Hund zu dünn? (Auch barf Frage)

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von tuttifruttihh 10.04.10 - 20:44 Uhr

Hallo,

wir haben seit einem Jahr zwei französische Bulldoggen. Am Anfang haben wir sie mit normalem Nassfutter vom Discounter gefüttert, dann mit Trockenfutter vom Discounter, als eine Getreideallergie festgestellt wurde mit hochwertigem, getreidefreiem Nassfutter und nun barfen wir.

Mein Problem ist, dass ich mir von allen anhören muss, dass unsere Hündin zu dünn ist. Wenn ich unsere Tierärztin frag sagt sie, sie hat eine gute Figur. Unser Rüde ist ganz normal. Die beiden haben allerdings abgenommen, nachdem wir das Futter umgestellt haben, sind aber insgesamt vieeeel fitter und gesünder geworden. Die Hündin ist ein Energiebündel und nimmt unglaublich schnell ab und zu. Nach einer Mahlzeit ist sie rund wie eine Kugel, vor einer Mahlzeit sieht man z.T. die Rippen.

Ich habe die Barf-Mahlzeiten genau berechnet (vom Gewicht ausgehend). Meine Bullys wiegen gleich viel, aber ich denke Zoe hat einen höheren Energiebedarf, da sie viel aktiver und hibbeliger ist.

Ich weiß auch nicht, vielleicht lass ich mich einfach zu leicht verunsichern, es sind unsere ersten Hunde. Diese Kommentare "die ist aber dünn" nerven einfach nur! Von anderen Bullysbesitzern bekommen wir eher Komplimente, dass die beiden schön schlank und muskulös sind. Ich weiß auch immer nicht, was ich dann antworten soll, denn es soll ja nicht aussehen, als wenn unsere Hunde nichts zu fressen kriegen. Aber sie überfüttern finde ich auch Quatsch, gibt in meinen Augen keine größere Quälerei als ein dicker Hund, der seinen Bewegungsdrang auf Grund seiner Figur nicht ausleben kann.

So agil, wie unsere Hunde sind geht es ihnen wunderbar.

Woran merke ich denn nun, ob ein Hund zu dünn ist?

Dazu kommt folgendes: Unsere Hündin liebt es draußen zu schnuppern und zu naschen, also z.B. Beeren, Knospen, Bucheckern, Hagebutten, usw. aber leider auch Dinge wie Kaugummis. Leider gibt es hier Kaugummis wie Sand am Meer und machmal seh ich sie einfach nicht schnell genug und sie frisst sie. Zum Glück werde auch ich immer schneller und so kann ich sie inzwischen meist rechtzeitig stoppen oder es zumindest wieder aus ihrem Maul holen. Da dies ein selbstbelohnendes Verhalten ist, haben wir bis jetzt nicht geschafft es ihr abzugewöhnen. Meint ihr, sie frisst so gerne draußen, weil sie Hunger hat? Sie frisst auch kurz nach dem Fressen Sachen von draußen, deshalb halte ich es für unwahrscheinlich. Aber grade wenn man dauernd hört, dass sie zu dünn ist macht man sich über sowas Gedanken...

Hier noch ein paar Infos zu dem Futter. Unsere Bullys wiegen je ca. 12 kg. Wir füttern 200g Fleisch (meist Dibo Spezial, manchmal auch Pansen, Rind o.ä.) am Tag pro Hund. Dazu kommt das Gemüse, das bereite ich immer für eine Woche vor. Es besteht aus immer verschiedenen 500g Salat (z.B. Rucola, Feldsalat, Lolo Rossa/bianco, Eisbergsalat,...), 500g Obst (z.B. Äpfel, Bananen, Orangen,...) und 500g Gemüse (z.B. Karotten, Gurke, Zuccini, ...). Dazu kommen 4 Eier mit Schale, verschiedene Kräuter (Petersilie, Thymian, Majoran, Basilikum), Öl (meist Rapsöl), Jodsalz und Honig. Ich glaube, das war alles. Das Gemüse reicht eine Woche für beide Hunde. Wenn wir Kartoffeln vom Mittag übrig haben, dann bekommen die beiden diese zusätzlich zum Futter. Kommt aber eher selten, also ca. alle 2 Wochen vor. Muss zugeben, dass ich das meiste inzwischen abschätze und nichtmehr abwiege. Wir barfen die beiden jetzt seit nem halben Jahr.

Leckerlies in dem Sinne füttern wir kaum, nehmen meist Apfel oder Karotte. Manchmal auch Fleischwurst oder Käse, wegen der Getreideallergie können wir keine "normalen" Leckerlies füttern. Macht aber nix, die beiden mögen Obst und Gemüse total gerne.

Mach ich irgendwas falsch?

Hat jemand vielleicht ein ähnliches "Problem" und wie würdet ihr mit solchen Kommentaren umgehen? Ich habe keine Lust mehr mich dauernd zu rechtfertigen oder zu erklären.

