Wie dem Kind erklären das der Papa nicht Papa ist???

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lunaninchen 11.04.10 - 20:38 Uhr

Hallo!!!

Meine Tochter ist nun 5 Jahre alt. Ich bin mit meinem jetztigen Partner zusammen seit ich damals in der 10ssw war. Meine Tochter wurde so praktisch in die Familie geboren. Wo sie klein war bis so 2 Jahre wurde sie voll in der Familie aufgenommen. Aber seit sie ihren eigenen Willen hat ist sie abgeschrieben und wird mit "kälte" aufgenommen. Ihre Stiefoma macht es auch nicht leicht und meckert immer an ihr rum, sagt sie ist kalt ihr im verhalten gegenüber, etc... Aber das verhalten meiner Tochter spiegelt nur das Verhalten wieder, so wie sie von Ihr behandelt wird. Und ihre Stiefuroma, welche ihn kennengelernt hatte, weil er in dem Pflegedienst gearbeitet hat, den sie in anspruch nehmen wegen dem pflegebedürftigen Opa.

Und die Stiefoma, fängt jedes mal mit ihrem Erzeuger an, und immer dann wenn die kleine mit dabei ist. Und wenn sie dann hellhörig wird, wird schnell abgelenkt und gesagt na dein papa sitzt doch da.

Sie hat noch nie nachgefragt, was damit gemeint ist. Ich habe angst, das sie es so durch die Familie von meinem Partner erfährt, wo sie eh meist in ablehnung ist. Sondern sie soll es von mir und meinem freund erfahren. Und nicht von anderen.

Da ich keinen Kontakt zu meinem EX hab und der auch nichts von ihr wissen will. Und da ich nun auch wieder schwanger bin, weiss ich nicht wann ich meiner Tochter da sagen soll, das mein freund nicht ihr Papa ist. Sie freut sich wahnsinnig auf ihre kleine schwester, aber nicht dass sie dann eine abneigung gegen sie entwickelt.

Ich weiss wirklich nicht mehr weiter wie ich es ihr sagen kann. Vorallem wirklich bevor sie es durch zufall durch die Familie von meinem Freund rauskommt.
Sie liebt meinen freund als Papa auch überalles und ich denke das sie ihn trotzdem immer als Papa ansehen wird.

Aber ich weiss nicht wie ich es sagen soll. Ich belese mich schon überall oder suche ein Buch dazu. Komme aber nicht weiter.

Habt Ihr ein paar Tipps für mich? Was habt Ihr gemacht die auch schon in der Situation waren? Und vielleicht habt Ihr auch einen Buchtipp für mich?

LG Anika

Beitrag von connie36 11.04.10 - 21:10 Uhr

hi
mir ging es ähnlich wie deiner tochter.
ich hatte zwar ein paar verschwommene erinnerungen daran, wie meine mutter papa kennengelernt hatte, aber nicht nichts genaues...es wurde immer als was anderes mir erklärt.
ich habe dann auch zb. ein bilderbuch gefunden, da hiess es dann "conny mit ihrem vater" und der mann war nicht papa, da hiess es dann immer, da waren vorher andere bilder drin...usw.
auch die mutter meines papas mochte mich nicht, da ich nicht ihre leibliche enkelin bin und die mutter meines vaters mochte mich nicht(später dann) weil ich die tochter meiner mutter bin, die sie nicht mochte.
ich habe es dann offiziell mit 11 jahren erfahren, kannte meinem vater ja auch, allerdings nur als "guten freund der familie;-)" habe als kleines kind auch öfters bemerkungen gehört, wenn sich meine mutter mit ihren freundinnen unterhalten hatte, dann hiess es zb. xy holt wieder conny ab, oder conny sieht aus wie ihr vater xy...
war dann also kein allzu grosser schock für mich, und sich sah die praktische seite für ein kind, nämlich viele viele geschenke zum geburtstag und weihnachten:-p
das wird bei dir etwas anders sein, weil ihr keinen kontakt mehr miteinander habt, aber ich bin mir sicher, deine tochter wird ihn irgendwann kennenlernen wollen.
wäre mir so gegangen wenn ich ihn nciht schon gekannt hätte.
lg und alles gute, und warte nicht zulange..
conny

Beitrag von blaue-rose 11.04.10 - 21:15 Uhr

Hallo Anika,



ich würde ihr nicht erklären das dein freund nicht ihr Papa ist, denn so wie du schreibst ist er der Papa der Kleinen. Für deine Tochter ist es egal ob er zugleich der Erzeuger ist oder nicht. Ich würde aber versuchen ihr zu erklären das sie sozusagen zusagen 2 Väter hat. Bei meiner Tochter hat es wunderbar geklappt. Dazu muss ich aber sagen das wir uns erst getrennt hatten als sie 5 war. Den neuen Lebensgefährten ihrer Mutter akzeptierte sie auch als Vater und somit war es für sie normal das sie 2 Väter hatte.

