Eure Meinung: Kind im Gruppenraum eingesperrt

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lilli1983 09.04.10 - 16:26 Uhr

Hallo,

schreibe sonst nicht wegen jeden Kram hier ;-)
Aber heute weiß ich nicht wie ich darüber denken soll.
Mein Sohn ( fast 5 )berichtete mir gerade, dass er heute mit seiner Freundin wohl rumgealbert hätte und nicht aufgehört hat, als die erzieherin ihn ermahnt hat. Daraufhin hat sie ihn in den Gruppenraum alleine eingesperrt. Er sagte, er habe dort geweint und dann hat sie ihn wieder rausgelassen. Anschließend durfte er auch nicht mehr in seine Gruppe, sondern musste als einizigster in eine andere Gruppe.
Werde natürlich Montag Früh die Erzieherin ansprechen.
Was meint ihr dazu?

LG

Beitrag von axaline 09.04.10 - 16:36 Uhr

Eingesperrt ?

Naja, also bei uns ist es so, daß die Kinder dann schonmal drin bleiben müssen, wenn die anderen rausgehen oder so. Aber sie sind unter Aufsicht !

Und wenn es sich nicht bessert kommt es auch mal vor , daß die Kinder nicht am Spielkreis teilnehmen dürfen sondern zuschauen müssen.

Das finde ich aber auch in Ordnung, denn irgendwie müssen ja die Grenzen aufgezeigt werden.

Einsperren und brüllen lassen, bzw. totaler Ausschluß aus der Gruppe ist dagegen ganz schön derbe find ich.
Ich würde das auf alle Fälle Montag nochmal im KiGa abklären und vor allem auch deren Seite hören, was wirklich passiert ist !

Gruß Janine

Beitrag von diana027 09.04.10 - 16:43 Uhr

Hallo,
kann mich da Janine nur anschliessen.
Natürlich müssen die Kinder ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, aber doch bitte nicht alleine irgendwo einsperren.
Bei uns werden die Kinder dann auch aus der Situation heraus genommen und in einen anderen Raum gesetzt, z.B. Pausenraum der Erzieherinnen, aber weder eingesperrt noch alleine sind sie da.
Da würde ich an Deiner Stelle mal um Aufklärung bitten was das erzieherisch und psychologisch bringen soll.
LG, Diana

Beitrag von carla_columna 09.04.10 - 18:37 Uhr

Einsperren geht gar nicht!

Bei uns gibt es z.B. Puppeneckenverbot oder TUrnhallenverbot. Oder die Kinder müssen mal in der Nähe der Erzieherin bleiben.

Das würd ich auf jeden Fall ansprechen!

LG Carla

Beitrag von arienne41 09.04.10 - 18:45 Uhr

Hallo

Wenn nicht zugeschlossen war finde ich es ok.

Auch das er in einer anderen Gruppe war wird wohl angemessen sein.

Beitrag von mysterya 09.04.10 - 19:02 Uhr

Wenn er alleine in einen anderen raum musste und beaufsichtigt wurde, finde ich das okay. Einsperren unbeaufsichtigt, geht gar nicht.

In eine andere Gruppe bringen, ist zweifelhaft aber im Prinzip auch okay. Wir hatten das als ich im Kiga gearbeitet habe. Ich finds aber blöd, weil dann die andere Gruppe, das Kind aufgenackt bekommt und doch eigentlich genug eigene hat. Und im Prinzip denkeich, dass jede Erziehrin das auch ohne sowas hätte lösen können müssen.

Das man ihn aber von der Gruppe trennt, wenn er total Blödsinn macht, finde ich in jedem Fall okay. Wenn ein Kind rumspinnt, steckt es nicht selten andere an und dann ist Chaos pur. Da iste s sehr hilfreich, ihn von seinem Publikum zu isolieren um auf beiden Seiten wieder Ruhe rein zu bringen. Es passiert ja dabei nichts schlimmes. Er bekäme dann ahlt ne Auszeit.

