Papa bei der Geburt richtig zugucken lassen?

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von lexenia1026 11.04.10 - 12:44 Uhr

Hallo liebe Urbia-Mitglieder!

Ich bin ganz neu hier in dem Forum, habe mir schon viel durchgelesen und finde euch echt klasse!:-)

Obwohl ich selbst noch nicht schwanger bin (aber hoffentlich bald werde), brennt mir seit einiger Zeit eine Frage unter den Nägeln. Ich hoffe, dass ich sie richtig erklären kann. Deshalb hole ich auch ein bisschen weiter aus. Mich beschäftigt das total irgendwie und löst bei mir ziemlich heftige Emotionen aus...

Also, für mich ist ganz klar, dass mein Freund bei der Entbindung mit dabei sein soll. Aber ich habe in letzter Zeit immer wieder gehört, dass es wohl ziemlich normal ist, dass die werdenden Väter dann auch zugucken, wenn das Köpfchen rauskommt oder auch wenn der Dammschnitt/-riss genäht wird. Das ist für mich irgendwie eine ganz komische Vorstellung! #schock

Ich habe so eine Angst, dass mein Freund das nicht verarbeiten kann und unsere Sexualität dann für immer darunter leiden könnte! Andererseits denke ich mir dann, es gibt ja scheinbar genügend Paare, bei denen der Partner das alles gesehen hat und die danach auch wieder Sex haben. Und mein Freund gibt mir ja nichtmal einen Anlass, weshalb ich so denke. Im Gegenteil, er ist so verständnisvoll! Und irgendwie glaube ich auch, dass er im Moment der Geburt das alles, was er da sieht überhaupt nicht mit Sexualität in Verbindung bringen würde. Aber vielleicht kommen später die Bilder bei ihm zurück?#gruebel

Ich habe auch schon mit ihm darüber gesprochen und er meinte: Naja, sehen würde ich das schon gerne mal #schock Aber er hat auch gesagt, dass er, wenn ich das nicht möchte, auch nicht hingucken würde. Außerdem hat er schon ein 8-jähriges Kind aus einer früheren Beziehung. Da war er auch bei der Geburt dabei und fands wohl total schön. Ich hab mich aber nicht getraut zu fragen, ob er dabei alles gesehen hat. Nicht, weil wir darüber nicht reden könnten. Er würde es mir sicher sagen, aber ich habe Angst vor der Antwort :-( Wenn er damals zuschauen "durfte", hält er mich jetzt vielleicht für verklemmt oder so. Andererseits hat er ja diesen Satz gesagt, dass er das schon gern mal sehen würde. Aber vielleicht meinte er damit, bei MIR gern mal sehen. ??? Ach, ich weiß auch nicht... Meine Gedanken nerven mich. #aerger

Klar, jetzt kann man natürlich sagen: Na ist doch alles geklärt, ihr seit euch doch einig, dass er nicht hinguckt, wenn du nicht willst. Mach dir nicht so nen Kopf! Ja schon. Aber ich muss da trotzdem immer mal wieder dran denken. Bin ich in dieser Beziehung zu verklemmt? Ich hätte da echt gern mal ein Paar direkte Antworten drauf. Die meisten Foren diskutieren immer nur die Frage, ob der Vater überhaupt mit in den Kreißsaal soll, aber nicht die Frage des Hinsehens :-D

Ich freue mich auf eure Antworten! Vielleicht ist ja sogar ein Urbia-Papa mit dabei, der das mal rückblickend aus männlicher Sicht beantworten möchte....

Beitrag von steffi2408 11.04.10 - 12:50 Uhr

Hallo!

Also, mein Mann hat sich bei der Geburt wirklich alles angeschaut, was nur ging und er meinte, dass das richtig interessant war und ihn brennend interessiert hat!!

Ich dachte vorher auch immer, oh Gott, wie peinlich, der sieht alles usw. aber mach dich frei davon, denn dir ist das in dem Moment wirklich sch... egal!

Das hätte ich vorher auch nicht gedacht, aber es ist so. Du denkst in dem Moment nicht daran, wer dir wo hingucken könnte!

