Arge will Nebenkostenabrechnung-aber ich habe keine

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Beitrag von mrs.snoopy 09.04.10 - 07:10 Uhr

Guten Morgen,

mein Lebensgefährte und ich wohnen zusammen mit seinen Eltern in einem Haus.
Mein LG ist momentan arbeitslos und ich habe leider nur einen 400 € Job,daher erhalten wir Zahlungen nach SGB II.

Die Eltern haben das Haus komplett gemietet und uns eine Etage davon untervermietet.
Nun möchte die Arge von mir eine Nebenkostenabrechnung,aber ich habe gar keine.
Die Hauptabrechnung geht an die Hauptmieter und wir zahlen pauschal 100 € Nebenkosten.
Meine Schwiegereltern in spe sind zu 2. und wir zu 5.
Würde man die Kosten korrekt nach qm² Zahl und Personenzahl berechnen,käme ich mit 100 € nicht hin.

Nur wie erkläre ich das nun der Arge ?
Kann meine Vermieterin das einfach in einem Schreiben so quittieren oder was mach ich jetzt ?
Falls es schriftlich geht,wäre ich über Vorschläge ,wie man so etwas formuliert sehr dankbar.

Ich weiß nicht ob ihr jetzt noch mehr Infos braucht,dann bitte fragen :)

LG Heike die jetzt gleich zur Arbeit muss

Beitrag von tve 09.04.10 - 07:56 Uhr

Wie steht es denn im Mietvertrag, der sollte der Arge doch ebenfalls in Kopie vorliegen ?

Theoretisch könnte man wenn man untervermietet an Hand der Abrechnung vom Vermieter ohne weiteres mittels Word und ggfs. einem Heizungsabrechnungsdienst aus dem Internet (Kosten ca. 75 € pro Jahr) eine entsprechende Nebenkostenabrechnung erstellen, Verteilerschlüssel liefert der Hauptvermieter ja netterweise in seiner Abrechnung mit.

Und die Werte der einzelnen Heizkörper müßten ja auch aus der Abrechnung ersichtlich sein.

z.B.:

Wenn die Eltern als 2 Personen nun 700 € für Wasser bezahlen, dann könnten sie in der Abrechnung an Euch diese 700 € Gesamtwasser auf 2 Haushalte umlegen und sind nach Personen anteilig berechnen.

Ergo: für die Schwiegereltern (2 Personen) 200 € für Wasser und für Euch (5 Personen) 500 € für Wasser.

Dinge die auf Mieteinheiten und nicht auf Personen umgelegt sind, wie Müllabfuhr, etc.... , werden dann eben durch 2 geteilt.

Wichtig ist nur, die Mieteinnahmen, die aus dem Untermietvertrag entstehen, sind steuerpflichtige Einnahmen bei den Schwiegereltern.

Der Arge gehts im Moment allerdings um was anderes, der Vermieter ist verpflichtet eine entsprechende Abrechnung zu erstellen, da Ihr jetzt bei den Schwiegereltern lebt, gehen die eh erstmal davon aus, das alles gefaket ist und suchen jetzt nen Weg Euch a.) ans Bein zu pinkeln (am besten mit Leistungsbetrug) und b.) Euch mit all Euren Mietkosten den Schwiegereltern auf die Tasche zu drücken, ggfs. Euch alle inkl. Schwiegereltern als BG zu sehen, d.h. deren Einkommen quasi mit in die Berechnung einfließen zu lassen.

Da kommt man auch nur raus, wenn die Abrechnung entsprechend der Richtlinien erstellt ist, was aber keinerlei Problem ist, dass sollte machbar sein.

Beitrag von mrs.snoopy 09.04.10 - 08:33 Uhr

Hi,

im Mietvertrag steht die Grundmiete und 100 € Nebenkosten,der Mietvertrag liegt der Arge vor.
Was heisst denn die Mieteinnahmen sind steuerpflichtig #schock
wir teilen uns einfach die Hauptmiete.
Wir haben einen normalen Mietvertrag,keine Ahnung ob ein Untermietervertrag was anderes ist.

