wieviel geld braucht man monatlich - die 1000ste

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von coppeliaa 12.04.10 - 14:35 Uhr


Hallo Forum!

Ich hab zwar in der Suche schon ein wenig gewühlt, trotzdem hier noch so eine Anfrage:

Mich würde interessieren wieviel Geld Ihr so monatlich braucht. Damits ein bißchen vergleichbarer wird, würde mich der Betrag NACH Abzug
aller Wohnungskosten (Miete/Kredit, Betriebskosten, Haushaltsversicherung)
und aller berufsbedingten Fahrtkosten (Treibstoff, Fahrkarten)
interessieren.

Alles andere (muss nicht unbedingt aufgeschlüsselt sein) soll also rein: Lebensmittel, Hygiene, Haushaltswaren, Kleidung, Familienausflüge, Versicherungen (aber keine Sparformen), private Fahrtkosten, Arzt, Kindergarten/Schulbeiträge, aller Krims-Krams (Eis unterwegs, Geburtstagsgeschenke, Kaffeehaus etc), Freizeit, Essen gehen, Mitbringsel ...

Was gebt Ihr darüber hinaus so im Jahr für Urlaub aus? Große Anschaffungen (min 4 stellig) für Auto etc?

Wie schätzt Ihr euer Finanzverhalten selbst ein? Sparsam? gut lebend (soweit von Geld abhängig)? eher raus mit der Kohle? in der Mitte drinnen?

Ein bißchen zum Hintergrund: bei uns wird es das Jahr der beruflichen Orientierung. Da spielt natürlich auch das Gehalt eine Rolle. Ich will mir einfach ein bißchen überlegen, welches Einkommen als Familie da wohl angebracht wäre...

ich weiß, ist sehr von persönlichen Ansprüchen abhängig, aber Erfahrungsberichte würden mich trotzdem interessieren :-)

Danke im Voraus & lg

coppelia

Beitrag von nele27 12.04.10 - 14:51 Uhr

Hi,

wir sind zu dritt und haben derzeit 1900 Euro Fixkosten (mit Miete, Sprit, Altersvorsorge, Sparrate, Kita etc.)

Dazu kommen Lebensmittel und Freizeit mit 500 - 700 Euro, je nachdem, was so ansteht.

Wir leben im Moment aber eher mit einem kleinen Budget, weil ich Alleinverdienerin bin.
Mein Mann wird ca. ab Juli wieder arbeiten und dann geht es besser. Daher hatten wir dieses Jahr keine größeren Anschaffungen - wollten lieber Sparrate und Altersvorsorge beibehalten und beides wäre nicht gegangen.

Urlaub kostet dieses Jahr unter 500 Euro (1 Woche Ferienhaus in Dänemark), aber sonst - wenn "richtiger" Urlaub geplant ist - würde ich ca. 1500 bis 2000 einplanen.

LG, Nele

Beitrag von sami.flower 12.04.10 - 15:58 Uhr

Hallo,

wir sind 2 Erwachsene und 1 Kind. Dazu kommt noch unser Kater Anton.

Ich versuche es dir mal etwas aufzuschlüsseln.

Lebensmittel, Hygiene, Haushaltswaren: 650€

Kleidung: 50-...(kommt drauf an was benötigt wird oder gefällt)

Familienausflüge: 50-150€

Versicherungen (aber keine Sparformen): ca.100€

Kindergarten: 200€

aller Krims-Krams (Eis unterwegs, Geburtstagsgeschenke, Kaffeehaus etc), Freizeit, Essen gehen, Mitbringsel ... : 100-... (total unterschiedlich)

Urlaub 1-3 im Jahr: 500-...€

Große Anschaffung: gerade erst gehabt,mussten einen neuen Laptop kaufen für 1200€.Ansonsten gibt es nichts,weil alles da ist. Hoffe es bleibt alles heile#zitter Solche Sachen kaufen wir immer von unseren montalichen ersparten.

Ich hoffe du kannst mit den Angaben was anfangen. Weiß zwar nicht was es dir genau bringt aber du wirst es ja wissen;-)

Ich würde sagen wir leben ziehmlich gut.Verzichten im großen und ganzen eigentlich auf nichts.Ok einen dicken BMW gibt es nicht dafür aber eine seriöse Familienkutsche:-D. Wir sind übrigens beide voll berufstätig.