Ich würde es einfach auf mich zukommen lassen, denn planen kannst du eh nichts!

Und ich habe meinen Mann auch gefragt, ob er überhaupt nochmal Sex mit mir haben will und er sagte ganz klar Ja, warum denn nicht!
Also so schlimm kann es nicht gewesen sein!

Ich drück dir die Daumen für eine baldige SS und wünsch dir alles Gute

Lg Steffi mit Marlon 17 Tage

Beitrag von gussymaus 12.04.10 - 14:56 Uhr

"Und ich habe meinen Mann auch gefragt, ob er überhaupt nochmal Sex mit mir haben will und er sagte ganz klar Ja, warum denn nicht!
Also so schlimm kann es nicht gewesen sein!"
sag ich doch, männer sind ganz ander ;-) die finden vieles interessant, was für uns frauen als zuschauer befremdlich wäre... aber genauso wie es männer gibt die sich sicher davor ekeln, bei der geburt am liebsten gar nichtdabei wären, gibts bestimmt auch frauen, die das zsuchauen kategorisch ausschließen weil sie sich dann beklemmt fühlen... aber man kann ja über alles reden gell?

ich wollte auch nicht den kopf sehen oder fühlen bevpr derrest draußen war, aber die hebamme fand mein "nee, mag ich nicht" auch "fühl sie doch mal" auch völlig ok, papa machte einen langen hals, sagte "es hat voll schwarze haare!" und schon kam die nächste wehe und mein wurm war da und schrie wie am spieß. für ein nee oder kopfschütteln reicht die zeit und die luft letztlich immer... denke ich.

Beitrag von nisivogel2604 11.04.10 - 12:52 Uhr

Als ich unser zweites Kidn spontan bekommen hab, hat mein Mann mir Wasser holen müssen. Also musste er am Fußende des Kreißbetts vorbei und hat gleich die Gelegenheit zum Gucken genutzt. Er fand das total toll und Ekel oder so gab es bei ihm nie. Ich wollte nicht das er guckt aber danach wars dann eben so und ich hab gemerkt das die Geburt absolut nichts mit unserer Sexualität zu tun hat.

Bei der zweiten spontanen Geburt (Hausgeburt) brauchte ich ihn vorne um mich irgendwo festzukrallen. Da hätte mich sein gucken gar nicht mehr gestört weil zwischen uns ein unglaublich tiefes Vertrauen herrscht.

lg

Beitrag von sunshine-1981 11.04.10 - 13:54 Uhr

Also, mein Mann hat nicht geguckt, und ich glaube auch nicht, dass ich das gewollt hätte... hatte eine Beleghebamme, die uns schon von vorne herein gesagt hat, dass sie sehr bemüht ist die Privatssphäre der Frau auch unter der Geburt zu waren. (Also, solange die Frau ihr keine anderen Signale gibt...) Außerdem habe ich vor dem Kreisbett hockend, mich an meinen Mann, der vor mir auf dem Kreisbett saß, krallend, entbunden. Somit hätte er gar nicht viel sehen können ;-) Die Kleine lag plötzlich unter mir... Als ich genäht wurde saß mein Mann mit der Kleinen im Arm neben mir... Die Plazenta haben wir uns allerdings beide kurz angeschaut ;-)

Mach dir nicht so nen Kopf, unter der Geburt ist dir wirklich einiges egal was man sich vorher nicht so denkt... hauptsache ist, dass du der "Hauptregisseur" bleibst und sagst wenn du etwas brauchst/willst oder halt eben nicht...

Beitrag von doz301 11.04.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

unter Wehen wird es dir egal sein, wer da wo guckt oder nicht guckt. Da bist du mit dir selbst beschaeftigt und konzentrierst dich auf deinen Koerper. Ob dein Partner gucken will oder nicht, wird ER sicher spontan entscheiden.

Ich glaube, dass es vereinzelt Maenner gibt, die nach einer Geburt moeglicherweise Probleme haben (vielleicht wird es ja nur auf die Geburt geschoben, aber ein anderer Grund steckt tatsaechlich dahinter), aber die Mehrheit kann so ein tolles Naturereignis verkraften :-)

Bei uns endete es im Kaiserschnitt und meine bessere Haelft sass im OP an meinem Kopf- und schaute lieber mich an als das OP-Gebiet.

