wie lange trauern?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von vreni---68 10.04.10 - 07:38 Uhr

darf ich hier mal meine geschichte schreiben?ich hab im dezember 2001 meine große liebe kennengelernt,wir haben dann auch gleich im april 2002 geheiratet,ein jahr später kam unser töchterlein zur welt.da aber mein mann ein alkoholproblem hatte,hab ich mich dann 2006 von ihm getrennt und gesagt,es ist nicht aus,er solle das trinken aufgeben,hat er nicht geschafft,aber immer wieder beteuert,er liebt mich und hört mit trinken auf!hab dann die scheidung eingerreicht,nur er hat seine papiere nicht gebracht.wir hatten bis zum schluß ein freundschaftliches verhältnis,er war immer für mich da.dann hat er für 6 wochen nach düsseldorf zum arbeiten müssen.einen tag bevor er gefahren ist hat er für uns noch gekocht(er hat nur 2mal für mich gekocht,am anfang:zwiebelschnitzel und an dem tag:zwiebelschnitzel).am nächsten tag ist er dann gefahren und nicht wieder gekommen:-(einen tag(12.12.2007) bevor er heim fahren wollte ist er gestorben,hirnschlag!ich hab so geweint,4 tage lang!bis jetzt komm ich mit seinem tod nicht klar!seine verwandschaft bezeichnet mich jetzt als heuchlerin und nimmt alles vom grab,was wir hinstellen!auch das von seiner tochter!danke fürs lesen!ich hoff,ich komm irgendwann drüber weg!

Beitrag von marion0689 10.04.10 - 09:17 Uhr

Morgen!!

Erstmal mein herzliches Beileid!!!

Die Verwandten deines (Ex??)-Mannes kommen wahrscheinlich selber nicht damit klar, dass er tot ist.

Dass du eine Heuchlerin bist, ist ja wohl totaler Schwachsinn.
Warum solltest du nicht trauern sollen?? Ihr wart doch verheiratet, habt eine gemeinsame Tochter, zusammen ein Leben geführt.
Dass du die Scheidung eingereicht hast ( aus einem eigentlich sehr verständlichem Grund ) bedeutet schließlich nicht, dass du eure gemeinsamen Jahre und eure gemeinsame Zeit vergessen hast oder??

Er wäre immer ein Teil in deinem Leben geblieben, auch wenn ihr geschieden gewesen wärd.

Alles Liebe euch !

Beitrag von vreni---68 10.04.10 - 09:59 Uhr

erstmal danke.ich muß dazu sagen,dass wir nicht geschieden worden sind,weil er ja seine papiere nicht abgegeben hat.er wollte keine scheidung!ich hab mir nur gedacht,dann hat er seinen willen gehabt:bis dass der tod euch scheidet.ich glaub,seine verwandschaft kommt damit nicht klar,dass ich immer noch seine frau war.aber dafür kann ich nichts.die großeltern kümmern sich nicht mal um seine tochter!der einzige sohn ist tot und sie interessieren sich nicht für sein kind!nur seine schwester und ihre kinder sind wichtig!das macht mich soooo traurig:-(!

Beitrag von motte1986 10.04.10 - 10:17 Uhr

hallo vreni!

aber dann bist du ja offiziell witwe mit witwenrente,
deine tochter bekommt waisenrente, etc!!!!

in der verbreiteten auffassung sollte man meinen, dass DU seine beerdigung, etc. ausgerichtet hast und dir das grab gehört.

zum einen: auch wenn er alkoholiker war, du hast ihn geliebt.
ich hab meinen exfreund mit 16 verloren, damals schon ex. ich bin verheiratet mit einem wundervollen mann, zwei wundervolle söhne und trotzdem heule ich jedesjahr an seinem todestag wasserfälle, weil es so wehtut. zumal er in italien beerdigt ist und ich nicht einfach so an sein grab kann.

also, warum bist du eine heuchlerin?lass dir sowas nicht einreden.

zum anderen: was die sachen auf dem grab, vor allem die der tochter, betrifft: geh zum anwalt und lass dir helfen, ich glaube nicht, dass seine verwandtschaft dir oder wenigstens seiner tochter verbieten kann am grab was zu hinterlassen.

bei meiner uroma war das so. die ist 1996 mit 74 jahren gestorben und ist ins grab ihres schwiegersohnes gekommen. der ist 91 gestorben (mein opa also). diverse verwandte haben mal blumen, mal eine kleine pflanzschale aufs grab gestellt, meine oma hat die sachen immer weggeschmissen.
die verwandten sind zum anwalt und haben recht bekommen, einmal im monat eine angemessene bepflanzung in der schale oder in der vase anzubringen. verboten waren halt so oberkitschige weihnachtsbäumchen oder so, aber ne pflanzschale oder blumen oder kränze durften sie ab da drauflegen.

versuchs einfach mal, sowas belastet die trauerarbeit ungemein!!!!


vlg

Beitrag von vreni---68 10.04.10 - 11:03 Uhr

beim grab hab ich nichts zum mitreden gehabt,er wurde im familiengrab beerdigt.am anfang hab ich eine anzeige gemacht,aber ist eingestellt worden.wie du schon sagst,ich kann auf dem privatweg klagen.wir haben auch nur pflanzschalen hingestellt und einen engel.an seinem geburtstag mal einen kranz,der war dann verschwunden,hab dann die anzeige gemacht,dann hat die liebe verwandschaft gesagt,der wäre weg geflogen.bin am nächsten tag hin ans grab und da liegt der kranz tatsächlich am nebengrab,aber ohne schleife!ich finds schon eine frechheit,dass das teil auf ein fremdes grab geworfen wird:-[