Die Heizkosten werden separat beim Strom und Gasanbieter bezahlt,sind nicht in den Nebenkosten enthalten.

Meine Eltern wohnen im Erdgeschoss und wir haben eine abgeschlossene Wohnung im 1. OG,da kann man nicht von BG reden,oder sieht die Arge das etwa so ?

Danke schon mal für deine Antwort,meine Frau wird sich heute abend noch mal melden.

Grüsse Th.

Beitrag von zwiebelchen1977 09.04.10 - 08:53 Uhr

Hallo

Natürlich sind Mieteinnahmen Grundsätzlich steuerpflichtig!!!!!!!!!!! Heisst, sie müssen bei der Steuererklärung angegeben werden. Alles andere ist Steuerhinterziehung.

Wie das bei euch ist, weiss ich jetzt nicht.

Bianca

Beitrag von tve 09.04.10 - 10:20 Uhr

Gut, dann will die Arge jetzt also für die 100 € und die Gaskosten ne entsprechende Abrechnung haben von Euch.
Strom ist insofern nur interessant, wegen dem Anteil der zur Betreibung der Gastherme, falls vorhanden, benötigt wird.

Also wo ist dann das Problem ?

Endabrechnung und Liefervertrag vom Gaslieferant dürfte vorhanden sein, Kopie ziehen und der erste Teil ist erledigt.

Oder sind keine 2 Zähler vorhanden ? Weil wenns für beide Wohnungen nur einen Zähler gibt, dann müssen Deine Eltern eben entsprechend eine Rechnung dazu erstellen.

Die restlichen 100 € dürften auch kein Thema sein, wie oben schon beschrieben - Word auf und lostippseln - einfach aus der der Abrechnung des Vermieters Deiner Eltern die Positionen übernehmen und entsprechend auf Euch umlegen.

Jetzt mal meine ganz ehrliche Meinung dazu, ich kann den SB durchaus verstehen, dass er da misstrauisch wird, denn 100 € Nebenkosten bei 5 Personen, sind recht wenig, da würde selbst ich auf nen Fake tippen.

Kenne das Problem, die eignen Eltern wollen einem helfen und nicht zuviel verlangen, legen eher noch was aus der eignen Tasche drauf, aber genau das ist falsch, denn dann versucht die Arge noch mehr Koswten von sich auf sie abzuwälzen.

Die abgeschlossene Wohnung ist soweit okay, wundert mich, dass noch kein Außendienstler da war um die Abschlußtür festzustellen, wird auch immer wieder gerne gemacht.

Zum Thema Steuerpflicht, Mieteinnahmen und das sind die Einnahmen, die Deine Eltern derzeit durch den Mietvertrag mit Euch haben, sind natürlich steuerpflichtig und müssen bei deren Steuererklärung angegeben werden.

Sollten Deine Eltern allerdings schon in Rente sein und keine weiteren Einnahmen (z.B.: Zinseinnahmen und Co.) mehr haben, sollte da auf Grund der Freibeträge kaum was auf sie zukommen von steuerlicher Seite.
Aber dafür gibts Steuerberater, ggfs. kann man auch nen Antrag auf Befreiung von der Steuererklärung stellen, lassen sich die Finanzämter in der Regel drauf ein, wenn sich nichts ändert und mehrere Jahre die Erklärung gemacht wurde, aber keine Steuereinnahmen fürs Amt dabei rausgesprungen ist.

Beitrag von jeremiaskilian 09.04.10 - 13:59 Uhr

Hm... ganz ehrlich! Wenn ihr tatsächlich höhere Nebenkosten wie 100€ habt, dann müsste euch die Arge doch die "Nachzahlung" übernehmen! Verstehe da deine Angst nicht!

Beitrag von sassi31 09.04.10 - 20:00 Uhr

Lass dir von den Eltern deines Lebensgefährten schriftlich geben, dass ihr einen Festbetrag in Höhe von 100 Euro monatlich für die Nebenkosten zahlt. Evtl. reicht das ja aus.