Job& Kinder & Haushalt: Wie stressig ist es wirklich???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von anro 09.04.10 - 13:32 Uhr

Hallöchen,

wir haben 2 Kinder (bald 5 und 3). Ich bin seit der 1.Geburt zu Hause, kümmere mich komplett um den Haushalt und die Kinder.

Noch habe ich 1 Jahr Erziehungsurlaub. Danach besteht bei mir die Möglichkeit mich zu Beurlauben (bin Lehrerin)

Nun gab es bei uns über Ostern in der Verwandschaft eine heiße Diskussion wie es denn so für die Familie als ganzes, die Kinder, die Partnerschaft, die Frau ist, wenn Frau wieder arbeiten geht.

Meine Schwägerinnen stöhnten ganz schön. Sie arbeiten höchstens 16 Std/ Woche (als Arzthelferin), würden aber wenn es ginge lieber nur Hausfrau bleiben.
Ihre Kinder sind allesamt schon Schulkinder.
Sie bemängelten, dass sie kaum mehr nur Zeit für sich hättten, Dauermüde wären, ihr Haushalt würde liegen bleiben...

Mir rieten sie komplett ab, wieder arbeiten zu gehen, da ich null Unterstützung von meinem Mann habe ( er arbeitet wirklich sehr sehr viel, würde es schon zeitlich garnicht schaffen, die Kinder in den KiGa zu bringen, einzukaufen,....)

Dann habe ich auch Freunde, die meinen eine Teilzeitstelle ist locker zu machen.
Ich muss vl noch dazu sagen, dass bei mir als Lehrer ja nicht nur die Unterrichtszeiten in der Schule gelten, sondern ich noch viel Zeit mit vor- und nachbereiten verbringen werde.

Wie siehts bei euch aus?

Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr es euch aussuchen könntet?

Was hat sich für die Familie geändert seitdem ihr arbeiten geht?

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass eine Teilzeitstelle so stressig werden kann, wenn die Kinder größer sind und vormittags sowieso außer Haus sind. Oder irre ich mich da?
Man braucht doch nicht 5 Vormittage in der Woche um den Haushalt zu schmeißen.

LG und schönes WE

Beitrag von kathy04 09.04.10 - 13:42 Uhr

hallo!
ich kann es mir aussuchen und meine vollzeitstelle besteht darin, den haushalt, die kids, den garten zu meistern. damit bin ich voll ausgelastet. meine beiden sind 5 & 3 jahre alt und meine elternzeit geht auch noch 1 jahr. bis auf weiteres werde ich nicht extern arbeiten gehen, weil ich es a) finanziell nicht muss und b) so zufrieden bin, wie es ist (mein mann und die kinder auch).
sollte irgendwann der superjob kommen, werde ich teilzeit (400 euro oder 2 - 3 vormittage) extern arbeiten gehen (wenn die kids in der schule sind), wenn nicht, dann nicht.
ich könnte es mir momentan nicht vorstellen, nebenher extern zu arbeiten.
vg
kathy

Beitrag von ichclaudia 09.04.10 - 13:49 Uhr

Hallo,

ich kann jetzt nur mal berichten, wie es bei uns so ist, mein Mann hilft auch relativ wenig im Haushalt, weil er im Schnitt 55 Stunden/Woche arbeitet..

Ich selbst arbeite "nur" 16 Stunden/Woche vormittags (Mo-Do, Freitags = frei). Mein Sohn geht zu der Zeit in den Kindergarten, nächstes Jahr in die Schule. Und ja, ich empfinde es als stressig.

Morgens steh ich um 06.00 Uhr auf, um dann das Essen/Trinken für Mann und Kind zu packen, dann dusche ich, dann mache ich das Kind fertig (zähne nachputzen etc.), während mein Mann duscht, decke ich den Frühstückstisch. Um 07.00 Uhr wird gefrühstückt, um 07.30 Uhr fährt mein Mann zur Arbeit und ich fahre das Kind in den Kindergarten, wo wir im NOrmalfall um 07.45 Uhr sind und ich sofort zur Arbeit "weiterhetzen" muss, weil ich um 08.15 Uhr Dienstbeginn habe, aber noch 15 Kilometer mit dem Auto zurücklegen muss...meistens wird es ganz schön knapp...Um 12.15 Uhr habe ich dann Feierabend und fahre wieder zum Kindergarten, um meinen Sohn dort gegen 13.00 Uhr (manchmal auch ein wenig später) abzuholen. Dann fahre ich gemeinsam mit meinem Sohn frische Lebensmittel (Gemüse, Fisch, Fleisch etc.) einkaufen um anschließend zu Hause mit Sohnemann zu kochen. Mittagessen mit meinem Sohn ist dann meist so gegen 14.30 Uhr. Anschließend liegt bei meinem Sohn meistens irgend etwas an. Entweder er hat Schwimmkurs (Dienstags) oder geht zum Handball-Training (Donnerstags) oder er ist einfach nur verabredet. Überall dort muss ich ihn mit Auto hinfahren, die 45 Minuten warten, während er trainiert und zurückfahren, so dass wir meist so gegen 17.00 Uhr zu Haus sind. Dann spiele ich noch mit meinem Sohn oder wir gehen auf den Spielplatz oder fahren Fahrrad bis ca. 19.00 Uhr. Dann bereite ich das Abendessen für meinen Sohn vor und er wird "bettfertig" gemacht. Um 20.00 Uhr kommt dann mein Mann nach Hause und bringt Sohnemann ins Bett, während der Zeit mache ich das Abendessen für meinen Mann fertig.