Ein anderes Problem sehe ich aber in der ablehnenden Haltung durch seine Angehörigen. Es kann sein das große Unterschiede gemacht werden wenn euer gemeinsames Kind geboren wird und das finde ich sehr schlimm für deine dann große Tochter. Ich denke ihr solltest gemeinsam Einfluss auf seine Verwandtschaft nehmen damit es nicht so weit kommt .


LG

Beitrag von melly21 11.04.10 - 21:27 Uhr

Hallo ich würde es deiner Tochter noch nicht sagen!Sie hält schliesslich deinen Freund als ihren Papa!

Mein Mann ist auch nicht der"leibliche"Papa aber er ist für sie ihr "richtiger"
Meine Schwiegereltern lieben die kleine wie eine eigende Enkelin und haben ihr auch noch nie das gegenteil gezeigt!

Ich möchte gar nicht das sie weiss das sie einen anderen Erzeuger hat weil mein Ex sich zuviel geleistet hat!

Wir sind glücklich und sie heisst jetzt wie ihr Papa.Das wollte sie nämlich!

Ich würde deine Schwiegereltern mal dazwischen nehmen und zur Not würde ich sie nicht mehr dorthin lassen.Was die machen ist echt das letzte!

Lg Melly die ihre Tochter noch nie so glücklich als mit ihrem Papa gesehen hat#verliebt

Beitrag von ameise.krabbelt 14.04.10 - 16:23 Uhr

Hallo Melly,

ich wollte nur mal kurz fragen, wie es bei euch geklappt hat, dass deine Tochter so heißt wie dein Mann und nicht wie ihr Vater?

Ich war mit dem Vater meiner Tochter verheiratet und habe seinen Namen angenommen, unsere Tochter somit auch. Nun bin ich über zwei Jahre geschieden und werde in einigen Wochen wieder heiraten. Außerdem bekommen wir ein Baby. Ich habe den Nachnamen meines Exmannes behalten, weil ich nicht anders als meine Tochter heißen wollte. Wenn wir nun heiraten werden mein Mann, ich und das Baby den gleichen Nachnamen haben, meine Tochter nicht. Und das macht ihr schon zu schaffen, sie fragt auch immer mal wieder, will auch heißen wie Papa. Sie ist übrigens fünf, wird Ende August sechs.

Und jetzt les ich bei dir, deine Kleine heisst wie Papa, weil sie das wollte. Wie ging das?

Liebe Grüße
die Ameise

Beitrag von lunaninchen 11.04.10 - 21:30 Uhr

Wir haben das meiner Schwiegerfamilie schon hunderte mal gesagt das sie das nicht machen sollen, aber die hören nicht und machen weiter. Die merken nicht was sie dem Kind damit antun.

Für mich wäre es das schlimmste wenn sie es so erfahren würde.

Warum wir ihr das nicht schon eher gesagt haben, ist einfach die sache, das ihr erzeuger nix von ihr wissen will und ich es nicht gut für sie finde wenn sie dann kontakt wollte und es dann noch mehr enttäuschung wäre. Weil die neue freundin von meinem EX auch schwanger ist.

LG Anika

Beitrag von blaue-rose 11.04.10 - 21:36 Uhr

Hallo Anika,



ich glaube es wäre nicht nur für dich das schlimmste, sondern auch für deine Tochter sehr schlimm. Oft haben Kinder die durch Dritte erfahren das ihr Vater oder sogar ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind große Probleme ihren Eltern weiter zu vertrauen. Ich denke gerade in eurem Fall ist es wichtig der Kleinen schonend zu erzählen das dein Freund nicht ihr leiblicher Vater ist. Ich denke es wird nicht mehr lange dauern bis ihre Fragen kommen.