Alles Gute, doz

Beitrag von gslehrerin 11.04.10 - 14:18 Uhr

Also meiner wollte auf keinen Fall mit, weil er genau die Ängste hatte, die du beschreibst...

Aber ich hab noch nie gehört, dass der Papa beim Nähen zugucken will#kratz

LG
Susanne

Beitrag von kerstim 11.04.10 - 14:18 Uhr

Hi,
also mein Mann hat bei der Geburt auch einen Blick riskiert. Ihm ist dabei total schlecht geworden, ihm war richtig schwindlig u er ist auch total bleich geworden. Die Hebamme hat sich dann gleich um ihn gekümmert (Beine hoch, Cola u Traubenzucker gegeben, etc.) Zum glück war s noch nicht in der Endphase u die Hebamme hatte Zeit sich um ihn zu kümmern, sonst wär er wohl echt umgekippt ;-)
Er meinte dann hinterher, dass der Anblick ihn total schockiert habe u er gar nicht mehr dran denken wolle u er sich auch nicht vorstellen könnte jemals wieder mit mir Sex zu haben, etc.... Er hat s dann aber wohl doch ganz gut verarbeitet u wir hatten mittlerweile schon wieder SEx (Entbindung ist 3 Wochen her). So schlimm war s dann also doch nicht...
Ach so, als wir dann wirklich beim Endspurt waren blieb er schön brav an meinem Kopf sitzen u hat nicht mehr "runter geschaut".
LG Kersitm

Beitrag von esk 11.04.10 - 14:25 Uhr

schonmal ne geburt gesehen? also ich ja. und daals hab ich beschlossen, sollt ich JEMALS ein kind kriegen, darf der vater NICHT hinschaun.

so war es denn auch. und wir arbeiten beide im kh und haben schon ne menge gesehen, was andere menschen echt ecklig fänden. er hat auch nicht geschaut. gut, die 2. geburt war ne sturzgeburt, wieviel er da gesehen hat weiß ich nicht, aber ich hoffe, nicht so viel. ich denke nicht, dass er ein problem hätte. aber ich hätte eins.

aber wir sind da wohl eh anders. er wollt auch nicht die nabelschnur durchschneiden, weil er meinte, dass er nicht ausgerechnet derjnige sein möchte, der die verbindung zwischen dem kind und mir trennt. fand das einen echt schönen gedanken von ihm...

lg, esk

Beitrag von novemberschnecke 11.04.10 - 14:27 Uhr

Huhu,

mein Mann war dabei und hat (leider) erst danach alles gesehen. Während der Geburt war er bei mir vorne am Kopf und hat "nur" die entschärfte Version gesehen. Nachdem die Maus da war und ich genäht wurde ist er aber vorne vorbei gelaufen und hatte freien Blick; das wollte ich eigentlich immer vermeiden #aerger
Nun ja, mein Mann gehört wohl in dieser Hinsicht zu der etwas sensibleren Sparte Mann und hatte sehr wohl die ersten Wochen/Monate Probleme mit der Sexualität, weil er schon immer wieder die Bilder im Kopf hatte, mir nicht weh tun wollte und das vorher nur mit Erotik in Verbindung gebrachte Geschlechtsorgan nun doch auch mal anders gesehen hatte. Ich kann das auch total nachvollziehen, hatte aber trotzdem dann diese typischen Gedanken: Ohje, hoffentlich wird der Sex dann irgendwann wieder normal und unbefangen etc. Mittlerweile hat sich das auch ganz gut geregelt ;-)
Ich persönlich glaube, dass es den meisten Männern mehr oder weniger so geht, aber es viele nicht sagen aus Angst die Frau zu verletzen.
Die Geburt war sicherlich trotzdem das schönste Erlebnis für meinen Mann und ich würde es ihm auch nicht vorenthalten ein 2. mal dabei zu sein, aber dirket den Blick auf die Mitte der weit gespreizten Beine würde ich wieder versuchen zu unterbinden #hicks

Alles Liebe

Beitrag von minnie85 11.04.10 - 14:41 Uhr

Mein Freund saß hinter mir und hat mir die Hand gehalten, beim Nähen hat er nicht zugesehen sondern mit mir gemeinsam unsere Tochter bestaunt...

