Wer hatte schon mal Depressionen und hat nun Angst

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bloemschen 12.04.10 - 09:44 Uhr

Ich habe seit meinem 17 Lebensjahr immer mal wieder mit meinen Nerven zu kämpfen - in Form von Ängsten und Panikattacken und überforderung. Traue mir selber eigentlich immer zu wenig zu - bin aber dann doch eigentlich STARK.

Habe schon 2 Therapien gemacht und komme eigentlich sehr gut zurecht- gut Dinge wie Aufzug fahren oder so kann ich halt nicht aber es geht auch ohne. Vieles geht jetzt wieder super gut und ich meistere es. Medikamente hab ich nie gebraucht.

Nun bekomme ich unser Wunschkind nach langer Wartezeit und freue mich sehr. Die Schwangerschaft hat mir sehr gut getan und ich hab wieder mehr geschafft und war sehr ausgeglichen - die nerven haben mich fast völlig in Ruhe gelassen.

Klar ist da die Angst vor der Verantwortung für das Baby ob man alles richtig macht - die Angst vor der Geburt etc. aber ich denke das haben "normale menschen auch " aber gestern war eine Bekannte da und die hat mir dann erzählt das frauen wie ich die es schon mal mit den nerven hatten meist eine PDS bekommen und das kind nicht annehmen können etc. jetzt frag ich mich natürlich ob das so richtig ist und grüble viel darüber nach.

Morgen kommt meine Hebi mit der möchte ich gerne sprechen - habt ihr davor auch angst ? Nimmt man mir dann das Kind weg ?

Jetzt hab ich natürlich auch ein schlechtes Gewissen weil ich seit ca. 1 woche exgtreme Bewegungen im Bauch habe und ab und an denke Mensch Noah du nervst mich ohne ende und richtig depri bin weil ich einfach nichtmehr mag der Bauch spannt ohne ende der kleine strampelt wie die sau und ich eindlich meinen BAuch wieder für mich möchte ist das denn unnormal ?

und jetzt sitze ich hier und frage mich ob ich mein Baby liebe ??????

Lg Bloemschen die grad etwas durcheinander ist .

Beitrag von bhiala 12.04.10 - 09:51 Uhr

Hallo Kleine,

also ich bin seit 23.3 erst aus der Klinik. Ich hatte schwere Depressionen und Panikattaken und war gute 11 Wochen stationär. Ich weiss wie es dir geht. Ich bin eigentlich recht fit aus der Klinik und habe nun leider hin und wieder wieder Blutungen. Ich habe ein paar Tage vor meiner Entlassung erfahren das ich schwanger bin. ich kann die ganze Therapie eigentlich schon wieder in die Tonne treten weil ich jetzt wieder genauso viel Angst habe wie vorher auch etc. Ich bin zwar nicht ganz so down aber wohl fühle ich mich momentan überhaupt nicht.

Ich kann verstehen wie es dir geht. Aber du musst nun versuchen stark zu sein. Alles wird gut :-) #liebdrueck

Wenn du willst schreib mich privat an :-)

Liebe Grüsse und Kopf hoch !!!

#liebdrueck

Beitrag von schnullertrine 12.04.10 - 09:55 Uhr

Hallo,

ich habe auch seit meiner Jugend immer wieder mit Ängsten zu kämpfen gehabt. Hatte Panikattacken, vor 3 Jahren auch Depressionen. Seit 1 Jahr geht es mir gut. Habe auch nie Tabletten genommen, 2 stationäre und eine ambulante Therapien liegen hinter mir. Natürlich habe ich auch Angst, was die Zukunft bringen wird. Aber nicht wegen der Vorerkrankung, sondern wegen der großen Veränderung.

Mach dich bloß nicht verrückt. Auch psychisch gesunde Menschen haben solche Ängste. Und auch denen kann es passieren, dass sie nach der Geburt ihr Kind nicht annehmen wollen. Aber darüber darfst du dir gar keine Gedanken machen. Natürlich liebst du dein Baby, und das wirst du auch noch nach der Geburt tun. Rede mit deiner Hebamme darüber. Und es wird dir keiner das Kind wegnehmen.

Was ist eigentlich PDS?

LG und alles Gute

Beitrag von bhiala 12.04.10 - 10:00 Uhr

Posttraumatische-Stress-Diagnostik oder so ähnlich ;-)

Ich leide unter posttraumatischer Belastungsstörung....denk sind ähnliche Sachen.