Lg

Beitrag von mamavonyannick 11.04.10 - 21:42 Uhr

Hallo Anika,

wenn deine Schwiegerfamilie deine Tochter unangemessen behandeln oder sie spüren lassen, dass sie "ja doch nicht zur Familie gehört", dann würde ich dort nicht mehr hinfahren. Kündige das an und warte ab. Halten sie sich nicht dran, dann halte dich fern und lass deinen Mann diesen Kampf kämpfen.

vg, m.

Beitrag von taewaka 12.04.10 - 00:10 Uhr

dem schließe ich mich vollkommen an.

Beitrag von summersunny280 12.04.10 - 10:48 Uhr

Genau!
Versteh es wirklich nicht wie man Kinder so behandeln kann?
Als Erwachsener muss man doch kapieren was man einem Kind damit an tut !?
Sie kann doch gar nichts dafür ......ist mir zu hoch.
Wenn das meine Situation wäre wüsste ich sofort zu handeln ........entweder sie hören damit auf ,akzeptieren es so wie es ist oder es findet kein Kontakt mehr statt .......nicht mit der 5 jährigen und auch nicht mit "dem wirklichen enkel"...........absolut unreifes Verhalten .

Und JA wenn das Baby erst mal da ist wird dieses auch bevorzugt .
Ich versteh auch nicht wie man so eine abneigung gegen ein Kind haben kann das man hat aufwachsen sehen.
Eines besser behandeln als das andere............was sind das für Menschen?

Dein Mann sollte mal ordentlich auf den Tisch hauen

Beitrag von taewaka 12.04.10 - 00:12 Uhr

wenn ich mal ganz platt etwas sagen darf.

entweder sind die dämlich oder einfach ä****

ich vermute mal, dass sie sehr genau wissen was sie da tun und irgendetwas ausagieren, was sich gegen dich oder das kind richtet.

auf jeden fall geht das GAR NICHT ... und auf jeden fall, wäre es für mich als mutter so, dass ich mein kind davor mit krallen und zähnen beschützen würde.
auch wenn diese menschen sonst nett zu deinem kind sein mögen, allein gelegentliche spitze bemerkungen zeigen, dass da etwas brodelt, was sich sehr ungünstig über das kind ergießen könnte.

das geht nicht.

Beitrag von lisasimpson 12.04.10 - 11:52 Uhr

ich kan ndir dazu das buch von irmela wiemann empfehlen: "wie viel wahrheit braucht mein Kind".
und grundsätzlich kann ich immer nur empfehlen ehrlich zu seinen Kindern zu sein.
ob du etwas als "schlimm" oder nicht schlimm bewertes, liegt doch in deienr bewertung nicht unbedingt in ihrere.
angelogen zu werden und zu spüren, daß "etwas mit ihr" nicht stimmt, das ist für ein Kind fatal.
und: jedes Kind merkt das!!

Du kannst einem 5 jährigen Kind durchaus erklären, daß es unterschiedliche Väter gibt ,daß es biologische Väter gibt, Rechtliche väter und soziale Väter und du kannst ihr erklären, daß dein Mann ihr sozialer vater ist und daß dies ihre beziehung zu ihm ausmacht (vielleicht auch der rechtliche vater?), daß sie aber einen anderen biologischen vater hat.
machmal verstehen sich die biologischen eltern nicht mehr und manchmal ist das sogar so schwer, daß die Väter keinen Kontakt mit ihren Kindern haben. das ist dann auch schade und traurig und für sie durchaus ein grund traurig, wütend und enttäuscht zu sein. Das ist aber durchaus etwas, was sie verstehen und dadurch bearbeiten kann.
wenn sie nur spürt, daß da etwas im busch is,t kann sie es nicht angehen, wächst aber mit dem gefühl (das dann zum selsbtbild wird!) auf, daß MIT IHR etwas nicht stimmt.
das legitimiert sie nicht, traurig oder wütend zu sein (was aber richtig wäre in der situation), sondern läßt sie ein selbstverständis entwickeln, daß ihr zeigt, mi ´t ihr sei etwas UNAUSSPRECHLICHES nicht in orndung!

