Zusammenziehen / Alkoholprobs des Schwiegervaters

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sonnenstern-115 12.04.10 - 12:13 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin in der 29. Woche schwanger, lebe momentan noch in meiner eigenen Wohnung, ca. 300 Meter von meinem Schatz, der auch Vater des Kindes ist, entfernt. Wir möchten auf jeden Fall gerne zusammenziehen (ich werde zu ihm ins Haus ziehen). Anfangs hatten wir uns darauf verständigt, dass wir nach der Geburt zusammenziehen, da ich bis kurz vor der Geburt total im Stress bin und es zeitlich eng wird. Mit wachsendem Bauch und zunehmender Freude auf das gemeinsame Kind, hatten wir nun doch überlegt, noch vor der Geburt zusammenzuziehen. Außerdem könnte das mit dem Umzug nach der Geburt noch stressiger sein als vorher.

Nun hat sich aber folgendes Problem ergeben:
der Vater meines Partners lebt im Normalfall den Großteil des Jahres im Ausland und ist nur wenige Wochen im Jahr in Deutschland. Dieses Jahr hat er sich leider das Bein gebrochen und ist nun schon in seiner Wohnung im gleichen Haus - und bleibt auch voraussichtlich hier bis zum Herbst.

Das nervt mich gewaltig, insbesonders da er ein Alkoholproblem hat, extrem laut und nervig wird, wenn er trinkt und jetzt aufgrund des gebrochenen Beines auch noch quasi ans Haus gefesselt ist. Echt klasse! Das geht mir sowieso schon auf den Wecker, wie soll das dann sein, wenn ich mit dem Säugling zuhause bin, wir uns an das Baby gewöhnen müssen und dann auch noch der Schwiegervater mit gesundheitlichen und alkoholbedingten Problemen um uns herum ist? Ich glaube, das wäre echt zu viel für meine Nerven.

Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob ich deshalb nicht doch lieber meine Wohnung behalten und frühestens im Herbst umziehen soll, wenn der Schwiegervater wieder abgereist ist und wir unsere Ruhe haben?

Eine Lösung kann ich sicherlich nur zusammen mit meinem Schatz finden, aber ich hätte gerne ein paar Meinungen von Außenstehenden.

Vielen lieben Dank im Voraus.

Viele Grüße vom Sonnenstern

Beitrag von swety.k 12.04.10 - 12:17 Uhr

Hallo,

die Lösung liegt doch auf der Hand: Bleib noch in Deiner Wohnung, bis der Schwiegervater wieder weg ist. Vielleicht kann Dein Freund sich ja auch bei Dir einquartieren, wenn das Baby da ist.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von lunasxx 12.04.10 - 12:54 Uhr

Aus Erfahrung kann ich nur sagen, geh Menschen mit Alkoholproblemen aus dem Weg, das bringt nur Ärger insbesondere mit Baby. Schließe mich daher meiner Vorrednerin an.

Liebe Grüsse

Kerstin

Beitrag von kawatina 12.04.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

schätze du weißt die Antwort schon selber.;-)

Wenn du es ruhig und harmonisch haben möchtest würde ich dort nicht einziehen.
Auch sonst würde ich mir dies gut überlegen.
Der Schwiegervater mag derzeit oft im Ausland sein. Was wenn dieser pflegebedürftig/krank/andere gründe wird und dann ganz dort einzieht?

Wie sage ich immer:
Zwischen Eltern und Kinder sollte mind. eine Stadt liegen#rofl

LG und beschwerdefreie Schwangerschaft
Tina

Beitrag von agrokate 12.04.10 - 14:03 Uhr

Hallo Sonnenstern,

davon abgesehen, daß ich NIE zu meinen Schwiegereltern oder Eltern ziehen würde (da ist der Streß meist vorprogammiert), würde ich noch viel weniger zu einem alkoholkranken Schwiegervater ins Haus ziehen. Never ever!

Wünsche Dir viel Kraft, die richtige Entscheidung für Dich und Dein Baby zu finden.

GLG,agrokate!

Beitrag von braut2 12.04.10 - 14:57 Uhr

naja, die Lösung scheint ja im Moment nicht so schwer zu sein. Später einziehen eben.
Aber was ist denn mit der Zukunft? Wenn er wieder in Deutschland ist und sich bei euch einige Wochen aufhält? Wenn er mal in Rente geht? Wenn er mal krank ist und zuhause?
meinst Du nicht,daß die Probleme dann wieder auftauchen? Was macht ihr dann? Wieder ausziehen?

Ein Leben auf Dauer stell ich mir dort nicht gut vor, nicht mit diesen Voraussetzungen.

Beitrag von sonnenstern-115 12.04.10 - 16:18 Uhr

Hi,

ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht.

Er ist bereits Rentner, in zweiter Ehe verheiratet und lebt seit fast 11 Jahren auf Mauritius. Er ist jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst für ca. 2 Wochen zu Besuch bei uns, den Rest des Jahres verbringt er mit seiner Frau, deren Kinder und seinen Enkelkindern in Mauritius bzw. in Ungarn (je nach Jahreszeit). Er möchte in Mauritius seinen Lebensabend verbringen, insofern rechnen wir nicht damit, dass er auf Dauer wieder nach Deutschland zurückkommt.

Wenn er nur "so kurz" bei uns ist, kriegen wir die Zeit mit ihm auch i.d.R. ganz gut rum. Problematisch ist es halt dieses Jahr. Durch den gebrochenen Fuss kann er nicht wie immer nach Ungarn fahren.

Die Wohnung, die er noch in Deutschland hat, soll aufgelöst werden, damit wir das Haus komplett nutzen können. Ich hatte bisher noch nicht erwähnt, dass ein gemeinsames Wohnen mit ihm im Haus für mich auf Dauer nicht in Frage kommt, daher streben wir auch die Wohnungsauflösung an. Jetzt können wir das halt nicht so schnell umsetzen wie geplant, aus den genannten Gründen.

Sicher werde ich mich immer wieder mit ihm auseinandersetzen müssen, wenn er zu Besuch kommt, aber da dies überschaubare Zeiträume sind, macht mir das nicht all zu viel Bauchschmerzen. Nur jetzt in der ersten Zeit mit Baby will ich ihn nicht jeden Tag um mich haben.

Liebe Grüße vom Sonnenstern