Zu oft stillen = Bauchweh?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von maryjane85 09.04.10 - 12:08 Uhr

Hi,

mein Kleiner (fast 7 Wochen) hat oft schon nach 1 - 2 Stunden wieder Hunger.

Der Kinderarzt meinte, es sollen mind. 3 Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen, da das Kind sonst Bauchweh bekommt.
Auch eine Bekannte riet mir, die Mahlzeit zu verzögern, sie meinte, er hat sicher keinen Hunger nach 1 oder 2 Stunden, sondern Bauchschmerzen, und zur Beruhigung würde er eben trinken, wenn ich ihm die Brust anbiete.

Da er auch manchmal beim Trinken anfängt zu weinen, gehe ich davon aus, dass er tatsächlich Bauchweh hat.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Bin mir immer so unsicher, ob es richtig ist, ihn nach kurzer Zeit wieder zu stillen :-(

Beitrag von maikiki31 09.04.10 - 12:15 Uhr

Hey,

Du das kann aber auch ein Schub sein!

Dann wollen die Kleinen auch immer sehr oft trinken und ev. kommt dann noch net soviel. Deine Brust muss sich drauf einstellen...

Klar können die Kleinen auch davon Bauchweh bekommen dann kannst du Anis-Fenchel Tee von Milupa ( ABER UNGESÜSST) in einer Flasche hinzufüttern und hoffen das das Baby wenigstens Löffelweise trinkt.

Ich habe immer dann gestillt wenn mein Sohn wollte.

Manchmal auch stundenweise....hör auf dein Bauchgefühl...
Es müssen keine 3 Stunden vergangen sein....

Ausserdem ist Dein Nubs noch soooo klein.

LG Maike

Beitrag von toseva 09.04.10 - 12:16 Uhr

Hallo,

meine Kleine ist 8 Wochen alt und hat auch ab und zu mit Bauchweh zu tun gehabt. Ihr Bauch war dann auch richtig hart. Der Kinderarzt hat mir dann empfohlen, ihr täglich etwas Tee anzubieten. Seit dem ist es viel besser geworden, auch wenn sie nur ganz wenig davon getrunken hat. Zusätzlich trinke ich selbst auch täglich Fenchel-Anis-Kümmel Tee!

Ich stille sie aber nach wie vor nach Bedarf, auch nach 1 oder 2 Stunden!

LG Silke

Beitrag von nashivadespina 09.04.10 - 12:17 Uhr

am besten den kinderarzt wechseln wenn er solche falschaussagen macht...wenn ers nicht genau weiß soll er dies auch bitte sagen..........deine bekannte hat leider genauso wenig ahnung...

ein stillabstand von 1-2 stunden ist völlig normal und für den verdauungstrackt unbedenklich..da die muttermilch seehr gut verträglich ist. dein baby kann auch mal clustern oder auch mal alle 30minuten kommen..das liegt an wachstumsschüben die normal sind..und die babys gerade im ersten lebensjahr durchleben (müste der kinderarzt eigentlich auch wissen)...weiterhin ist das zwerchfell noch nicht komplett ausgereigt weshalb es in den ersten 4 monaten fast immer bei Babys zu Bauchschmerzen , Blähungen und Spucken kommt.... (müsste der Kinderarzt auch wissen)...
lasse dein Baby oft aufstoßen..auch zwischendurch beim stillen mal wenn er weint deswegen..es kann auch helfen dein Baby häufiger unter aufsicht auf den Bauch zu legen/fliegergriff...oder auch den Bauch deines Babys sanft zu massieren. Probleme mit der Luft im Bauch ist also wirklich normal. Wenn du nur alle 3 Stunden stillen würdest und eine Zeit /einen Zeitabstand vorgibst kannst du sicher sein, dass dies so zum abstillen führt da die Milch so deinem Baby nicht angepasst werden kann. Du musst dein Baby so oft an deiner Brust saugen lassen wie es will...so kann sich die Milchproduktion genau den Bedürfnissen deines Babys anpassen. Ich empfehle dir auch eine Stillberaterin die dir den Rücken stärkt...