BITTE sei ehrlich zu deiner Tochter
lisasimpson

Beitrag von taewaka 12.04.10 - 00:09 Uhr

ganz ehrlich?

als erstes würde ich sie vor der familie deines partners schützen.
diese menschen scheinen ein problem zu haben und deine tochter in etwas reinzuziehen was sie verletzen kann. ganz unabhängig davon, ob deine tochter davon bescheid weiß, dass sie einen anderen erzeuger hat, diese familie scheint ihr gegenüber nicht fair zu sein und im blödesten fall wird dies stärker, wenn das andere baby da ist.

ich würde hier gehörig auf den putz hauen und mich mit dem partner sehr deutlich absprechen.

wäre diese familie nicht, wüsste ich nicht, ob jetzt der zeitpunkt gekommen ist. verkomplizieren kann es natürlich die tatsache, dass du ein weiteres kind erwartest. auf der anderen seite, wenn sie in eurer kernfamilie sich geliebt und aufgehoben fühlt und ihr daraus kein drama macht. könntest du das erwartete baby als aufhänger nehmen, um deine tochter etwas aufzuklären und zu vermitteln, dass samen und ei notwendig sind, damit ein baby wachsen kann und in diesem zuge auch erklären, dass damals ein anderer mann dein partner war, aber nun dein jetziger partner zu ihrem papa wurde.
denn so ist es, der andere mann ist der erzeuger, er ist nicht ihr vater. ihr papa ist und bleibt hoffentlich auch, dein gegenwärtiger partner.
von daher, eigentlich ist es schnuppe wessen ei mit wessen sperma was, wann wie in welchem eierstock getrieben hat, sofern das kind sich an dem ort an dem es jetzt ist angenommen und gewollt fühlt. und wenn andere menschen aus dieser tatsache, dass es z.b. eigentlich ein "stiefkind" ist kein thema machen. und es dem kind nicht verheimlicht wird.

ich würde ggf. auch den erzeuger informieren, dass dein kind aufgeklärt wird und deinem kind offen lassen, wenn es irgendwann fragt, diesen menschen auch kennenzulernen. ich glaube allerdings nicht, dass dies ihr thema mit fünf jahren sein wird und würde es daher noch nicht von mir aus thematisieren. in dem alter wird sie vielleicht noch gar nicht den direkten kontakt wollen.

alles gute

Beitrag von nane29 12.04.10 - 10:22 Uhr

Hallo, so sehe ich das auch - in dem Alter definieren Kinder den "Papa" ja noch gar nicht über seinen Anteil bei der Zeugung oder seinem Genmaterial, denke ich.

Du hast Recht damit, dass das sensibel angegangen werden muss, weil bald ein Geschwisterchen kommt und das evtl. eh zu Eifersucht und Verlustängsten führt.
Den Punkt hatte ich in meiner Antwort nicht bedacht.

Beitrag von petra1982 12.04.10 - 07:20 Uhr

Ich hätte es wohl früher schon kindlich erklärt das sie eben zwei papas hat wo einer nicht da ist.....Ich denke nicht das sie die kleine schwester dann hasst wenn dein partner ihr papa sich nicht anders verhält, wie die omas mit ihr umgehen find ich eine sauerei. Vater sein ist nicht nur durch blut da sondern wer sich kümmert und sorgt .....

Beitrag von nicole9981 12.04.10 - 08:46 Uhr

Hallo!

Ich würde es ihr so sagen wie es ist. Oder eben auch das mit den 2 Papas. Je nachdem in wieweit sie schon aufgeklärt ist.

Ich selber bin adoptiert und war damals 5 oder 6 Jahre alt als meine Mama mir das sagte. Für mich hat sich dadurch wirklich rein garnichts geändert. Wirklich nichts. Ich habe es verstanden und das war halt so. Sobald sie es halbwegs verstehen sollte man ihnen es sagen. Je später umso schwieriger wird es für alle Seiten.

Wenn ich lese wie Deine Schwiegermutter mit ihr umgeht würde ich es ihr sofort erklären. Ich würde auch unterbinden dass das Geschwisterchen bevorzugt wird. Ich hätte es glatt drauf dann auch garnicht mehr hinzufahren. Geht ja wohl garnicht. Deine arme Tochter. Die weiß ja garnicht was sie falsch gemacht hat wenn ihr immer nur Kälte entgegengebracht wird.

LG Nicole

Beitrag von nane29 12.04.10 - 09:52 Uhr

Hallo Anika,

ich würde erst mal versuchen, das Ganze aus Sicht der Kleinen zu sehen und deine Sichtweise da rauszulassen. Dann wird das Problem schon mal viel weniger komplex.

Versetz dich mal in deine Tochter und was das Ganze für SIE bedeuten wird mit 5 Jahren.