ABER: Bis Jetzt, sprich 20.00 Uhr habe ich NIX im Haushalt gemacht, keine Wäsche, kein Putzen, kein Bügeln, keine Gartenarbeit kein gar NIX, damit beginne ich jetzt !!! Feierabend meist so gegen 22.00 Uhr, dann unterhalte ich mich noch 30 Minuten mit meinem MAnn, um dann ins Bett zu fallen. Für mich habe ich bis dahin im Normalfall nichts gemacht. Kein Kino, kein kurzes Telefonat mit meiner Freundin - einfach Null.

Alles größere mache ich freitags, an meinem eigentlich freien Tag, wie z.B. Fenster putzen, mal mit einer Freundin zusammen frühstücken gehen, ins Solarium, zum Friseur, Arzttermine etc....

Wenn ich es mir alles aussuchen könnte, würde ich so etwa die HÄlfte arbeiten, von dem was ich jetzt tue, also ca. 8 Stunden/Woche auf 400,00 €-Basis....

ABER ich arbeite gern !!

LG

Beitrag von bille2000 09.04.10 - 14:03 Uhr

Hallo,

ich glaube das hängt ein wenig damit zu tun, wie "belastend" man seinen Job findet oder ob man ihn gerne macht.

Für mich ist mein Job sehr wichtig und es macht mir viel Spaß. Ich könnte mir nciht vorstellen nur zu Hause zu sein, mir würde da schnell die Decke auf den Kopf fallen.

Ich arbeite 25 Stunden die Woche (Mo-Fr) und das sieht so aus: 7.30 anziehen, fertig machen um 8.30 Uhr los zum Kiga und danach zur Arbeit. Zwischen 16 und 17 Uhr hole ich meine Tochter dann wieder ab.Noch etwas spielen, Abendbrot essen und um 20 Hur schläft sie. Danach mahce ich nicht mehr viel, eigenlcih nur die Wäsche und ein wenig aufräumen. Freitags habe ich frei und mache entweder Großkampftag im Haus (so wie heute) oder gehe auch mal shoppen in die Stadt, zum Friseur etc. Um 14.30 hole ich meine Maus dann ab und wir machen noch was schönes.

Klar bleibt im Haushalt viel liegen, ich habe aber auch nicht den Ansprch, daß hier alles pikobello sein muss. Alle 14 Tage kommt eine Putzfrau und macht Grundreinigung.

Wenn man nicht so viel zu Hause ist, wird auch nicht so viel dreckig und weniger zu essen braucht man auch.

Klar ich habe nicht so viel Zeit mit meiner Tochter zu Nachmitaggs-Aktivitäten wie Sport etc. zu fahren. Aber sie machen viel im Kindergarten und ich denke das reicht auch.

Die Umstellung von komplett zu Hause auf wieder arbeiten gehen ist bestimmt schwer. Du musst halt Deine Ansprüche an den Haushalt reduzieren. Aber gerade als Lehrerin ist es glaube ich sehr relaxt. Du arbeitest nur vormittags und kannst Korrekturen auch mal abends auf der Couch machen. Ich würde mich da nciht abschrecken lassen!

Lg,

Bille

Beitrag von pollerkermit 09.04.10 - 14:08 Uhr

Schwere Frage,
ich denke, dass ist wirklich eine Typfrage.
Ich habe nie wirklich aufgehört zu arbeiten (bin Beamtin), weil mir mein Job Spaß macht und ich etwas "für mich" machen kann. Nach der Geburt meiner Tochter habe ich dank der Unterstützung der Eltern 16 Std./Wo. gearbeitet. Dann kam unsere Nr. 2 und es sollte so weitergehen...leider ist meine Mutter erkrankt und nicht mehr belastbar, so dass ich auf reduzieren mußte auf einen 8 Stunden/Wo. ich arbeite also garde nur einen Tag pro Woche, die Große (4) ist im KiGa, der Kleine (1,5 Jahre) bei meinen Eltern.
Es fällt mir schwer, es mir selber einzugestehen, aber in naher Zukunft werde ich meine Arbeitszeit nicht erhöhen können. Gerade sind Ferien und meine Große ist nicht betreut, also müssen meine Eltern ran, obwohl sie mit der Situation, zwei Kinder zu betreuen, echt überfordert sind....das gleiche gilt für Krankheitszeiten....und meine Kinder sind irgendwie dauerkrank. Hätte ich die Tage noch frei nehmen müssen, an denen einer der beiden Krank war, wäre ich wohl gar nicht zur Arbeit gekommen.

Ich selber bin ehr Perfektionistisch veranlagt, und habe den Eindruck, nur noch halbe Sachen machen zu können. Auf der Arbeit werde ich nicht fertig, da ich die Große aus dem Kindergarten abholen muss und die Arbeit einfach nicht zu Ende bringen kann, meinen Eltern gegenüber habe ich permanent ein schlchtes Gewissen, weil sie immer wieder einspringen müssen (obwohl sie sagen, sie machen es gerne), zu hause bleibt viel liegen, die Kinder müssen an den Arbeitstagen auf manches verzichten (letzte Woche war ein Kindergeburtstag an meinem Arbeitstag, da konnte meine Maus nicht hin, denn es gab niemanden, der sie hätte bringen und abholen können, also musste sie im KiGa bleiben). ich bin also immer hin- und hergerissen und bekommen zunehmend das Gefühl, dass mich die Arbeit, die mir doch so wichtig war, noch zusätzlich runterzieht und mir nicht mehr Energie bringt, die ich mir erhofft hatte. trotzdem füllt es mich auch nicht aus, "nur" Mutter zu sein.

Du siehst, alles schwierig, andere machen das mit Links und bei mir scheint es keine befriedigende Lösung zu geben, mal ganz zu schweige davon, dass ich sowieso komplett auf der Strecke bleibe.

Gott sei dank brauchen wir das Geld nicht, so dass ich nicht gezwungen bin zu arbeiten. Alles nicht so leicht...