Lg Kathi


Beitrag von wemauchimmer 12.04.10 - 16:17 Uhr

OT: Normalerweise fragen die Arbeitgeber beim Einstellungsgespräch nicht, welches Familieneinkommen der Bewerber für angebracht hält.
Sondern die Familie kommt mit dem zurecht, was vom Brötchenverdiener angebracht wird ;-)

Beitrag von friendlyfire 12.04.10 - 16:25 Uhr

Das stimmt so nicht. Es wird durchaus oft in Ausschreibungen nach Gehaltsvorstellungen gefragt. Ich bin das auch gefragt worden.

Beitrag von wemauchimmer 12.04.10 - 16:30 Uhr

Ja, aber die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus Deinem Marktwert (Ausbildung, Berufserfahrung, Konkurrenz etc pp) und nicht aus Deinen Vorstellungen, wieviel Geld Du gerne so zur Verfügung hättest.
LG

Beitrag von coppeliaa 12.04.10 - 16:45 Uhr


da hast du recht :-D

die frage stellt sich in einem anderen zusammenhang: wieviel muss jeder arbeiten um aufs gewünschte einkommen zu gelangen :-p sollte ich aus irgendeinem grund mit 10 h die woche hinkommen -> super, diesen marktwert hab ich aber sicher nicht. aber doch so einen marktwert, dass wir nicht dringend darauf angewiesen sind, dass beide vollzeit arbeiten gehen.

lg

co

Beitrag von nele27 12.04.10 - 16:46 Uhr

So sieht es aus!

Der übelste faux pas auf die Frage nach den gehaltsvorstellungen ist doch "Wissen Sie, ich hab ja auch ne Familie zu ernähren und deshalb dachte ich.... " #augen

LG, Nele

Beitrag von giftzwerg01 12.04.10 - 16:29 Uhr

Hallo!

Wir (3 Pers.) geben monatl. ca. 2.000 EUR aus, wir leben gut.

Urlaubskosten ca. 5.000 - 6.000 EUR im Jahr.

VG

Beitrag von popmaus 12.04.10 - 16:43 Uhr

Wir (2 Erw.,1Kleinkind) haben monatlich Fixkosten von 1900€.
Da ist aber dann schon alles drinnen(Kredit,Essen,Sprit,Sparen etc)
Wir schaffen es grad so 100€/Monat zu sparen - mehr geht nicht.
Wir achten schon sehr darauf immer einen Puffer auf dem Konto zu haben für Notfälle.
Derzeit haben wir "nur" 2000€ als Puffer - sollte eigentlich das doppelte sein aber woher nehmen wenn nicht stehen??

LG
Carmen

Beitrag von coppeliaa 12.04.10 - 16:46 Uhr


wieviel von diesen fixkosten macht denn der kredit aus?

lg

Beitrag von tiffysb 12.04.10 - 16:45 Uhr

Hallo,

brauchen könnte ich viel, viel mehr *lach*

Bei uns sieht es so aus, dass wir im Monat 2.300€ Fixkosten haben.
Also alles komplett Haus, Auto´s usw. Beträge die jährlich anfallen sind hier schon auf den Monat runtergerechnet.

Hinzu kommen dann noch ca. 700€ variable Kosten. Also Geschenke, Essen, Ausflüge usw. Manchmal reichen die 700€, manchmal nicht. Kommt halt immer drauf an.

Und dann kommen noch unsere Sparraten dazu und das "Taschengeld" für jeden von uns - und dann ist das Geld auch schon wieder weg :-(

Beitrag von motte1986 12.04.10 - 19:27 Uhr

wow, da ziehts mir ja die schuhe aus, was manche so ausgeben....

wir (2 erw., 2 kinder (3 jahre und 7 monate) ) haben pro monat ohne wocheneinkauf, etc. 1000euro fixkosten.

das sind: miete, riester, autoversicherung, lebensversicherung, sonstige versicherungen (haftpflicht, etc.), telefon, handy, kita vom großen, kredit (auto, motorrad)

wir wohnen aber in einer modernen wohnung, die für hießige verhältnisse teuer ist#kratz

wocheneinkauf und sonstige einkäufe (hygieneartikel, frische sachen unter der woche wie gemüse, obst, etc.) nochmal monatlich 500 euro.