Wie weit ist sie denn schon aufgeklärt? Weiß sie, wie Babys entstehen?
Was ist ein Papa für sie nach ihrem jetzigen Wissensstand?

Nach meinem Bauchgefühl würde ich erst mal mit ihr zusammen definieren, was ein "Papa" ist.
Meinst du, dass sie schon irgendwas über Sex, Samen, Gene und so sagen wird?

Vermutlich wird sie sagen, dass es der Typ ist, der mit Mama zusammen lebt, der immer für sie da ist, der mit ihr spielt und kuschelt und manchmal schimpft.......

So und dann würde ich weitergehen, aber nur so weit wie nötig, um ihr die Wahrheit so zu sagen, dass sie es versteht.
Dass du sie mit einem anderen Mann gemacht hast, aber dein jetziger Partner ihr Papa ist. Und dann abwarten, welche Fragen sie stellt. Kann sein, dass sie erst mal einfach nur nickt. Ok, fertig aus.
Es geht im Grunde für das Kind doch erst mal nur darum, wer sie liebt und für sie zuständig ist.

In all seinen Facetten auffächern wird sich das Ganze dann erst im Laufe der Jahre, wenn sie mehr versteht und immer mehr Fragen stellt.

du musst das nach deinem Bauchgefühl machen, aber wie gesagt, versetz dich in SIE hinein.

Ich würde auf jeden Fall JETZT anfangen, ehrlich zu sein. Jetzt hat der ganze Erzeuger-Kram noch keine große Bedeutung für sie.

Wenn du erst später damit rausrückst, wird es denke ich ein viel größerer Schlag für sie sein.

Lg Jana

Beitrag von any1978 12.04.10 - 10:58 Uhr

Hallo,
bei mir ist die Situation ähnlich ,meine große ist jetzt 6 jahre und ich bin von ihrem "Erzeuger" getrennt seit ich im 6.mon. war. Sie hat keinerlei kontackt zu ihm ,er will sie nicht kennenlernen#aerger Mit meinem Mann bin ich zusammen seit sie 10 monate alt war für sie ist es IHR PAPA ,sie weiß allerdings schon lange das sie noch ein Vater hat ,ich hab ein Foto von ihm im Familienfotoalbum irgendwann hat sie mal gefragt wer das ist da hab ich ihr gesagt das ich den Mann mal ganz doll lieb hatte und das sie dann entstanden ist,das wir uns leider nicht mehr verstanden haben und darum nicht mehr zusammen sind und das dann IHR PAPA kam und sich soooo in uns verliebt hat #verliebt das er bei uns geblieben ist!!
Für sie ist das keine große sache sie findets gut das sie 3 Omas hat;-) Wir sprechen nicht oft über das Thema nur wenn sie mal fragt oder das Thema gerade passt ,mein Mann hasst das wenns nach ihm ginge hätten wir auch zur Oma und Tante keinen kontackt ,für ihn ist das sein großes Mädchen!!!
Ich würde es Ihr an deiner stelle sagen ich hätte Angst das sie sowas von irgendwem anders erfährt!
Vorallem wird die Familien situation sicher nicht leichter wenn Kind nr2 da ist,bei uns geben sich alle so viel mühe aber ich kann doch den feinen unterschied spüren den es zwischen den Kids gibt!!

Beitrag von lisasimpson 12.04.10 - 11:55 Uhr

"sie weiß allerdings schon lange das sie noch ein Vater hat ,ich hab ein Foto von ihm im Familienfotoalbum irgendwann hat sie mal gefragt wer das ist da hab ich ihr gesagt das ich den Mann mal ganz doll lieb hatte und das sie dann entstanden ist,das wir uns leider nicht mehr verstanden haben und darum nicht mehr zusammen sind"

Das find ich klasse!
lisasimpson

Beitrag von maschm2579 12.04.10 - 13:44 Uhr

Hallo,

im Grunde ist es jetzt der beste Moment. Sie bekommt ein Geschwisterchen und Du kannst Dir toll erklären das Sie war Euch als Eltern hat aber wie Babys gemacht werden und das halt XY sie gemacht hat und nicht Ihr Papa. Das Papa sie aber liebt und es total egal ist wer sie "gemacht" hat.

