Hundeexperten, Verhaltensfrage

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von monica1980 09.04.10 - 12:17 Uhr

Wir haben 2 Golden Hündinnen Mutter und Tochter. Die Mutter gehört mir und ist auch sehr auf mich fixiert und die Tochter meinem Mann.
Nun ist es so das sie Abends bei uns im Schlafzimmer schlafen. Die Mutter neben meinem Bett im Körbchen und die Tochter hat ihr Körbchen neben dem Bett meines Mannes.
Seltsamerweise schläft mein Hund aber so gut wie nie in ihrem Körbchen sondern legt sich immer auf der Seite meines Mannes auf den Boden.
Seit einiger Zeit schläft mein Mann aber unter der Woche nicht mehr bei uns und seidem zieht mein Hund es vor allein im Wohnraum eine Etage tiefer zu schlafen und Abends nicht mit hoch zu kommen.

Könnt ihr mir das vielleicht erklären??

Moni

Beitrag von pizza-hawaii 09.04.10 - 12:23 Uhr

Ich kann mir nicht mal "mein Hund, sein Hund" erklären #kratz Seid Ihr denn keine Familie?

Ich würde dem nicht so viel Beachtung schenken!

pizza

Beitrag von monica1980 09.04.10 - 15:21 Uhr

jeder halt halt seinen Hund den er selber erzogen hat. Mein Mann nimmt seinen z.B. auch oft mit zur Arbeit.
Trotzdem kann man eine Familie sein.

Moni

Beitrag von pizza-hawaii 09.04.10 - 18:30 Uhr

Für mich sind Tiere Familienmitglieder, da gibt es halt nicht Dein und Mein!

pizza

Beitrag von abigale09 09.04.10 - 12:33 Uhr

Juhu*

So wie sich das für mich anhört ist es folgendermaßen!

Deine Mutterhündin sit stark auf dich fixiert, weil sie denkt,dass sie dich beschützen muss - du bist quasi ihr Welpe auf den sie immer aufpassen muss!

Dein Mann ist anscheinen der offensichtlich Chef im Haus - das er nicht so oft da ist kommt dem noch zu Gute, so kann er keine kleinen Fehler in der Hundeerziehung machen!

Deine Hündin sieht also deinen Mann als Rudelchef an und akzeptiert dies sogar... vor seinem Bett liegend ist sie also am sichersten!

Wenn er nicht da ist, muss jemand anderes aufs Haus aufpassen und da DU das ja nicht sein kannst, weil du der Welpe bist muss sie das halt machen!!!

Sie denkt das das ihre Aufgab ist - diese Aufgabe musst du ihr unbedingt wieder abnehmen, damit sie merkt das DU auf die Hunde aupasst und nicht umgekehrt!


Ist jetzt vielleicht alles ein bissl schwer zu verstehen - aber du musst das ganze mal aus Hundesicht betrachten!!!

Nimm deinem Hund die Aufgabe ab indem du z.B. darauf achtest das sie nicht auf dem Flur, vor der Haustür liegt oder von wo aus auch immer man eure Haustür beobachtet.
Türen im Haus müssen immer geschlossen werden - wenn der Hund gerade in einem Zimmer ist wo die Tür zu ist ist das kein Problem - Ein Hund er sich nicht verpflichtet fühlt aufs Haus aufzupassen hat damit keine Probleme. Der Hund weiß durch diese "Eingrenzungen" das er nicht der Rudelführer ist und seine Menschen alles im Griff haben.

Es ist Stress für einen Hund der sich verantwortlich fühlt - er muss von dieser Last befreit werden und soll einfach nur Hund sein dürfen!

Freut sich deine Hündin z.B. immer dolle wenn du mal nicht da warst und wieder kommst - dann ist das oft gar keine Freude sondern als Tadeln zu verstehen - sie springt an die hoch - wedelt wild mit de, Schwanz oder macht sogar Geräusche!!! Das ist dann keine Freude mehr - sie sagt zu dir: Hey Mann wieso bist du ohne mich gegangen, so kann ich doch nicht auf dich aufpassen!!!


Naja es gibt viele Beispiele für Missverständisse zwischen Menschen und Hunden!

Es kann aber auch etwas ganz anderes sein - es war nur eine Vermutung von mir auf deinen Text!

ich wünsch dir viel Glück bei der Fehlersuche* ;-)
Du hast eine tolle Hündin!!!