Beitrag von sophiamarie 11.04.10 - 16:00 Uhr

Darüber machst du dir eigentlich in der Endphase keine gedanken mehr.Als ich nicht mehr konnte meinte die Ärztin zu mir `Frau.... aber der Kopf guckt schon raus,wollen sie mal fühlen#schock.Weil mein Schatz neben mir stand hat er gleich geschaut und ihm liefen vor Rührung die Tränen.Mein Mann ist normalerweise überhaupt kein Mensch der seinen Gefühlen freien Lauf lässt aber da hat es ihn umgehauen(emotional).Lass es dann deinen mann entscheiden,die wissen wie weit sie gehen können.
lg sophia

Beitrag von -marina- 11.04.10 - 16:05 Uhr

Hallo!!

Also mein Mann war die ganze Geburt über ganz nahe bei mir. Meine Hebi hat ihn auch fühlen lassen, als das Köpfchen kam und ich fands toll, dass er sich so dafür interessiert hat. Während den Presswehen hat er unten neben der Hebi gestanden, ich hatte mein Bein in seine Hüfte gestemmt und er konnte so genau mitverfolgen, wie sein Sohn geboren wurde.
Er hat sich auch die Nachgeburt zeigen lassen #hicks

Ich war echt stolz auf ihn!

LG und alles Gute!!

Marina&Etienne (22 Wochen) #herzlich

Beitrag von 221170 11.04.10 - 18:48 Uhr

Hallo,
mein Mann war von Anfang bis Ende mit dabei.
Er ist recht empfindlich, ekelt sich schnell, aber das war bei der Geburt kein Thema, trotz Erbrechen und Stuhlgang meinerseits....

Als es in den Endspurt ging, da stand er neben mir. Die Hebamme hatte sich zwischen meinen Beinen positioniert, es war eh kein Platz für ihn da.

Mach dir keine Sorgen, den Platz benötigen andere als dein Mann.

Ich muß allerdings auch sagen, als die Kleine dann kam, da hätte auch eine Busladung Rentner zuschauen können, wäre mir auch egal gewesen.

Beitrag von inajk 11.04.10 - 22:16 Uhr

Mein Mann hat mir bei der Geburt gewissermassen die Augen ersetzt :-)
Ich habe ziemlich lang gepresst, 1,5 Stunden, und hatte immer mal wieder das Gefuehl, es geht gar nicht voran, es passiert gar nichts... und er hat die ganze Zeit geguckt und mir immer versicheret, dass man bei jeder Wehe ein bisschen mehr vom Koepfchen sieht... das hat geholfen.

Und nein, ich denke die meisten Maenner bringen das nicht mit Sex zusammen, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das die sexuelle Beziehiung stoert. Ich hatte mehr das Gefuehl (und mein Mann auch, wir haben hinterher drueber gesprochen), wow, unser Sex hat so etwas urgewaltiges und fantastisches hervorgebracht...

Ich wuerde IHN entscheiden lassen. Wenn es ihm unangenehm ist zu gucken, dann lass ihn, BER WENN ER GERNE MOECHTE, DANN WIRD ES AUCH KEINE NEGATIVEN kONSEQUENZEN HABEN. (SORRY, caps lock)

LG
Ina

Beitrag von anja570 12.04.10 - 01:45 Uhr

Hallo,

bei der 1. Geburt saß mein Mann hinter mir, sah dadurch nicht alles, das nähen auch nicht.

Bei der 2. Geburt konnte er nicht dabei sein.

Bei der 3. Geburt sah er alles von vorn und von der Seite, war beeindruckt wie das Köpfchen durchgepasst hat und trennte die Nabelschnur durch.

Unsere Sexualität hat es nicht negativ beeinflusst, er kann selbst entscheiden, wieviel er sehen möchte.

LG
Anja

Beitrag von lebelauter 12.04.10 - 10:22 Uhr

also mein Mann war während unserer hausgeburt natürlich die ganze zeit dabei und ich kann dir sagen:

es hat unserer sexulität keinen abbruch getan.

