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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 10:53 Uhr

Hallöchen!

Ich benötige mal etwas Hilfe bei einer Bewerbung. Es geht um eine Stelle als Außendienstmitarbeiterin im Vollzugsdienst der Ordnungsbehörde - also Politesse :-)

Hier das Stellenangebot: http://nordhausen.de/rathaus/ausschreibungen_lang.php4?AusNr=8187 (nur zur Info, was dort gefordert wird).

Ich habe eine Ausbildung zur Kffr. f. Bürokommunikation, danach habe ich als Spielhallenaufsicht gearbeitet. Der Vertrag lief genau dann aus, als ich schwanger wurde, dadurch konnte ich dort nicht weiter arbeiten. Ich habe dann einen auf ein Jahr befristeten Vertrag bei einer Zeitarbeitsfirma unterschrieben, habe aber ein Beschäftigungsverbot gehabt. Dezember 09, also während der Elternzeit, ist der Vertrag ausgelaufen.

WIE soll ich DAS denn im Anschreiben formulieren. Ich möchte auf jeden Fall die Ausbildung erwähnen, Ähnliches wird ja in der Stellenausschreibung vorausgesetzt. Auch die Arbeit als Aufsicht find ich selber wichtig, da ich dadurch ja gelernt habe, mit Ruhe und Höflichkeit auf schwere Kunden zu reagieren etc. Aber wie gehe ich dann auf die Zeitarbeitsfirma ein?

Ich habe es bisher so formuliert:


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung im Internet gelesen.

Nach meiner erfolgreichen Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation war ich ein Jahr lang befristet als Spielhallenaufsicht in Nordhausen tätig. Bedingt durch meine Schwangerschaft habe ich zu einer Zeitarbeitsfirma gewechselt.

Durch meine bisherigen Tätigkeiten habe ich gelernt, höflich und dennoch bestimmt auf andere Menschen zuzugehen.
Ich bin außerdem belastbar und flexibel.
Des Weiteren bin ich verantwortungsbewusst und freundlich.

In neue Aufgabenbereiche arbeite ich mich sehr gut und zuverlässig ein.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Irgendwie find ich es jetzt nicht so prickelnd, vllt hat jemand einen Plan wie ich das besser Formulieren kann?

Soll ich Kinderbetreuung erwähnen? Noch irgendwelche Vorschläge?

Und GANZ wichtig für mich:

Wer mag sich dann später die Bewerbung mal komplett ansehen?

VLG

Beitrag von bleibt.geheim 09.04.10 - 13:17 Uhr

Ich würde das unter`n Tisch fallen lassen, ganz ehrlich :-)

Du schreibst im Lebenslauf

Fa. Spielothek, Berlin vom --- bis (und nicht dazu schreiben, als was... ) Das kannst du denen ja dann gerne im persönlichen Gespräch erzählen, wie du dazu gekommen bist und warum du dann zu Zeitarbeit gewechselt bist... So würde ich das handhaben

Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 14:50 Uhr

Okay, Zeitarbeit wurde gestrichen :-)

Danke!

Beitrag von heikeundleon 09.04.10 - 13:33 Uhr

"Nach meiner erfolgreichen Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation war ich ein Jahr lang befristet als Spielhallenaufsicht in Nordhausen tätig."

Das klingt irgendwie blöd. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung steht in doch keinem Verhältnis zu Deiner damals ausgeübten Tätigkeit als Spielhallenaufsicht. Oder verstehe ich das falsch, und Dein Ausbildungsabschluss war die Voraussetzung für diese Einstellung? Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, würde ich zwei Sätze daraus machen.

Die Verbindung zwischen den Eigenschaften einer Spielhallenaufsicht und einer Politesse finde ich aber gut.

Hier mal noch ein Link zum Berufsbild der Politesse, vielleicht kannst Du daraus noch einen Absatz für Deine Bewerbung formulieren:
http://www.jumpforward.de/beruf/15524/Ausbildung-Politesse-Hilfspolizist-(nicht-Beamte).html

Dass Du ein Kind hast, steht im Lebenslauf, darauf würde ich im Anschreiben überhaupt nicht eingehen. Das kannst Du beim Vorstellungsgespräch loswerden. Genauso die Sache mit der Zeitarbeitsfirma, steht im Lebenslauf, evtl. könntest Du darauf angesprochen werden, aber im Anschreiben würde ich es weglassen.

Gruß

Heike

Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 14:52 Uhr

Nein, das beides gehört nicht zusammen, da hast du Recht.

Die Zeitarbeitsfirma hab ich jetzt auch rausgenommen, danke!

Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 15:52 Uhr

Ok ich hab es jetzt mal ganz umformuliert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in ihrem Stellenangebot beschreiben sie eine Arbeitsstelle, die bei mir durch den beschriebenen Aufgabenbereich besonderes Interesse geweckt hat.

Wie sie meinem Lebenslauf entnehmen können habe ich eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation erfolgreich abgeschlossen. Danach war ich für ein Jahr befristet als Spielhallenaufsicht in Nordhausen beschäftigt.

Durch meine bisherigen Tätigkeiten habe ich gelernt, höflich und dennoch bestimmt auf andere Menschen zuzugehen.
Ich bin außerdem belastbar und flexibel.
Des Weiteren bin ich verantwortungsbewusst, freundlich und arbeite sehr gut im Team.

In neue Aufgabenbereiche arbeite ich mich sehr gut und zuverlässig ein.

Gerne überzeuge ich Sie von meinen beruflichen und persönlichen Qualifikationen in einem persönlichen Gespräch.


Ist da ok so?

