Körper vorm Einschlafen

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von swordy 10.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo,

Mensch ich hab mal eine Frage.
Ich bin ja mittlerweile bekannt dafür, dass ich meinen Körper etwas arg beobachte.
Jetzt ist mir aufgefallen dass ich manchmal, in Nächten, in denen ich völlig erschöpft bin, und momentan bin ich sehr erschöpft, könnte nur schlafen und finde keine Ruhe , immer erst gegen morgens 4 oder halb 5, ein total komisches Körperempfinden habe.

Und zwar, wirklich ein, zwei Sekunden bevor ich einschlafe, habe ichmanchmal das Gefühl mein Körper schläft schon. Also , irgendwie fühlt sich mein Körper komsich an, bisi taub. ich schrecke dann hoch, und dann ist alles auch schn wieder vorbei.
Ist das normal?
Habt ihr das auch?
Wirklich wenn ich ganz ganz kurz vorm einschlafen bin.
Mach mir jetzt doch wieder Sorgen, dass es was schlimmes sein könnte.
Sonst gehts mir eigentlich gut. Bis auf die Panik halt ständig.
Hm.

Wie gesagt, Arme, Beine etc. fühlen sich dann ganz komisch an. Kann ich zwar bewegen aber nach einer sekunde ist das wieder vorbei und ichschlaf sofort ein.
Will net zum Arzt, falls ds wieder bloß son normales Ding ist.
So wie: Körper schläft vor Erschöpfung, Geist hat noch nicht abgeschalten.
Was meint ihr?
Kennt ihr das?

LG
Sarah

Beitrag von ini29 10.04.10 - 13:03 Uhr



hallo sarah,

da bin ich mal selber gespannt auf die anworten,mir geht nämlich manchmal genau so,weiß auch nicht was das sein könnte#kratz....ist aber schon ein sehr merkwürdiges gefühl...

warten wir mal ab,ob das jemand noch hier kennt bzw.woher das kommen könnte

lg ines

Beitrag von myimmortal1977 10.04.10 - 14:06 Uhr

Stehst Du gerade unter besonders extrem psychischen Druck?

Ich hatte so was mal, als ich meine Ausbildung abgeschlossen habe und in eine feste Anstellung gewechselt habe.

Die Damen, die mich einarbeiten sollten, waren nicht gerade nett zu mir. Haben mir falsche Dinge gezeigt, die ich dann natürlich ebenso falsch übernahm.

Durch den Stress, dem ich mich damals ausgesetzt fühlte, habe ich massive Schlafstörungen bekommen. Ich bin immer kurz vor der Phase des Einschlafens ruckartig wach geworden. Mein ganzer Körper hat pulsiert, ich habe geschwitzt, fühlte mich mega ausgelaugt.

Die 2. Nacht konnte ich dann aus Erschöpfungsgründen schlafen, bei der darauf folgenden das selbe. Wieder nicht geschlafen.

Es waren bei mir die Probleme in meinem Kopf, die mich nicht richtig abschaten ließen.

Die Rettung damals war meine Vorgesetzte. Sie merkte was da Sache war, was die Damen mit mir da veranstalteten. Sie nahm mich dann raus und ich bekam mein alleiniges Aufgabengebiet. Wo sie mich einarbeitete.

Seit dem war der Spuk vorbei. Es ging aber gut ein halbes Jahr. Ich fühlte mich schon fast reif für die Psychostation.

Probleme, die einem mehr oder weniger unterschwellig die Gedanken rauben, verursachen Schlafprobleme. Massive Schlafprobleme.

Warum "hörst" Du momentan mehr auf Deinen Körper? Gibt es noch andere Anzeichen? Hast Du Probleme privater Natur oder auf dem Arbeitsplatz? Hast Du Kinder? Ist Dir momentan alles ein bißchen viel um Dich herum?

Du musst die Belastungsfaktoren um Dich herum ausschalten. Erst wenn der Kopf von Dir frei ist, wird sich auch Dein Schlafproblem lösen.

Das schlimme war, ich habe mich schlaftechnisch damals in der Zeit massiv unter Druck gesetzt. Ich habe mich krampfhaft versucht, zum Schlafen zu zwingen. Und das ging komplett nach hinten los. Je mehr ich mich in das Thema hinein steigerte, umso weniger wurde es was.

Ich würde auch noch mal organische Ursachen ausschließen lassen. Z. B. beim Hausarzt ein großes Blutbild machen lassen.