Viel Glück bei Deiner Entscheidung...

Doro

Beitrag von ichclaudia 09.04.10 - 14:21 Uhr

Kann dir nur zustimmen. Es ist sehr schwer allen gerecht zu werden und sich selbst dabei nicht zu vergessen.

Allerdings wäre das nur zu Hause bleiben, für mich auch keine Option.

LG

Beitrag von brittipelinda 09.04.10 - 14:56 Uhr

Hallo,
ja du hast Recht es ist wirklich eine schwere Frage.
Ich kann dir nur sagen wie es bei mir ist. Also ich habe zwei Jungs 24 und fast 4 Jahre. Der Große wohnt schon nicht mehr zu Hause ABER hat auch schon Familie mit Kind. Sie verbringen auch noch viel Zeit am We bei uns.
Und ich gehen seit der Kleine 1 Jahre ist erst 30 Stunden und seit er 3 Jahre voll arbeiten. Wir haben "nebenbei" noch ein Haus gebaut und mein Mann ist selbständig und auch viel unterwegs.
Im Nachhinein betrachtet frage ich mich manchmal auch wie das alles so klappt auf Dauer. Ich gehe morgen -wenn alle schlafen- um 5.45 aus dem Haus und mein Mann bringt den Kleinen dann in die Kita, damit ich um 15.30 Feierabend machen kann und er nicht so lange in der Kita ist. Dann hetze ich auch nach Hause üblicher Ablauf wie bei allen anderen auch. Um 22.00 falle ich dann auch buchstäblich um!
Wenn ich es schaffe nebenbei noch Putzen oder Waschen ansonsten geht es am Wochenende einen Tag komplett drauf dafür.
Aber auch ich muss sagen ich gehe gern arbeiten (mittlerweile im Büro) und mir macht mein Job auch Spass.
Mit dem Großen war es genauso. Immer voll gearbeitet damals sogar noch im rollenden Schichtsystem mit Wochenende u.s.w. als Erzieherin.
Schließlich wächst das Geld nicht auf Bäumen grins.
Und mein Mann unterstützt aber auch wo er kann. Geht auch zwischendurch mal einkaufen. Und ja es gibt auch Wochen in denen wir uns nur am Telefon sprechen und ansonsten nur Schlafend sehen. Ist halt so. Ganz wie man es gewohnt ist.
Sicherlich beneide ich auch manchmal die Muttis die zu Haus sein können. Aber bei mir war ehrlich gesagt nach einem Jahr Kind,Haushalt,Familie ausschließlich der Wunsch nach Berufsleben richtig groß. endlich wieder mal was anderes als Windel,Windel, Windeln.
lieben Gruß Britta und Ole-Oscar

PS: achso und seit 4 Wochen haben wir auch noch einen Hund

Beitrag von brittipelinda 09.04.10 - 15:03 Uhr

Hallo,
ja du hast Recht es ist wirklich eine schwere Frage.
Ich kann dir nur sagen wie es bei mir ist. Also ich habe zwei Jungs 24 und fast 4 Jahre. Der Große wohnt schon nicht mehr zu Hause ABER hat auch schon Familie mit Kind. Sie verbringen viel Zeit am We bei uns. :-D
Und ich gehen seit der Kleine 1 Jahre ist erst 30 Stunden und seit er 3 Jahre ist wieder voll arbeiten. #zitter
Wir haben "nebenbei" noch ein Haus gebaut. #schwitz
Mein Mann ist selbständig und viel unterwegs.
Im Nachhinein betrachtet frage ich mich manchmal auch wie das alles so klappt auf Dauer. Ich gehe morgen -wenn alle schlafen- um 5.45 :-[ aus dem Haus und mein Mann bringt den Kleinen dann in die Kita, damit ich um 15.30 Feierabend machen kann und er nicht so lange in der Kita ist. :-D
Dann hetze ich auch nach Hause üblicher Ablauf wie bei allen anderen auch. Um 22.00 falle ich dann auch buchstäblich um! #gaehn
Wenn ich es schaffe nebenbei noch Putzen oder Waschen ansonsten geht am Wochenende ein Tag komplett drauf dafür. #aerger
Aber auch ich muss sagen ich gehe gern arbeiten (mittlerweile im Büro) und mir macht mein Job auch Spass. #huepf
Mit dem Großen war es genauso. Immer voll gearbeitet damals sogar noch im rollenden Schichtsystem mit Wochenende u.s.w. als Erzieherin. #kratz
Schließlich wächst das Geld ja nicht auf Bäumen grins. ;-)
Und mein Mann unterstützt aber auch wo er kann. Geht auch zwischendurch mal einkaufen. #kuss #verliebt
Und ja es gibt auch Wochen in denen wir uns nur am Telefon sprechen und ansonsten nur Schlafend sehen. Ist halt so. Ganz wie man es gewohnt ist.
Sicherlich beneide ich auch manchmal die Muttis die zu Haus sein können.
Aber bei mir war ehrlich gesagt nach einem Jahr Kind,Haushalt,Familie ausschließlich der Wunsch nach Berufsleben richtig groß. endlich wieder mal was anderes als Windel,Windel, Windeln. #schein
lieben Gruß Britta und Ole-Oscar

PS: achso und seit 4 Wochen haben wir auch noch einen Hund #hund

Beitrag von nakiki 09.04.10 - 14:42 Uhr

Hallo!

Ich denke es ist eine Typfrage und eine Sache der Organisation. Ich arbeite /studiere 35 Stunden die Woche.
Ich putze einen Tag in der Woche alles durch. In der Woche selbst wird nur Wäsche gewaschen und mal gesaugt.
Wenn ich natürlich den Anspruch habe täglich das Bad zu putzen, dann wäre auch ich überfordert.