Und noch was:

"Sollten Sie Interesse an dieser Stelle haben, senden Sie bitte Ihre vollständige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 17. April 2010 unter der Reg.-Nr.: „10.3_06/10“ an die Stadtverwaltung Nordhausen, Hauptamt, SG Personal, Markt 1, 99734 Nordhausen."


Was heißt "unter der Reg.-Nr.? Wo schreib ich die hin? Nur auf dem Umschlag? Auch in die Empfängerzeilen im Anschreiben? In den Betreff???

Beitrag von nele27 09.04.10 - 16:23 Uhr

Hi,

sorry, aber ich finde, in der gesamten Bewerbung steht nichts drin...

Der Einstieg ist öde, alles was sonst drinsteht findet sich auch im Lebenslauf und belastbar und flexibel ist jeder (zumindest würde niemand das Gegenteil behaupten :-)) Ich würde die Bewerbung noch mal komplett umstricken... so landet sie sicher im Müll :-(

Wie wäre es mit

"Durchsetzungsstark sein und dennoch freundlich und höflich zu bleiben - das beschreibt genau meine Persönlichkeit. Deshalb bin ich für den Dienst als XYZ bei der Stadtverwaltung Nordhausen bestens geeignet.

Schon während der Zeit als Spielhallenaufsicht in abc stellte ich diese Charakterzüge unter Beweis. Ich kann zudem eine fundierte Ausbildung in Bürokommunikation vorweisen. Im Büro der Firma xyz zeigte ich in mehreren Projekten, zum Beispie xy, meine Teamfähigkeit und meine Stärke, mich in neue Sachverhalte schnell einzuarbeiten"

Musst nicht alles übernehmen bzw. gern andere Beispiele schreiben - aber so klingt es doch frischer :-)

LG, Nele

Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 16:44 Uhr

oh, das ist ja toll...klingt super! Ich habs eben eher konservativ gelernt und trau mich immer nicht so recht aus dem Trott auszubrechen...gerade beim öffentlichen Dienst.

Wenn du mir jetzt noch sagen kannst wo diese Reg-Nr. hin muss küss ich dir virtuell die Füße ;-)

Beitrag von nele27 09.04.10 - 16:59 Uhr

Leider nein :-( Aber meine Füße sind gerade eh nicht gewaschen #schein

Ich habe mich in dem Stil bei der Kirche beworben - und die Stelle bekommen #huepf Also, einen spießigeren Arbeitgeber gibts ja eigentlich nicht... daher nur Mut!
Du musst Dich auch im öff. Dienst nicht wie im 18. Jahrhundert ausdrücken ;-)

Außerdem finde ich meinen Vorschlag gar nicht soooo revolutionär, es ist eben nicht so verstaubt und in normalem Deutsch, sodass jedem klar wird, was Du von denen willst.
Viele verstecken sich auch hinter verstaubten Formulierungen...

Versuchs einfach mal!
Das Foto würde ich dann ganz konservativ mit Bluse machen und die Schrift schlicht und schnörkellos (Arial oder so).

LG, Nele

Beitrag von lady.vampire 09.04.10 - 17:45 Uhr

Oh na dann hab ich ja Glück gehabt - so gesehen ;-)

Stimmt, wenn die Kirche nicht konservativ ist, dann keiner!

Ich versuche ja immer offen für Neues zu sein, allerdings bin ich in Sachen Kreativität eine Niete, das geb ich auch offen zu.

Foto mit Rüschchen und Blüschen wie meine Oma so schön sagt hab ich sowieso :-)

Ich danke dir ganz herzlich!

Für diese komische Reg-Nr. da werd ich sicher noch einen Extrathread aufmachen müssen, den hier liest sicher kaum noch jemand.

Beitrag von hedda.gabler 09.04.10 - 23:35 Uhr

Guten Abend.

Mir ist es jetzt zu spät, um das Anschreiben tiefgehend zu redigieren ... nur so viel:

Wenn schon als Ansprechpartner eine Frau Doris Schubert angegeben wird, dann sprich sie bitte auch an.

Folgender grundsätzlicher Aufbau:

- Einleitung (und bitte nicht das übliche "Hiermit bewerbe ich mich ...), z.B. wo hat man die Stelle her, warum reizt sie einen, warum kann man sich mit der Arbeit identifizieren und dann kann das klassische "... und hiermit bewerbe ich mich um die ausgeschriebene Stelle als xy). Dein Anfangssatz ist leider auch total öde und 08/15.

Absatz

- Hardskills: Ausbildung und Berufserfahrung und welche fachlichen Fähigkeiten man dort erworben hat, am Besten mit ein, zwei Beispielen füllen. Dass Du durch Schwangerschaft zu einer Zeitarbeitsfirma gewechselt hast, interessiert keinen Menschen ... und klingt sehr nach Puttchen Bramme.

Absatz

- Softskills: Persönliche Stärken, hübsch formuliert, nicht nur aufgezählt, ein, zwei Beispiele (knapper Satz) zu den herausragenden Stärken ... bei ist es jetzt die typische Aufzählung ohne Substanz!

Absatz

- wenn es noch was relevantes gibt und Schlußformel (nicht mit "würde", sondern positiv formulieren, z.B. "Ich freue mich auf eine positive Rückmeldung und ein erstes Kennenlerngespräch mit Ihnen).

Hoffe, ich konnte ein bißchen helfen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lady.vampire 10.04.10 - 10:05 Uhr

"Wenn schon als Ansprechpartner eine Frau Doris Schubert angegeben wird, dann sprich sie bitte auch an."

Du hast vollkommen Recht, ich muss blind sein #klatsch

Und auch für das Übrige vielen lieben Dank!

LG

Beitrag von harald703 28.07.11 - 13:54 Uhr



Hola,

habe mir per Email paar Tipps da geholt:

http://www.servicio.oyla.de

Gruß

Svetljana