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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von attuj-airam 12.04.10 - 16:47 Uhr

Hallo alle zusammen, das ist mein erster Beitrag hier und ich habe lange gezögert zu schreiben. Ich schlage mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken herum mich künstlich befruchten zu lassen und bin mir nicht sicher, ob das wirklich angebracht ist und ob ich - ich habe wirklich eine riesen große Angst vor Spritzen und Ärzten und allem was dazu gehört - das durchstehen würde.
Ich bin 33 10/12 Jahre alt und hatte vor drei Jahren eine Eilterschwangerschaft. Bei der Entfernung wurde mir - soweit ich das verstanden habe - das Ei aus dem Eierstock rausgeschnitten, so dass das Risiko einer weiteren Eileiterschwangerschaft relativ hoch ist. Mein Man hat vor vier Wochen sein Sperma untersuchen lassen und der Arzt hat gesagt, dass es auf natürliche Weise schwierig werden wird - er hatte als Jugendlicher Hodenkrebs und ihm wurde ein Hoden entfernt, die Produktivität in dem vorhandenen Hoden ist wohl auch nicht mehr so toll - .
Ausserdem ist mein Zyklus auch total unregelmäßig - von 28 bis 52 Tage ist alles dabei -
Wir wünschen uns sehr ein - oder mehrere - Kind/Kinder . Aber ich habe auch eine riesen Angst. Davor noch einmal eine Eileterschwangerschaft zu haben bzw. vor dem, was eine künstliche Befruchtung mit sich bringen würde. Insbesondere das Spritzen setzen wäre für mich der totale Horror. Ich weiss, dass das albern ist, aber da setzt mein Menschenverstand dann einfach aus. Als ich aus der Narkose von der Ei-Entfernung aufgwacht bin habe ich im Wahn wohl 3 Leute vom OP Team niedergerrungen, dass habe ich gar nicht mitbekommen, das hat die Schwester mir nur hinterher erzählt...
Bei mir steht dann alles auf Flucht.
Ich frage mich einfach, ob ich es dennoch versuchen soll oder gibt es eventuell noch Möglichkeiten das Sperma des Mannes positiv zu beeinflussen?
Vielleicht habt ihr ja ein paar Denkanstösse für mich.
Herzlichen Dank im voraus

Beitrag von kolbo-sauri 12.04.10 - 17:01 Uhr

Hallo,

erstmal muss ich Dir sagen, dass Du hier richtig bist und natürlich auch herzlich willkommen!

Wenn ich Deine Geschichte richtig verstanden habe, versucht Ihr nun seid 3 Jahren (seit Deiner Elss) -schwanger zu werden.

Das mit dem "Ei aus dem Eierstock rausgeschnitten" hab ich jetzt nicht ganz verstanden. Hast Du denn noch beide Eierstöcke/Eileiter?

Ich würde Dir den Rat geben, zu einem Erstgespräch in eine Kinderwunsch-Klinik zu gehen und Deinen Hormonhaushalt etc. überprüfen zu lassen.

Wie Euer Weg dann weitergeht, müsst Ihr dann selbst entscheiden.... Ihr habt dann die Möglichkeit einer IUI (Spermien werden aufbereitet und direkt in die Gebärmutter eingeführt), IVF/ICSI (falls die Spermien richtig "schlecht" sind. Hier werden die Spermien ausserhalb des Körpers "vereint" und Du bekommst im die befruchteten Eizellen zurück transferiert. Das hat auch den Vorteil, dass die Eizellen schon so groß sind, dass sie sich im Normalfall nicht mehr im Eileiter einnisten können.).

Hast Du denn grundsätzlich Angst vor Spritzen oder nur, wenn Du Dir selbst welche verabreichen müsstest?

Möglichkeiten das Sperma positiv zu beeinflussen, gibt es leider kaum. Natürlich das übliche: Gesunde Lebensweise, etc....

Ihr solltet aber unbedingt mehrere SG machen lassen, da diese immer nur Momentaufnahmen sind.

Grundsätzlich würde ich mir immer die Frage stellen:

Werde ich mir irgendwann vorwerfen, nicht alles für ein Kind/Kinder getan zu haben?

Ich hoffe, ich hab dir etwas helfen können!

LG

Beitrag von attuj-airam 13.04.10 - 08:41 Uhr

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Der Arzt in der Klinik hatte mir das so erklärt, dass manche Eier ohne schneiden entfernt werden können und manche müssen herausgeschnitten werden - wie bei mir - und bei dieser Methode ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man bzw. Frau noch einmal eine Eileiterschwangerschaft bekommt, da auch die - wie sie richtig heißen weiß ich nicht - Härrchen, die die Eier transportieren rausgeschnitten wurden und somit ein Loch entstanden ist, in das das Ei wieder hineinfallen kann. Eine Freundin, sie ist Hebamme, hat mir das so erklärt, wie beim Stage-Difing (richtig geschrieben? beim Rockkonzert von der Bühne springen und aufgefangen werden) und mein Ei ist quasi der Rockstar, wenn es springt wird es von den Härrchen wie der Star von den Händen weitertransportiert und dann ist da plötzlich ein Loch wo keine Härrchen/Hände sind . . .
Die Eierstöcke sind beide noch da, der linke halt nur mit "Risiko".
Es gibt doch auch eine Untersuchung, bei der die Durchlässigkeit der Eierstöcke geprüft wird, sollte man das machen, bevor man die Methode der Spermaaufbereitung und reinspritzung wählt?
Am Donnerstag haben wir einen Termin zu einem Info-Abend in einer Kinderwunschklinik. Ich bin gespannt. Vielen Dank für die lieben Antworten.

Beitrag von juliet76 12.04.10 - 19:10 Uhr

Hallo,

ja es ist wirklich hilfreich hier im Forum zu sein, man weiß das man nicht alleine da steht und traut sich sowieso nicht im nähreren Umkreis darüber zusprechen, weil man sich nicht so verstanden fühlt. Hier kann man von vielen Frauen über ihre Erfahrungen sich austauschen und fühlt sich danach auch erleichtert. Also man lernt auch dabei und weiß dann Bescheid ob in deiner Behandlung alles okay ist oder worauf du noch achten mußt, da man sehr oft nicht lange genug mit den Ärzten sprechen kann.

So hier schreiben einige Frauen das sie Ihre Partner Profertil oder Phyto-l für benutzen.

Bis dann!!!

LG