Wegen vermeintlichem Perfektionismus verspottet

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von salino 12.04.10 - 11:52 Uhr

Hallo!

Ich möchte mal wissen, ob ihr meine Seite oder die meiner Freundinnen und Bekannten auch kennt und euch vielleicht mal äußert.

Wir sind eine vierköpfige Familie, Mama, (Stief-)Papa und 2 Kinder (11 und 5) im 2. Anlauf, das heisst es sind meine Kinder und "er" ist mein neuer Mann seit 2 Jahren. Davor war ich viele Jahre alleinerziehend.

Seit ich diesen Mann habe, sind wir endlich das 1. Mal eine richtige Familie. Meine Kinder kannten vorher kein Familienleben mit einem Mann.

Wir sind sehr harmonisch im Umgang, Streit zwischen meinem Mann und mir gab es noch nie so wirklich, Diskussionen gibt es eigentlich nur, wenn die Kinder (Mädels) "rumzicken", was ja aber wohl normal ist.

Kurz gesagt: Es läuft alles wie im Bilderbuch.

Nun merke ich seit einiger Zeit, dass sich Freunde und Bekannte zurückziehen (von meiner Seite bzw. Eltern der Freunde meiner Kinder). Wo ich mich doch SO SEHR auf eine Zeit mit ihnen gefreut habe, wenn auch ich endlich einmal einen Mann habe (ich war immer die einzige, die keinen hatte).

Ich backe z. B. fast jedes Wochenende Kuchen für meine Lieben. Dann war die Freundin meiner älteren Tochter übers Wochenende bei uns, Sonntags saßen wir am Kaffeetisch, als die Mutti kam, ihr Kind abholen. Sie wurde von ihrer Tochter so begrüßt: Hallo Mama, schau mal, Sabine (ich) hat einen Kuchen gebacken, das machst du nie!

Meiner Bekannten fiel die Kinnlade runter und meinte dann zu mir, sie hat auf Kuchen backen keine Lust, ist froh wenn sie am Wochenende mal nichts tun muss.

Ich finde es ok.

Eine andere Freundin von mir hat einen Sohn, der ADS hat. Er kommt mit keinem zurecht. Ich scheine ihm mit einer sehr ruhigen Art zu begegnen, was ihn zähmt, er ist bei mir einfach nur anhänglich und kuschelig.

Wenn meine Freundin das sieht, wird sie eifersüchtig, anstatt sich meine ruhige Art selbst anzunehmen (was als Mutter im Alltag sicherlich schwierig ist).

Beide ziehen sich von mir zurück in Form von Besuchen. Wir haben uns ehrlich und ausführlich darüber unterhalten, warum das so ist. Denn telefonieren tun wir viel. Beide sagten, wenn sie zu uns kommen, macht alles so einen tollen, perfekten Eindruck, das Haus, die Kinder, Hund und Katze, 2 recht neue Autos, unsere Beziehung als Mann und Frau.....da könnte man nur neidisch werden. Und dann müssten sie sich auch noch von ihren Kindern anhören, wie toll es bei uns ist. Das könnten sie nicht ertragen.

Ich erklärte ihnen, dass ICH ich bin und denen nichts böses will, aber ich kann ja nun mein Verhalten nicht ändern oder alte Autos anschaffen, damit sich andere bei uns wohlfühlen!

Ich habe ihnen auch gesagt, dass meine ältere Tochter z. B. immer von der anderen Mutter schwärmt (die oben erwähnte, die keine Lust auf Kuchen backen hat). Und dass ich dann auch nicht neidisch bin.

Die anderen haben alle modern gestaltete Wohnungen, moderne teure Kleidung, viele Freunde, viel Party - das habe ich alles nicht!

Wir sind zwar gepflegt in Haus und Garten, heile Möbel, aber im Grunde ist alles alt und unmodern.
(Wollen uns erst neu einrichten, wenn die Kleine aus dem Gröbsten raus ist).

Ich lasse im Sommer Wäsche 3 Tage im Garten hängen, weil ich zu faul bin, sie abzunehmen oder bin morgens zu faul, mit dem Hund gehen, so dass er in den Garten macht (nur in eine spezielle Ecke), auch das liegt dann mal 3 Tage. Meine Schränke sind fast alle unaufgeräumt, hier und da liegt auch manchmal Staub oder bedingt durch mein jüngstes Kind ist auch das Wohnzimmer oft unaufgeräumt.

All das erzähle ich meinen Freundinnen oder Bekannten, wenn sie mal wieder sagen, dass sie neidisch sind. Aber sie meinen nur: Bei euch stimmt der Gesamteindruck so, dass ein paar Hundehaufen im Garten gar nicht ins Gewicht fallen.