Aber einsperren. Ein No go. Dennoch frag mal lieber ganz vorsichtig nach. Er kann da ja auch bissl viel fantasiert haben, aus Wut oder so. Du kannst ja trotzdem darstellen, dass Du für den Fall der fälle auf keine Fall willst das er irgendwo alleine unbeaufsichtigt ist.

LG Mysty

Beitrag von belebice 09.04.10 - 19:52 Uhr

Ähm, eingesperrt? Ganz alleine? Was sind denn das für Sanktionen? Mittelalter? Ich bin selber Erzieherin und käme im Traum nicht auf eine so weltfremde, dämliche,situationsferne Idee. Da würde ich auch definitiv die Erzieherin ansprechen. Dein Kind war verängstigt! Das geht nicht, echt nicht!!!!! Bin echt n bißchen schockiert :( Natürlich sollte da ne Sanktion erfolgen, vor allem nach mehrfachem AUffordern. Aber doch eine, die mit der Situation zusammenpasst..., ergo...., die beiden Kinder just für den Moment auseinandernehmen o.ä. Auch die Tatsache, das dein Kind in einer anderern Gruppe verweilen mußte (gegen seinen Willen) kann ich nicht verstehen....

Lg Bianca..., eine entsetzte Erzieherin:-[

Beitrag von gunillina 09.04.10 - 19:54 Uhr

Die Frage lautet: Was bedeutet "eingesperrt"? Deinem Sohn wurde gesagt: Da gehst du jetzt rein und bleibst drinnen, denn du hast dich in der Gruppe daneben benommen. Natürlich kann er, wenn alle anderen draussen sind, KEINE 1:1 Betreuung erhalten. Das wäre ja noch eine Belohnung für sein Verhalten.
Dann die Sache mit dem Weinen: Hat er wie am Spiess vor Angst gebrüllt, oder hat er aus Wut und Enttäuschung, dass er nun nicht mit den anderen draussen sein kann, geweint? Ich finde ja, auch Kinder müssen lernen, mit Enttäuschungen um zu gehen. Besonders, wenn sie diese irgendwie selbst verschuldet haben. Dein Sohn ist 5, keine zarte 3 mehr.

Also, ich würde Montag nachfragen, was los war, deinen Sohn hätte das noch sehr beschäftigt. Fertig.

Wenn du deinen Sohn zu Hause mal aus dem Zimmer haben musst, weil ihr aneinander geraten seid, dann gehst du ja auch nicht mit ihm in sein Zimmer, um dort die berühmte "Auszeit" gemeinsam zu verbringen, oder?

Ich finde, das Ganze wird hier von den Antwortschreiberinnen gerade etwas überbewertet.

Klar sagt dein Sohn, dass er geweint hat. Nur, wie sehr ZU SEHR ist, das ist eine Definitionsfrage. Und da wir alle nicht dabei waren, können wir alle nicht beurteilen, wie sehr er geweint hat, ob er Panik hatte, nie wieder aus dem "dunklen Loch" entlassen zu werden, oder ob er sich eben geärgert hat, dass er nicht mitspielen durfte.
Letztlich kennen die Kinder ja ihre Gruppenräume, das ist KEIN Ort des Schreckens für ihn, sondern der Ort, an dem er fast jeden Vormittag seiner Kindheit verbringt. Es ist nichts anderes, als eine Weile allein im eigenen Kinderzimmer zu sein.

So sehe ich das.

LG
G

Beitrag von belebice 09.04.10 - 20:15 Uhr

Hallihallo

Wenn ich deinen Text so lese, muß ich gestehen, dass du garnicht so Unrecht hast. Habe gerade vielleicht n bissel zu emotional reagiert?! Mein Mamaherz würde auch bluten, wenn ich wüßte mein Kind wird eingesperrt..., und es liest sich so...Für mich persönlich wäre das nichts desto trotz absolut keine Maßnahme als Sanktion.