Beitrag von bhiala 12.04.10 - 09:55 Uhr

Ach ja und ich halte diese Aussage für schwachsinn. Und wenn du das Thema ansprichst nimmt dir auch niemand das Kind weg. Lass dir nicht so viel Angst machen. ich habe auch schon einen Sohn der ist 4 und den hat man mir auch nicht weggenommen. Mein Ex wollt ihn nach meinem Klinikaufenthalt behalten weil er meinte ich sei nicht in der Lage wegen meiner Krankheit mich um ihn zu kümmern. Er war sprachlich etwas hinterher.....jeden Anruf den er getätigt hat etc...wurde ihm gesagt das es keinen Grund gibt mir das Kind zu nehmen. Ich habe MEdikamente bekommen. Hab sie aber nun langsam abgesetzt wegen dem Baby. Hat super geklappt und wie gesagt klar ists sicher nicht einfach aber es ist machbar. Also lass dir nix anderes einreden !!!

Beitrag von bloemschen 12.04.10 - 10:04 Uhr

Dann heißt es nicht das jeder vorbelastete das bekommen muss nur weil man vorbelastet ist ?

und wenn ichs bekommen sollte gibts hilfe ?

Meine Bekannte meinte nur das sich das über jahre HINZIEHEN WIRD und man das kind nicht selbst versorgen kann wenn man eine solche störung hat.

Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen das ich so was bekomme weil ich mich so sehr aufs baby freue - aber gut ich kanns eh nicht ändern.

Werde morgen mit der Hebi sprechen.

Lg und DANKE Bloemschen

Beitrag von bhiala 12.04.10 - 10:08 Uhr

Ach so nen Quatsch. Ich liebe doch meinen "Großen" auch und war da schon krank. Ich kann ihn mir nicht aus meinem Leben wegdenken und würde ihn auch niemals hergeben.

Sprich ruhig mit deiner Hebamme aber es heisst nicht das es so sein muss nur weil es vll bei anderen so eingetreten ist. Das ist echt schwachsinn. Du darfst dir sowas nicht einreden lassen und vorallem glaub an DICH !!!!

Beitrag von julian079 12.04.10 - 10:13 Uhr

Also ich kann dir sagen wies bei mir war:
Ich habe einen Sohn der bald 3 wird und bin nun schwanger in der 13 SSW und ich freue mich auf unser Baby;-)
Als unser Sohn geboren wurde, da war er ca. 4 Monate alt, bekam ich immer mehr Ängste, richtige Panikatacken!:-[ es war so übel das mein Mann für mich einkaufen musste, es geschah immer im Geschäft an der Kasse! Später konnte ich nichtmal mehr im Geschäft bleiben, ja nicht weiter weg vom Ausgang#schock
Ich habe überall nach Fluchmöglichkeiten gesucht!
Dann habich eine Langzeittherapie gemacht! Die hat mir später geholfen aber es war ein harter Weg mit viel Schweiss und Angst!
Auch nach der Therapie sind gewisse Ängste geblieben aber ich kann wieder normal einkaufen gehen...teilweise krieg ich noch PA aber gan leicht die sind nicht annähernd so schlimm wie früher!
Und es muss auchnicht heissen das sie bei dem nächsten Kind wieder kommen.
Das Gehirm speichert sehr viel, und da ist noch so einiges in meinem Gehirn geblieben!
Keine Angst sie nehmen dir dein Kind nicht weg. Aber ich hab die Erfahrung gemacht, es nicht vielen Leute zu erzählen, denen ich nicht so vertraue...
Viele können damit nicht umgehen und stempeln einen gleich als Geisteskranke ab.

Beitrag von mightyfire 12.04.10 - 10:12 Uhr

Ich hatte auch bammel.... Und nachdem ich mit meiner Hebi gesprochen hatte....hatte sie sogar noch mehr bammel, dass ich in den "Baby-Blues" komme. Bei mir waren es nicht nur Depressionen...sondern auch Missbrauch im hintergrund.*sorry
Ich hab ihn NICHT bekommen. Da ich mich auch im vorhinein damit beschäftigt habe und jede Gesprächsmöglichkeit ausgenutzt hab. Keiner will und wird dir das Kind wegnehmen !!!
Wenn du das erste lächeln deines Kindes siehst mach dein Herz auf und dalles wird gut.
Sicherlich kommen auch mal Tage, wo du denkst.....sch... ich mag nimmer, warum brüllst du so viel. Doch glaube mir. Das geht vorbei.
Nimm nur Hilfen in anspruch...wenn du merks, dass du es nicht allein schaffst.

Lg
Danny

Beitrag von bhiala 12.04.10 - 10:20 Uhr

Ja das kenn ich auch alles. Bei mir kommt auch alles aus der Kindheit.. missbrauch,geschlagen worden etc....ist echt schlimm wie viele eigentlich unter sowas leiden. Echt traurig :-( ....

Ich wünsch Euch allen ganz viel Kraft. Wir schaffen das !!!! #liebdrueck