Unser Hund und die Schatten

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von darkblue81 11.04.10 - 09:59 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich wende mich heute mal an euch.

Unser Hund kam vor einem Jahr zu uns, die Vorbesitzer meinten, er wäre sehr ängstlich.
Ok, das hat sich bestätigt, teilweise war es so schlimm, das er unter sich gemacht hat und Fremde gingen schon mal gar nicht. Allerdings hat er diese Angst zum größten Teil abgelegt, er kann prima auch alleine bleiben und ist auch so sehr brav und gelehrig, mittlerweile tobt er auch wie ein richtiger Hund ;-) (Vorher ist er vor seinem Spielzeug weg gelaufen und hat unter sich gemacht #schock)

Jetzt ist es aber so:
Er hat eine Angst vor Schatten die nicht mehr normal ist #schock
Das Problem ist, wir haben hinten im Hof einen Geränke-Markt, da parken die Autos und wenn da die Sonne auf die Windschutzscheibe scheint, gibt es ja eine Lichtspiegelung hier im Wohnzimmer an der Decke.
Unser Hund kommt dann nicht mehr ins Wohnzimmer!
Genauso im Flur, wenn die Sonne durch die Glasscheibe der Haustür scheint, er geht nicht mehr dran vorbei #kratz
Schatten an der Decke werden ängstlich verfolgt und er rennt dann mit eingeklemmter Rute ins Schlafzimmer unter meine Bettdecke #schock

Ich hab mir schon gedacht, das es dadurch kommt, das er von den Vorbesitzern immer in eine Hundebox gesperrt wurde (er konnte angeblich nicht alleine bleiben, hätte alles kaputt gemacht, hab ich keine Probleme mit, ausser er erwischt ein Taschentuch oder Zewa, er klaut auch nichts mehr Essbares) wenn er alleine sein sollte (und zwischendurch auch mal #augen), das er damit einfach was Schlechtes verbindet?

So langsam bin ich mit meinem Latein am Ende wie ich ihm diese Angst nehmen kann und auch die Hundetrainerin konnte mir nicht wirklich weiter helfen und ich kann ja schlecht en ganzen Tag die Rollos unten lassen #kratz

Hat jemand von euch so was mal mitgemacht und kann mir einen Rat geben?

LG

Beitrag von limettchen 11.04.10 - 15:57 Uhr

Hallo!

Ignoriere sein Verhalten und verhalte dich völlig normal.
Je mehr du auf die Angst eingehst, umso größer wird sie.
Du must deinem Hund die Sicherheit vermitteln, dass alles im grünen Bereich ist.
Wenn dein Hund sich unter deine Bettdecke verkrümelt...ignorieren!! Erstens hat ein Hund im Bett nichts zu suchen, zweitens darf sein Angstverhalten nicht verstärkt werden.
Versuche nicht, ihn zu den Stellen zu locken (mit Leckerchen oder nur so), vor denen er Angst hat.
Einem Kind steckt man auch nicht ein Bonbon in den Mund, wenn es vor etwas Angst hat.

Das ist anfangs hart und schwer durchzustehen, aber es wirkt.
DU bist der Rudelchef, DU musst deinem Hund zeigen, dass alles OK ist und er keine Angst haben muss.

Viele Grüße und viel Erfolg

Beitrag von darkblue81 11.04.10 - 20:06 Uhr

Hallo und #danke

also bisher hab ich es so gemacht, das ich gar nicht erst drauf ein gegangen bin, hab halt das weiter gemacht was ich gerade tat. Das er sich ins Bett verkrümmelt, das hab ich durch Zufall gesehn auf dem Weg zur Haustür, ich hab nicht schlecht geschaut *lach*

Her gelockt habe ich ihn auch nicht, ich hab ihn halt in dem Moment einfach in Ruhe gelassen #kratz

LG

Beitrag von asira 11.04.10 - 17:29 Uhr

Was habt ihr denn bisher versucht, um ihm die Angst zu nehmen? Ich würde bei einer solchen Phobie versuchen, die Schatten mit was positivem zu verknüpfen! Aber nur, wenn das wirklich tief sitzende Angst ist!
Wie oft kommen diese Schatten denn? Und kann man die "auslösen" oder ist deren Erscheinung nicht vorhersehbar?
Kannst mich auch gerne per PN anschreiben, weil ich nämlich oft vergesse, in alten Beiträgen nach Antworten zu sehen #schwitz
Ansonsten kann ich nur raten, noch mal einen guten Hundetrainer kommen zu lassen!
LG
asira