.

Bis jetzt hat mein Sohn das flunkern noch absolut nicht für sich entdeckt und die ein oder zweimal die er es versucht hat, hat er sich innerhalb von Sekunden selbst verraten *g* aber irgendwann wird er es sicher versuchen und dann versuche ich mich an deine Worte zu erinnern, anstatt zu schimpfen.

lg

Andrea

Beitrag von nani-78 08.04.10 - 20:43 Uhr

Dankeschön für eure Antworten,
ja so ähnlich hab ih es mir ja auch gedacht,will ihn nicht
verraten.Was meint ihr,soll ich,sollte er sich weiter unwohl fühlen,mit der KL anders sprechen,dh nicht sagen,was er getan hat(lügen),sondern erwähnen,dass ihm die Aufteilungen zu schaffen machen?Einfach zur Info,dass da etwas nicht gut läuft?
Will ihm falls nötig halt gerne unterstützen,und helfen:-)
Und ja,ich hab ihn nicht einfach nur verurteilt,glaube auch,
dass es "angekommen" ist,dass lügen nicht gut sind.
Danke nochmal für die Meinungen,sie helfen immer:-)