Bin überfordert - welche Geburt soll ich anstreben?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von dover 12.04.10 - 13:44 Uhr

Hallo Ihr Lieben...

Ich bekomme Ende August / Anfang September unser zweites Kind. Da mein erster Sohn nach anfänglicher normaler Geburt schliesslich doch per KS geholt wurde, empfiehlt mein FA mir jetzt auch einen KS.
Der Grund damals war wohl das mein Sohn nicht durch mein Becken gepasst hat. Man hat ein MRT von meinem Becken ein paar Tage nach der Geburt gemacht. Aber das es wirklich daran gelegen hat, konnte man nicht 100% sagen. Bei der Entlassung aus der Klinik hatte der Arzt mir damals gesagt das ich es beim nächsten Mal auch wieder spontan versuchen könnte, aber falls es nicht voran ginge werde man schneller entscheiden einen KS zu machen.
Bei meinem Sohn wurde der KS nach 5 Std. gemacht, nach vollständiger Öffnung des MuMu.
Ich weiss einfach nicht was ich tun soll. Mein Mann sagt ich soll den KS machen lassen. Er versteht nicht wieso ich das nicht will.
Ich hatte solche Probleme letzte Mal. Hatte wochenlang Depressionen und hab echt lange gebraucht um zu begreifen das der KS die Geburt war.
Ich hab einfach Angst das es wieder so wird. Ich versuch mich schon irgendwie daran zu gewöhnen das es vielleicht nicht anders gehen wird, aber ich bin so hin und hergerissen. Ich hab Angst das wenn ich es spontan versuche und dem Baby hinterher was passiert das ich mir Vorwürfe mache, ganz zu schweigen von meinem Mann und meiner Familie.
Die verstehen mich einfach nicht. Ich bin so verzweifelt. Ich weiss es einfach nicht.
Bisher bin ich immer davon ausgegangen das ich es einfach spontan versuchen kann und wenn es nicht geht das dann halt ein KS gemacht wird. Ich hab mir das so sehr gewünscht. Ich hab auch Angst das ich mich zu sehr darauf versteife und dann wieder einen Knacks bekomme. Ich hab echt wegen jedem Scheiss geheult und das wochenlang und ich war echt jemand "anderes".
Jetzt soll ich aber von vorneherein einen geplanten machen lassen. Das will ich aber irgendwie nicht.
Ach menno. Was soll ich nur tun? Habt ihr einen Rat für mich wie ich diese Zweifel loswerden kann?
Wem von euch (oder euren Freundne oder Bekannten) wurde auch ein zu enges Becken diagnostiziert und hat dann doch normal entbunden?

Sorry ist etwas lang geworden aber ich musste mir das mal von der Seele schreiben.

LG Dover 20 ssw. #herzlich

P.s. Natürlich steht das Wohl des Kindes im Vordergrund. Ich würde mich niemals dagegen stellen wenn ihm etwas passieren könnte unter der Geburt. Ich möchte es NUR dann spontan versuchen wenn wirklich gesundheitlich absolut nichts dagegen spricht.

Beitrag von mammina80 12.04.10 - 13:59 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich: ich würde es wieder spontan versuchen.

Ich kann verstehen, wie du dich nach dem KS gefühlt hast. Auch ich wollte spontan entbinden, leider kam ich nicht einmal dazu, Wehen kennenzulernen, weil ich eine Schwangerschaftsvergiftung hatte und für meinen damaligen gesundheitlichem Zustand nur ein KS in Frage kam. Ich habe sehr darunter gelitten, habe lange Zeit dafür gebraucht, den KS als "Geburt" zu akzeptieren.

Versuch' es einfach, die Ärzte kennen deine Vorgeschichte, dann wird man auf dich und dein Baby besonders acht geben. Wenn es nicht weitergeht, dann wird es eben ein KS - aber du hast es wenigstens versucht.

Liebe Grüße #herzlich

Beitrag von strahleface 12.04.10 - 14:55 Uhr

Hey,

also ich würde es immer spontan versuchen. Jede Schwangerschaft / Geburt / Kind ist anders.
Mach Dir bloß nicht zuviele Gedanken.

