Würdet ihr das Grab eurer Schwiemu pflegen ??

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von puschel80 11.04.10 - 07:05 Uhr

Hallo,

seltsame Frage ich weis, aber das steht bei uns zur Zeit etwas im Raum.

Meine Schwiemu ist 77 und macht sich halt langsam Gedanken wer mal das Grab nehmen soll.
Mein Mann hat noch eine Schwester aber er geht davon aus das er es nehmen wird.

Meine Eltern leben beide noch, sind noch viel jünger und natürlich gibts auch da ein Familiengrab.
Nun ist es so, das meine Eltern darüber nachdenken sich in einem "Waldfriedhof" beerdigen zu lassen und das Grab meiner Oma "eingehen" zu lassen damit wir mal nicht beide Gräber zu zahlen und zu pflegen haben.

Ich bin jetzt total hin und hergerissen - ich hab ein normales Verhältniss zu meiner Schwiemu aber meine Eltern sind nunmal meine Eltern und wenn ich die Wahl hätte würd ich natürlich lieber ihr Grab pflegen.....

Allerdings kann ich doch meinen Mann da nicht hängen lassen, seine Mama ist schwerkatholisch und würde NIE auf den Gedanken kommen das sie uns mit dem Grab zur Last fallen könnte oder so.... sie will das eben so traditionell fortführen.
Der Papa meines Mannes liegt schon in diesem Grab - er war auch nicht der leibliche Papa seiner Schwester - mein Mann meint das auch deswegen das Interesse seiner Schwester eben nicht so gross ist....

Puuuhhh ich spekulier mir da echt nen Ast ab momentan....

Ich mein pflanzen und so würde dann ja alles an mir hängen bleiben - während meine Eltern mal "NUR" ne Tafel an einem Baum bekommen....

Sorry fürs lange #bla #bla

Lg Katja

Beitrag von helikopta 11.04.10 - 08:03 Uhr

Guten morgen,

also ganz vorweg, mein Vater ist im Dezember verstorben, leider viel zu jung, und er hat sich immer eine Seebestattung gewunscht.
Wir leben hier an der Nordsee und es ist für mich kein Problem kein Grab zu haben das ich besuchen kann, denn bei jedem Strandspaziergang kann ich an ihn denken.
Wie du siehst liegen mir ganz persönlich solche Bestattungsformen eher (zum glück dem rest der Familie auch).
Wenn es um meine schwiegermutter gehen würde, und ich wüsste, das es ihr zu Lebzeiten wichtig war, und ich gehe ja mal davon aus das es deinem Mann auch wichtig ist, dann würde ich es machen, denn sie ist auch deine Familie.
Letztendlich finde ich aber, das dein Mann und seine Schwester sich darüber einigen müssten. Außerdem kann man das ganze vielleicht auch teilen oder so?
Unwichtig ware mir dabei ob meine Eltern anders Bestattet wären, denn das ist ja ihre Entscheidung und die sollten sie nicht davon abhängig machen was andere wollen.

LG

Daniela

Beitrag von gh1954 11.04.10 - 08:04 Uhr

Wenn du ansonsten keine ernstzunehmenden Sorgen hast, .........

Ist der Gedanke so erschreckend für dich, deiner Schwiegernutter mal ein Blümchen zu pflanzen und deine Eltern bekommen "nur" ein Schild? Hickhack meine Eltern - meine Schwiegereltern über den Tod hinaus, wobei deine Eltern noch recht "jung" sind?

Beitrag von puschel80 11.04.10 - 08:22 Uhr

Kann man hier nix schreiben ohne blöd von der Seite angemacht zu werden??

Wenn ich ANSONSTEN noch Sorgen hätte - würde ich sie wohl kaum hier schreiben - schon alleine deiner Antwort wegen #augen

Beitrag von annetteingo 11.04.10 - 12:11 Uhr

Du tust so, als sei so eine Grabpflege so einfach. Wir sind auch katholisch und ich weiß, wie die Gräber auf dem Friedhof aussehen. Da ist nix mit einem Blümchen pflanzen und fertig ist die Sache.
Meine Mama pflegt das Grab meiner Oma und sie ist mindestens 1x mal die Woche, wenn es schönes Wetter ist sogar alle 2 Tage da, um es wieder herzurichten und Blumen zu gießen, Kerzen anzünden, etc.
Das ist ein Zeitaufwand, der vielleicht täglich 30 Minuten ausmacht, aber wenn du dann die Fahrt dahin, die Besorgungen etc. mit bedenkst, läppert sich das.
Wenn es nur so wäre, dass sie alle halbe Jahre mal hin müsste, dann würde ich deine Antwort verstehen, aber so ist dann nun mal leider nicht, wenn das Grab ordentlich aussehen soll.