Freie Zeit habe ich mit meinen Kindern. Entweder entspanne ich beim gemeinsamen spielen oder ich lese während die Kinder gemeinsam auf dem Spielplatz spielen oder beim Sport o.ä. sind, das ist meine "freie Zeit" oder abends ab 20.00 Uhr, wenn die Kinder im Bett sind.

Mein Mann ist von 7.00 bis 19.00 Uhr aus dem Haus, aber trotzdem in der Lage sich sein Frühstück selbst zu machen, er bügelt seine Sachen selbst und kocht auch mal das Essen abends, wenns später geworden ist. Eigenständige Männer sind schon was tolles.
Ebenfalls ein Vorteil: Meine Kinder essen in der Kita warm. Wenn es abends später geworden ist, gibt es bei uns dann halt nur Brot ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Gruß nakiki

Beitrag von ronja_one 09.04.10 - 14:58 Uhr

Hallo,

ich bin nach dem ersten Kind nach drei Monaten wieder Teilzeit (30 h/Woche) und nach dem zweiten Kind nach einem Jahr wieder Teilzeit (30h/Woche) arbeiten gegangen.

Ich bin der Typ, der seinen Job gerne macht und ich habe ihn in dem Jahr Elternzeit ganz böse vermisst - ich war nicht ich selber.

Für unsere Familie war es besser, dass ich arbeiten gehe, finanziell muss es aber auch so sein.
Meine Kinder waren und sind immer bestens versorgt bei einer liebevollen Tagesmutter und der Große inzwischen im Kindergarten.

Wichtig ist, dass man gut organisiert ist und genug Zeit für Fahrten/Abholungen einplant und wie bei mir im Job auch mal die Möglichkeit hat, Überstunden zu machen.
Dies haben wir so geregelt, dass ich normalerweis donnerstagmachmittags unseren Haushalt mache (putzen, bügeln), die Kinder in der Zeit aber auch betreut sind. Wenn es beruflich sein muss, kann ich diesen Nachmittag aber auch ohne großer Organisation im Büro verbringen. Dazu kommt, dass mein Mann beruflich auch sehr flexibel ist und auch mal eher gehen kann, um die Kinder zu holen. Dies gilt auch für den Krankheitsfall eines Kindes. Unsere Eltern wohnen nicht in der Nähe, sind für solche Notfälle also nicht greifbar und das ist dann manchmal schon schwierig, wenn im Job Termine anstehen.

Grundsätzlich habe ich mich in der Woche schon festgelegt, wann gewaschen, wann gebügelt, wann geputzt wird, damit irgendwie alles einen festen Platz und auch eine Zeit zum Erledigen da ist. Aber eines steht immer fest: Abends um acht Uhr ist Feierabend.
Denn dann kann ich auch nicht mehr. Dann ist Quatschen, Lesen, Fernsehen oder ähnliches angesagt.

Stressige Zeiten gibt es immer, mal mehr mal weniger. Im Moment ist es noch einfach, da kein Kind zur Schule geht und somit nicht diese Unmenge an Ferienzeit abgedeckt werden muss.

Aber es ist schon schwierig, seine Verwandten, Freunde und Bekannten noch unterzukriegen, wenn man am Wochenende auch noch liegengebliebene Dinge zu erledigen hat. Geschweige denn, einfach auch mal nichts zu tun...

Wie heißt es immer so schön: Man muss sich diese Inseln der Erholung schaffen.

Tja, mir gelingt es im Moment auch nicht wirklich;-), aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass 25 /30 h machbar sind - zumindest als Büromensch!

Alles Gute für Dich!

Ronja

Beitrag von geralundelias 09.04.10 - 15:14 Uhr

Hallo,

ich bin alleinerziehend und seit Februar in Vollzeit beschäftigt. Ich hole mein Abitur nach, habe also auch zuhause noch sehr viel zu tun.
Ich bin täglich von 8 bis 15/16Uhr beschäftigt und habe eine Fahrt von 30-45 Minuten (verkehrsbedingt morgens oft länger).

Klar, für mich als Morgenmuffel N°1 ist es natürlich der absolute Horror, mich um 5 Uhr aus dem Bett zu quälen. Deshalb nutze ich oft bis um kurz vor 6 die Schlummerfunktion, um dann ganz erschrocken aus dem Bett zu springen, die Kinder zu wecken, Frühstück auf den Tisch zu stellen, duschen, Pausenbrot für Elias schmieren, Emilian die Kleidung hinterher tragen, zwanzig mal zu sagen, dass die Zähne noch geputzt werden müssen, 30 mal fragen, ob Elias alle Schulsachen eingepackt hat um dann genervt festzustellen, dass die Hälfte fehlt.
Um 7 Uhr müssen wir los, ich habe es nicht geschafft, mir die Haare zu fönen...egal, schnell ne Spange und einen Haarreifen rein und dann merkt`s keiner. Emilian zieht sich wieder aus und möchte bei 0° gerne Sandalen anziehen...puuhh, Winterstiefel wieder anziehen und die Sandalen schnell in meine Schultasche...kann er ja in der Kita anziehen.
Wir sind dann in der Regel schon 10 Minuten zu spät und müssen flitzen.
Erst Emilian wegbringen und dann zur Grundschule. Beim Abschied fällt mir auf, dass der Turnbeutel noch im Kinderzimmer am Haken hängt...da hängt er gut, Elias kann also nicht am Sportunterricht teilnehmen...ich bereite mich auf eine weitere böse Mitteilung vor, die ich im Notizheft finden werde.

