Er will keinen Brei

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nami8277 10.04.10 - 11:44 Uhr

Hallo Mädels,

mein kleiner ist bald 6,5 Monate und möchte keine Breikost.
Anfangs aß er total gerne seine Karotten, aber von heut auf morgen nicht mehr. Er mag auch sonst nix, ich hab bald jeden Tag was andres getestet und er will nicht. Nichtmal Milchbrei, nix.
Irgendwann muss er doch aber mal anfangen?

Sonst nuckelt er ja gerne an Salatgurken rum und auf Karotten aber Brei will er nicht :-(

Der kleine Mann ist noch viel wählerischer als seine Mama.

Hat jemand nen Tip?

Beitrag von dragonmother 10.04.10 - 11:51 Uhr

Dann gib ihm doch Fingerfood wenn er das lieber mag.

Lg

Beitrag von nami8277 10.04.10 - 12:00 Uhr

tu ich ja aber das ersetzt ja keine mahlzeit :-(

Beitrag von perserkater 10.04.10 - 12:05 Uhr

Muss und soll es auch nicht. In meinem BLW Text steht das wichtigste. Ersetzen will nur die Babynahrungsindustrie. Richtiger wäre es Milch weiterhin nach Bedarf und BEIkost bleibt Beikost und keine Ersatzkost.

Beitrag von nami8277 10.04.10 - 12:20 Uhr

okay dann bekommt er, bis er mal was kauen kann, weiter sein gürkchen und seine karotte zum drauf beissen :-)

vielen dank

Beitrag von sabi2000 10.04.10 - 11:56 Uhr

Hi,
das ist bestimmt nur eine Phase würde ne Woche aussetzten und dann wieder probieren.
gibst du Gläschen oder kochst du selber.
Meine Maus hat das selbstgekochte auch viel lieber!

Mach dir keinen Kopf, der isst schon wieder!
Meine Kleine hat auch grad ne Phase wo sie Mittags total schlecht isst ich geb ihr so viel wie sie nimmt und dann noch Obst und das wars erst wieder nachmittag ;o) Aber sie wird schon bald 11 Mon!

Viel Glück

Sabrina mit Zoe

Beitrag von perserkater 10.04.10 - 12:00 Uhr

Hallo

Zunächst die Erklärung, warum das Baby keinen Brei braucht:
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article961...ei.html

Und:

Quelle: http://breikasper.nielsrump.net/?page_id=8

Die Grundlage der Baby-gesteuerten Beikosteinführung (engl. „baby led weaning“, auch kurz BLW genannt) ist eine Studie die Gill Rapley, eine erfahrene Kinderkrankenschwester und stellvertretender Direktor der Baby Friendly Initative des britischen UNICEF Büros, 2004 durchgeführt hat.

Die Basis hinter der Baby-gesteuerten Beikosteinführung ist die Beobachtung, daß Babys mit sechs Monaten in der Lage sind die Beikosteinführung wortwörtlich selber in die Hände zu nehmen. Dabei wird Stillen als die ideale Vorbereitung gesehen, da gestillte Babys sind in der Lage die Milchaufnahme selbst zu regulieren, es ist also nicht möglich, ein gestilltes Baby zu überfüttern. Außerdem ändert sich der Geschmack der Muttermilch — je nachdem was die Mutter gegessen hat. Diese Umstände bereiten ein Baby dann auch auf die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen vor.

BLW nutzt dabei die natürliche Neugier des Babys aus, mit der er seine Welt entdeckt, imitiert und experimentiert. Der Fokus von BLW liegt nicht in der Nahrungsaufnahme (das wird weiterhin durch das Stillen oder ggf. durch die Flaschenfütterung erreicht). Die Beikosteinführung wird als Spaß und Entdeckung gesehen – das Zentrale Thema ist Neugier, nicht Hunger.

Bei der traditionellen Art der Beikosteinführung wird Babys am Anfang alles Essen in Breiform gegeben. Nach einigen Wochen werden die Breie zunehmend „stückchenhafter“, damit die Babys kauen lernen – und erst wesentlich später kommt dann feste Nahrung („Finger Food“) dazu.

BLW überspringt die ersten beiden Phasen. Anstelle sämtliche Lebensmittel zu pürieren oder (später) zu zerdrücken, wird das Essen dem Baby in handlichen Portionen angeboten. Das heißt, daß das Baby sich selbst von dem angebotenen Speisen bedient und selbst entscheidet was - und wieviel - es probieren möchte.

Die 16 goldenen BLW-Regeln

1. Lass das Baby bei den Familienmahlzeiten mitmachen. Gegen Ende des sechsten Monats fangen die meisten Babys an, die Familienmitglieder zu beobachten.