Mein Freund ist nicht der Erzeuger seiner großen aber er kennt sie seit sie 3 Monate ist. Als er dann mit seiner Frau ein Kind erwartet hat, wurd es Ihr erklärt. Sie hat es akzepiert, hat ihn kennenelernt und färht jetzt mit 11 Jahren jedes zweite WE hin - wenn sie Lust hat.

Papa ist Papa gebleiben und der Erzeuger wird mit Vornamen angesprochen.
Zu Weihnachten und Festen sucht sie sich immer das Beste raus und ich finde es gut so. Soll sie ruhig die Sahneschnitten holen...

Ihr Mutter hat jetzt nämlich Kind 4 von Mann 3 und sie ist weg vom Erzeuger, weg vom Papa und hat jetzt nur noch den neuen Typen.

Ich würde es jetzt erklären und immer wieder mit einbringen.. vor allem bevor die blöde Verwandschaft es macht!

lg

Beitrag von lunaninchen 12.04.10 - 17:28 Uhr

Hallochen!

Ich hab es meiner kleinen Maus heute gesagt. Ich hab mit ihr vorher Es war einmal das leben geguckt. Also wie ein Baby entsteht. Da war sie ganz interessiert dran und hat gut zugehört und viel erzählt. Als es vorbei war. Hab ich Nochmal erklärt das man einen Samen von einem Papa brauch und ein Ei von einer Mama. Und wenn sich Mama und Papa ganz doll lieb haben. Dann kommt der Samen in Mama´s Bauch und geht zum Ei. Hab dann erklärt das sie auch aus so einem Ei entstanden ist. Und das der Samen in das Ei geht und sich die neue Zelle dann ganz oft teilt und wächst. Hab dann erklärt das die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter kommt und sich da einnistet.
Und das sich dann das Baby entwickelt und wächst und tritt. Hab Ihr dann auch erzählt wie es bei ihr war wo sie im Bauch war. Bis sie geboren wurde. Sie wusste ja schon wie ein Baby geboren wird. Das hat sie dann erzählt.

Und dann hab ich erzählt das manche Kinder 2 Papas haben. Einen der sie gemacht hat und einen der die Kinder ganz soll lieb hat und sich um sie kümmert und spielt. Da in Lunas Kindergarten ja auch eine Mama ist die in der gleichen Situation ist, halt nur das die Kinder Kontakt haben zu Ihrem Vater.
Und hab Ihr das dann so erklärt, das die beiden einen Echten Papa haben der sie gemacht hat und einen der sie lieb hat und sich drum kümmert.

Und dann hab ich angefangen zu sagen. Und Luna hat ja auch 2 Papas. Da kam erst mal nein hab ich nicht und ganz empörter Blick. Und hab dann gesagt, das ich vor ihrem Papa Steffen einen anderen Mann lieb hatte und der seinen Samen in mein Ei gegeben hat, also das Luna dann entstanden ist. Hab dann auch gesagt. Das ich mich dann nicht mehr mit dem Mann verstanden hab, als Luna dann in meinem Bauch war. Und als ich dann sagen wollte, dann hab ich unseren Papa kennengelernt. Hat sie schon gesagt, und dann haben wir einen anderen Mann gefunden. Und dann hab ich erzählt, das unser Papa alles miterlebt hat, wie Luna gewachsen ist und wie sie getreten hat. Und das er auch den Bauch immer gestreichelt hat. Und das er gesehn hat wie sie geboren ist. Und uns ganz doll lieb hat, und sie auch ganz ganz doll lieb hat. Und immer auf uns aufpasst und so weiter.
Und hab dann gesagt, das sie eben auch einen Vater hat der sie gemacht hat und einen Papa der sich um sie kümmert und lieb hat.
Ich hab sie dann gefragt wie sie das findet und sie sagte dann. Es ist toll. Ich habe ja 2 Papis. Hab zwischendrin immer das jetztige baby mit angesprochen und daran erklärt wie sie das auch gemacht hat, veranschaulicht. So hat sie das gut aufgefasst und hat immer gesagt, das sie das baby ganz doll lieb hat. Dann wollte sie mein Bauch eincremen, hatse mit freude gemacht und sich doll gefreut wenn das baby getreten hat. Dann sollte ich Ihren Bauch eincremen und hab sie dabei gekitzelt. Und dann haben wir gekuschelt. Und fernsehn geguckt.

Ich hab es ihr alleine gesagt ohne meinen Freund. Damit ich erstmal sehen konnte wie sie das auffasst. Und wie es ihr in der Situation geht. So das mein freund dann nochmal die gelegenheit hat ihr zu sagen, wie lieb er sie hat, etc...

