Unser Zwerg treibt mich in den Wahnsinn (achtung lang)

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von tosse10 09.04.10 - 20:26 Uhr

Hallo,

ich muss mich mal ausheulen, bin ein wenig runter mit den Nerven...

Seit Ostermontag ist unser Kleiner (18 Monate) total schlecht drauf. Er fängt morgens an zu quengeln und macht es bis abends fast in einem durch #heul. Er klammert (im wahrten Sinne des Wortes!) sich an meinen Beinen fest, kann sich so gut wie gar nicht alleine beschäftigen, schreit #schrei sich (1-2mal täglich) wegen Lapalien vollkommen in Rage und ist nicht mehr in der Lage sich zu beruhigen.

Ich versuche ihn bei den Dingen, die nun mal gemacht werden müssen #putz, soweit als möglich helfen zu lassen. Aber wenn er nicht auf dem Arm ist und 100% meiner Aufmerksamkeit hat wird geweint und sich an meine Beine gekrallt. NON STOP! Er schafft es nicht alleine etwas zu machen. Weder in dem Raum wo ich bin, noch in seinem Zimmer, noch wenn wir raus gehen. Grade draussen ist er sonst sehr neugierig und forsch.

Dann hat er auch noch einen extremen Dickschädel. Wenn es nicht nach seinem Willen geht, dann bekommt er regelrechte Tobsuchtsanfälle. Z.B. wir gehen nicht zum Pferd (alternativ auch Hund, Trecker, Schweinestall,...) obwohl er es grade möchte. Dann wirft er sich auf den Boden, schreit das mir die Ohren klingeln. Als hätte ich ihn verprügelt. Er kann dann gar nicht mehr mit seiner Wut umgehen. Das sind die einzigen Situationen bei denen er den Körperkontakt nicht sucht, sondern abwehrt. Leider kann (und will) ich ihn dann nicht laufen lassen wo er hin will. Hier auf dem Hof ist das einfach zu gefährlich und das muss er lernen. Also schleppe ich ihn ausser Sichtweite des Begehrten #schwitz. Meist gehe ich rein mit ihm (draussen hat er das schneller, denn da sind ja die interessanteren Dinge). Trotzdem braucht er irre lange sich zu beruhigen. Helfen lassen will er sich nicht. Wenn ich ihm zu Nahe komme, dann haut/kratzt/beißt er. Somit halte ich mich in der Nähe auf und ertrage das ganze irgendwie.

So, jetzt geht es mir besser. Ich hoffe einfach mal es ist eine der vielen Phasen, die wieder vorübergehen. Immerhin ist er von seinem Programm so müde abends, dass er endlich bis nach 6 Uhr morgens schläft #gaehn

LG

Beitrag von abns2008 09.04.10 - 20:38 Uhr

Hallo!

Ja, das geht vorbei!

Und dann kommt die nächste Phase, und die übernächste...

Ich erlebe das ganze schon zum viertenmal, und manchmal könnt ich echt k.... und dann frag ich mich echt "warum,warum,warum hab ich mir das alles nochmal angetan"???

Andererseits sind die Dergels zwischendurch ja dann doch sooo süß, und es schießt mir dann immer so arg die Liebe ein...Und ich bin einfach nur froh dass sie alle da sind! Zum Glück is es wohl von Natur aus so dass einem bloß die schönen Momente in Erinnerung bleiben...sonst würde jede Frau wohl nach dem ersten Kind die Nase gestrichen voll haben!

Alles Liebe für dich,

Nicole

Beitrag von ann-mary 09.04.10 - 21:00 Uhr

Hi,

dein Kleiner ist voll in der Trotzphase angekommen (beginnt mit einem Jahr und endet mit 5 Jahren!!).

Es gibt ein tolles Buch von Dr. Kaup "Das glücklichste Kleinkind der Welt" - hier wird wunderbar beschrieben wie man das Kleinkind durch die schwierige Phase bringt.

Wenn er wieder etwas möchte, was dir nicht in dem Sinn steht, wäre es gut, das du ihm erklärst warum er jetzt das nicht darf und nicht einfach wegzerren und ablenken. das ist für seine Kinderseele nicht gut, ist aber auch alles sehr schön im Buch beschrieben.

Am besten ist es auch, das dein Kind, wenn es einen Tobsuchtsanfall bekommt, in sein Zimmer alleine läßt, da er sich dort beruhigen kann und das wird auch schnell geschehen.

HG ann

Beitrag von tosse10 09.04.10 - 21:13 Uhr

Danke für die Tipps. Werd mir das Buch gerne mal anschauen.

Aber erklären ist ja schön und gut. Ich erkläre ihm schon warum etwas nicht geht. Immer wieder. Leider fliegt er sofort hoch, wenn ich nicht in die gewünschte Richtung geht. Eine Alternative zum wegzerren/schleppen sehe ich nicht, denn es ist einfach gefährlich auf einem Betrieb mit vielen Maschinen, mehreren Angestellten,.... So ein Treckerreifen ist größer als ich, da möchte ich unseren Sohn nicht drunter wieder finden müssen.
Ich freu mich so auf den Tag an dem ENDLICH unser Gartenzaun kommt und er aus sicherer Entfernung alles mitbekommen kann, oder sich auch einfach mal dort austoben kann.

LG