LG Annette

Beitrag von gh1954 11.04.10 - 13:05 Uhr

Danke für den Exkurs, aber MIR musst du nichts von Grabpflege erzählen.
Ich hatte bei der TE den Eindruck, dass es nicht nur um die Arbeit geht, sondern darum, ob die Schwiegermutter das "wert" ist und sie lieber das Grab ihrer Eltern pflegen würde, die gar kein Grab wollen.

Wenn die Schwiegermutter ein "konventionelles" Grab möchte und die TE schlaflose Nächte wegen der Pflege hat, kann die Verantwortung dafür fremdvergeben werden, für die gesamte Dauer der "Liegezeit.". Die Kosten dafür werden vom Erbe abgezogen und so bleibt niemand allein auf den Kosten (und der Arbeit) sitzen.





















Wem die Arbeit und die Zeit zu viel ist, kann die Pflege für die "Liegezeit" abgeben werden, die Kosten dafür werden aus dem Erbe bestritten, bleiben also nicht nur ein einem "hängen".

Beitrag von annetteingo 11.04.10 - 21:04 Uhr

Naja, aber erstens hat nicht jeder ein Erbe, dass vorallem ausreicht das Grab für mindestens 25 Jahre zu pflegen.Und auch arme Leute verdienen es trotzdem, wenn der Wunsch da ist, dass das Grab gepflegt ist.

Und ich finde schon, dass meine Mutter mehr wert ist als meine Schwiegermutter, zumindest für mich. Meine Mama hat natürlich einen höheren Stellenwert bei mir, als jemand, den ich dann irgendwann mal kennen gelernt habe, denn sie ist diejenige, dank der ich lebe. An dieses Urvertrauen zu meiner Mama kommt halt niemand ran, sei er noch so nett. Und dann kann ich den Gedanken schon einigermaßen nachvollziehen, dass sie ein schlechtes Gewissen ihren Eltern gegenüber hat, wenn die wegen der Arbeit darauf verzichten und jemand anderes aber verlangt, dass ich es mache. Wenn die Eltern eh keinen Wert darauf legen würden, wäre das auch schon wieder anders, aber sie verzichten scheinbar nur wegen der Arbeit und der Kosten.

Aber ich verstehe schon, was du meinst, zumindest jetzt wo du es nochmal erläuterst, wie es gemeint ist. Aus deinem ersten Post konnte ich das nicht ersehen.

LG Annette

Beitrag von ja-wer-schon 11.04.10 - 08:25 Uhr

Liebe Katja,
ich finde zum einen sollst du jetzt nicht das künftige Grab deiner Schwiegermutter gegen das Grab deiner Eltern aufwiegen. Das sollte man schon jedem selber zugestehen, wenn er denn zu Lebzeiten eine Entscheidung treffen möchte, wie oder wo er bestattet sein möchte.
Ehrlich gesagt finde ich auch, daß es nicht sooo viel Arbeit ist auch zwei oder drei Gräber zu pflegen. Die kann man doch dementsprechend anpflanzen. Okay, im Sommer das Gießen, aber da gibts doch auf fast allen Friedhöfen Grabnachbarn, die das gerne mitübernehmen. Meist verwitwete ältere Frauen, die sowieso täglich zum Friedhof gehen und sich über eine solche Aufgabe evtl. auch noch freuen, weil sie damit einfach noch "gebraucht" werden.
Wegen dem Finanziellen, kann man das so regeln, daß beim Todesfall bereits alle Kosten im Voraus für die Dauer der Ruhefrist, oder so lange man das Grab halt behalten möchte, bezahlt werden. Diese Kosten entnimmt man dann in der Regel dann vom Nachlaß der Verstorbenen.
LG
C.

Beitrag von soto 11.04.10 - 09:11 Uhr

Du musst dir einfach nur um eine Sache bewusst werden.

Defacto ist es so das es eben seine Eltern sind und für ihn wird klar sein sich um sie zu kümmern so wie du dich um deine kümmern willst.

Der Hauptpunkt ist aber das es "familie" ist.
Du kommst mit ihr gut zurecht, ihr mögt euch usw usf.

Ich denke das du ihm wenn es soweit ist helfen wirst so wie er dir helfen wird da dies eigentlich mehr als selbstverständlich ist.