dann hat jeder so seine eigenen ausgaben wie nagelstudio, frisör, modellauto, etc. sind gesamt nochmal 200euro monatlich.

ausflüge usw. kosten uns seltenst was, weil wir mit den zwei kleinen am liebsten in den park oder an den see fahren, das kostet nix, was anderes kann man hier nicht wirklich machen.

klamotten, schuhe, etc. fallen eher vierteljährlich an.

also haben wir immer so 1700-1900 euro gesamtausgaben im monat, vom gesamteinkommen können wir also jeden monat 500-1000 euro sparen...


irgendwas machen wir falsch.....#kratz


nein, wir brauchen im moment einfach nix, haben alle geräte und möbel neu, klamotten sind tipp topp....

ändert sich sicher irgendwann noch, spätestens wenn die kinder groß sind;-)

vlg

Beitrag von honolulumieze 12.04.10 - 20:02 Uhr

Ich bezahle im Monat die anfallenden Kosten für mein Auto: Sprit und in manchen Monaten halt Autoversicherung, einmal im Jahr Autosteuer. Einmal im Jahr Haftpflichtversicherung. Ansonsten gehe ich einmal die Woche in den Supermarkt und kaufe Lebensmittel. Miete, Handy und Windeln fürs Kind zahlt mein Freund. Vom Kindergeld kaufe ich Nahrung und Klamotten für mein Baby. Freizeitaktivitäten? Nichts besonderes. Klamotten meistens reduziert, gehe öfter bummeln und sehe ja dann, was gerade so im Angebot ist. Eis und Kuchen wird natürlich ab und zu mal gekauft oder mal eine Zeitung. Friseur? Total selten. Kindersachen kaufe ich fast nur im Secondhandladen oder auf Basaren oder privat über eine Bekannte. Für ein kleines Baby finde ich das optimal und angebracht. Urlaub ist uns mit Baby zu streßig. Irgendwann wieder, wenn wir keine Windeln und keine Flaschen mehr mit schleppen müssen.

Ich bin sehr sehr sparsam. Ich habe Angst vor schlechteren Zeiten und überlege mir drei Mal was ich ausgebe und ob ich es wirklich brauche. Die Summen, die ich hier oft lese, lassen mir die Haare zu Berge stehen. Ich kaufe niemals auf Raten, hatte noch nie Schulden oder einen Dispo. Aber so wie ich leben wohl die wenigsten Leute.

Es kommt ja auch ganz darauf an, in welcher Region man lebt. Jedenfalls was die Mietkosten angeht und Lebenshaltungskosten allgemein.

Wie auch immer. Ich finde, dass man nur das ausgeben kann, was man auch verdient. Und keinen Cent mehr. Wenn du das so handhabst, wirst du auch auskommen.

Beitrag von coppeliaa 12.04.10 - 21:17 Uhr


"Ich finde, dass man nur das ausgeben kann, was man auch verdient. Und keinen Cent mehr. Wenn du das so handhabst, wirst du auch auskommen. "

das ist auch nicht das problem. wir kommen - trotz eines großen finanziellen einschnittes - mit unserem geld aus. können sogar kleinweise (aber nur wenig) was auf die seite legen. aber auf dauer will ich das nicht. jetzt frag ich mich, ob meine ansprüche zu groß sind oder ob wir wirkich eher an der unteren skala liegen.

lg

co

Beitrag von 1familie 12.04.10 - 20:11 Uhr

Hallo,

wir haben laufende Kosten von 4000€ im Monat, darin enthalten sind schon Kitakosten und Schulkosten.

Lebensmittel, Auflüge, Krims-Krams, eben alles noch was du aufgelistet hat, wären bei uns ca. 1500-2500€

Gruss

Beitrag von coppeliaa 13.04.10 - 14:49 Uhr


"Lebensmittel, Auflüge, Krims-Krams, eben alles noch was du aufgelistet hat, wären bei uns ca. 1500-2500€"

da waren wir auch mal. ach waren das noch zeiten .... *träum* #schein

Beitrag von krokolady 12.04.10 - 20:41 Uhr

also sparsam leben wir nicht - trotzdem achten wir auf Preise.
Täten z.B. nie nen Urlaub machen wo uns die Woche 1000 Euro kostet.