Ich muss sagen sie hat es sehr gut aufgefasst. Hab es mir schlimmer vorgstellt. Wenn mein freund dann nochmal mit ihr gesprochen hat, lassen wir das Thema erstmal in ruhe. Und werden dann erstmal abwarten bis fragen Ihrerseits kommen. Und ich werde auch ihrem Erzeuger sagen dass sie es weiss.
Meint Ihr das war ok so? Und auch das ich das thema dann erstmal ruhen lassen?

Ich bin Froh das sie es nun weiss. Aber bin unsicher, wie das weitergeht...

LG Anika

Beitrag von blaue-rose 12.04.10 - 19:13 Uhr

Hallo Anika,



alle Achtung wie du das Problem gelöst hast. Ich denke jetzt ist wichtig das euer Umfeld weiß das sie es weiß. Sollte sie weitere Fragen zu dem Thema haben, dann geht bitte drauf ein und ich denke auch das ihr den Kindergarten informieren solltet das sie über das Thema aufgeklärt ist. Denn ich geh davon aus das früher oder später Fragen von ihr kommen.
Sollte sie keine Fragen stellen dann denke ich ist es okay wenn ihr das Thema ruhen lasst.


Lg


Beitrag von julianehey 14.04.10 - 15:00 Uhr

Hallo Anika,
ich find's gut, dass Du es ihr gesagt hast und wie Du es ihr gesagt hast. Was ich aber auch noch total wichtig finde ist, Dich wirklich gegen die Schwiegerfamilie abzugrenzen.
Ich würde ihnen sagen, dass Du nicht möchtest, dass Deiner Tochter wehgetan wird, und deshalb dieses oder jenes Thema nicht vor ihr besprochen haben möchtest. Außerdem, dass Du gerne mit ihnen zusammen bist und sie als Schwiegerfamilie schätzt, dass Du aber leider den Kontakt mit ihnen einschränken musst, wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Tochter verletzt wird.
Auf der anderen Seite würde ich vielleicht noch mal nachhaken, warum sie plötzlich so anders sind, da sie ja vorher liebevoller waren.
Ich wünsche Euch jedenfalls alles Gute!
Juliane

Beitrag von schullek 12.04.10 - 22:15 Uhr

hallo,

ich verstehe zwar generell, warum ihr es ihr noch nicht gesagt habt, aber trotzdem finde ich es nicht gut. zum einen hast du starke ängste, sie könnte es von der anderen familie erfahren und dennoch klärst du sie nicht auf, um dem vorzubeugen. je jünger sie ist, wenn sie es erfährt,m desto einfacher wird es für sie. ich würde schnell handeln und ihr erklären, dass du vor ihrer geburt noch mit einem anderen mann zusammen warst. ihr euch aber dann nicht mehr so geliebt habt und dann ihr papa kam. der erste ist ihr einer papa und der zweite der, den sie sich ausgesucht hat oder so. dir wird schon das passende einfallen.

meine mutter ist bei igrer tante und onkel aufgewachsen und kannte es nur so. es waren ihre eltern, ihre brüder, aber sie wusste, dass ihre richtige mama nach uhrer geburt gestorben ist. sie hat ihr grab mit ihrer 'mutter' besucht und kannte von anfang an ihre 3 leiblichen schwestern. für sie war es NIE ein problem, trotz dessen, das sie nie wirklich adoptiert wurde!

meine tante und onkel haben einen jungen adoptiert udn auch er hat von anfang an erklärt bekommen, dass er im bauch einer anderen mama war, dann aber seine eltern kamen und ihn ausgesucht haben, da seine leibliche mama ihn nicht behalten konnte. er ist ein glpücklicher kleiner junge völlig entspannt und ohne probleme.

aber was anderes: ist deinem mann auch bewusst, dass deine tochter ablehnend behandelt wird? in jedem fall solltet ihr darüber reden, wie ihr euch verhalten werdet, wenn das nach der geburt des babys weiter so geht und eure tochter den unterschied spürt. ich würde mein kind davor schützen wollen!

lg

Beitrag von schullek 12.04.10 - 22:21 Uhr

oh, zu früh abgeschickt. hab nicht mitbekommen, dass du es ihr schon gesagt hast. find ich gut, vor allem, wie du es gemacht hast.

lg

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