*Wenn du deinen Sohn zu Hause mal aus dem Zimmer haben musst, weil ihr aneinander geraten seid, dann gehst du ja auch nicht mit ihm in sein Zimmer, um dort die berühmte "Auszeit" gemeinsam zu verbringen, oder*

Ich erinnere mich gerne an die Zeit in der ich *nur* Erzieherin war, ohne schon Mutter sein zu dürfen ;). Da habe ich mir immer geschworen, egal was kommt..., du handelst immer, wie du es im Rahmen der schulischen Theorie gelernt hat. Ist aber garnicht machbar. Ich als Mama reagiere ganz anders auf das Verhalten meiner eigenen Kinder, als auf das Verhalten der Kinder im Kindergarten... Aber selbst im privaten Bereich bin ich echt darum bemüht für die Kinder nachvollziehbare Konsequenzen aufzuzeigen. Natürlich gibt es ganz andere Normen im Kiga, an die die Kinder sich aufgrund der Gruppendynamik halten müssen, weil sonst der Kigaalltag baden geht.

Du schreibst der Gr.raum ist kein Ort des Schreckens für das Kind..., auch da hast du Recht..., anders herum, durch solche Negativerfahrungen könnte er es aber werden. Ich denke, jede ARt der Sanktion kann Besserung des Verhaltens bedeuten, kann aber auch ins Gegenteil umschlagen...

LG Bianca, die gerade wieder n bissel runterkommt;-)

Beitrag von gunillina 09.04.10 - 20:52 Uhr

Hihi, im Nachhinein habe ich gedacht: Naja, wenn die Erzieherinnen dort aber des öfteren so handeln und es tatsächlich schon grenzwertig war?
Wie gesagt, wir wissen nicht, was wirklich passiert ist. Wir wissen nur, was eine Mutter von ihrem Fünfjährigen erzählt bekommen hat. Und das ist wahrlich nicht viel, wie wir alle wissen, die wir Kinder haben. UND vielleicht sogar Erzieherinnen sind;-) (bin ich ja auch mal gewesen).
Also, je nachdem, wie dort im Kindergarten mit den Kindern im Allgemeinen umgegangen wird, finde ich das in bestimmten Situationen vertretbar, was passiert ist.
:-)

Beitrag von lilli1983 10.04.10 - 11:41 Uhr

Danke für Eure Meinungen.
Ich fragte ihn ja gestern, wie der Kiga Tag war und sagta schööön. "Aber xy hat mich eingesperrt, aber der Tag war trotzdem schön" (Fand ich ja herzzerreißend..)
Daraufhin habe ich natürlich weiter gefragt. Da hat er er so erzählt, das die Tür richtig zu war. Warum er nun geweint hat, weiß ich nicht, ob aus Angst oder aus Wut.
Ich bin ehrlich, ich wüsste auch nicht was ich tun sollte, wenn eine Horde Kinder rumgeigeln und "spinnen".
Und er muss natürlich merken, wo die Grenze ist. Ich kenne ihn, er ist sicher kein Engelchen. Dennoch habe ich etwas Angst um mein Kind wenn er unbeaufsichtigt ist. Wenn er wütend ist und sich dann weh tut alleine, hinfällt oder so..Denke so werde ich es mal ansprechen. Wird sich sicher klären. Er redet auch nicht weiter davon.
Vielen Dank an Euch! Manchmal braucht man echt mal die Meinung und Gedanken von anderen Mamas und Erzieherinnen!

LG

Beitrag von lilli1983 10.04.10 - 11:52 Uhr

Habe ihn nochmal kurz gefragt..
Er war nicht im Gruppenraum, sondern in einen kleinen Räumchen in den das Bettzeug liegt richtig eingeschlossen. Er meinte, es war aber nur kurz.
Und es war hell drin. ( hab ihn gefragt,ob es hell oder dunkel war, weil er Angst im dunkeln hat).
hm..