Fixkosten inkl. Kredit, Versicherungen, Telefon und so sind bei uns um die 1700 Euro.
Zum Leben geben wir so um die 1200 Euro aus........Sonderausgaben nicht mitgerechnet.

Allerdings leben wir gut........wir haben den Standpunkt das wir nur Geld augeben können was wir auch haben.
Aber das was wir haben geben wir auch aus.

Beitrag von manavgat 13.04.10 - 09:42 Uhr

Du wirst keine Vergleich ziehen können, da "Brauchen" viel zu unterschiedlich definiert wird.

Ich brauche für 2 Personen und 1 Katze 240 Euro Haushaltsgeld im Monat. Haftpflicht + Rechtschutz für 200 Euro/Jahr (es gibt aber Leute die sagen, sie brauchen das nicht). Kleidung gebe ich 600 Euro im Jahr pro Nase aus. Eine Freundin von mir hat sich schon seit 20 Jahren nichts zum Anziehen gekauft (die kriegt alles gebraucht geschenkt). Freizeit? Niemand muss ins Theater, Kino, Museum gehen, niemand muss in die Kneipe, in den Zoo, zum Bowling oder sonst was.

Was leider oft unterschätzt wird, ist das, was Kinder so alles haben müssen/wollen. Klassenfahrt, Kopiergeld, Schulmaterial, Ausflug, Musikstunden, Vereinsbeiträge etc.

Erwachsene können - wenn sie nicht total auf den Kopf gefallen sind - finanzielle Fragen rein sachlich regeln und im Notfall nichts kaufen. Ist ja auch besser für den Planeten! Kinder haben es da schwerer, weil sie auch schnell zum Außenseiter werden können. Das kommt stark auf die Region an, in der man lebt.

Es gibt diverse Buchratgeber zum Thema "Gut leben mit weniger Geld" vielleicht hilft Dir das weiter.

Gruß

Manavgat

Beitrag von coppeliaa 13.04.10 - 14:19 Uhr


"Erwachsene können - wenn sie nicht total auf den Kopf gefallen sind - finanzielle Fragen rein sachlich regeln und im Notfall nichts kaufen."

das ist gottseidank höchstens ein kleines problem. wir haben unsere ausgaben der veränderten situation angepasst und kommen mit dem geld aus. nur sonderausgaben (auto, ich würde zb dringend jobmäßig ein bißchen neue kleidung brauchen) sind blöder, gehen aber auch irgendwie.

in erster linie nervt mich die situation. ich will im grunde nicht ein halbes jahr für eine (gar nicht so große) autoreparatur sparen müssen. daher würde ich gerne die einnahmen erhöhen. aber um wieviel ist die frage?

"Es gibt diverse Buchratgeber zum Thema "Gut leben mit weniger Geld" vielleicht hilft Dir das weiter."

danke für den tip! klingt gut, ich werde mich da mal schlau machen...


lg

co

Beitrag von coppeliaa 13.04.10 - 15:09 Uhr


Danke an alle für die antworten!

ich sehe daraus, dass wir (ihm rahmen eurer antworten) finanziell gesehen sicher nicht die über-ansprüche haben. wir haben übrigens für diesen ganzen rest ca 1000 euro im monat zur verfügung und sind zu 4.

spaßeshalber hab ich mir so einen alg II rechner im netz gesucht - kann mir zwar ziemlich am a**** vorbeigehen was man in anderen ländern so kriegen würde, aber die neugier hat gesiegt :-p da steht was von 1077 euro + wohnkosten, was - wenn man die stromkosten noch berücksichtigt - ziemlich zu unserem geld hinkommt. allzuviel werden wir dann im augenblick wohl nicht falsch machen, wenn wir also auf so einem niveau sind und es schaffen ;-)

zugleich denke ich, dass mein frust schon auch berechtigt ist. ich hab nicht eine jahrelange ausbildung gemacht um dann auf dem niveau auf dauer zufrieden sein zu müssen.

lg

coppelia