Ich finde mich alles andere als perfekt und weiß gar nicht, was meine Freundinnen haben. Nur weil ich eine gute Beziehung führe, hübsche Kinder habe (nach deren Aussage sollen sie Model werden), einen Hund, der keine Möbel anknabbert und wir 2 Autos haben. Für das alles reiße ich mir aber auch - auf Deutsch gesagt - jeden Tag den Ar... auf, damit hier alles rund läuft.

Meine Freundinnen verurteilen mich ja auch nicht und beschimpfen mich auch nicht, ich bin schon dankbar, dass sie mir das alles ehrlich ins Gesicht gesagt haben, aber es kränkt mich doch, wenn sie sagen, sie sind hinterher, wenn sie bei uns waren, deprimiert.

Dabei hatte ich mich so sehr darauf gefreut, das alles mit Mann zu erleben, vorher war ich immer die Alleinerziehende, ich stand allein in der Tür, wenn Kinder gebracht wurde, ich habe alleine meine Kinder abgeholt, während überall wo ich hin kam, Männer auf den Sofas saßen oder dabei waren, wenn bei mir Kinder abholt wurden. Bei Schul- und Kindergartenveranstaltungen war ich immer allein, ABER da noch mit einem besseren Verhältnis zu besagten Freundinnen und Bekannten.

Ist das in anderen Familien auch so, aus welcher Sichtweise auch immer... ? Ist hier jemand auch auf andere neidisch oder wird für seinen vermeintlichen Perfektionismus verspottet und mißachtet?

Beitrag von agostea 12.04.10 - 12:00 Uhr

Ha! Vergiss diese Leute.
Genau diese Erfahrung machte ich auch. Damals - Verlassen, neugeborene Zwillinge am Hals, allein. Ui - was kamen mir da auf einmal Menschen entgegen....ich armes Hascherl brauchte ja Hilfe!
Als sich meine neue Beziehung zu verfestigen begann, distanzierten sich die Leute. Ich kam klar! Siehe an! Beruflich etabliert, finanziell unabhängig, mit den Kindern lief es und ich war verliebt. Ich wurde GENOMMEN! ICH! Eine Frau mit ZWEI kleinen Kindern - pah!

Wärend deren Ehen vom Alltag und Krisen geschüttelt wurden, ging es mir gut. Wie blöd - ich bot doch so eine tolle Ablenkung vom eigenen Scheiss, der nicht lief. Aber der wurde ja kleiner, wenn man auf mein Elend blicken konnte.."Der gehts noch vieeel schlechter als mir".
Pötzlich ging es mir besser. Ab da war ich uninteressant und ich schürte Neid.

Das sind keine Freunde.

Gruss
agostea

Beitrag von xyz74 12.04.10 - 12:08 Uhr

Du Deinem Beitrag fällt mir nur folgendes ein:

"Neid muss man sich hart erarbeiten, Mitleid wird einem geschenkt!"

Ich kenne so ein Exemplar Frau...
Sie war immer das Pummelchen.
Wog weit über 100kg, Beziehung lief nicht so toll, Job ebenfalls nicht.
Irgendwie alles nicht toll in ihrem Leben.
Sie merkt, dass kann SO nicht weitergehen "ich bin doch erst 25! und mein Leben eine einzige Katastrophe!"
Also, reißt sie alles zusammen.
Fängt mit unglaublich viel Sport an, nimmt 50kg ab.
Löst sich aus der unglücklichen Beziehung.
Ist glücklicher Single.
Studiert auf dem zweiten Bildungsweg und macht auch im Job etwas aus sich.
Dann lernt sie auch noch einen richtig netten Mann kennen.
Das was man wohl einen Schwiegermuttertraum nennt (nett, gutausehend, toller Job).
Tja, und mit den Kilos schwinden dann auch Freundinnen (O-Ton: Mit dir gehe ich nciht weg. Dann bekomme ich keinen Kerl ab!")
Als Singlefrau scheint die Arme für ihre weiblichen Bekannten eine Bedrohung darzustellen.
Und dann auch noch Karriere machen...
Geht ja gar nicht...
Als wäre das nicht schon schlimm genug, dann auch noch dieser Wahsinnstyp an ihrer Seite.
Sie hat inzwischen einige Freundinnen weniger, aber die die da sind, das sind auch ECHTE Freundinnen.
Die sich darüber freuen, dass er ihr gut geht.
Auf alle anderen kann sie getrost verzichten.

