schreien bei geburt verboten?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von stephskaja 12.04.10 - 15:48 Uhr

hallo ihr lieben!

ich lese immer wieder, dass bei der geburt geschrien wurde, so dass man es überall hören konnte etc etc - jetzt wo ich meine geburt hinter mir habe finde ich sehr merkwürdig: meine hebamme hat mir "verboten" zu schreien. immer wenn ich vor schmerzen geschrien habe, hat sie mich richtig böse angefahren, dass ich zu atmen und nicht zu schreien hätte. :-[

fand das damals - und jetzt immernoch - total fies, denn nach 10 stunden mit wehen unter 2 minuten hat veratmen mal gaaaaaaaaar nix mehr gebracht - schreien hat mich wenigstens ein bisschen abgelenkt. aber selbst wenn sie den kreissaal kurz verlassen hatte - sobald ich geschrien habe, kam sie zurück um zu schimpfen......#schwitz

war das bei jemandem auch so? ist doch nicht gaz normal, dass man unter der geburt nicht mal richtig schreien darf, oder? klar, die atmung darf man nicht vergessen, nicht hyperventilieren etc. aber ich dachte schreien wär normal #kratz

Beitrag von bibi22 12.04.10 - 15:54 Uhr

hi!

hmm... entweder die war einwenig verklemmt und hatte Angst, dass du ihr die anderen Gebärenden verschreckst, oder aber du hast "falsch" geschrien.

Will heißen du hast dich dadurch verkrampft und alles "zurückgehalten". Kommt nämlich recht häufig vor und die Hebammen, wollen das natürlich vermeiden.

Tönen, also "A's oder U's" (wie sich das anhört *g*) entspannen einen eher.

lg bianca

Beitrag von sheena87 12.04.10 - 15:57 Uhr

Ich vermute mal sie wollte das du deine Kraft "besser" investierst... Vielleicht hat sie auch noch andere Frauen auf Station gehabt uns sich sorgen gemacht das diese Angst bekommen...

Wer weiß...? Kann auch einfach die Art und Weise der Hebamme sein und anderer dort angestellte Hebammen sind ganz anders...

Gibt immer solche und solche...

Aber es gibt Glaubensgemeinschaften dort ist es der Frau untersagt zu schreien- angeblich solle das Kind "fröhlich" #rofl begrüßt werden oder so ähnlich.

Lg Anna

Beitrag von anyca 12.04.10 - 16:09 Uhr

Kommt drauf an - grundsätzlich kann Dir keiner das Schreien verbieten ;-), aber vielleicht hatte sie wirklich den Eindruck, daß Du schreist statt mitzuarbeiten? Grade am Schluß sollte ich auch pressen statt schreien ...

Beitrag von lebelauter 12.04.10 - 16:19 Uhr

hallo,

schreien unterstützt nicht die atmung, besser ist tönen bzw. lautes stöhnen..

je besser du atmest desto weniger scxhmerz und desto besser kann sich der mumu öffnen und das kind tiefer treten...weil du dich trotz der wehen eben nicht verkrampfst...

wenn du kreischt, dann behinderst du damit das natürliche geburtsgeschehen...

natürlich kann das kind dann immer noch geboren werden, aber möglicherweise dauerts länger und ist MOCH schmerzhafter..

ich habe bei der geburt nicht geschrien...die geburt dauerte etwa 2 Stunden und ich kam - Hausgeburt - ohne Schmerzmittel aus.

LG

LL + Clara, am 22.01.2010 zuhause geboren

Beitrag von nisivogel2604 12.04.10 - 16:22 Uhr

da war deine Hebamme wohl genervt. Natürlich soll man nicht seine ganze Kraft ins Schreien stecken, aber schreien an sich ist völlig normal und das hat einem auch niemand zu verbieten. Als meine hebamme meinte sie muss mir was verbieten und mich gewaltsam festhalten als ich mein bein aus ihrer hüfte nehmen wollte weil der krampf in der wade so schlimm wurde hab ich sie getreten. ich lass mir nichts mehr sagen.

Bei meiner Hausgeburt durfte cih schreien, jammern und meckern so viel ich wollte. Da hat nichtmal einer versucht mir irgendwas zu verbieten.

LG

Beitrag von magic84 12.04.10 - 16:45 Uhr

Also, ich hab meinen Kleinen gegen Ende der Geburt quasi auf die Welt geschrien. Nix und niemand hätte mir das in diesem Moment verbieten können.