(Endlich :-p ) Kinderfrei mache ich mich auf den Weg zur Schule, nachdem ich von mindestens 3 LKW fast von der Straße gedrängt worden bin, komme ich doch noch in der Schule an. Und Hey...der Morgenmuffel- Zustand verschwindet so langsam...schließlich sehe ich in 15 Gesichter, welche noch Kissenabdrücke tragen, weil die Leute noch nicht seit 2 Stunden durch die Gegend flitzen.
Vereinzelt werde ich auf meine zerzausten Haare hingewiesen und beim Auspacken meiner Mathesachen stelle ich fest, dass mein 3jähriger in der Kita ohne Sandalen auskommen muss...hmm, vielleicht hat er´s ja vergessen.
Die Unterrichtszeit genieße ich und ich bin vollkommen entspannt.
Ab und zu gibt es natürlich kleine Zwischenfälle...dann klingelt das Handy und mir wird mitgeteilt, dass ein Kind ´ne Beule hat oder in eine Pfütze gesprungen ist und keine Wechselsachen hat (ich: "Geben sie ihm seine Sporthose" - Sie: " Der Turnbeutel ist nicht da")
Egal, sowas kommt immer mal vor und gehört dazu...ich entspanne weiter und genieße den Unterricht.

Im Anschluss gönne ich mir eine Zigarette, ja...die brauche ich dann einfach mal.
Ich eile wie verrückt, um die Kinder entweder selber abzuholen (was sehr knapp ist) oder sie bei meiner Mutter abzuholen, die muss nämlich spätestens um 16.30Uhr ihren Dienst antreten.
Kinder eingesammelt und die neusten Neuigkeiten erfragt müssen wir einkaufen gehen. Ich mache nie Wocheneinkäufe sondern kaufe lieber jeden Tag das ein, was wir brauchen. Am Eingang von Netto geht das Theater los und meine Kinder schmeißen den Einkaufswagen um...nicht so schlimm, schließlich ist nichts passiert und der Wagen war leer. Kurz vor der Kasse, Emilian sitzt inzwischen aufgrund mehrfacher Fluchtversuche IM Wagen, stelle ich fest, dass wir das Wichtigste vergessen haben..egal, besorge ich eben später.
17Uhr-Endlich zuhause!
Einkaufstüte wird nur in die Küche gestellt, die Schlafanzüge, die immernoch im Bad auf dem Boden liegen, werden nur schnell in die Betten geschmissen, die Betten müssen erstmal gemacht werden (jaaa ich weiß, das ist jetzt super preinlich), ich müsste mal ordentlich lüften und reiße die Fenster auf und dann...jaaaa, dann setze ich mich auf die Couch und lege für 5 Minuten die Füße hoch *hach*
Die Kinder spielen im Zimmer, ich geselle mich dazu und genieße für eine Std. meine Kinder und deren Geschichten aus Schule und Kita und bin stolz...einfach mal stolz auf Alles!
Um 18 Uhr bereite ich das Abendessen vr, die Kinder machen sich so langsam fertig für´s Bett und dürfen nach dem langen Abendessen noch eine viertel Std. Kika gucken.
Emilian geht im Anschluss schlafen, mit Elias kontrolliere ich schnell, ob alle Hausaufgaben gemacht sind und nehme die böse Turnbeutel-Mitteilung wahr. Wir packen die Schultasche schon, um uns das am nächsten morgen zu ersparen. Dann spielen wir ein Spiel, Uno ist immernoch der Renner. Eine Geschichte im Bett möchte Elias nicht hören, er "kann ja jetzt selber lesen" ;-)...ich höre ihn dann laut lesen, ganz langsam aber gleichzeitig so wissbegierig und aufmerksam, dass ich vor Glück schmelzen könnte.
Ich klingel schnell bei der Nachbarin und bitte sie, dass sie sich kurz in meine Wohnung setzt, weil ich doch bei Netto die Hälfte vergessen hatte. Es ist 19.55Uhr, Edeka hat also noch 5 Minuten geöffnet...2 Minuten brauche ich von der Wohnungstür bis zum Eingang, 3 Minuten müssen also für den kleinen Einkauf reichen.
Unterwegs fällt mir ca. 30 mal alles runter, weil ich vergessen habe eine Tasche mitzunehmen...egal, den zerstörten Joghurt lasse ich jetzt einfach liegen, hat ja keiner gesehen und die Wasserflasche wird mir zuhause beim Öffnen explodieren.
Dann taste ich mich langsam an den Haushalt ran...das geht locker von der Hand, weil im Prinzip ja nicht viel Dreck gemacht werden kann...wir sind ja pät zuhause.
Während ich die Wäsche aufhänge, dekliniere ich im Kopf schonmal das lateinische Wort "domina" - alles kein Thema, die a-Deklination sitzt, die Wäsche hängt und die Spülmaschine...ach, die mache ich morgen. Schnell noch ein paar Sachen gebügelt und einmal durch die Wohnung gewischt setze ich mich um 22 Uhr an die Hausaufgaben. Hmmm, blöd...Sachtextanalyse für Deutsch...das dauert Stuuunden und deshalb schnreibe ich schnell vor und kitzel mir etwas zurecht, um es am nächsten Tag in der 15 Minuten Pause vor dem Deutschunterricht ganz sauber und ordentlich abzuschreiben und zu korrigieren.
Matheformeln lerne ich dann im Bett, um 0 Uhr möchte mein Hintern nicht mehr auf dem Stuhl sitzen und mein Kopf schreit nach einem Kissen.
Ich verfolge gleichzeitig die 0Uhr Nachrichten und rege mich auf, dass es die nächsten Tage regnen soll, frustriert schlafe ich dann ganz schnell ein...schließlich habe ich ja ganz fest vor, um 5 Uhr aufzustehen...die Spülmaschine muss ja noch ausgeräumt werden ;-)



So, jetzt habe ich dir einen Roman geschrieben...ich habe Ferien und somit Zeit :D