LG Strahleface #verliebt

Beitrag von h-a-s-e 12.04.10 - 15:37 Uhr

Hallo,

kann gut verstehen wie´s dir geht#liebdrueck Ich hab vor zwei Jahren unseren ersten Sohn bekommen. Damals sind bei der Geburt (Mumu war auch schon fast vollständig eröffnet) die Herztöne von unserem kleinen während der Wehen ganz schlecht geworden und er wollte auch nicht so recht ins Becken rutschen. Dann wurde ganz schnell entschieden, dass man einen Kaiserschnitt machen muss um kein Risiko einzugehen weil er vermutlich die Nabelschnur um den Hals hatte. Das war dann zwar nicht so, aber Hauptsache unserem kleinen gings gut und wir haben einen richtig munteren Kerl bekommen, allerdings per Kaiserschnitt. So richtig konnte mir allerdings nie jmd. sagen wieso es nicht spontan geklappt hat und wieso es zu diesem Kaiserschnitt kam, weil Eröffnungsphase usw. ging alles ganz schnell und problemlos.
Bei meiner jetzigen Schwangerschaft hatte ich einen ganz tollen Arzt und Hebamme, die beide gesagt haben, das gar nix dagegen spricht es dieses Mal spontan zu versuchen, es sei sogar oft so, dass es beim 2. Mal vor allem wenn der Mumu schonmal komplett eröffnet war ganz schnell und problemlos klappt. Allerdings so wie du schon geschrieben hast wenns nicht recht vorangeht würde man sich schneller für den Kaiserschnitt entscheiden. Mein Mann und seine Familie konnten glaub auch nicht recht verstehen wieso ich nicht "einfach" einen zweiten Kaiserschnitt wollte, haben mir da aber gottseidank nicht reingeredet.
Ja und jetzt hab ich vor genau 2 Wochen ganz spontan innerhalb 5 Stunden unseren 2. kleinen, süßen Sohn #verliebt ganz normal zur Welt gebracht! und bin echt froh, dass es normal geklappt hat, wobei ich mir während der Wehen ein paar mal gedacht hab, ich blöde kuh hätte auch ganz einfach einen Kaiserschnitt haben können ;-) die Wehen waren nämlich ganz schön #schock solche hatte ich beim ersten Mal nicht. Aber jetzt zwei Wochen später hab ich schon längst vergessen wie sie sich anfühlten und bin froh, dass ich es spontan versucht habe. Sorry ist etwas lang geworden und hilft dir jetzt vermutlich nicht weiter, aber ich wollte nur mal schreiben, dass es beim 2. Mal auch ganz problemlos spontan klappen kann nach einem Kaiserschnitt. Ich hab mir zuvor nämlich immer Gedanken gemacht, ob es bei mir vielleicht einfach wg. Becken oder was weiß ich was vielleicht einfach nicht geht.
Ich wünsche dir auf jedenfall alles Liebe und Gute und das du dieses Mal ein schönes Geburtserlebnis hast! und egal wie du dich entscheidest oder wie es dann letztendlich abläuft ob spontan oder Kaiserschnitt, das Ergebnis zählt. In meinem Fall schnarcht das gerade aus der Wiege raus #verliebt

Lg

Beitrag von barberina_hibbelt 12.04.10 - 15:51 Uhr

Hallo,

ich habe meinen ersten Sohn auch trotz vollständigem MuMu nach 18h per KS bekommen, er war ein Sternengucker. Ich habe fast ein Jahr gebraucht, die Geburt zu verarbeiten und knabbere heute noch manchmal daran.

Es war klar, dass ich es beim zweiten Kind wieder spontan versuchen will. Leider hat es wieder nicht geklappt... wieder ein Sternengucker, wieder vollständiger MuMu, wieder OP obwohl ich schon mitpressen sollte/ durfte...

Mir geht es dieses Mal wesentlich besser. Ich war auf einen eventuellen KS vorbereitet. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, das eine Spontangeburt nicht immer möglich ist.
Trotz der wirklich heftigen Schmerzen möchte ich diese diesmal gerade knapp 2 Stunden nicht missen. FÜr mich zählt, dass er sich seinen Geburtstag immerhin selbst ausgesucht hat und die Wehen mitbekommen hat. Er war darauf vorbereitet, dass etwas passiert. Und er hatte wie schon mein Großer keinerlei Anpassungsschwierigkeiten.

Dass unsere weiteren Kinder alle per geplantem KS auf die Welt kommen werden macht mir heute schon zu schaffen. Und das, obwohl es sicher noch 2 Jahre dauert, bis das nächste kommt... Alleine die Vorstellung, sie werden ohne Vorwarnung einfach aus meinem Bauch gerissen #schmoll

Was ich dir damit sagen möchte: Versuch es spontan sofern die Ärzte ihr ok geben... Wenn du nicht einmal den Versuch startest, wirst du nach der Geburt ständig darüber grübeln, ob es nicht doch spontan geklappt hätte.

Zu guter Letzt ein Zitat, das ich hier bei Urbia mal gelesen habe:

Egal ob man den Berg zu Fuß erklimmt oder aber die Gondel nimmt: Man genießt immer die gleiche Aussicht.

Sollte es also wieder nicht mit einer spontanen Geburt klappen: Das Wichtigste sind unsere Kinder. Was sind die paar Stunden Geburt gegen 40 Wochen Schwangerschaft und ein ganzes Leben, in welchem man immer für seine Kinder da ist??! Wie du selbst sagst: letztendlich geht es nicht um uns und die Vorstellung einer Traumgeburt. Eine Spontangeburt macht einen nicht zu einer besseren Mama und andersrum: Ein KS macht dich zu keiner schlechteren!!

Ich wünsch dir die richtige Entscheidung und eine tolle Geburt
lg B.

Beitrag von renade 12.04.10 - 21:41 Uhr

Hallo Dover,
bei mir war man sich auch nicht sicher, ob der kleine Mann durchs Becken passt. Er lag Montags noch nicht richtig im Becken und war ein Sternengucker. Ein Arzt riet uns zum KS, der nächste hat uns davon überzeugt, es doch spontan zu versuchen. Meine Hebamme hat auch bestätigt, dass man es auf jeden Fall versuchen sollte. Wir habens getan und siehe da, Elias kam am Dienstag ganz normal auf die Welt. Es war zwar eng und ein hartes Stück arbeit, aber mein Traum ist in Erfüllung gegangen und ich bin soooooooo stolz.

Hör auf dein Bauchgefühl!!! Ich würde mich wieder genauso entscheiden. Alle haben gesagt, jedes Kind arangiert sich anders mit dem Becken und unser kleiner Mann war halt nicht so ein einfacher Kandidat. *gg*

LG
Ingrid mit Elias

Beitrag von dover 13.04.10 - 00:02 Uhr

DAnke vielen lieben Dank an eure euch...

Ich glaube ich WEISS jetzt was ich machen werde. Ich werde es, insofern nichts dagegen spricht, spontan versuchen.
Werde nochmal einen Termin mit der Klinik machen und es mit denen auch noch besprechen.

Vielen Dank Mädels, ihr habt mir echt geholfen und Mut gemacht.

LG Dover#herzlich