Beitrag von dragonmother 12.04.10 - 16:47 Uhr

Das hat nen ganz einfachen Grund.

Wenn du schreist geht die Kraft durch den Mund raus. Und grad beim Pressen soll die Kraft ja nach unten gehen.

Lg

Beitrag von brille09 12.04.10 - 17:03 Uhr

1. denke ich, dass man bei einer Geburt eine andere Wahrnehmung hat. Wenn dir das Schreien grad gut getan hat und sie dir wiederholt sagte, du sollst es lassen (bzw. "anders" machen), dann hast du es vielleicht schon als "anfahren" verstanden. Eben weil du Schmerzen hattest und meintest, das Schreien täte gut.

2. hatte sie wohl schon einen Grund. Dein letzter Satz "ich dachte, schreien wär normal" gibt mir etwas zu denken. Vielleicht ist es so, dass viele Frauen einfach mal schreien, weil sie meinen, das "gehöre halt dazu". Und ehrlich gesagt, was bringt es denn. Oft ist es sogar ganz gut, wenn jemand einfach auch mal sagt: "Jetzt stell dich nicht so!" Durch Jammern versinkt man eher in Selbstmitleid und das bringt einen nicht weiter.

3. hast du vielleicht auch so geschrien, dass ihre Anweisungen oder Besprechung mit Arzt, .. nicht mehr hörbar waren bzw. auch andere Zimmer mitbelästigt wuden. Und das geht halt mal nicht. Denn ich fände es z.B. auch nicht erstrebenswert, während meiner eigenen Geburt aus dem Nachbarzimmer übertönt zu werden. Wenn man da wirklich soooo brüllen will, muss man wohl am besten zu Hause im Keller entbinden ;-)

Also, ich find das nicht so schlimm. Klar, es hat dich genervt, aber länger übel nehmen würd ichs der Hebi nicht. Weißt du, was sich die manchmal anhören müssen während der Wehen (man lese genau im Forum ;-)). Und zumindest hattest du dann jemand, auf den du sauer sein konntest. Und sauer ist grad unter Schmerzen nicht sooo schlecht.

Beitrag von anyca 12.04.10 - 17:17 Uhr

"hast du vielleicht auch so geschrien, dass ihre Anweisungen oder Besprechung mit Arzt, .. nicht mehr hörbar waren bzw. auch andere Zimmer mitbelästigt wuden. Und das geht halt mal nicht."

Im Kreissaal sollte lautstärkemäßig alles erlaubt sein, man schreit ja nun nicht stundenlang durchgehend ohne Luft zu holen!;-)

Beitrag von brille09 12.04.10 - 17:23 Uhr

Ich hab schon Leute schreien gehört, wo man sich echt fragt (jetzt nicht bei Geburten). Und wenn man im Nebenzimmer auch ein Kind bekommt, dann möchte man sicher nicht, dass im Nebenzimmer eine die ganze Eröffnungsphase schon durchbrüllt. Ich mein, gut, am Ende, aber sie sagt ja auch, die Hebi sei mal rausgegangen. Also war das schon am Anfang, denk ich mal. Weil während der Austreibung kann die Hebi ja schlecht weg. Und doch, es gibt Leute, die brüllen "durch". Wem soll das denn was bringen? Außer vielleicht danach dem HNO :-p? Nichts gegen Tönen, Summen, etc., aber Brüllen macht nur fertig.

Beitrag von kati543 12.04.10 - 18:23 Uhr

Dafür dass du (lt.VK) noch kein Kind hast und "nur" schwanger bist, weißt du ziemlich gut, was eine Frau will, wenn sie Wehen hat. Die KH in denen ich bisher entbunden habe, hatten schallisolierte Räume. Da ist nichts in die Nachbarräume gedrungen. Bei der Geburt darf man so laut oder leise sein, wie man will. Aber einfach nur brüllen geht auf die Kraft. Und wie man das Schreien von Leuten im normalen Leben mit Schreien von Frauen im Kreisssaal vergleichen kann, ist mir auch schleierhaft. Aber vielleicht überlegst du dir in den letzten Wochen deiner Schwangerschaft mal noch, woher der Name Kreisssaal eigentlich kommt.

