Vorstellungsgespräch und gleich nach Urlaub fragen?

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Beitrag von kris86 09.04.10 - 12:14 Uhr

Hallo!

Ich bin seit 01.03.10 in einem befristeten Arbeitsverhältnis, es ist ne Teilzeitstelle, bei der ich auch in Schichten arbeiten gehe (WE und Feiertage auch).

Die Arbeit an sich macht mir Spaß, aber die Schichten sind doof, habe auch ein Kleinkind zu hause.

Gleich am ersten Tag hatte ich Urlaub beantragt für 3 Wochen, weil die Kinderkrippe im Sommer geschlossen ist. Der Urlaub wurde mir genehmigt und wir haben einen Urlaubsplatz an der Ostsee gebucht.

Nun habe ich mich aber noch weiter beworben, weil wie gesagt, ich lieber Vollzeit und ohne Schichten arbeiten gehen möcht.

Am Montag habe ich nun ein Vorstellungsgespräch. Die Firma sucht eine Bürokauffrau zum 01.05.10.

Hatte mich erst riesig gefreut, dann aber fiel mir das mit dem Urlaub ein und jetzt bin ich total verunsichert. Kann ich denen das beim Gespräch gleich sagen, dass ich die 3 Wochen dringend brauch oder macht man das nicht? Ist das unhöflich?

War schon jemand mal in einer ähnlich Sotuation und kann mir von Erfahrungen berichten?

Danke schonmal!!

LG
Kristin

Beitrag von biene81 09.04.10 - 12:18 Uhr

Was heisst unhoeflich?
Was, wenn sie Dir sagen, dass DU den Urlaub nicht haben kannst? Nimmst Du dann den Job nicht an oder laesst Du den Urlaub sausen? Danach wuerde ich mich richten.
Hier ist es Gott sei Dank normal dass die potenziellen AG einem bei einem Vorstellungsgespraech gleich fragen ob man schon Urlaub gebucht hat, etc.

LG

Biene

Beitrag von knutschka 09.04.10 - 12:25 Uhr

Hallo,

ich kann das auch nur aus der Mama-Perspektive beurteilen. Aber ich denke, dass eine offizielle Schließzeit des Kindergartens schon rechtfertigen würde, wenn du gleich an dieser Stelle nach möglichem Urlaub fragst. Was nützt es dir, wenn du die Stelle antrittst und dann niemand auf dein Kind aufpassen kann?

Lg Berna

Beitrag von bleibt.geheim 09.04.10 - 12:50 Uhr

Hallo Kristin,

ich würde erstmal gar nichts sagen.

Es sei denn, die fragen dich, wie du dein Kind unterbringst, wenn der KIGA Ferien hat.

Beitrag von luc224 09.04.10 - 13:04 Uhr

Sei einfach ehrlich.
Sag dass es dir super unangenehm ist aber der Kindergarten eben diese Ferien macht und du den Urlaub brauchst.
So ist es nun mal und nicht zu ändern.
Ich würd es vorher ansprechen sonst stehst du nachher da.
Wenn der neue AG selber Kinder hat wird er es verstehen...
Viel Glück!#klee

Beitrag von ayshe 09.04.10 - 13:11 Uhr

hallo,

ich hatte auch schon mal urlaub gebucht als ich mich beworben hatte und es im gespräch auch gleich gesagt.
ich hatte dann meinen urlaub auch in defr probezeit bekommen ;-)

wie der AG reagiert, kann aber sicher recht unterschiedlich sein.


aber wenn du nichts sagst, den job bekommst, was dann?
dann lieber gleich die sache regeln.

Beitrag von kruemlschen 09.04.10 - 13:26 Uhr

Hallo,

also mir persönlich wäre ein neuer Job wichtiger als der Urlaub.

Insofern würde ich beim 1. Vorstellungsgespräch schonmal gar nichts vom geplanten Urlaub sagen.

Das würde ich dann machen wenn ich die mündliche Zusage bekomme, so nach dem Motto "da ist noch was, was ich noch ansprechen muss"

Warum sollte man einem potentiellen AG bei dem man sein 1. Kennen lernen hat bereits vom geplanten Urlaub erzählen? Du weißt doch noch gar nicht ob der Dich evtl. haben will oder nicht.

Falls mir der Job dann wirklich zusagt und der Urlaub aber nicht genehmigt werden würde, dann würde ich Mann und Kind alleine los schicken, so doof das auch ist, aber bei mir hat der Job Priorität.

Gruß Krüml

Beitrag von wuestenblume86 09.04.10 - 13:34 Uhr

Entschuldige bitte, aber kannst du nicht lesen? #zitter Der Kiga ihrer Tochter macht Urlaub und daher muss sie ihr Kind betreuen und nutzt die Zeit eben dann für einen Urlaub!

Ich würde es in einem Vorstellungsgespräch ansprechen und eben sagen, dass ich diesen Urlaub brauche, da eben der Kiga in der Zeit geschlossen ist. Die Arbeitgeber haben dafür in den allermeißten Fällen verständnis und wenn nicht, würde ICH mir generell Gedanken machen, ob dass mein zukünftiger Arbeitgeber sein sollte, denn es kann immer mal was sein mit den Kindern!