LG Abby#hund

Beitrag von pizza-hawaii 09.04.10 - 14:07 Uhr

Ich kann Deiner Theorie zwar folgen, muss dem aber widersprechen.

Ich glaube nicht das ein Hund sich zu dem Menschen legt bei dem er sich am sichersten fühlt und ich glaube auch nicht das er einen erwachsenen Menschen als Welpen sieht.

Unser Hund akzeptiert meinen Mann als Rudelchef, das kann man deutlich sehen, dennoch liegt er IMMER bei mir, er geht mit mir ins Bett (er liegt dann davor) und steht auch erst mit mir auf.
Wenn mein Mann nachts nicht da ist, liegt er immer noch neben mir, er folgt mir aber nicht wenn ich aufstehe um z.B. den Kleinen zu füttern, müsste er ja tun wenn er uns beschützen wollte.

Er liegt nie vor der Haustür oder ähnliches, auch wenn mein Mann nicht da ist.

Mein Mann betüddelt ihn übrigens viel mehr als ich ;-)

Ich weiss nicht was er in mir sieht, er hört auf's Wort (meistens), meint aber trotzdem mich verteidigen zu müssen wenn wir mit Kind (nur dann) unterwegs sind. Würde er mich als Welpen sehen, dann würde er nicht auf mich hören, würde den Weg vorgeben, etc., macht er aber nicht.

Die Last von einem Hund zu nehmen auf das Haus aufzupassen würde ich nur bei einem Hund machen der damit wirklich überfordert ist. Schliesslich halte ich mir ja einen Hund damit er anschlägt wenn etwas passiert, unser kann das auch hervorragend vom Schlafzimmer aus und fühlt sich damit sicherlich nicht überfordert.

pizza

Beitrag von abigale09 09.04.10 - 14:18 Uhr

Hi Pizza*

der Sachverhalt den ich geschildert habe bezog sich NUR auf Moni - wie es bei dir zu HAuse abgeht weiß ich nicht aber du darfst das von mir geschriebene auf keinen Fall auf dich beziehen... wie kommst du überhaupt darauf???

LG Abby#hund

Beitrag von pizza-hawaii 09.04.10 - 14:28 Uhr

Na Hunde verhalten sich doch nach einem Muster, also müsste die Theorie doch auch auf meinen Hund anzuwenden sein.

#gruebel

pizza

Beitrag von abigale09 09.04.10 - 14:33 Uhr

Neee neee nee - das musst du gleich mal aus deinem Kopf streichen* ;-)

Jeder Hund ist komplett anders - genau wie wir Menschen!

Bei euch scheint wirklich geklärt zu sein das ihr beide also dein Mann und du das sagen habt und die Hunde akzeptieren das und fühlen sich vollkommen wohl - das finde ich schön, dann habt ihr nämlich alles richtig gemacht*

Aber es gibt halt so viele unterschiedliche Charaktere - da kann immer mal sowas sein wie bei Moni!

Ich finde es toll das Moni das Verhalten ihres Hundes auch aufgefallen ist - denn es ist ja nichts schlimmes und viele Menschen hätten das gar nicht bemerkt oder sich dafür in interessiert was in ihrem Hund vorhgeht wenn er wie im Fall von Moni nicht mit ins SChlafzimmer kommt wenn "Papa" nicht da ist!

Ich finde es immer toll wenn Menschen sowas bemerken und nicht erst tätig werden wenn der Hund plötzlich aggressiv oder extrem ängstlich wird!

Also Mädels* lernt Hundisch!!!

LG eure Abby#hund

Beitrag von le-cochon 09.04.10 - 15:57 Uhr

"viele Menschen hätten das gar nicht bemerkt oder sich dafür in interessiert was in ihrem Hund vorhgeht wenn er wie im Fall von Moni nicht mit ins Schlafzimmer kommt wenn "Papa" nicht da ist! "

Klingt ja alles recht logisch, was du in Deinen Postings schreibst und ist sicher auch im Großen und Ganzen nicht falsch, aber dass der Hund nicht mit im Schlafzimmer schläft, wenn "einer" aus dem Rudel fehlt, ist ein ziemlich normales Verhalten und einfach aus dem Rudeltier Hund erklärbar.
Unsere kleine und auch schon recht alte Hündin macht das genauso, sie wartet dann im Flur sehnsüchtig, wann das fehlende Mitglied endlich wieder auftaucht, und das macht sie unabhängig davon, ob nun Herrchen oder Frauchen gerade aushäusig sind ;-)

Und die Sache mit der großen Wiedersehensfreude, die Deiner Meinung nach meist gar keine ist, halte ich auch für etwas fragwürdig.
Ich habe auch schon "flüchtig bekannte" Hunde erlebt, die sich in dieser Weise "freuten", wenn ich in ihrem Reich mal wieder auftauchte und das macht deine These doch zumindest ein wenig fragwürdig.