www.lalecheliga.de

Beitrag von frierschaf 09.04.10 - 15:30 Uhr

Hallo,

deine Aussagen sind aber auch absoluter Quatsch. Stillen mit Abstand muss absotut NICHT zum abstillen führen. Ich verstehe überhaupt nicht, wie derartiger Blödsinn immer wieder weiter verbreitet wird und damit Müttern ein schlechtes Gewissen gemacht werden, die versuchen, einen gewissen Rhythmus einzuführen. Denn wenn es stimmen würde, hätten frühere Generationen von Müttern schon nach kürzester Zeit nicht mehr stillen können, was aber absolut nicht stimmt. Ich weiß von vielen, die lange und viel ihre Kinder gestillt haben, auch wenn sicher früher oft schon bei Kleinigkeiten abgestillt wurde.
Ich hätte nach deiner Aussage auch nicht 7 Monate voll stillen können - und mein kleiner Schatz hängt mit seinen 11 Monaten immer noch 3 mal täglich an meiner Brust. Aber bei meinem kleinen Schatz war das viele gerühmte "Stillen nach Bedarf" eine absolute Katastrophe, weil er nur noch geschrieen hat. Er konnte nicht richtig trinken und nicht richtig schlafen - ein Teufelskreislauf. Als ich dann 2 Stunden Abstand eingehalten habe, wurde alles viel besser. Zu den Mahlzeiten konnte er sich dann den Bauch richtig voll schlagen. Und ich hatte und habe Milch bis zum abwinken.
Also, überlege dir bitte, welche vollmundigen Aussagen du in den Mund nimmst.

LG
frierschaf

Beitrag von majasophia 09.04.10 - 20:54 Uhr

schließe mich an, dein beitrag ist absoluter quatsch

wieso denkt ihr denn immer, dass ihr schlauer als jede hebamme und jeder kinderarzt seid???

zu viel stillen kann bauchweh machen und es gibt viele mütter, die bei jedem weinen des babys die brust auspacken und stillen, obwohl andere maßnahmen in dem moment vielleicht sinnvoller wären; ende vom lied ist dann, das schnell abgestillt wird, da das baby bauchweh kriegt und alle stunde angelegt werden muss...

natürlich gibts babys die grade nen wachstumsschub haben und clustern, aber keine 7 wochen am stück jeden tag!

also erst denken und dann schreiben!

Beitrag von lienschi 09.04.10 - 12:20 Uhr

huhu,

verallgemeinern kann man das so nicht.

Es gibt schon Babys, die wohl Bauchweh davon bekommen, wenn frische und angedaute Milch im Magen zusammenkommen.

Aber ich denke die Mehrheit der Babys, die nach Bedarf gestillt werden und somit in den Wachstumsschüben auch mal ne zeitlang nen 1-2-Stunden-Rhythmus haben, vertragen das gut. Und andere wiederum trinken nur alle 4 Stunden und haben trotzdem Bauchweh.

Vielleicht hat Dein Kleiner nicht wirklich Hunger, sondern nur ein starkes Nuckelbedürfnis. Das könnte auch erklären, warum er beim Stillen manchmal weint... er will vielleicht nur nuckeln, und dann kommt aber Milch, die er gar nicht wollte.

Hast Du´s schonmal mit nem Schnuller versucht?

Grundsätzlich ist das Stillen-nach-Bedarf-Prinzip das richtige... auch wenn´s mal ne zeitlang alle 1-2 Stunden anlegen bedeutet.

lg, Caro

Beitrag von jumarie1982 09.04.10 - 12:21 Uhr

Hallo!

Ein ganz klares NEIN!
"Zu häufig" gibt's beim Stillen nicht und Bauchweh kann nie von der Muttermilch kommen.

Das ist ein uraltes Ammenmärchen.

