Unterhaltstitel und Verjährung

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von powerschnecke 09.04.10 - 14:49 Uhr

Hi,
hab schon überall im Netz geschaut, aber keine gescheiten Antworten gefunden.
Kann mir jemand sagen, ob ich jetzt noch nach Jahren Unterhaltsrückstände einklagen kann?
Mein Vater hat damals nur ein paar Monate gezahlt.
Ein Unterhaltstitel von 1990 liegt vor, von 2002 gibt es eine Abänderung des Betrages.


Meint ihr, es würde sich lohnen, einen Anwalt einzuschalten?

#danke und beste Grüße! powerschnecke

Beitrag von anastasia79 09.04.10 - 14:55 Uhr

Hallo,

das Thema hatte ich gestern mit meiner Anwältin.
Man kann wohl versuchen zu klagen, aber Du wirst da keine Chance haben, weil die Frage aufkommen wird, warum Dir das erst jetzt einfällt.
Man kann wohl von ca. dem letzten Jahr versuchen, die nicht gezahlten Leistungen zu bekommen, mehr wohl aber auch nicht!

LG Anastasia

Beitrag von powerschnecke 09.04.10 - 15:38 Uhr

#danke



Beitrag von nick71 09.04.10 - 21:16 Uhr

Was du schreibst, ist m.E. Unsinn.

Eine Klage ist nicht erforderlich, denn sie hat ja schon einen Titel, aus dem sie vollstrecken lassen kann. Dieser ist 30 Jahre gültig.

Was verjährt, sind ggf. die Zinsen...hierfür beträgt die Verjährungsfrist m.W. drei Jahre.

Man korrigiere mich bitte, wenn ich total daneben liege.

Beitrag von anastasia79 09.04.10 - 21:34 Uhr

Hallo,

ich kann nur das wiedergeben, was meine Anwältin mir gesagt hat!

LG Anastasia

Beitrag von nick71 09.04.10 - 21:49 Uhr

"ich kann nur das wiedergeben, was meine Anwältin mir gesagt hat!"

Vielleicht habt ihr den Fall besprochen, dass kein Titel existiert...das wäre dann aber ne vollkommen andere Ausgangssituation.

Und dann ist die Information, dass man rückwirkend keinen Unterhalt nachfordern kann, auch richtig.

Beitrag von anastasia79 10.04.10 - 13:46 Uhr

Es ging um meinen zukünftigen Ex-Mann. Er hat bereits eine Tochter und zahlt eigentlich seit Jahren viel zu wenig, trotz Titel. Aber da die Mutter ihn nicht überprüfen läßt und er von sich aus auch nix ändert, bekommt sie halt zu wenig.

Daher sind wir auf dieses Thema gekommen und dies war dann ihre Meinung dazu!

LG Anastasia

Beitrag von powerschnecke 09.04.10 - 21:35 Uhr

Weisst du, wie ich dann weiter vorgehen kann?

Ich bin da leider nicht so involviert in solchen Geschichten #hicks

Beitrag von demy 09.04.10 - 15:27 Uhr

Hallo,
ein Unterhaltstitel ist 30 Jahre gültig.
Ich habe damals von meinem Vater ausstehenden Unterhalt von 17 Jahren eingeklagt und bekommen.
War etwas über 12.000,-DM damals 1989

Lass dich am besten anwaltlich beraten und lass dir keinen Quatsch erzählen dass du begründen musst warum du erst so spät damit kommst, das steht gar nicht zur Debatte.

Gruß
Demy

Beitrag von powerschnecke 09.04.10 - 15:36 Uhr

Oh,
ich dank dir! #klee :-D

Dann werd ich mal zum Anwalt gehen.

Beitrag von tve 09.04.10 - 19:36 Uhr

Wenn Titel vorhanden, hast Du 30 Jahre Zeit.