2. Das Baby muß aufrecht sitzen wenn es beginnt mit Essen zu experimentieren. Am Anfang kann es auf dem Schoß sitzen. Wen es anfängt das angebotenen Essen in die Hand zu nehmen, ist es wahrscheinlich auch in der Lage, ggf. abgestützt, im Hochstuhl zu sitzen.

3. Biete dem Baby Essen in Pommes-großen Stiften an, so daß es das Essen in die Faust nehmen kann. Es kann oft auch dieselben Sachen essen, die der Rest der Familie ißt. Dies erhöht das Zusammengehörigkeitsgefuehl.

4. Biete eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln an. Es besteht kein Grund die Experimentiermöglichkeiten einzuschränken.

5. Das Baby bestimmt die Dauer der Mahlzeiten. Versuche es nicht zu eilen und “hilf” nicht, indem dem Baby Essen in den Mund gelegt wird.

6. Erwarte nicht, daß das Baby am Anfang tatsächlich etwas isst. Wenn das Baby feststellt, daß das neue “Spielzeug” gut schmeckt wird es kauen und später auch schlucken.

7. Erwarte nicht, daß ein junges Baby alles aufißt. Babys müssen erst noch die Fähigkeit entwickeln, die Stücke, die sie in der Faust haben zu manipulieren.

8. Biete abgelehntes Essen erneut an. Babys ändern öfters ihre Meinung über Geschmäcker und akzeptieren Essen, daß sie früher abgelehnt haben.

9. Lass ein Baby niemals alleine beim Essen.

10. Biete kein gefährliches Essen an (Beispiel: Erdnüsse).

11. Biete kein Essen an, das Salz oder Zucker enthält. Dies gilt besonders für Fertiggerichte und Fast Food

12. Biete dem Baby Wasser aus einem Becher an. Ein gestilltes Baby benötigt zwar kein zusätzliches Wasser (die Muttermilch reicht aus), das Trinken aus dem Becher muß aber auch erlernt werden.

13. Es ist chaotisch und der Putzlappen wird eine Notwendigkeit! Eine Plastikmatte unter dem Hochstuhl schützt den Teppich und hilft beim Aufräumen. Heruntergefallenes Essen kann auch so wieder verwendet werden - das minimiert den Abfall.

14. Still weiterhin nach Bedarf. Die Stillmahlzeiten ändern sich erst, wenn die Mahlzeiten größer werden.

15. Sprich Dich mit Deinem Kinderarzt oder –krankenschwester ab bevor Du mit BLW anfängst – insbesondere wenn das Baby flaschengefüttert wird, oder wenn es in der Familie Fälle von (Lebensmittel-)Allergien gibt.

16. Genieße es! Es macht einfach Spaß zuzusehen, wie ein Baby Essen entdeckt.

Weiter Infos übers BLW findest du auch hier:
* der Blog "Breikasper": http://breikasper.nielsrump.net/?p=13
* der Blog "unpueriert": http://unpueriert.wordpress.com/
* der Blog "Millicent mag": http://millicentmag.blogspot.com/


Viel Spaß beim futtern.

LG

Beitrag von nami8277 10.04.10 - 12:02 Uhr

dankeschön

Beitrag von goldengirl2009 10.04.10 - 12:01 Uhr

Och ich kann Deinen Zwerg verstehen, ich möchte auch nicht diese "Pampe" essen,die eh nur nach Kleister schmeckt.

Hast Du schon einmal was von BLW gehört ?
Schau Dir das einmal an, hier hat es die "userin" perserkater super erklärt.


Hallo

Zunächst die Erklärung, warum das Baby keinen Brei braucht:
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article961...ei.html

Und:

Quelle: http://breikasper.nielsrump.net/?page_id=8

Die Grundlage der Baby-gesteuerten Beikosteinführung (engl. „baby led weaning“, auch kurz BLW genannt) ist eine Studie die Gill Rapley, eine erfahrene Kinderkrankenschwester und stellvertretender Direktor der Baby Friendly Initative des britischen UNICEF Büros, 2004 durchgeführt hat.

Die Basis hinter der Baby-gesteuerten Beikosteinführung ist die Beobachtung, daß Babys mit sechs Monaten in der Lage sind die Beikosteinführung wortwörtlich selber in die Hände zu nehmen. Dabei wird Stillen als die ideale Vorbereitung gesehen, da gestillte Babys sind in der Lage die Milchaufnahme selbst zu regulieren, es ist also nicht möglich, ein gestilltes Baby zu überfüttern. Außerdem ändert sich der Geschmack der Muttermilch — je nachdem was die Mutter gegessen hat. Diese Umstände bereiten ein Baby dann auch auf die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen vor.

BLW nutzt dabei die natürliche Neugier des Babys aus, mit der er seine Welt entdeckt, imitiert und experimentiert. Der Fokus von BLW liegt nicht in der Nahrungsaufnahme (das wird weiterhin durch das Stillen oder ggf. durch die Flaschenfütterung erreicht). Die Beikosteinführung wird als Spaß und Entdeckung gesehen – das Zentrale Thema ist Neugier, nicht Hunger.