Beitrag von kruemlschen 09.04.10 - 13:43 Uhr

Entschuldige bitte, aber bevor Du anderen Leuten unterstellst, dass sie nicht lesen können solltest Du vllt. mal selbst richtig lesen lernen, denn ich schrieb:
"Falls mir der Job dann wirklich zusagt und der Urlaub aber nicht genehmigt werden würde, dann würde ich Mann und Kind alleine los schicken, so doof das auch ist, aber bei mir hat der Job Priorität."


Beitrag von ayshe 09.04.10 - 13:49 Uhr

und wieviele jahre würdest du sie allein losschicken?
was, wenn der mann auch keinen urlaub bekommt oder nehmen kann oder jemand AE ist...?

und würdest du auch unkosten für eine rückbuchung so in kauf nehmen, ohne überhaupt versucht zu haben, es zu umgehen?
ich nicht, einen versuch ist es wert.

Beitrag von kruemlschen 09.04.10 - 13:59 Uhr

Meine Güte, wir reden hier von einem VORSTELLUNGSGESPRÄCH!

Weißt Du was das ist? Ein ERSTES Kennenlernen! Das ist keine Einstellungsgespräch -> DANN kann ich sowas wie den Urlaub ansprechen!

Wenn der Mann keinen Urlaub nehmen könnte, warum schreibt die TE dann, dass sie den gemeinsamen Urlaub bereits gebucht haben?
Wenn nur eine Person am gebuchten Urlaub nicht teilnimmt, dann beschränken sich die Stornokosten meist auf ein Mindestmaß!

Was Du immer überall hineininterpretierst, da kann ich echt nur den Kopf schütteln.

Beitrag von ayshe 09.04.10 - 14:18 Uhr

sicher, aber am ende des gespräches und bei thema "einstellungstermin" sollte man gleich die karten auf den tisch legen und nicht erst hinterher mit so einer überraschung aufwarten, meine meinung.
das fände ich eher unfair.


ich habe gar nichts interpretiert und mich auch gar nicht auf die Te bezogen, sondern nur ein paar "mögliche" fälle genannt #aha

Beitrag von kruemlschen 09.04.10 - 14:25 Uhr

Deine "möglichen Fälle" haben rein gar nichts mit dem Ausgangspost zu tun und einzig und allein darauf habe ich mich bezogen.

Wenn man direkt beim 1. Vorstellungsgespräch nach einem geplanten Urlaub gefragt wird, ist es selbstverständlich, dass man nicht lügt wenn das Thema aber nicht zur Sprache kommt würde ich das beim 1. Gespräch nicht erwähnen, denn wenn der potentielle AG nach dem 1. Gespräch 2 gleichwertige potentielle AN zur Auswahl hätte, was glaubst Du wen er dann zum 2. Gespräch einladen würde, den mit dem geplanten Urlaub, oder den ohne? #aha

Beitrag von mabo02 09.04.10 - 14:46 Uhr

Mit Kind würde ich immer eine Reiserücktrittsversicherung mitbuchen.
Da weiss man nie was kommt...

Beitrag von king.with.deckchair 09.04.10 - 16:31 Uhr

"Weißt Du was das ist? Ein ERSTES Kennenlernen! Das ist keine Einstellungsgespräch -> DANN kann ich sowas wie den Urlaub ansprechen"

Das - und den Rest - sehe ich ganz genauso.

LG
Ch.

Beitrag von ayshe 09.04.10 - 13:47 Uhr

eben, sonst kann sie sich nämlich gleich eine betreuung für das kind suchen.
außerdem gibt es immer wieder ferien,, sommer, weihnachten...
es ist ein generelles thema.

Beitrag von mabo02 09.04.10 - 14:26 Uhr

Du unser KiGa macht auch immer in den Ferien Urlaub.
Da bekomme ich aber keinen..

Wir müssen auch immer anders disponieren und schauen wie wir das machen...

Beitrag von hellokittyfan-07 10.04.10 - 08:45 Uhr

bei uns wird immer einen ausweichkita angeboten die in den 3 wochen offen hat. man muss sich aber rechtszeitig anmelden
lg.

Beitrag von king.with.deckchair 09.04.10 - 16:28 Uhr

#pro

Beitrag von kris86 10.04.10 - 11:24 Uhr

Hallo,

es ist so, dass die Krippe ab dem 12.07. bis 23.07. geschlossen ist. Für die erste Woche der Schließung haben wir die Oma als Babysitter angeheuert. Ab der zweiten Woche habe ich Urlaub, da sind wir dann auch zu Hause.

Ab dem 26.07. hat mein Mann für 2 Wochen Betriensferien (er arbeitet in Leipzig bei Porsche, die machen das dort generell so) und in diesen 2 Wochen haben wir den Urlaub gebucht.