Dir alles Liebe, Janette

Beitrag von swordy 10.04.10 - 15:11 Uhr

Hallo,

erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten.
Ja, ich hab momentan ziemlich viel psychischen Stress.
Zum einen sehr starke Beziehungsprobleme, bei denen ich nicht weiß, wie es weiter geht.
Habe ein Kleinkind 1,5 Jahre, das mir alles abverlangt momentan und da kommt dann natürlich die Zukunftsangst dazu, wie es mit meiner süßen und mir wohl weitergehen soll.

Ich leide leider auch an Depressionen und Panikattacken. Mal mehr , mal weniger.
Organisch hatte ich vor 3 Jahren ca. einen Marathon.
MRT vom Hirn, Blutuntersuchungen, ich kann gar nicht zählen was alles.

Letzten Monat erst wieder EKG und Schilddrüsenwerte.
Alles ok.
Die Blutwerte so gut wie nie.

Dennoch. irgendwie hab ich ständig Angst das ich irgendewtas haben könnte. Mir ist auch immer schwindelig, ohren rauschen etc. Aber meine liebe Ärtzin meinte bereits ich sei einfach nur komplett ausgepumpt.

Ich kümmer mich nebenbei noch um die zwei Kinder meines freundes, die Nichten, Neffen. Naja Zeit für mich bleibt wenig, da meine süße auch ein absolutes Mamakind ist.
Seit Monaten schlafe ich Nachts nur noch 3 - 4 Stunden und bin fertig.

Johanniskrauttabletten habens leider auch schlimmer gemacht.
Nunja, zumindest habt ihr mich jetzt dahingehend beruhifrt, dass ich doch nicht schlimmes habe.

Habs ja selbst auch schon einfach auf totale Erschöpfung geschoben.

LG
und einen schönen Tag euch

Beitrag von meggie39 10.04.10 - 23:23 Uhr

Hallo Sarah,

ich kenne das auch - vor allem, wenn ich sehr müde und erschöpft bin und viel Stress habe. Mittlerweile schrecke ich dann aber nicht mehr hoch, sondern empfinde den Zustand sogar als angenehm, weil ich weiß, dass ich dann gleich einschlafen werde.

Vor zwei Jahren hatte ich allerdings eine Phase, wo ich Angstzustände und Panikattacken hatte, und da bin ich in dem Moment, wo ich gefühlt habe, dass mein Körper gleich einschläft, regelmäßig hochgeschreckt und habe manchmal sogar eine Panikattacke bekommen. Bei mir hatte das wohl hauptsächlich mit Angst vor Kontrollverlust zu tun.

Mir hat damals eine Psychotherapie sehr geholfen. Außerdem mache ich seitdem regelmäßig Yoga. Das (oder eine andere Entspannungstechnik) ist sicher sehr sinnvoll, weil man dadurch lernt, Körper und Geist bewusst zu entspannen und in Einklang zu bringen.

Wenn ich lese, was du alles für Stress hast, kann ich dir nur dringend empfehlen, eine Entspannungstechnik zu erlernen und dir außerdem therapeutische Hilfe zu suchen (falls du das noch nicht getan hast). Du musst unbedingt was für dich selbst tun, sonst hältst du das nicht mehr lange durch.

Alles Gute und liebe Grüße
Meggie

Beitrag von worker7 16.04.10 - 21:04 Uhr

hallo sarah,
erst mal ist es völlig normal was du beschreibst und auch den grund schreibst du ja schon dazu.....
es ist richtig dass dies durch viel stress öfter vorkommt bzw dir mehr bewusst wird. also defakto: nabel dich ein wenig ab, du hast genug mit deinem kind zu tun. ich weiss wovon ich rede. meine süsse ist auch anderthalb und ich geh fast am stock.... ich hab sie jetzt seit vier wochen in die kita "abgeschoben" damit ich wieder atmen kann. sie hing 24 stunden an mir. sie schläft auch in meinem bett. als sie noch in ihrem bett schlief war sie bis zu 8 mal jede nacht wach. da ich dann irgendwann echt nicht mehr konnte hab ich sie in mein bett genommen. seitdem ist es gut.....mal wird sie noch kurz wach schläft aber gleich wieder ein was in ihrem bett nicht ging. aber ich schweife ab....
also nochmal schaff dir freiraum für dich. das ist ganz wichtig sonst klappst du zusammen.

und noch etwas. ich will dir nicht zu nahe treten und es soll auch keine beleidigung sein. aber du schreibst ja selber dass du dich viel beobachtest.... damit tust du dir auch keinen gefallen. du interpretierst dir so sachen die nich da sind....das kann auch ganz schnell zum simulieren führen. also versuch alles etwas gelassener zu sehen. nicht jeder pickel ist gleich ein tumor.....
fühl dich mal gedrückt ´
lg
sandra