Und Tee hat sowieso in nem vollgestillten Kind nix zu suchen.
Den kannst höchstens du trinken ;-)

Lies mal hier:
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=60120

Nett sind auch die Ammenmärchen zum Thema Stillen auf rabeneltern:
http://www.rabeneltern.org/stillen/ammenmae/ammenmaerchen.shtml#e

LG
Jumarie

Beitrag von perserkater 09.04.10 - 12:42 Uhr

Hallo

Wie die anderen schon schrieben. Dein Arzt hat einfach nicht recht.

Muttermilch ist nach 90 Minuten komplett verdaut. Da ist doch klar, wenn der Magen nach 2 Stunden Hunger hat. Meine Tochter hatte 8 Monate lang einen Stillabstand von 2 Stunden.

Egal ob 3 Stunden oder 5 Minuten. Stillen darfst du dein Baby immer wenn es danach verlangt. Es ist auch ganz simple, wenns Baby weint lege ich immer erst mal an. Wenn es keinen Hunger hat trinkt es auch nicht. So kann ich das zumindest ausschließen.
Beim stillen gibt es kein Zuviel, kein zu oft oder ständig. Stillen geht immer!

LG

Beitrag von lissi83 09.04.10 - 13:43 Uhr

Dein Kinderarzt#klatsch

Gerade wenn man stillt sollte man das voll und ganz nach Bedarf des Kindes machen und keine Zwangspause zwischen den Mahlzeiten einhalten! Stillen ist nicht nur hunger sondern auch durst...und jaaaaa, dient auch zur Beruhigung!

Dass dein Kind gut gedeiht, kann nur dadurch gewährleistet sein, dass du dich auf dein Baby verlässt und stillst wenn es möchte! Angebot und Nachfrage kann nur so funktionieren!

lg

Beitrag von frierschaf 09.04.10 - 15:41 Uhr

Hallo,

also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gewisser Abstand zwischen den Mahlzeiten gut ist, aber nicht 3 Stunden, sondern 2 Stunden, da so die vorhergehende Mahlzeit wirklich verdaut ist (auch wenn es jetzt sicher wieder Leute gibt, die mich dafür steinigen). Am Anfang habe ich auch gedacht, dass ich bei jeden kleinen Stillsignal stillen sollte und hatte nach 1 Tag ein Dauerschreibaby mit Kolliken im Megaformat. Und weil er Bauchschmerzen hatte, wollte er immer wieder an die Brust und bekam davon wieder Bauchschmerzen. Es war wie ein Teufelskreislauf. Ich habe dann auf Raten meiner Hebamme (die eine Ausbildung bei einer Stillberaterin gemacht hat) den Abstand eingeführt und es wurde besser. Außerdem habe ich meinem Kleinen vor jeder Mahlzeit Sab Simplex gegen die Kolliken gegeben. Wenn er dazwischen geweint hat, habe ich ihm den Nuckel gegeben und überhaupt viel Nähe. Das hat geholfen. Von Tee würde ich dir abraten. Trink den lieber selbst, dann bekommt ihn auch dein Baby.
Ich denke, du solltest ausprobieren, was dir und deinem Baby am besten bekommt, ob Abstand einhalten oder das sogenannte Stillen nach Bedarf. 3 Stunden Abstand ist aber auf jeden Fall zu lang bei einem so kleinen Baby.

LG
frierschaf

Beitrag von widowwadman 09.04.10 - 20:42 Uhr

Der Kinderarzt hat keine Ahnung. Muttermilch wird sehr schnell verdaut, so dass der Bedarf dementsprechend haeufig und gross ist. Stillabstaende kuenstlich verlaengern bedeutet das Kind Hungern zu lassen und ausserdem bringst du damit deine Milchproduktion durcheinander.

Beitrag von dritzi 10.04.10 - 08:28 Uhr

Hallo,
also bei meiner Tochter war es damals genauso. Sie war immer am Schreien und ich dachte sie hat hunger. War aber nicht so. Sie hatte Bauchweh.
Als ich dann nämlich den Stillabstand auf 2 Stunden verlängert habe, ging es ihr gut und sie hatte nur noch selten mit Bauchschmerzen zu tun.
Ist halt jedes Baby anders!
Probiers doch mal aus.

LG Tanja