Beitrag von monica1980 09.04.10 - 15:24 Uhr

danke für deine Antwort aber ich denke da steckt was anderes hinter.
Wenn sie denken würde sie müsste uns beschützen dann würde sie sich ja nicht allein unten ins Büro legen während wir alle oben schlafen.
Außerdem sind beide Hunde sehr gut erzogen und hören aufs Wort. Die Rangfolge ist bei uns sehr gut geklärt.

Moni

Beitrag von abigale09 09.04.10 - 12:49 Uhr

Sorry für die vielen Schreibfehler* hab so schnell geschrieben!

Achja wir Frauen - wir meinen es immer nur so gut mit unseren Hunden und wollen alles richtig machen.... dabei passieren laufend fehler!

Männer sehen das alles nicht so eng und betüddeln den Hund auch nicht so und wir wundern uns dann wieso der Hund sich beim Herrchen sicherer fühlt!

Beitrag von zabou70 09.04.10 - 16:33 Uhr

Hallo,
also der Meinung meiner Vorschreiberin, daß sie dich als Welpe sieht, muß ich widersprechen. Das glaube ich nicht.
Ich würde ihr Verhalten viel eher mit einer Art "Kontrolle" beschreiben. (Aber nicht als "böse" gemeinte Kontrolle, und auch nicht als die Kontrolle der Mutter über ihren Welpen!).
Liegt sie unten im Flur, bekommt sie besser mit, wenn dein Mann zurückkommt. Und dort würde sie auch mitkriegen, wenn du aufstehst und weggehen würdest.
Und da dein Mann offenbar öfter weg ist als du, ist es ihr eben wichtig, mitzukriegen, wenn er zurückkommt.
Und wenn er dann da ist, bleibt sie vielleicht deshalb in seiner Nähe, weil sie weiß, daß er der erste ist, der wieder geht.
Wäre allerdings auch noch wichtig, zu wissen, wo die Schlafzimmertür ist - vielleicht näher an der Bettseite deines Mannes?
Jedenfalls sieht es irgendwie auch nach einem ganz normales Rudelverhalten aus: Am liebsten ist es ihr, wenn alle zusammen sind.
Meine Meinung.
LG,
Zabou 70.

Beitrag von monica1980 09.04.10 - 18:24 Uhr

danke für deine Antwort. Das klingt wirklich gar nicht schlecht und könnte hinkommen.
Die Schlafzimmertür liegt eigentlich gegenüber von ihrem Körbchen. Wenn sie also bei meinem Mann auf dem Boden schläft kann sie die Tür nicht mehr sehen.
Wenn sie unten schläft liegt sie im Büro und die Tür der unten Wohnung ist dann zu (eigentlich bewohnen wir 2 Wohnungen aber wir haben sie einfach in Wohn und Schlafräume unterteilt)
Aber trotz geschlossener Tür würde sie es natürlich besser mitbekommen.
Dazu kommt vielleicht noch das sie Angst vor Wind hat und es oben öfter mal zieht. Aber das allein hätte ja nicht erklärt das es halt von meinem Mann abhängig ist ob sie oben oder unten schläft.

moni

Beitrag von abigale09 09.04.10 - 18:54 Uhr

Genau Kontrolle - das ist das passende Wort und genau das was ich versuchte zu beschreiben!!!

Aber gut letztendlich kann man anhand eines so kurzen Textes auch nicht genau beschreiben, geschweige denn erkennen was da mit dem Hund los ist!

Jetzt erfahre ich - die Hündin hat Angst vor Wind - das bestärkt meine These noch mehr!

Aber egal - um genau sagen zu können was in dem Hund vorgeht müsste man sich das ganze vor Ort anschauen!

Von außen kann mans eh nicht genau sagen!

Wenn du wirklich nicht weiterkommst - dann lade dir einen Hundeerziehungsberater nach HAuse ein... der wirds dir in 0,nix sagen können!

Viel Erfolg
Abby#hund