Kind lehnt mich nach OP ab.habe total Angst

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von babsi26 12.04.10 - 14:48 Uhr

Hallo bin nervlivh total am Ende. ich wurde vor 3 Wochen an einem Nabelbruch operiert und darf seit der OP meinen Sohn (13,6kg und läuft noch nicht!) nicht heben und das ganze insgesamt 5 Wochen besser wären 6....

Am Anfang konnte ich natürlich noch nicht viel machen aber mittlerweile mache ich ALLES wie vorher mit ihm nur halt nicht heben um zu kuscheln, zu wikeln, ins Bett rein und rausheben, Hochstuhl heben, Kinderwagen heben...Er sagt immer "Arm" und ich kann nur sagen, nein ich kann dich nicht auf den Arm nehmen. Vormittags ist meine Ma da und dann ist mein Mann da, die können ihn natürlich jederzeit hochnehmen und da kuschelt er sich dann auch total an, mein mann hat neulich versucht ihn mir auf den Arm zu geben im Sitzen- nein will er nicht er drückt mich weg und sagt zu Papa:ARM. Er kommt zwar ab und zu an und legt sein Kopf auf meinen Arm o.ä. aber auf den Arm in irgendeiner Form will er nur bei anderen sogar bei welchen die er erst 1x gesehen hat. Ich habe tierische Panik das da bereits schon ein Bruch zwischen Mama und Sohn entstanden ist, hier versteht mich keiner alle meinen ich übertreieb und das wird wenn ich wieder heben darf alles wieder normal, aber ist das so? Wie kann man da so sicher sein? Sowas hat man ja nicht alle Tage das eine Mama ihren eigenen Sohn wochenlang nicht hochnehmen darf? Er läßt sich auch nicht mehr gern von mir trösten... Ich habe das Gefühl ich heisse für ihn zawr Mama, aber die Bedeutung ist für ihn nicht mehr da...Kann mir jemand helfen? Hat jemand Erfahrung mit sowas? Das jemand operiert wurde und auch nix machen durfte?

Ich hoffe auf eure Antworten, bis dahin

LG Babsi26 & Julien

Beitrag von sonne108 12.04.10 - 15:02 Uhr

Hallo

ich hatte zwar keine Operation, aber ich durfte während der 2. Schwangerschaft meine grosse Tochter (damals 2 Jahre) nicht mehr tragen. Ich hatte Blutungen am Anfang und ab der 20. Woche vorzeitige Wehen.

Meine Tochter war damals am Anfang ziemlich irritiert und wollte auf den Arm, aber ablehnend mir gegenüber hat sie sich eigentlich nicht verhalten. Ich hab ihr immer wieder erklärt, dass es nicht geht wegen dem Baby im Bauch.

Ich würde an Deiner Stelle liebevoll mit dem Kleinen umgehen. Ihm einfach erklären, was los ist (Ich hab Aua am Bauch oder so). Auch wenn er es vielleicht noch nicht verstehen kann.

lg Sabine

Beitrag von wort75 12.04.10 - 16:12 Uhr

erklärs ihm ganz einfach.
und nimm ihn in den arm, indem du in die hocke gehst und ihn an dich drückst. hochheben geht halt nicht. sag ihm, dass mama nicht nur ihn nicht heben darf, sondern auch keine schwere kiste etc - zeig ihm den verband... er wirds schon verstehen.

es gibt frauen, die ihre kleinstkinder wegen einer problematischen ss nicht mehr tragen dürfen - das geht schon. kuschle viel im liegen, beim büchlein vorlesen.

und fixier dich nicht auf das in den arm nehmen.... erkläre es ihm wie oben beschrieben aber theamtisiere es dann nicht zu sehr. er spürt das und misst dem dann nur noch mehr bedeutung bei. arm nehmen ist nicht - also finde andere wege, deine liebe zu zeigen.

Beitrag von grissemann74 12.04.10 - 18:46 Uhr

Hallo Babsi,

ist zwar schon eine Zeit vergangen, aber trotzdem besser spät als nie: bitte erklär es ihm! Unterschätz dein Kind nicht, daß er das nicht verstehen könnte. Vielleicht wird es nötig sein, ihm immer wieder mal was in diese Richtung zu sagen. Sag ihm zb. daß du weh hast und du ihn deshalb nicht aufheben darfst, einfach kindgerecht eben.
Hab Geduld mit ihm, er fühlt sich natürlich von dir abgelehnt, weil er nicht versteht, WARUM du ihn nicht mehr hochhebst. Aber nicht nur am Arm kannst du mit ihm kuscheln. Wie wärs, wenn du einfach zwischendurch dich zu ihm auf eine Decke od. Sofa od. Bett legst und einfach da mit ihm kuschelst. Wenn momentan die Situation ein bißchen angespannt ist zw. euch, nimm ein od. 2 Kuscheltiere und spiel damit eine kleine Geschichte, das ist oft hilfreicher als wenn du ihn gleich mal drückst.
Versuche deine Liebe vorrübergehend einfach so oder auch durch besondere Zuwendung in Form von Bilderbuch ansehen (da kann er z b. besonders gut auf deinem Schoß sitzen) oder irgendwie anders mit ihm Zeit verbringen, dir wird sicher was einfallen.
Brauchst keine Angst zu haben, daß da irgendeine Bindung zerstört wurde.

Alles wird wieder gut!

LG Sabine

Beitrag von bruja2005 12.04.10 - 20:52 Uhr

Ich verstehe nicht warum Du Dich nicht zu Ihm hockst wenn er bittet in den Arm genommen zu werden.