Beitrag von xxtanja18xx 12.04.10 - 12:28 Uhr

oohh ooohh...hier!!! ich auch!!

Ich bin 24Jahre...gehe arbeiten...habe 2tolle Kids...Bin NOCH Verheiratet...Finanziell unabhöngig...kein Cent vom Staat!!!
Habe einen tollen Freund, der sich wie ein Vater um meine Jungs kümmert...Bilderbuch!!!...und dann haben wir ein 5jahre altes Auto...tztztztz...oh mein Gott das ist ja Bar bezahlt....schämen sollte ich mich!!!

Meine Wonung ist immer ordentlich und sauber...und wie Toll die eingerichtet ist...Bestimmt Sau Teuer...wie können DIE sich das mit 24jahren Leisten???

Und ich, achte auf micht...wo finde ich bloß diese Zeit...Und wieso it mein Feund überhaupt mit einer zusammen die 2kids hat und auch noch Verheiratet...und wieso verhält er sich wie ein Vater??? fragen über fragen ;-)

Aber das mein Tag 15-18std hat interssiert niemanden...das wir als Familie auch viel zurück stecken, damit der Altag läuft...nimmt auch keiner für voll...Das ich jeden Sonntag Arbeite, selten Samstag freihabe...ist doch mein Problem...Aber reden können sie alle ;-)

Jeder bestimmt doch sein leben selber....aber bei manchen ist soooo viel langeweile drinne...das halten sie dann nicht aus und suchen sich was anderes....

Ich liebe mein Leben und bin stolz darauf :-)

Beitrag von braut2 12.04.10 - 12:44 Uhr

Da müssen sich Deine Freunde wohl erstmal komplett umstellen, hm? Als AE nimmt man wohl eher Hilfe in Anspruch, die Hülle scheint nicht "perfekt", die Freunde werden eher mal "gebraucht", zum ausheulen, zum auskotzen, wie auch immer. Bisher hatten sie immer Dir gegenüber die bessere "Welt" zu bieten. Das ist jetzt nicht mehr so. Plötzlich "brauchst" Du sie nicht mehr in dem Maße, wendest Dich jetzt an Deinen Mann, bist ruhiger, ausgeglichener, strahlst wahrscheinlich Dein Gefühl so aus, daß es andere blenden kann .....
Sowas gibts schon. Ich kenne das. Meine Freundin ist auch AE. Sie hat sich schon immer die falschen Männer ausgesucht. Und ist immer auf die Nase gefallen. Leider !! Ich und eine andere gute Freundin sind also IMMER Ansprechpartner für alles. Wenn sie mal glücklich war, strahlte sie das auch so aus, daß man schonmal kurzzeitig das Gefühl des Neides bekam ;-) Aber nicht so sehr, daß ich mich zurückgezogen hätte. Diesen Neid-Faktor hat man ja oft, wenns bei einem selbst nicht so rund läuft. Aber dann muss man eben an sich arbeiten und nicht an der Freundin #schwitz Ich würde mir so sehr wünschen, daß es bei ihr endlich besser läuft. Ich hab momentan sogar das Problem, daß ich ihr gar nicht soviel von mir erzählen will, da es bei uns halt meist nur gut läuft. Meist erzähle ich sogar bewusst, daß es auch bei uns Probleme gibt.
Wie auch immer. Ich hoffe halt für Dich, daß ihr das wieder in den Griff kriegt und das ihr euch nicht auseinander lebt.

Lg

Beitrag von unilein 12.04.10 - 13:10 Uhr

Solche Freunde brauchst du nicht.

Ich denke mal, Neid kennt jeder!

Ich habe vor 7 Jahren angefangen, Informatik zu studieren. Wir waren 7 Mädels in unserem Studiengang, nur 4 darunter deutsche. Eine davon ist meine beste Freundin geworden. Jetzt, nach 7 Jahren ist die Situation folgende: Ich hatte mein Informatik-Studium nach 3 Jahren abgebrochen und bin jetzt am Ende eines Bachelor-Studiengangs, mit dem man keine Arbeit findet. Meine beste Freundin ist mit dem Studium in der Regelstudienzeit fertig geworden. Sie würde als Diplom-Informatikerin überall mit Kusshand genommen, promoviert jetzt aber stattdessen. Diese Stelle wurde ihr förmlich aufgezwungen. Sie ist echt erfolgreich und wird mal so richtig Kohle scheffeln. Sie ist seit 6 Jahren mit einem unserer Komilitonen zusammen, den ich auch mal ganz gut fand ;-) Also sie wird tendentiell ein Leben führen, dass perfekt scheint. Doppelverdiener, 2 nette Kinder, große Eigentumswohnung oder Haus. So in etwa. Klar, bin ich neidisch! Nicht nur auf sie, aber da merke ich eben besonders, was ich hätte haben können, da unsere Ausgangssituation ja genau gleich war.