Beitrag von marionr1 11.04.10 - 09:17 Uhr

Hallo!

Ich pflege das Grab meiner Schwiegeroma (Mutter von -SV), obwohl ich sie nicht gekannt habe.

Das Grab meiner Mama pflegt meine Tante.

Lg Marion

Beitrag von rienchen77 11.04.10 - 09:25 Uhr

meine Schwiegermutter ist immer so böse zu mir das ich das später ungern machen möchte... sie hat mir nie was gutes gegönnt oder ein liebes Wort für mich gehabt und soll später das ihr Grab pflegen?

Beitrag von labom 11.04.10 - 09:25 Uhr

Hallo,

sorry, aber ich kann deine Gedanken nicht nachvollziehen. Denn 1. wollen deine Eltern "nur" eine Tafel an einem Baum und 2. ist die SM immerhin die Mutter von deinem Mann. Wenn die Blümchen pflanzen zuviel arbeit ist, naja das pflanzen vielleicht nicht, aber das giesen danach, dann macht doch einfach eine Platte drauf. Bei uns auf dem Friedhof gibt es viele tolle Gräber die nicht bepflanzt sind.

LG

Beitrag von wind_sonne_wellen 11.04.10 - 09:35 Uhr

Hallo!

Echt das gibt es bei euch noch?

Bei uns darf man keine Platten mehr auf Gräber machen.

Ob das nur bei uns so ist?

LG

Beitrag von puschel80 11.04.10 - 09:36 Uhr

Bei uns gibts auch Platten auf den Gräbern, warum darf man das nicht bei euch??

Beitrag von wind_sonne_wellen 11.04.10 - 11:45 Uhr

Meine Mutter hat mir das mal gesagt. Der Grund soll sein, weil der Verwesungsprozess sonst zu sehr verzögert wäre in der lehmhaltigen Erde. Keine Ahnung, ich dachte das sei überall so.

LG

Beitrag von annetteingo 11.04.10 - 12:21 Uhr

Das darf man mittlerweile wirklich nicht mehr. Die Gräber die noch zugedeckt sind, sind vor Jahren so gemacht worden. Das darf man dann auch nicht mehr ändern, aber alle neuen Gräber bekommen keine Platten.

LG Annette

Beitrag von puschel80 11.04.10 - 09:35 Uhr

Ich denke meine Eltern wollen das in erster Linie damit ich das erstens nicht bezahlen muss und zweitens keine Arbeit damit habe.... wir hätten dann ja zwei Gräber zu zahlen und zu pflegen.... irgendwie hör ich halt bei meiner Mama das sie nur mitmacht weil mein Papa das möchte - wenns nach ihr ginge würde sie wohl auch lieber "richtig" beerdigt werden.... und da ist halt der Zwiespalt bei mir... das meine Eltern verzichten damit ICH das Grab meiner Schwiemu pflegen kann die mir einfach nicht sooo sehr am Herzen liegt wie meine Eltern...

Ich hoffe du weisst wie ich das jetzt meine .... ist schwer rüberzubringen....

Lg

Beitrag von berry26 11.04.10 - 09:37 Uhr

Hi,

also ich verstehe dein Problem generell nicht. Warum kann man sich nicht um 2 oder 3 Gräber gleichzeitig kümmern? Wo liegt das Problem wenn deine Schwiegermutter gern ein "normales" Grab möchte und deine Eltern "nur" eine Tafel an einem Baum? Das kann doch jeder selbst entscheiden und sollte auch entsprechend respektiert werden. Ist doch egal das das Grab deiner Schwiegereltern mehr Pflegeaufwand bedeutet als das deiner Eltern?

Warum solltest du dich alleine um das Grab deiner Schwiegermutter kümmern? Kann dein Mann keine Blumen pflanzen, wenn es schon um seine Eltern geht? Zudem ist es ja nun wirklich nicht viel Arbeit.

Um die Grundfrage zu beantworten:
Ja ich würde mich um das Grab meiner Schwiegereltern kümmern. Wir haben zwar kein sehr gutes Verhältnis aber doch ein akzeptables. Für mich würden höchstens ein sehr schlechtes oder gar kein Verhältnis zu ihnen dagegen sprechen.


LG

Judith

Beitrag von wind_sonne_wellen 11.04.10 - 09:40 Uhr

Hallo Katja,

ich denke, ich an deiner Stelle würde das Grab pflegen. Du kommst doch gut mit deiner SM aus und wenn es ihr Wunsch ist... Das hat mit dem Grab deiner eigenen Eltern doch nichts zu tun.