Beitrag von brille09 12.04.10 - 18:41 Uhr

Bei wie vielen Frauen warst du jetzt bei der Entbindung dabei? Du weißt, was du wolltest. Das ist dein gutes Recht. Ich weiß, dass ich selbst es nicht will, dass aus dem Nachbarzimmer 10 Stunden Geschrei kommt, wenn ich mich auf meine Geburt konzentrieren muss. Was andere Frauen wollen, wenn sie Wehen haben, wissen wir beide nicht, oder? Aber die Wahrscheinlichkeit, dass man dabei gern Schreigeräusche aus dem Nebenzimmer hat, ist relativ gering (glaub ich als völlig Unerfahrene, aber wer hört schon gern anderen beim Schreien zu?). Und dass die Räume nicht schallisoliert waren, sieht man am Text, denn sie schreibt, die Hebi sei wieder reingekommen, obwohl sie draußen war.

Wie gesagt, tönen, etc. zum Lockern des Muttermunds ist sinnvoll. Brüllen nur weil man meint, selbst gerade der einzige Mensch der Welt zu sein, der Schmerzen hat, ist Schmarrn. Und da ist eine Zurechtweisung oft sinnvoll. Ganz allgemein. Denn es geht ja immer um Schmerzbekämpfung. Ob der Schmerz jetzt von ner Wehe, nem Köpfchen, nem Beckenbruch oder ner Nierenbeckenentzündung herrührt, ist doch da egal.

Aber es gehört wohl dazu, sich nach ner Geburt so aufzuspielen, wie wenn nur eine Bereits-Mutter jemals Schmerzen gehabt hätte. Ich hab mal zugeschaut, wie ne Frau mit Beckenbruch von einem Bett ins andere gehoben wurde. Ich möchte mich auch nach ner Geburt nicht dazu aufspielen zu sagen, diese Frau hätte weniger Schmerzen gehabt. Auch die hat geschrieen wie am Spieß und die Ärzte sagten ihr auch, sie solle ruhig sein (freundlich!). Warum? Weil in der Notaufnahme auch noch andere Leute waren und weil der Schmerz kein anderer ist, nur weil man schreit. Ist so.

Beitrag von jessica.g1 12.04.10 - 20:32 Uhr

Also Sorry, ich muss echt herzlich lachen.

Wenn du echt noch kein Kind hast, dann bist du wohl alleswissend oder?

Sag mal, wenn du jetzt brüllen würdest, während der Wehen...einfach weils dir danach ist... Wie würdest du dich im Moment fühlen wenn die Hebamme dich zurechtweist?

Du redest von Schmerzbekämpfung aber bitte, durchleb das erst und dann solltest du noch mal dazu stellungnehmen.

Und in Kreißsaal darf man schreien! Und Schwangere wissen sehr wohl das darin gejault wird was das Zeugs hält. Und wenn einen das soooo sehr stört-der soll im Wald entbinden-ganz allein!

Beitrag von anyca 12.04.10 - 20:39 Uhr

"weil der Schmerz kein anderer ist, nur weil man schreit. Ist so. "

Das ist bei Wehen eben NICHT so. Wehen sind ja kein "passives" Notsignal des Körpers, weil was gebrochen ist o.ä., sondern der Körper ist hochgradig aktiv. Und da kann Schreien durchaus hilfreich und befreiend sein. Unter der Geburt noch auf irgendwen Rücksicht nehmen zu sollen ist einfach lächerlich.

Also krieg erst mal Dein Kind und dann reden wir weiter ...

Gruß anyca

mit zwei schönen Geburten ohne Schmerzmittel, aber mit Geschrei :-p

Beitrag von barberina_hibbelt 12.04.10 - 21:00 Uhr

Warte erstmal bis dich diese Urgewalt überrollt.... #aha

Man kann übrigens auch LAUT tönen, wirklich LAUT. Und brüllen ist nicht gleich brüllen....

Beitrag von nisivogel2604 13.04.10 - 07:54 Uhr

Krieg mal erst ein Kind und dann erzähl nochmal das du eine Zurechtweosung als richtig empfunden hast. Eine Geburt ist ein Ausnahmezustand.

Beitrag von kja1985 13.04.10 - 12:41 Uhr

Während der Wehen war mir völlig scheiß egal ob da neben dran noch eine Frau schreit. Die hätten neben mir auch ne Kuh schlachten können, hätte ich vermutlich nicht mal gemerkt :-p Ich habe bei der ersten Geburt nicht schreien "dürfen" und es war sehr viel schwerer. Bei der zweiten habe ich auch mal richtig hysterisch gekreischt, weil es einfach verdammt weh tut und siehe da - alles gleich viel besser und zwischen dem kurzen sich gehen lassen konnte ich mich wieder auf meine Wehen konzentrieren.