Wir schlafen gern miteinander und auch gern so oft einem ein 2 Monate altes baby lässt .-)

Den Moment des durchtretens des Köpfchens hat mein Mann nicht mit erotischen/sexuellen Gedanken in verbindung gebracht.

warum sollte ein mann die tatsache, dass eine frau in der lage ist, ein kind zu gebären abstossen?

es ist der größte beweis für die eigene potenz (gesundes Kind zu zeugen) und Männer sind in dem Moment stolz auf die Frau (die das alles so super macht trotz der Schmerzen) und natürlich - etwas archaisch - auch auf sich selbst.

LG

Beitrag von herrminchen 12.04.10 - 12:45 Uhr

Hi,

also ich muss hier einigen widersprechen. Ich denke nicht, dass der Mann das vorher selber einschätzen kann wie weit er gehen kann...
Ich glaube viele stellen sich den Anblick nicht so schlimm vor. Aber eine Geburt kann wirklich ganz schön heftig und auch überhaupt nicht schön sein.
Selbst ich als Medizinstudentin musste schlucken als ich eine Geburt gesehen habe. Wenn ich mir dann vorstelle, dass Männer den Frauen zwischen die Beine gucken wenn der Kopf schon halb draussen ist kann ich mir durchaus denken, dass die diese Assoziation später wieder haben. Und das Bild eines "entsellten" Geschlechtes möchten die meissten Männer glaub ich nicht im Kopf haben wenns wieder um Sex gehen soll...

Ich weiss von einigen Männern die mir nach Geburten gesagt haben sie wären traumatisiert. Konnten es nicht ertragen, dass ihre Frau diese Schmerzen hat und sie so hilflos waren etc.. wenn ich mir überlege dass sie dann noch zuschauen wenn geschnitten oder genäht wird dann bin ich mir nicht so sicher ob das hilfreich ist.
Ich weiss auch garnicht warum die Männer das sehen wollen.
Ich selber möchte das allerdings bei mir auch nicht sehen.

Mein Mann ist bei Blut eh etwas sensibel und hat mir ausserdem versprochen, dass er mich einfach die ganze Zeit anschaut. Denn bei der Geburt dabei sein will er auf jeden Fall..

Beitrag von gussymaus 12.04.10 - 14:53 Uhr

mein mann war alle drei male dabei, die ganze zeit.

da er aber im entscheidenden moment der austreibungsphase hinter mir saß, hatten wir "dein" problem nicht, beim letzten mal saß er neben mir (die wollten mich nicht aus dem bett lassen) aber da hat er von dem schnitt auch nicht mehr gesehen als ich. beim ersten war eh alles durcheinander, papa musste das baby halten weil mir die kraft fdazu fehlte, und er hat auch nur gefragt ob er gucken darf, wenn er sich eigentlich sicher war, dass ich ja sagen würde. sonst hat er es gelassen oder heimlich geguckt, keine hanung, man bekommt da eh vieles nicht so mit, ist auch gut so denke ich... aber du kannst deinen mann jeder zeit rausschicken wenn du das willst, und er kann auch jederzeit sagen, das wird mir zu viel und sich zurück ziehen. aber männer sind da ganz anders. die sehen das mehr von der technischen seite, nicht so emotional wie wir frauen. ein "oh wie schmerzhaft" kommt denen so schnell nichit in den sinn, sie können sich eher dafür begeistern dass das alles so funktioniert.

andererseits fand ich es immer ganz beruhigend meinen mann zu hause fragn zu können ob die naht besser oder schlechter als die letzten aussieht, wenn sich mal was komisch anfühlte, ich finde das nrmal... man guckt sich doch dahin, wo der andere selber nicht gucken kann wenn man irgendwie ein doofes gefühl hat... also cih finde "schatz hab ich da was?" nicht schlimm, aber wenn du das nicht magst kannst du deinen mann ja bitten neben dir zu bleiben, nicht zu "gaffen" wenn du das so empfindest. mach es auf jeden fallso, das UD dich damit wohl fühlst. denn beklemmungen sind unter der geburt alles andere als hilfreich.

habt ihr beide mal darüber gesprochen? nur so könnt ihr beide rausfinden was den jeweils anderen bewegt oder beängstigt. das ist mMn sehr wichtig, gerade vor einer "gemeinsamen" geburt.