Ich wuerde Ihm erklaeren dass Mama der Bauch weh tut aber wenn er das Beduerfniss hat mit Dir zu schmusen etc da gibt es eigendlich immer ne Loesung ? Ich kann meinen auch wegen meinem Ruecken oft nicht auf den Arm nehmen und er ist auch si eine Schmuzekatze aber dann geh ich runter und knuddel Ihn oder stell Ihn auf einen Stuhl oder so.

Wickel Ihn doch in der Zeit wo Du nicht heben kannst auf dem Boden ?

Der ist wahrscheinlich irritiert und versteht nicht wieso Du nicht willst ! Er versteht nicht dass Du nicht kannst !

Gute Besserung
Nic

Beitrag von mona1879 12.04.10 - 21:20 Uhr

also ich war anfang des jahres überraschend ein paar tage im krankenhaus und mein mann war viel bei mir. meine eltern und meine schwester habe dann auf die kinder aufgepasst, auch nachts.
ich kann dir sagen meine kleine tochter war nachdem ich aus dem krankenhaus wieder kam so beleidigt, das hätte ich nie erwartet. eine woche hat sie mich ignoriert.
ich konnte es kaum fassen, dass das mit zwei jahren möglich ist.
es wurde wieder besser und ich habe mit ihr viel geschmust.
nehm ihn einfach in den arm, geh zu ihm auf den boden, wenn er auf den arm will.
lg mona

Beitrag von raena 13.04.10 - 09:55 Uhr

Hallo Babsi,

mach dir bitte keine Sorgen, dass dein Sohn dich jetzt nciht mehr liebt weil du ihn nicht hochheben kanst. Das ist sowas von Quatsch. Dein Sohn wird dich auch noch lieben wenn du ihn die nächsten 2 Jahre nicht hochhebst!

'Eigendlich ist das supersüß was dein Sohn macht. Er hat verstanden dass du ihn nicht hochheben kannst weil das sonst AUA macht. Als dein Mann ihn dir in den Arm geben wollte, war es für ihn das gleiche wie hochheben und das geht ja nicht, das macht Mama ja AUA und er will Mama ja gar kein AUA machen.

Wenn euch das knuddeln so fehlt dann macht ein neues Kuschelritual und erklär ihm auch das du so kein AUA hast. z.b. wenn er sich auf dem Bett in deinen Arm legt oder wenn ihr nebeneinander sitzt oder er auf deinen Schoß oder was auch immer.

Das er sich nicht mehr gerne von dir trösten läßt, hmmmm sei mir nicht böse, aber
a) kann das jetzt auch nur subjektiv von dir sein, da du im Moment sehr empfindlich bist und sowas zu genau beobachtest,
b) völlig normale Entwicklung und Phase die überhaupt nix mit der OP zu tun hat (Wir haben auch immer wieder Mama, Papa oder Oma Phasen ....)
c) Du deine Angst, dass er sich nicht trösten läßt auf ihn Projezierst und er genau das macht was du befürchtest (sich selbst erfüllende Prophezeiung)

Bleib locker und zeig deinem Sohn was er alles mit dir machen darf und fokusier dich nciht auf das nicht machen.

LG
Tanja

Beitrag von olivia76 13.04.10 - 10:04 Uhr

Hallo Babsi!

Es wurde ja schon alles wichtige gesagt, deshalb will ich Dir nur kurz von meiner Erfahrung berichten:
Hatte in der zweiten SS Vorwehen und dann auch noch einen Bänderriss im Fuß, so dass ich mich eigentlich schon kaum noch selbst fortbewegen konnte, geschweigedenn meinen Sohn tragen. Da war er ca 18/19 Monate. Meine SchwieMu war viel da und ich hatte ähnliche Empfindungen und Ängste wir Du. Ich durfte garnichts mehr machen (auch nicht auf dem Boden), er war total auf Oma fixiert (was aber auch grundsätzlich daran liegt, dass er sie einfach soooooo lieb hat, auch sonst:-D). Aber mit den ganzen Hormonen etc. bin ich damit nur schwer klargekommen und hatte auch Sorge, unsere Bindung könnte darunter leiden. Irgendwie hat er das gespürt (na klar hat er;-)). Jedenfalls ist er dann einmal als die zwei gerade raus wollten, nochmal zurückgelaufen zu mir, hat seine Hand auf meine Schulter gelegt, mir einen Kuss gegeben und weg war er. Zurück, auf dem Boden sitzend, blieb eine absolut gerührte Mutter mit Tränen in den Augen, die verstanden hat, dass sie immer die Mama ist, egal was passiert.

Und so ist das bei allen Kindern und ihren Mamas!

Sei nicht traurig. Mach es so, wie meine Vorschreiberinnen es schon gesagt haben. Das wird Euch nicht nachhängen. Wenn Du wieder fit bist, wird alles wieder beim alten sein.

Dir gute und schnelle Besserung!

Liebe Grüße,
O.

Beitrag von babsi26 13.04.10 - 14:31 Uhr

Oh habt alle dank!! Ihr habt so viel wichtiges tolles gecshrieben...aber

Tja ich versuche all das aber schon die ganze Zeit, ich bin oft auf dem Boden versuche mit ihm zu kuscheln, lese ein Buch auf dem Schoss etc. aber meistens will er gar nicht erst zu mir kommen, das ist ja das Problem, wenn das so einfach wäre einfach auf dem Boden im Arm liegend oder so zu kuscheln würde ich gar nicht so fertig sein, aber alles was ich versuche will er nicht, er stößt mich weg. ab u zu kommt er mal an und legt sein köpfchen bei mir ab aber das wars dann auch.

Mh, was kann man da machen? ich weiss auch nicht weiter...