Das hört sich alles stressig an und ich werde gefragt, wie ich das aushalte, wie ich das anstelle und wann ich mir eine Auszeit nehme.
Aber es ist nur dann stressig, wenn man sich Stress macht...und ich mache mir keinen Stress (nur morgens, aber das sind die Morgenmuffel-Gene, die meine Eltern mir vererbt haben)
Ich genieße die Zeit, ich genieße eigentlich den ganzen Tag und bin momentan noch ganz optimistisch, dass es auch so bleibt.
Die Kinder fühlen sich wohl und sind innerhalb dieser kurzen Zeit um Weiten gereift und elbständiger geworden, es erfüllt mich mit Stolz, dass die beiden unsere Situation so toll meistern und mitmachen und vorallem bin ich stolz darauf, dass ich endlich wieder beschäftigt bin. Es tut mir so gut, mich mit neuen Leuten auszutauschen, mal nicht über Grundschule oder Kita zu sprechen und einfach etwas für mich zu tun.
Es ist großartig und ich würde diesen Schritt nicht rückgängig machen wollen.
Sicher, die zwei Wochen Ferien waren jetzt super schön. Wir haben Urlaub an der Nordsee gemacht und die zweite Woche mit langen Spaziergängen und Faulenzen verbracht. Ich freue mich aber wahnsinnig auf Montag, auf unseren Alltag und habe schon meine Schultasche gepackt :-D


Beitrag von pollerkermit 09.04.10 - 19:24 Uhr

HUT AB! Meinen Respekt hast Du;-)

Beitrag von fee1972 09.04.10 - 16:02 Uhr

allo !

Auch ich denke es ist von jedem selbst abhängig und auch wie organisiert man ist .

Wir haben 5 Kinder . Mein Mann arbeitet seine 40 Stunden Woche und ich habe zwischen 18-25 Stunden . Variiert schonmal ;-)

Ich habe das Glück meinen Kleinsten mitnehmen zu können zur Arbeit . Der Älteste ist in der Ausbildung , 2 gehen in die Schule und 1 in den Kindergarten .

Bin bei den letzten 3en bis ganz kurz vor ET arbeiten gegangen und jetzt beim Lezten sogar schon 3 Wochen nach ET wieder .

Kinder finanzieren sich nun mal nicht von alleine .

Hätte ich die Wahl , würde ich lieben zu Hause bleiben . Die Zeit genießen solange die beiden Kleinsten auch noch klein sind .

Denn mein Haushalt macht sich leider auch nicht von alleine und man hat ja doch diverse Termine vom Kindergarten bis zur Schule .

Manchmal frißt einen der Alltag schon auf .


LG Dany

Beitrag von eriks_mama 09.04.10 - 16:11 Uhr

Also bei mir ist es schon sehr stressig----bin alleinerziehnd von 3 Jungs (fast 7,5,und 3)

habe keinerlei Hilfe bei irgendwas und gehe 7 Std. am Tag arbeiten......(Kein Auto)
Da muss man Logistik und Koordinationstalent sein sonst läuft da gar nix^^

Will nicht jammern ich bin die einzigste mit Stress und arm dran aber ich muss schon schmunzeln wenn ich dann mitbekomme wie Mütter aussm bekanntenkreis schon ne Kriese kriegen und net wissen wie sie das machen sollen mit halbtags arbeiten obwohl die zb.
"nur" 1-2 Kids haben,ein Auto und teilweise andere Hilfe...

So gut hätte ich es gerne mal!!!

Beitrag von daviecooper 09.04.10 - 17:57 Uhr

Hallo!

Ich kann nur von mir sprechen: Ich bin Grundschullehrerin und habe 4 Monate nach Charlottes Geburt wieder angefangen zu arbeiten (10Stunden). Mittlerweile bin ich bei 19 Stunden pro Woche (plus Vor- und Nachbereitung, bin Klassenlehrerin).

Ich bin mit meinen Stunden jetzt am Limit, mehr kann und will ich nicht unterrichten. Charlotte geht jeden Tag von 8:30h bis 14h in den KiGa (gerne!).
Mein Mann bringt sie morgens, kommt abends aber selten vor 20h nach Hause.

Wenn es finanziell nicht notwendig wäre, würde ich gerne nur 15h arbeiten. Im Haushalt bleibt gerne mal was liegen, was mich nicht so stört (bin kein Putzteufel#schein), aber Zeit für mich fehlt mir manchmal schon. Allerdings wird es langsam etwas besser, da Charlotte sich immer öfter verabredet und ich so auch mal nen Nachmittag für mich (oder für die Schule:-() habe.

Aber die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen.

LG

daviecooper + Charlotte (*7.7.2006)

Beitrag von cooky2007 09.04.10 - 17:58 Uhr

Ich denke, es kommt auch darauf an, welche Arbeitszeiten dein Mann hat. Hat er einen 8-17 Uhr Job und ist freitags nachmittags evtl. noch zu Hause und kann auch mal die Kids in den Kiga bringen, dann wäre teilzeit ok.
Meiner geht morgens um spätestens 7 Uhr aus dem haus und kommt abends frühestens um 18.30 Uhr wieder, dazu Geschäftsreisen ins nicht-europäische Ausland (jeweils ca. 1 Woche). Es ist nicht unüblich, dass er 2 mal pro Woche auch erst um 20 Uhr zu Hause ist. Also bleibt alles, was Haushalt und Kinder betrifft an mir hängen.
Dazu haben wir ein haus mit 240 qm und Garten. Dafür braucht man schon länger als für eine 80qm Wohnung.
Wenn ich meine Eltern nicht in der Nähe hätte, bräuchte ich für solche Sachen wie Friseur immer einen Babysitter.
Wenn unser 2. Kind 3 wird, werde ich wieder Teilzeit arbeiten gehen, allerdings nur aus dem Grund, dass ich sonst die private Krankenversicherung ganz für mich und die Kinder zahlen müsste (mein Mann ist auch privat), was knapp 900 € im Monat bedeuten würde, da die Beihilfe nach der Elternzeit wegfällt. (Bin auch Lehrerin).
Allerdings wird es bei uns in B.-W. in nächster Zeit möglich sein, auch unter 50% zu arbeiten. ich stelle mir da zwischen 9 und höchstens 12 Stunden pro Woche an 3 Tagen vor.