Mein Vater ist schon 1998 gestorben und meine Mutter pflegt sein Grab. Sie hat anfangs gesagt, dass sie selber mal verbrannt werden möchte und ihr Urne soll mit in das Grab meines Vaters.
Mittlerweile sagt sie aber, dass sie in ein "halbanonymes" Grab möchte. Das gibt es hier seit ein paar Jahren. Die Gräber sind unter grünem Rasen und da steht so eine Art Denkmal, wo für jeden Verstorbenen eine kleine Platte mit eingraviertem Namen dran gehängt wird.
Wir werden es so machen, wie sie es möchte, hoffen aber dass es noch lange dauert.

LG Petra

Beitrag von anyca 11.04.10 - 09:51 Uhr

Wieso solltest Du das denn machen und nicht Dein Mann?

Beitrag von puschel80 11.04.10 - 09:54 Uhr

Weil mein Mann nicht grade nen grünen Daumen hat.... es ist doch meist so das sich die Frauen dann drüm kümmern....

Beitrag von nightwitch 11.04.10 - 09:59 Uhr

Hallo,

aus diesem Grund wurde meine viel zu früh verstorbene "Schwiegermutter" verbrannt und verstreut und bei meiner Mutter wird dies ähnlich passieren.

Meinetwegen auch anoynm vergraben. Ich brauche keinen Platz auf einem Friedhof auf dem ich für teures Geld und fremden Leuten Blumen pflanze und einen Grabstein stelle, der viel zu überteuert ist.

Wenn ich an meine Mutter gedenken will, dann halte ich das so wie bei meinem Vater und meinem Stiefvater: ich kaufe deren Lieblingsblumen und stelle sie bei mir zu Hause an ihren Bildern hin.

Wenn ich einen Ort brauche, an dem ich mich "besonders" zu ihnen hingezogen fühle, dann gehe ich dort hin, wo sie zu Lebzeiten gerne waren.

Ich weiss z.B. noch nicht mal mehr, wo mein Vater begraben ist (also den Friedhof ja, aber ich wüsste nicht wo sein Grab liegt).

Ich find dieses Hickhack um Friedhöfe und den Gräbern eh absoluter Bullshit (sorry).

Meine Oma war genauso drauf: "Sieh mal, Frau Meier hat das Grab von ihrem Mann schon wieder nicht richtig gepflegt." oder "Die Blumen auf dem Grab von den Eheleuten Schmidt sind auch schon 3 Monate alt, da könnten die Kinder auch mal was neues hinpflanzen"...

Schrecklich sowas.

Gruß
Sandra

Beitrag von chou99 11.04.10 - 15:05 Uhr

Hallo!

Danke, du sprichst mir aus dem Herzen.
Als ich meine Meinung zu dem Thema mit exakt deinem Wortlaut in die Familiendiskussion geworfen habe, gab es böses Blut.
Meine Schwiegermutter (auch erzkatholisch aber ansonsten ein wirklich liebe Frau) versteht es absolut nicht, wie Kinder das Grab ihrer Eltern und Großeltern nicht pflegen wollen.
Das Grab meines viel zu früh verstorbenen Vaters habe ich nach der Beerdigung (da war ich 8) nie wieder aus frühen Stücken besucht. Ich denke aber im Alltag häufig an ihn und wenn es nur sowas ist wie " das was ich jetzt mache oder geschafft habe, hätte ihm sehr gefallen".

Grüße
Nicole

Beitrag von pizza-hawaii 11.04.10 - 10:21 Uhr

Mal davon abgesehen das ich ja zu Verbrennen und anonymen Gräbern tendiere kann ich nur eins sagen:

Es ist die Mutter Deines Mannes!

Was gibt es denn da noch zu überlegen?

pizza

Beitrag von nicole9981 11.04.10 - 10:34 Uhr

hallo!

Es wird Dir doch sicher nicht so viel Mühe machen da ab und an ein paar schöne Blümchen zu pflanzen, oder?

Dein gedanke ihr Grab zu pflegen und am Grab Deiner Eltern nur eine Tafel zu haben finde ich persönlich fehl am Platze. Es geht darum was sich Deine Eltern oder deine schwiemu wünschen. Du selbst möchtest schließlich auch mal so bestattet werden wie Du es möchtest. Da gibt es eigentlich garnichts zu überlegen.

Meine Schwiegermama ist Halbdänin und möchte gerne bei Möns Klint ins Wasser gestreut werden. Wird zwar schwierig aber ist auch machbar.

LG Nicole

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