Hier sind ein paar Bilder von meinen Hunden, damit ihr Euch ein besseres Bild machen könnt:
http://maddox-zoe.jimdo.com/

Lg

Beitrag von nickel76 11.04.10 - 00:38 Uhr

Hallo!
Ich finde die Hunde beide in Ordnung, soweit das auf den Bildern zu sehen ist. Es gibt ja immer bestimmte Rassen, die regelmäßig zu fett sind, da die Leute meinen, das wäre "rassetypisch". Das ist Quatsch ;-) Ich barfe meine schon länger und meine eine Hündin hat auch mal ne zeitlang sehr abgebaut, d.h. sie sah dünn aus, obwohl Futter und Bewegung unverändert. Ich werte das Futter dann gerne mit Öl auf (sehr regelmäßig) oder erhöhe die Futtermenge, das Ergebnis ist meist schnell zu sehen :-) Meine beiden sind auch etwas unterschiedlich, obwohl Bewegung und Größe fast gleich. Die Größere braucht trotzdem etwas weniger bzw. hält ihr Gewicht "einfacher", man könnte auch sagen, dass sie immer etwas mehr auf den Rippen hat :-))) Also einfach mehr füttern und einpendeln lassen, bißchen rumprobieren, kann auch immer wieder etwas schwanken, dann eben anpasse.
LG

Beitrag von tuttifruttihh 11.04.10 - 13:25 Uhr

Öl bekommen die beiden sowieso täglich ins Futter, mehr Öl geht nicht, sonst bekommen sie Durchfall.

Beitrag von -tinkerbellchen- 11.04.10 - 07:27 Uhr

Idealgewicht beim Hund: (Gilt auch für Germany)

Rippen leicht tastbar, bzw beim drüberstreichen fühlbar, die letzten beiden Rippen dürfen sichtbar sein, in der Bewegeung auch alle Rippen sichtbar.

Zu dünn: Im normalen Stand alle Rippen sichtbar, Beckenknochen (stark) hervorstehend.

Viele kennen einfach nur noch das Bild vom überfütterten, fetten Hund und wissen nicht was ein schlanker Hund ist.

Beitrag von tuttifruttihh 11.04.10 - 13:28 Uhr

Die Beschreibung vom Idealgewicht passt auf Zoe. Also scheint sie nicht zu dünn zu sein und unsere Tierärztin hat recht. Naja, sie ist ja auch eigentlich der Fachmann und wahrscheinlich hast Du recht, dass viele Menschen nur noch die überfütterten Hunde kennen. Grad die anderen Bullys aus unserer Gegend neigen eher zu Übergewicht, die eine ist sogar richtig fett. Gegen die sind unsere beiden natürlich spindeldürr. Aber man merkt es an den ganzen Bewegungsabläufen, dass unsere beiden viel gesünder sind.

Beitrag von lona2010 11.04.10 - 08:41 Uhr

hi,

ich finde die beiden sehr gut,so wie sie sind.
Das sie draußen alles finden und am liebsten fressen ist total normal.
Bullys sind staubsauger.;-)

Rechtfertigen musst du dich vor niemandem,
mal davon ab: sie werden jetzt erst an Masse zunehmen, der kopf wächst bis zu 2 jahren.
im ersten jahr wachsen sie in die länge und höhe, danach in die breite.
ich sag immer nur "gut das sie das sagen"
das reicht aus :-p

lg
lona

Beitrag von tuttifruttihh 11.04.10 - 13:34 Uhr

Ein Glück ist nur meine Hündin ein "Staubsauger", sonst wäre das Gassigehen echt anstrengend. Hab nur immer Angst, dass sie mal etwas giftiges frisst #zitter Neulich hat sie eine Hühnerkeule (hat wohl jemand abgeknabbert und weg geschmissen) gefunden. Es war dunkel und so schnell konnte ich garnicht gucken, wie sie sie im Maul hatte. Zumal man es bei ihr schlecht unterscheiden kann, ob sie nun nur schnuppert oder was fressbares wittert.

Die beiden sind jetzt 1 Jahr und 10 Monate, also ich denke auch in die Breite werden sie nicht mehr viel wachsen. Mein Rüde ist in den letzten Monaten ganz schön in die Breite gegangen, aber das ist ja auch typisch, dass die Rüden bulliger und breiter werden.

Beitrag von herzensschoene 11.04.10 - 14:08 Uhr

hallo ,

unsere bullydame ist auch sehr schlank. die tierärztin sagt,das ist okay, also ist es für mich auch okay.

den leuten sage ich immer: "tja, es gibt dicke und dünne hunde. so wie bei den menschen auch"

und das sie draußen frisst, liegt bestimmt nicht daran, dass sie noch hunger hat. es ist bestimmt nur appetit und gier.

viele grüße maren