Beitrag von tykat 12.04.10 - 15:24 Uhr

Hallo,

mein Mann wollte im Vorfeld nie sehen, was da genau passiert.Er hatte während der Geburt seinen festen Platz an meinem Kopfende.Als dann aber Komplikationen auftraten und der Kreißsaal voll mit Ärzten war mußte er seinen Platz räumen und wohl oder über alles sehen.Inklusive Schnitt, Saugglocke, Riß etc...
Er war nachher wirklich traumatisiert!Er wollte mich einige Monate nicht mehr nackt sehen.Das hat er nicht aus Bosheit gemacht, bei ihm kamen jedes Mal wieder die Erinnerungen hoch.Erst nach einiger Zeit besserte es sich.
Mttlerweile hat sich die Sexualität wieder normalisiert-zum Glück.

Aber bei der nächsten Entbindung wird er wenn nötig die Augen zu machen;-)
Hätte es auch besser gefunden, wenn sie ihn raus geschickt hätten, als es so dramatisch wurde.Helfen konnte er sowieso nicht und er hätte sich einiges erspart.Zumal mein Mann bei sowas mit Blut und so auch einfach einen schwachen Magen hat...das wußten die Hebammen auch.

LG,Tykat+Tom(*09.09.09)

Beitrag von brille09 12.04.10 - 17:30 Uhr

Ich verstehe beim besten Willen nicht, was eine Geburt mit Sex zu tun hat. Ok, es ist die selbe Öffnung ;-), aber das wars dann auch. Ob es eklig ist oder nicht, steht auf nem anderen Blatt Papier. Das muss jeder für sich entscheiden und dann kann man hin- oder weggucken. Aber mal ganz blöd: Nimm deinen Mund voll mit irgendwas, kau lang drauf rum und mach den Mund gaaaanz weit auf und lass deinen Mann die "Pampe" anschauen. Ok, klar, das ist jetzt zweifelsohne eklig. Und es gibt - im Gegensatz zu ner Geburt - keinen Grund zum Hinschauen. Aber gesetzt den Fall, meinst du, er will dann niiiiee wieder, dass du ihm einen - sorry - bläst??!! Das glaub ich nicht.

Beitrag von lexenia1026 12.04.10 - 18:13 Uhr

Also erstmal vielen Dank für eure unterschiedlichen Antworten! Sie haben mir auf jeden Fall neue gedankliche Perspektiven eröffnet. Und ich freue mich natürlich auch auf weitere Ansichten!
Was ich aus den Antworten für mich bis jetzt schlussfolgern konnte ist folgendes: Es gibt wohl einfach verschiedene Menschen, manchen Männern und Frauen macht es nichts aus, wenn Mann bei der Geburt zwischen die Beine der Frau sehen kann. Manchen Männern macht es etwas aus und manchen Frauen auch. Und manche Männer hätten vorher nicht gedacht, dass es ihnen etwas ausmacht, aber dann waren sie doch erstmal schockiert. Auf jeden Fall freue ich mich für alle, bei denen der Mann doch noch Bilder im Kopf hatte, die die Sexualität anfangs beeinträchtigten, dass sich das mit der Zeit wieder gelegt hat :-)
Ich glaube auch, dass es für den Mann wahrscheinlich nichts Schlimmes ist, die Geburt direkt zu sehen, wenn alles im normalen Rahmen verläuft. Und dass Männer so einen Geburtsvorgang eher technisch betrachten, hab ich mir vorher noch nie so gedacht, könnte aber durchaus stimmen :-D
Den Vergleich mit dem Essen im Mund kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Es ging mir ja nicht darum, dass mein Freund es eklig finden würde, dass unser Kind da aus meiner Vagina kommt. Niemals hatte ich das so gemeint! Aber das Geschlechtsteil, dessen gewohnten Anblick er kennt, sieht ja dann schon deutlich anders aus. Und ich habe auch mal in einem Forum gelesen, dass ein Mann seiner Frau gesagt hätte, ihre Vagina hätte nach der Geburt wie zerfetzt ausgesehen (sie hatte glaube ich einen Damm- und Scheidenriss). Und ich weiß nicht, ob jeder Mann mit so etwas rechnet, wenn er vorher an die Entbindung denkt. Das liegt ja doch irgendwie außerhalb der Vorstellungskraft.
Ich werde wenn es soweit ist, mit meinem Freund nochmal und auch mit der Beleghebamme darüber sprechen. Und wer weiß, wie ich mich in dem Moment fühle, vielleicht will ich ja selbst sogar dann mal das Köpfchen anfassen (irgendwie eine schöne Vorstellung). Ich habe auch schon gehört, dass sich manche Paare "das Geschehen" zusammen in einem Handspiegel anschauen. Das wäre vielleicht auch noch ein Kompromiss. Ich finde, durch einen Spiegel hat man nochmal eine andere Beobachterrolle als so direkt frontal. Und wir hätten die gleichen Bilder gesehen, über die wir dann auch sprechen könnten. Und wenn die Beleghebi Bescheid weiß über meine Ängste, kann sie ja dezent davon abraten den Spiegel zu benutzen, wenn es durch einen Riss oder so doch etwas arg blutig ausschaut.