Trotzdem würde ich sie das nicht spüren lassen! In erster Linie ist unsere Freundschaft durch ganz andere Dinge bestimmt. Dass sie keine Existenznöte hat, während ich durchaus Angst um meine finanzielle Zukunft habe, spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle in meinen Gefühlen zu ihr. Rational weiß ich ja auch, dass ihr Leben gar nicht so beneidenswert ist, wie es scheinen mag. Sie hat auch ne ganze Menge Probleme, die sie mir auch anvertraut. Ich möchte nicht mit ihr tauschen! Klar würde ich gerne einige der Sachen haben, die sie auch hat, aber eben nur die Schokoladenseite :P Die Schattenseiten will ich bitte nicht! ;-) Und genau deshalb kann ich gar nicht ernsthaft richtig neidisch auf sie sein.

Deine Freundinnen haben es aus irgendeinem Grund nicht geschafft, so ein tolles Haus und so teure Autos zu besitzen wie du. Aber mit Sicherheit hätten sie es gekonnt, wenn sie bereit gewesen wären, auf etwas zu verzichten, worauf du auch verzichten musstest. Sei es Freizeit (in der du gearbeitet hast), teure Möbel oder Klamotten (wofür die kein Geld hattest, da du sparen wolltest) usw. Falls sie es jetzt bereuen, diesen Verzicht nicht geleistet zu haben, hat das nichts mit den Menschen zu tun, die sich anders entschieden haben, sondern es ist ihr persönliches Problem.

Du hast jahrelang von deinen Freundinnen das vorgelebt bekommen, was du dir gewünscht hast! Du warst sicher auch neidisch, aber nicht auf diese zerstörerische Art wie sie es sind, sondern auf eine hoffnungsvolle antreibende Art, die dich dazu gebracht hat, dir selber etwas aufzubauen, das dem ähnelt, was sie hatten.

So wie du ihnen ihr Glück immer gegönnt hast, dich für sie gefreut hast und sie nicht deswegen aus deinem Leben ausgeschlossen hast, sollten sie dir jetzt auch dein Glück gönnen können. Offenbar können sie es aber nicht. Es gibt aber Leute, die es können. Such dir andere Freunde! ;-)

Beitrag von millyneo 12.04.10 - 13:37 Uhr

Hallo!!!

Mir fällt dazu nur eines ein:

Neid ist die höchste Form der Anerkennung!!!

Mir geht es ähnlich und ich muß sagen, vergiss die Anderen!!

Es bringt einen nicht voran!!

Melanie

Beitrag von gismomo 12.04.10 - 14:03 Uhr

Hallo!

Ich kenne das. Du solltest nicht den Fehler machen wie ich, dass man sich nämlich selber herabsetzt, nur damit die anderen einen noch mögen...

Ich bin mit meinem Leben zufrieden, mit den Vorteilen und den Nachteilen. Ich denke, jeder hat sein Päckchen zu tragen - die einen reden mehr darüber, die anderen weniger.

Ich bin ein sehr offener Mensch und erzähle viel von mir. Leider kann man mit so viel Offenheit auch ins Messer laufen - ich gehe prinzipiell davon aus, dass man mir gut gesonnen ist, und tue mich wahnsinnig schwer damit festzustellen, dass dies nicht immer der Fall ist.

Bei mir hat das dazu geführt, dass ich versucht habe, mein Leben und meine Erfolge herunterzuspielen und die Nachteile zu betonen - weil mir andere leid taten, die mit ihrem Leben unzufrieden waren. Was es mir gebracht hat? Dass jetzt sehr viele aus meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis denken, dass ich eine überforderte berufstätige Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs bin ;-) oder, noch viel schlimmer, dass ich irgendwann selber angefangen habe mein Leben und meine hart erarbeiteten Leistungen nicht mehr toll zu finden und unzufrieden zu werden.

Ich lebe ganz anders als meine Mutter und meine Schwester. Ich habe ihren Neid nicht wirklich gut aushalten können. Zumal ja nicht nur Neid da ist, sondern eine Menge anderer Gefühle - auch Unverständnis für die Prioritäten, die man selber setzt. Das ist schwierig, das auseinanderzuklamüsern...um ihrem Neid nicht noch mehr Nahrung zu geben, habe ich meine Leistungen heruntergespielt. Würde ich nie mehr machen. Lieber gar nicht mehr über solche Dinge reden und zur Not den Kontakt auf ein Minimum reduzieren. Wirklich glücklich wird man damit nämlich sowieso nicht -anders als bei meinen wirklichen Freundinnen kann ich bei meiner Mutter und meiner Schwester bis zum Sankt Nimmerleinstag auf ein anerkennedes Wort warten.
Stattdessen sehen sie mich gern in der Rolle als überforderte moderne Frau.