Beitrag von pollerkermit 09.04.10 - 19:35 Uhr

Das mit dem Verlust des Beihilfeanspruchs ist so nicht ganz richtig, meine Beihilfestelle hat mir diese Info zukommen lassen:

http://www.versorgungskassen.de/downloads/beihilfen/merkblatt_elternzeit_beurlaubung.pdf

LG
Doro

Beitrag von cooky2007 09.04.10 - 21:37 Uhr

Bei uns in B.-W. (Landesbeamtin) ist klar geregelt, dass es keine Beihilfe während einer Beurlaubung gibt. Die meisten schlüpfen dann in der Familienversicherung (gesetzlich) beim Ehemann unter, was bei uns nicht funktioniert.
Von Familienfürsorge habe ich hier noch nie gehört! Das stand auch nie in einer VBE oder GEW Zeitschrift, werde mich aber schlau machen.

Danke, erstmal.

Beitrag von loonis 09.04.10 - 17:59 Uhr




Unsere Kids sind 3 u. 7 ....
Ich arbeite 30h die Wo ...nur nachts ,mein Mann voll in 3 Schichten ...beide arbeiten wir WE abwechselnd u. Feiertage.

Wir haben keine Unterstützung von d.Family ...

Mein Mann macht viel ...er kocht grundsätzl. u. kauft
auch meist alleine ein ....

Der Große schwimmt im Verein ...da geht auch viel Zeit drauf.

Es ist oft stressig ,ich schlafe in meiner Arbeitswoche oft nur 4,5 h .

Es ist aber super so u. ist machbar.
Aber ohne d.Hilfe meines Mannes ginge das nicht.

LG Kerstin


Beitrag von juliane1978 09.04.10 - 20:23 Uhr

Hallo,
ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen. Es ist eine absolute Typfrage und welche Ansprüche man an sich selbst stellt.
Z. B. meine Tante. Sie hat einen 16jährigen Sohn, eine knapp 3jährige Tochter, Haus, Garten, Mann der fast die ganze Woche im Ausland ist, Hausfrau - und absolut überfordert und gestresst.
Ich selbst habe 2 Kinder (6 - 1. Klasse; 4 - Kindergarten, war ab Geburt des 1. bis zum 3. Geburtstag des 2. zu Hause), arbeite jetzt 13 Std. + Nebenjob 3 Std. wöchentlich, fahre gelegentlich Rettungsdienst, Elternbeirat, Haus, Garten, Mann Schichtarbeiter - oft zu Hause, aber noch viel mehr in der Arbeit oder einfach im Bett wegen Nachtschicht, bin Mamataxi für die Kinder - Musikstunde, Jazz, Turnen, Freunde treffen, Arzttermine usw. Für mich sind meine paar Arbeitsstunden Erholung!!! Ich freue mich schon jede Woche wenn es wieder Zeit zum arbeiten ist. Die Arbeit macht Spaß, Kollegen sind nett, ich komme einfach mal raus. ABER ich beziehe halt nicht jede Woche die Betten neu, das Bad wird nicht alle paar Tage geputzt, ich bügle nur was sein muß, ich sauge jeden Tag - das wischen kommt aber meist etwas zu kurz, die Fenster werden nur in jeder Jahreszeit 1x geputz usw. Bei mir ist es immer sauber, so das jederzeit jemand zu Besuch kommen kann, aber sicher nicht klinisch rein. Ich kann damit leben und deshalb stört es mich auch nicht, aber ich kenne ganz viele, die besonders im Bereich Haushalt deshalb mit sich selbst Probleme haben.
LG;
Juliane

Beitrag von samcat 09.04.10 - 21:05 Uhr

Hallo, ich bin auch Lehrerin mit zwei Kindern. Dafür, dass ich arbeiten gehe, leiste ich mir aber auch den Luxus Hilfe für den Garten und für den Haushalt eingestellt zu haben.
Sonst hätte ich kaum oder gar keine Zeit für mich und meine Familie!

LG

Beitrag von janamausi 09.04.10 - 21:05 Uhr

Hallo!

Ich bin allein Erziehend und arbeite 30 Stunden die Woche.

Ich würde niemanden raten, ewig nur daheim zu sitzen. In der heutigen Zeit gibt es viel Trennungen und man weiß nicht, was in paar Jahren ist und ob bei einem selber nicht eine Trennung ansteht. Wenn eine Frau dann schon einige Jahre daheim war, ist es für sie sehr schwer, wieder Fuß im Berufsleben zu fassen.

Ich kenne einige Frauen, denen es so ergangen ist und die zwar schöne, ruhige Jahre in der Ehe daheim hatten, aber denen es jetzt nach einer Trennung um so schlechter geht, weil sie nur die "schlechten" Jobs kriegen.

Daher würde ich auch schauen, wie es bei dir als Lehrerin ist. Einen Job hast Du sicher, aber wie schaut es aus, wenn Du nach paar Jahren wieder ins Berufsleben einsteigst... Bekommst Du dann "gute" Arbeitszeiten, oder eher die schlechten Stunden (schlecht mit Familie vereinbar), die keiner haben will...