Bei der traditionellen Art der Beikosteinführung wird Babys am Anfang alles Essen in Breiform gegeben. Nach einigen Wochen werden die Breie zunehmend „stückchenhafter“, damit die Babys kauen lernen – und erst wesentlich später kommt dann feste Nahrung („Finger Food“) dazu.

BLW überspringt die ersten beiden Phasen. Anstelle sämtliche Lebensmittel zu pürieren oder (später) zu zerdrücken, wird das Essen dem Baby in handlichen Portionen angeboten. Das heißt, daß das Baby sich selbst von dem angebotenen Speisen bedient und selbst entscheidet was - und wieviel - es probieren möchte.

Die 16 goldenen BLW-Regeln

1. Lass das Baby bei den Familienmahlzeiten mitmachen. Gegen Ende des sechsten Monats fangen die meisten Babys an, die Familienmitglieder zu beobachten.

2. Das Baby muß aufrecht sitzen wenn es beginnt mit Essen zu experimentieren. Am Anfang kann es auf dem Schoß sitzen. Wen es anfängt das angebotenen Essen in die Hand zu nehmen, ist es wahrscheinlich auch in der Lage, ggf. abgestützt, im Hochstuhl zu sitzen.

3. Biete dem Baby Essen in Pommes-großen Stiften an, so daß es das Essen in die Faust nehmen kann. Es kann oft auch dieselben Sachen essen, die der Rest der Familie ißt. Dies erhöht das Zusammengehörigkeitsgefuehl.

4. Biete eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln an. Es besteht kein Grund die Experimentiermöglichkeiten einzuschränken.

5. Das Baby bestimmt die Dauer der Mahlzeiten. Versuche es nicht zu eilen und “hilf” nicht, indem dem Baby Essen in den Mund gelegt wird.

6. Erwarte nicht, daß das Baby am Anfang tatsächlich etwas isst. Wenn das Baby feststellt, daß das neue “Spielzeug” gut schmeckt wird es kauen und später auch schlucken.

7. Erwarte nicht, daß ein junges Baby alles aufißt. Babys müssen erst noch die Fähigkeit entwickeln, die Stücke, die sie in der Faust haben zu manipulieren.

8. Biete abgelehntes Essen erneut an. Babys ändern öfters ihre Meinung über Geschmäcker und akzeptieren Essen, daß sie früher abgelehnt haben.

9. Lass ein Baby niemals alleine beim Essen.

10. Biete kein gefährliches Essen an (Beispiel: Erdnüsse).

11. Biete kein Essen an, das Salz oder Zucker enthält. Dies gilt besonders für Fertiggerichte und Fast Food

12. Biete dem Baby Wasser aus einem Becher an. Ein gestilltes Baby benötigt zwar kein zusätzliches Wasser (die Muttermilch reicht aus), das Trinken aus dem Becher muß aber auch erlernt werden.

13. Es ist chaotisch und der Putzlappen wird eine Notwendigkeit! Eine Plastikmatte unter dem Hochstuhl schützt den Teppich und hilft beim Aufräumen. Heruntergefallenes Essen kann auch so wieder verwendet werden - das minimiert den Abfall.

14. Still weiterhin nach Bedarf. Die Stillmahlzeiten ändern sich erst, wenn die Mahlzeiten größer werden.

15. Sprich Dich mit Deinem Kinderarzt oder –krankenschwester ab bevor Du mit BLW anfängst – insbesondere wenn das Baby flaschengefüttert wird, oder wenn es in der Familie Fälle von (Lebensmittel-)Allergien gibt.

16. Genieße es! Es macht einfach Spaß zuzusehen, wie ein Baby Essen entdeckt.

Weiter Infos übers BLW findest du auch hier:
* der Blog "Breikasper": http://breikasper.nielsrump.net/?p=13
* der Blog "unpueriert": http://unpueriert.wordpress.com/
* der Blog "Millicent mag": http://millicentmag.blogspot.com/


Viel Spaß beim futtern.


@perserkater Hoffe es war O.K.,dass ich mal kopiert habe ?


Gruß

Beitrag von perserkater 10.04.10 - 12:04 Uhr

Passt schon so. Doppelt hält eh immer besser.#rofl

Beitrag von jumarie1982 10.04.10 - 12:13 Uhr

Das Copy&Paste-Kätzchen war wieder schneller #ole

Beitrag von perserkater 10.04.10 - 12:17 Uhr

Das kommt davon wenn Mann und Sohn außer Haus sind. Sie beschaffen gerade Döner.#ole#mampf Da hat die Mutti Zeit für so was.

Beitrag von nami8277 10.04.10 - 12:19 Uhr

find ich gut :-D