Ich kann dir nur raten, den Kontakt ebenfalls langsam einschlafen zu lassen. Bekehren kannst du niemand, vor allem nicht, wenn es eine "Gefühlssache" ist. Such dir lieber neue Freundinnen, die dich in deiner Art zu leben schätzen und deine Leistungen anerkennen. Du musst dich für dein gelungenes Leben nicht rechtfertigen! Und du darfst stolz auf deinen Anteil daran sein - lass dir das nicht nehmen, nur damit die anderen sich besser fühlen!

lg
K.

Beitrag von mindgames 13.04.10 - 07:21 Uhr

Hallo

Kann mich den anderen hier anschliessen. Freundinnen, die an Deinem Glueck sooo zu knabbern haben, brauchst Du nicht.

Ausserdem: Du gingst durch harte Zeiten, momentan bist Du in einer glorreichen Phase. Toll, aber auch das kann mal aendern. Ich glaube, dass das Leben aus solchen Zyklen besteht. Einige Jahr geht's einem total mies, dann einige Jahre sosolala, und wiederum einige Jahre SUUUPER ;-)

Geniess Dein Leben und such Dir passende Freundinnen #huepf
Alles Gute!

Beitrag von kikaninchen 13.04.10 - 12:13 Uhr

Hallo!

Also, ich muss da agostea 100% Recht geben.
Solange Du alleinerziehend warst und sicher auch mal das ein oder andere Problemchen hattest, konnten sich die Anderen besser fühlen. Aufgewertet.
SIE hatten ja das Familienleben mit Kindern UND Mann - egal wie mies und eingefahren das vielleicht lief. Aber nach außen wirkt sowas natürlich erstmal besser.
Jetzt hast Du sie ihrer Meinung nach "überholt" und damit kommen viele einfach nicht klar.
Mir gings mal ähnlich.
War schwerkrank, bin dann arbeitslos geworden, vom Partner verlassen, noch zwei, drei gesalzene Schicksalsschläge... Da kamen sie alle.
So nach dem Motto: Davon kann sich ein Mensch nie wieder erholen.
Hab ich aber. Arschbacken zusammen gekniffen, gekämpft und wieder was aus mir gemacht. Hat ne Weile gedauert aber dann kam erst der neue Arbeitsplatz, dann der neue Partner, Wunschkind, Traumhochzeit#bla
Tja, und jetzt gehts mir einfach nur gut. Normales Leben, ganz langweilig.
Viele von damals sind weg. Haben sich einfach in Luft aufgelöst je besser es mir ging. Spätestens als unsere Tochter gesund auf der Welt war, waren viele weg.
So what! Kann ich drauf verzichten.

Man sagt ja immer, wahre Freunde erkennt man in seinen dunkelsten Stunden. Das stimmt, aber ich sage so richtig erkennt man seine Freunde erst, wenn auf die dunklen Stunden plötzlich strahlende Helligkeit folgt.

Sie haben Dir die Antwort selbst gegeben. Euer "Gesamteindruck" wirkt einfach.

Das ist m.E. übrigens auch ein Grund, warum junge Mütter (in geordneten Verhältnissen lebend ;-) ) es in der Gesellschaft so schwer haben und es für sie so schwierig ist, sich unter andern Müttern zu etablieren und in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden.
Da ist einfach viel Neid im Spiel. Neid, dass eine 24-jährige vielleicht das schon erreicht hat und zu etwas bereit ist, wozu man selbst vielleicht erst mit Mitte dreißig die Voraussetzungen geschaffen hatte und bereit war.

Siehs mal so:
Deren Neid ist Deine Bestätigung.
Du dienst jetzt nicht mehr dazu, das eigene, langweilige, vielleicht etwas "jämmerliche" Dasein aufzuwerten. Jetzt sehen sie plötzlich ihre eigenen Haare in der Suppe wieder viel deutlicher.
Sei froh, dass sie es wenigstens so offen zugeben.
Kann auch nicht jeder. Wenn sie so ehrlich sind, gibts auch noch Hoffnung, dass sie lernen wieder damit umzugehen. ;-)

Mach Dir keinen Kopf und freu Dich, dass es Dir gut geht!

LG