Da dein Mann viel arbeitet, ist es ja bei dir auch nicht so, dass dir Zeit mit deinem Mann durch Arbeit verloren geht.

Es geht ja auch nicht nur darum, einen Job zu haben, sondern auch einen Job zu haben, der gut mit der Familie vereinbar ist...

Ich arbeite, wenn meine Tochter im Kiga (später dann in der Schule und Mittagsbetreuung) ist. Hab Nachmittags auch noch genügend Zeit um mit ihr etwas zu unternehmen. Auch ist meine Tochter ja auch kein kleines Baby mehr und den Haushalt kann ich z.B. machen, wenn sie mit einer Freundin in ihrem Zimmer spielt oder bei einer Freundin ist etc. Auch geht sie ja Abends ca. 19.30 Uhr schlafen, da ist noch genug Zeit um mal kurz den Haushalt zu machen. Wenn man den ganzen Tag nicht daheim ist, fällt eh nicht so viel "Schmutz" an. Meine Tochter kriegt ihr warmes Mittagessen im Kiga (später in der Schule) und Abends gibts Brot etc. oder irgendetwas was schnell geht. Somit fällt schon mal das "große" Kochen weg.

Wenn deine Schwägerinnen schon bei 16 Stunden arbeit stöhnen, sind sie in meinen Augen einfach "faul".

LG janamausi

Beitrag von sushi3 09.04.10 - 21:43 Uhr

hi, bin auch lehrerin und arbeite seit dem 5. lebensmonat meiner tochter wieder, sie ist jetzt 3 un dic hab eine volle stelle, an einer ganztagsschule. 3 tage der woche nachmittags unterrcht.

ich muss sagen, ich finde es im grundee stressig, aber ich liebe meinen job, ich lasse im haushalt auch mal 5 gerade sein. das muss man eben für sich auslotsen.

wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich maximal 3/4 stelle arbeiten.
und sollten wir mal ein 2. kind bekommen, wird es auch bei einer 3/4 stelle bleiben.

und zu deinen schwägerinnen: ich kenne auch muddis, die nicht arbeiten gehen, gute unterstützng vom mann haben und trotzdem stöhnen, wie stressig ihr leben sei....#rofl

mach einfach das beste raus. lg:; sushi

Beitrag von anja96 09.04.10 - 21:57 Uhr

Hallo,

ich denke auch, das ist eine Typfrage und eine Frage der Organisation. Ich habe auch nie aufgehört mit arbeiten. Habe nach dem 1. Kind 30 Stunden/Woche und nach dem 2. Kind 20 Stunden/Woche direkt nach dem Muschu gearbeitet. Ich kenne es nicht anders und für mich ist es kein Problem. Ich könnte es mir gar nicht vorstellen, das Hausmütterchen zu sein!

Ich würde an Deiner Stelle ganz klar in den Lehrerjob zurückgehen, zumal Du es Dir ja locker aussuchen kannst, wieviele Stunden Du arbeiten willst und das ja jedes Jahr aufs Neue. Meine Cousine (Realschullehrerin) arbeitet derzeit 8 Stunden pro Woche, was ja einem Dritteljob entsprechen würde. Das ist doch mal ganz locker zu organisieren.

Und nein, ich kann mir auch nicht vorstellen, was man 5 vormittage pro Woche im Haushalt arbeiten will. Wir putzen einmal pro Woche das Haus (Samstags und mein Mann hilft mit) und unter der Woche setzt ich morgens bevor ich gehe eine Maschine Wäsche an, wenn ich heimkomme, hänge ich auf oder stecke sie in den Trockner. Bügeln tue ich oftmals abends oder am WE. Die Küche wird jeden Abend von meinem Mann sauber gemacht, da ich koche. Einmal am Tag fege ich noch um den Eßtisch und in der Küche, was auch nur ganz wenig Zeit kostet.

Für mich ist die Zeit am Tag, in der ich im Büro bin, die entspannendste am ganzen Tag.

LG, Anja

Beitrag von snoopy1976 09.04.10 - 22:00 Uhr

Hallo,

ich denke das ist eine Typfrage, also auch wie belastbar jemand ist. Ich persönlich fand die Elternzeit todlangweilig und habe mich aufs Arbeiten gefreut. Mein Sohn ist jetzt 4,5 und ich arbeite 19 h/Woche im Büro.

Also ich stehe um 6.30 Uhr auf, richte mich, mache Frühstück usw. und wecke gegen 7 Uhr meinen Sohn. 7.45 Uhr sind wir im KiGa, um 8.00 Uhr bin ich im Büro (beides im Ort, ca. 3 km Fahrt). Ich arbeite bis 12 Uhr und gehe dann noch in die Kantine zum essen. Mein Sohn isst im KiGa. Klar kostet es mehr, wenn wir beide "essen gehen" statt tägl. zu kochen, aber das reduziert Streß und ist es mir somit wert. So um 12.45 Uhr hole ich meinen Sohn ab und bin dann um 13 Uhr zuhause. Während er eine halbe Stunde DVD gucken darf, mache ich das allernötigste wie Betten machen, lüften, Frühstücksgeschirr wegräumen etc.

Am Nachmittag gehen wir dann entweder raus, zur Oma, einkaufen usw. Haushalt mache ich so zwischendurch. In dem Alter spielen sie ja auch mal eine halbe Stunde alleine. Größere Aktionen wie Fenster putzen, wird entweder am WE gemacht oder ich kündige das einen Tag vorher bei meinem Mann an. Ich habe allerdings Glück, dass er meistens schon um 16/16.30 Uhr zuhause ist, so dass er dann was mit dem Kleinen machen kann.

Achja, unsere Wohnung hat ca. 110 qm und ist sauber, aber wie essen lieber von Tellern statt vom Boden;-)

LG
Snoopy

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