Beitrag von kati543 13.04.10 - 18:11 Uhr

Ich war bei der Entbindung meiner Söhne dabei. Und ich habe geschrien. Ich hatte beides male eine Sturzgeburt - bei mir war es nur 15 Minuten Gebrüll. Die Nebenzimmer waren mir sowas von egal. Die Räume sind schallisoliert, aber wenn eine Hebi rausgeht, während der Endphase, dann läßt sie die Tür auf.
Aber keine Angst, auch du wirst - falls du eine spontane Entbindung hast - noch mitbekommen, von was hier geredet wird. Dass man auch Brüllen kann, weil man Schmerzen hat, kannst du dir offensichtlich nicht vorstellen. Mir war die restliche Welt sowas von egal bei der Geburt. Da habe ich nicht einmal einen Gedanken dran verschwendet.
Und du weißt, was Wehen sind, weil du schon mal ZUGESCHAUT hast, wie eine Frau mit gebrochenen Becken verlegt wurde. Das dauerte wie lange???? 24 h?
Normalerweise bekommt man sein Kind nicht in der Notaufnahme. Und diese Schmerzen sind anders als Wehen. Bei Wehen hilft das Schreien.

Beitrag von bu83 13.04.10 - 19:07 Uhr

hallo,

wie wärs wenn du erst mal dein kind bekommst und dann kannst du, denke ich, erst mitreden. wehen sind mit keinem anderen schmerz der welt vergleichbar.

ich kann echt nur den kopfschütteln bei deiner aussage. du hast eine geburt lt. deiner VK doch noch gar nicht mitgemacht. du kannst doch noch gar nciht mitreden.

UNMÖGLICH deine Aussagen.

lg bu

Beitrag von smurfine 12.04.10 - 19:10 Uhr

Ich hatte auch so eine.... Hebamme.

Die war aber auch der Meinung, dass ich mich nach 23 Stunden Wehen irgendwie komisch habe. Mir war das damals egal was die losgelassen hat. Mit Recht wie mir heute noch erscheint. Das nächste Kind kommt daheim, sowas braucht kein Mensch.

LG;
fina

Beitrag von barberina_hibbelt 12.04.10 - 21:10 Uhr

Hallo,

ich habe mich bei meiner Hebamme anschließend für den Lärm entschuldigt. Ihre Antwort: "Wenn sie es nicht von sich aus gemacht hätten, hätte ich sie dazu angewiesen".

Für mich ist übrigens Schreien/ Brüllen/ lautes Tönen in diesem Fall das gleiche.
Meiner Meinung nach sollte eine Hebamme allenfalls bei hysterischem-Kreischen-in-den-höchsten-Tönen eingreifen und die Entbindende darauf hinweisen tief zu tönen. Egal in welcher Lautstärke. Der Muttermund ist nicht umsonst mit dem Kehlkopf "verbunden" und der "Kreissaal" kommt nicht umsonst vom Kreischen...

lg B.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 12.04.10 - 21:45 Uhr

Ich denke auch dass sie wollte, dass du die Kraft die du zum Schreien brauchtest ins Atmen und Pressen verwendest...
Denn wer schreit der kann nicht atmen, geschweigedenn pressen...

Andererseits schon echt schräg dass sie es so vehement verboten hat. Bei meiner ersten Geburt habe ich irgendwann nur noch geschrien, selbst wenn sies mir verboten haben/ hätten- ich hätte es eh nicht gehört! :-p

Beitrag von lachris 12.04.10 - 21:53 Uhr

Wir haben im Geburtsvorbereitungskurs veratmen geübt und die verschiedenen Vokale dabei ausgetestet.

Bei der Geburt war mir das alles vollkommen egal.

Ich hab nicht geschrien - ich hab GEBRÜLLT!

Und dennoch war alle Kraft unten.

Von der ersten Presswehe bis zur Geburt hat es gerade mal eine halbe Stunde gedauert.

Da hätte mir keiner was verbieten können...

Beitrag von sabrinimaus 12.04.10 - 22:28 Uhr

Ich habe bei beiden Geburten geschrieen! Und zu mir hat keiner was gesagt!
Vor der 2. Geburt habe ich 6 Tage im Kreißsaal gewohnt, weil die Einleitung so lang gedauert hat und glaub mir, Schreien ist normal....hab täglich die Frauen in den benachbarten Kreißsäalen gehört!

LG Sabrina mit Viktor (3) und Rosalie (11 Wochen)

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