Ja, ihr habt mir echt geholfen mit euren Antworten! #herzlich Dank!

Beitrag von brille09 12.04.10 - 18:54 Uhr

Also, weißt du, lass es doch einfach mal auf dich zukommen. Wenn du mal ss bist, dann wirst du merken, dass sich eure Beziehung vielleicht verändert. Vielleicht auch nicht. Ich dachte zuerst auch, ich möchte nicht, dass mein Mann mit zum FA kommt, solang noch über die Vagina geschallt wird. Aber eher deshalb weil mein Mann über "solche Dinge" nicht so Bescheid weiß und ich nicht wollte, dass es das dann mords thematisiert hinterher. Tja, dann war er mit dabei, weil er das Kind sehen wollte. Meine Vagina war ihm dabei sch..egal ;-). Die hat ihn dafür dann zu Hause im trauten Bett wieder mehr interessiert #rofl.

Die Hebi meinte z.B. auch, man sollte voreinander "aufs Klo" gehen können, wenn man den Mann zur Geburt mitnehmen will. Meine Klotür bleibt trotzdem zu ;-). Trotzdem glaub ich, dass ich nicht gehemmt sein werd, wenn bei der Geburt was "mit rauskommt". Das ist dann einfach ne andere Situation. Z.B. würd ich normal auch nicht vor meinem Mann pfurzen (außer er schläft #schein). Ich hatte aber öfter ne Nierenbeckenentzündung und war da heilfroh, als er mir die Nieren massiert hat und ich endlich mal ein bisschen Luft ablassen konnte. Deshalb mach ichs danach auch nicht.

Ich finde es gut so: In Ausnahmesituationen kann man sich vor dem Partner komplett fallenlassen. Im "Alltag" kann man sich aber genauso zusammennehmen. Diese Trennung zwischen Alltag und Ausnahme wird auch bei der Geburt eine große Rolle spielen, denk ich. Und vorher oder nachher mords drüber diskutieren macht die Situation wahrscheinlich schlimmer als sie dann ist. Also, schwanger werden, dann erstmal laaaange warten ;-) und dann Geburt auf dich/euch zukommen lassen.

Beitrag von traumwolke23 13.04.10 - 11:19 Uhr

huhu... also ich glaube meine größte angst dabei wäre, das mein mann dann den adler dort macht und danach nix mehr sieht lol

aber mal im ernst... ich würde ihn gucken lassen wenn er es möchte. es ist doch sein kind und ich schenke ihm doch dann die erfahrung die er nie haben würde sonst.

mit der sexualität verbinde ich damit rein garnichts. versteh um ehrlich zu sein auch garnicht richtig was da in verbindung mit sex sein soll.... weil das kind durch die öffnung kommt? das weiss er ja auch so. oder versteh ich das falsch? #kratz