Ärztetrauma

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von orchid 11.04.10 - 12:04 Uhr

Hallo!
Unser Sohn ist 4 Jahre alt und war immer ein unproblematisches Kind, wenn es zum Arzt ging.. Er hat sich von allen untersuchen lassen, Mund aufgemacht, alles über sich ergehen lassen...SUPER!

Vor 4 Wochen mußte er allerdings ins Krankenhaus. Er war ein Notfall und hat vor Ort ziemlich viel mitgemacht (Schmerzen, Braunüle, usw.) 5 Tage mußten wir im KH bleiben.Die Untersuchungen und der Verbandswechsel waren nur möglich, wenn er festgehalten wurde.
Jetzt hat er panische Angst vor Ärzten. Er schreit, tritt, tobt bis fast zum erbrechen. Sogar mein Mann und ich dürfen ihn nicht mal mehr die Ohren säubern, in den Hals schauen, geschweige denn Fussnägel schneiden.
Ich bin fix und fertig. :-(
Was kann ich machen, dass er sein "Urvertrauen" wieder bekommt. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Es hilft nichts, auf den Schoß nehmen, Belohnng abieten, alles Erklären, ihn schimpfen...NIX! Er blockiert total.
Jetzt hat er seit 2 Tagen Fieber und es geht ihm nicht gut. Eigentlich würde ich gerne zum Arzt mit ihm. Aber er tobt zu Hause schon so schlimm, wenn ich nur den Namen des Kinderarztes erwähne, dass ich echt nicht weiß, wie ich es anfangen soll.

Das Schlimmste ist, dass er Anfang Juni operiert werden muß, mit 5 Tagen KH- Aufenthalt. Ich glaube, danach sind wir Beide reif für die Anstalt.#schock

Danke schon mal für Eure Tipps.
LG

Beitrag von miau2 11.04.10 - 13:01 Uhr

Hi,
vielleicht solltest du das mal mit deinem KiA klären (löst natürlich nicht das Problem, wenn aktuell eine Untersuchung ansteht, aber auch deswegen würde ich einfach Montag mal anrufen). Ich denke, dein Kind ist nicht das erste mit massiven Problemen - vielleicht hat der ja Ideen, wie man da weiterhelfen kann.

Fürs KH (keine Ahnung, ob dafür die Erfahrungen zu schlimm sind) hätte ich zwei Ideen.

Die eine ist die, dass hier in der Nähe (musst du halt für dich mal erkundigen) eine Kinderklinik immer mal wieder eine "Teddybärensprechstunde" anbietet. In der Klinik oder auf dem Gelände, mit echten Ärzten (bzw. echten Medizinstudenten), und Teddybären als Patienten und den Kindern als "Eltern", wo vieles gezeigt, erklärt wird - aber alles als Spaß halt. Ups, ich sehe gerade deine PLZ, vielleicht ist ja doch was für dich dabei
http://www.unimedizin-mainz.de/Kinderchir/Presse/24092007.php

Ist zwar nicht der aktuellste Bericht, das gibts aber immer mal wieder!

Das andere wäre, dass es viele KiGä gibt, die irgendwann mal mit einer Gruppe Kinder eine Kinderklinik besuchen. Einfach, um mal zu gucken. Ob das hier in der Gegend angeboten wird - keine Ahnung, aber das wäre vielleicht mal eine Frage im Kiga wert. Zum einen, um anderen Kindern mal die Chance zu geben, sich vollkommen ohne "Behandlungsrisiko" etwas anzugucken, und vielleicht würde ja der "Herdentrieb" deinem Sohn auch helfen.

Wie gesagt, keine Ahnung, ob das bei einem solchen Trauma hilft. Ich würde mich an deiner Stelle wirklich an den KiA wenden, einfach "durchstehen" (und danach reif für die Insel sein) bringt nichts und löst das Problem nicht.

Viele Grüße
Miau2