Sollten meine Vorstellungen von dem Job erfüllt werden, der AG mich wollen, mir aber keinen Urlaub genehmigen, werde ich natürlich meinen Mann und die Kleine allein in die Ferien schicken, ganz klar. Ich will den beiden ja auch die Freude nicht verderben.

Mir ging es nur um die Frage, ob es unhöflich wäre, gleich nach Urlaub zu fragen.

Ich möchte ja dem potenziellen AG nichts vormachen und gleich mit offenen Karten spielen. Darum gings mir.

LG

Beitrag von ayshe 10.04.10 - 11:27 Uhr

##
Ich möchte ja dem potenziellen AG nichts vormachen und gleich mit offenen Karten spielen. Darum gings mir.
##
das ist nämlich genau das, was ich auch denke.

Beitrag von bebbelchen 09.04.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

wenn die Dich haben wollen, dann stellen sie Dich auch ein, obwohl Du schon Urlaub beantragt hast!

Hab das auch schon hinter mir. Ich war zum Vorstellungsgespräch für meine jetzige Stelle, die ab 1. September ausgeschrieben war. Ich hatte aber ab 5. Setember 2 Wochen Urlaub (schon lange vorher) gebucht. Das hab ich dann beim ersten Termin gleich angesprochen (mit dem eigentlichen Hintergedanken, dass ich erst zum 1. Oktober die Stelle antreten kann).

Ich wurde trotzdem ab 1. September eingestellt, habe drei Tage (!!!!!) gearbeitet und bin dann 2 Wochen in den Urlaub geflogen.

Grüße
b.

Beitrag von ayshe 09.04.10 - 14:16 Uhr

ja, so ähnlich lief es bei mir auch schon.

Beitrag von amory 09.04.10 - 16:24 Uhr

Hallo,

ich hatte mal einen ähnlichen fall, der eintrittstermin in die neue stelle hatte sich (ohne mein verschulden) um einen monat nach hinten verschoben, ich habe das erst im vorstellungsgespräch erfahren. zwei wochen nach meinem start waren die krippenferien. ich habe das dann einfach gesat und bin dabei offen geblieben, so nach dem motto: wenn das klappt mache ich den urlaub, wenn die stelle daran hängt, blase ich ihn ab.

war kein problem, ich habe den job bekommen.

wobei ich finde, drei wochen sind schon ziemlich lang. die würde ich in jedem fall verkürzen wenn möglich.
kann mir kaum vorstellen ,dass dich ein ag so lange weglässt, wenn du gerade eingearbeitet bist, noch dazu in der hauptfreienzeit...

gruß, amory

Beitrag von hedda.gabler 09.04.10 - 23:26 Uhr

Hallo.

Ich denke, dass es da ganz auf den Arbeitgeber ankommt ...

Ich habe ein Jobangebot bekommen (Sales & Marketing Assistent/Assistentin der Geschäftsführung ... im klassischen Sinne, also kein Sekretärinnen-Job, sondern nah am Chef auf seiner Ebene), als ich in einem anderen Job war ... konnte mir also leisten "hoch zu pokern".

Schon bei der ersten Anfrage habe ich gesagt, dass ich nur halbtags kann.
Kein Problem.
Im Bewerbungsgespräch habe ich gleich gesagt, dass ich um Ostern ein paar Tage frei brauche (weil meine Tagesmutter Urlaub hat) und dass im Sommer nicht nur meine Tagesmutter Urlaub hat, sondern meine Kleine auch in den Kindergarten eingewöhnt werden muss.
Kein Problem.
Einige Passagen, was den flexiblen Arbeitseinsatz an unterschiedlichen Standorten und selbstverständliche Überstunden anbelangt, wollte ich aus dem Arbeitsvertrag gestrichen haben ... ich mache immer gerne alles möglich, kann es aber nicht versprechen.
Kein Problem.
Und ein paar Urlaubstage mehr wollte ich auch.
Kein Problem.

Und nein, ich habe mit meinem zukünftigen Chef nicht geschlafen;-)

Wie gesagt, dadurch dass ich eigentlich einen Job hatte, konnte ich hoch pokern und da mein Chef mich anscheinend unbedingt wollte, hat das alles zusammengepasst.

Schlussendlich habe ich um Ostern übrigens nicht frei genommen, sondern meine Kleine für ein, zwei Stunden mit ins Büro genommen (um an den Meetings teilzunehmen) und ansonsten Home-Office gemacht ... so weiß mein Chef schon mal, dass ich das auch im Sommer irgendwie hinbekomme.

Wenn Dir an Deinem alten Job nichts liegt und Du den neuen unbedingt haben möchtest, würde ich an Deiner Stelle auf gar keinen Fall was sagen ... und ganz zu Not, Mann und Kind alleine losschicken, falls Du dann keinen Urlaub bekommen kannst (im nächsten Jahr sieht es ja sicher anders aus) ... wenn Du die Qual der Wahl zwischen zwei Jobs hast, so wie ich, musst Du es halt riskieren.

Gruß von der Hedda.

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