Milch ueber Nacht weg - bin verzweifelt...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von colejoe 12.04.10 - 18:35 Uhr

Hallo,
ich pumpstille meinen 6 Monate alten Sohn noch voll und habe durchschnittlich zwischen 1100 und 1300ml am Tag gepumpt. Letzten Samstag bekamen wir die schockierende Nachricht, dass mein Onkel in Deutschland schwer mit dem Motorrad verunglueckt ist und wir haben mitgebangt und -geweint, dass er den Unfall ueberlebt (er ist mittlerweile ausser Lebensgefahr). Da wir in USA leben, konnten wir nicht wirklich viel tun ausser abzuwarten und ich fuehlte mich ausgelaugt und kraftlos, habe aber fleissig weitergepumpt. Am Samstag abend ist dann ploetzlich meine Milch weggeblieben und am Sonntag konnte ich nicht einmal mehr 600ml pumpen. Mein Sohn nimmt keine Saeuglingsmilch und mein eingefrorener Vorrat ist fast aufgebraucht.
Hat es jemand schon einmal erlebt, dass durch Stress und psychische Belastung die Milch fast komplett wegblieb und hat sich das wieder erholt? Kam die MIlch zurueck.
Ich pumpe wie eine Verrueckte, aber mehr als ein paar Tropfen kommen nicht.:-[
LG colejoe mit Mumi-Junkie Lloyd

Beitrag von italyelfchen 12.04.10 - 19:03 Uhr

Huhu,

oje, Du Arme! Das war ja wirklich sehr belastend für euch!
Ja, Stress kann vor allem den Milchspendereflex beeinflussen, dann kommt nur noch das bissel dünne Vormilch und mehr nicht! Dagegen gibt es zwei Mittel:

Das erste ist: Entspannen und Ablenken! Beim Pumpen/Stillen mit den Gedanken ganz woanders sein, bei Baby zum Beispiel oder irgendwas anderem schönen! Vielleicht Fernsehen usw. Hauptsache nicht gebangt auf die Milch warten.

Der zweite ist: Ein Oxytocin-Nasenspray (hier in Deutschland gibt es Syntocinon). Das löst den Milchspendereflex aus. Es hat allerdings ein paar Nebenwirklungen für die Mutter und sollte nur ab und zu dosiert eingesetzt werden können!

Ich hatte Stress- und Hormonbedingt auch eine Störung des Milchspendereflexes (seit Sophia 3 Monate alt war) und ich habe mich mit Mittel 1 und ganz selten auch 2 monatelang durchgehangelt. Ich habe sie dann sogar teilgestillt, bis sie sich mit 14 Monaten selbst abgestillt hat!

Sprich mit einem Arzt über das Oxitocin! Das ist verschreibungspflichtig!

Liebe Grüße, viel Kraft für Dich und gute Besserung an Deinen Onkel,
Elfchen

Beitrag von schullek 12.04.10 - 21:57 Uhr

hallo,

such mal im netz nach einer lalecheliga bei dir in der nähe. dann hast du eine kompetente ansprechpartnerin vor ort.
natürlich kann das so sein, wie du beschreibst.
versuch dich zu entspannen, gut schlafen, regelmäßig pumopen, vielleicht vorher die brust wäremn. stell beim pumpen ein bidl von deinem kind vor dich hin, schau dabei fern, lenk dich ab.

ausserdem könntest du hom. was tun, müsstest aber kontakt zu einem guten homöopathen aufnehmen.

lg

Beitrag von colejoe 13.04.10 - 01:53 Uhr

Danke fuer Eure Antworten. Ich habe sofort Kontakt mit einer LLL-Leaderin aufgenommen und die hat mir ebendies empfohlen, was ihr mir auch geraten habt. Zudem hat sie mir milchbildende Tropfen empfohlen, die ich mir besorgt habe und, falls alle Stricke reissen eine Milchmarke, die von vielen Stillkindern hier angenommen wird. Ich wuensche mir sehr, dass ich die Milchmenge wieder steigern kann.
LG von der Ostkueste,
colejoe