Hilfen vom Arbeitsamt?????

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tahiti 12.04.10 - 21:35 Uhr

Hallo,

ich hab letztes Jahr meine Ausbildung aubsolviert, bis jetzt auf 400 Euro Basis gearbeitet und wohne noch zu Hause. Ab Juni kann ich Festzeit arbeiten, hab dann am Monatsende ca. 800 Euro Netto raus. Muss mit dem Auto auf Arbeit fahren, ca. 300 Euro gehen da nur für Sprit weg. Mchte natürlich in meinem Alter endlich gern ausziehen, aber von 500 Euro ist das schon schwierig. Davon abgesehen, dass ich Weiterbildungspflicht hab und son Kurs ma locker 1000 Euro wegfrisst. Gibt es irgendwelche Hilfen? Gerade am Anfang zur Überbrückung? Und zwar für Leute, die wie ich Nichtleistungsempänger im Moment sind???

Liebe Grüße und danke

Tahiti

Beitrag von goldie99999 12.04.10 - 21:40 Uhr

Als Nichtleistungsempfängerin hast Du keine Möglichkeit, die Weiterbildungskosten direkt bei der Arbeitsagentur zu beantragen.

Unter Umständen kommt für Dich eine Förderung über WeGebAU (http://www.arbeitsagentur.de/nn_26260/zentraler-Content/A05-Berufl-Qualifizierung/A053-Rehabilitanden/Allgemein/Arbeitgeberinformationen-Foerderung-der-.html#d1.2) in Frage, dies hat allerdings der AG zu beantragen.

Abhängig vom Bundesland kommen auch andere Fördermöglichkeiten in Frage, Bildungsschecks, Bildungsprämien oder ähnliche Leistungen, die zumeist zu je 50% aus EU- und Landesmitteln finanziert werden. Auskünfte hierzu erhältst Du beim Bundesministerium für Bildung (...) oder beim jeweiligen Landesministerium.

Grüße, Goldie

Beitrag von tahiti 12.04.10 - 21:53 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort. Werd mit meinem Chef mal darüber reden, hab mich auch schon bischen Schlau gemacht, und 50 % Beihilfe wären auch schon gut. Gibt es sowas wie eine Fahrtkostenbeihilfe? Bekomme fürs Probearbeiten das Geld wieder, aber nach Jobaufnahme? Wohngeld gibt es ja höchstens wenn ich zu Hause ausgezogen bin.

Beitrag von goldie99999 12.04.10 - 22:03 Uhr

Von wem erhältst Du nach dem Probearbeiten das Geld wieder?

Um welches Bundesland geht es denn, und welchen Beruf übst Du aus, um welche Fortbildungen geht es? Wenns nicht grad Bayern oder Thüringen ist kann ich da ggf. weiterhelfen.

Fahrkostenbehilfe kannst Du beantragen, allerdings geht das nur VOR Arbeitsaufnahme. Bist Du arbeitsuchend gemeldet bei der Agentur?

LG

Beitrag von tahiti 12.04.10 - 22:14 Uhr

Ich bekomme von der Argentur für Arbeit eine Fahrkostenerstattung für den Zeitraum von 2 Wochen während des Probearbeitens.
Ich wohne in Sachsen, bin Physiotherapeutin und da herrscht ja Fortbildungspflicht. Man kann sich die Weiterbildungen raussuchen, brauch aber ne bestimmte Anzahl von Punkten / Jahr.
Ich bin seit einem halben Jahr arbeitssuchend gemeldet, aber erhalte keine Leistungen, weil ich noch nicht 25, nicht ausgezogen bin, und es eine schulische Ausbildung war.

Beitrag von goldie99999 12.04.10 - 22:18 Uhr

Okay, dann scheidet die Förderung über WeGebAU aus.

Hier allerdings sehe ich Chancen (je nach Deinem Verdienst):

http://www.bildungspraemie.info/

Versuch einfach, einen Antrag auf Übernahme der Fahrtkosten für den Zeitraum nach Arbeitsaufnahme zu stellen- ein Antrag kostet nichts.

Viel Erfolg, Goldie

Beitrag von tahiti 12.04.10 - 22:24 Uhr

Kann den Antrag zwar stellen, aber werden da nicht nur die Anfahrtskosten für die Weiterbildung getätigt?

Beitrag von goldie99999 12.04.10 - 22:28 Uhr

Nein, beantragen sollst Du die Fahrtkosten zur Arbeitstätte bei der Agentur für Arbeit. Früher nannte sich das mal Mobilitätsbeihilfe, heute ist es eine Leistung aus dem Vermittlungsbudget.... Hier kenne ich mich nicht (mehr) wirklich aus. Einfach mal bei der Agentur anrufen & Antrag zusenden lassen. Wichtig: das muß zwingend VOR Arbeitsbeginn passieren.

LG, Goldie

Beitrag von freyjasmami 12.04.10 - 22:36 Uhr

Hallo,

wenn Du eh gerade erst von daheim ausziehen willst, warum dann nicht gleich in Arbeitsplatznähe?
Damit sparst Du Dir nicht nur die hohen Spritkosten, sondern auch die Fahrtzeit (kannst Du bissel länger schlafen ;-)).

Wenn ich nicht örtlich gebunden wäre, würde ich echt der Arbeit hinterherziehen.

Das mit den Weiterbildungskosten kannst Du denke ich als Werbungskosten bei der Steuer geltend machen.
Ebenso die Spritkosten, die kann man sich auch irgendwie als monatlichen Freibetrag eintragen lassen (frag mich bitte nicht, wie das jetzt genau heißt).
Allerdings wirst Du wohl nicht viel Steuern zahlen bei dem Netto, oder?
Ist das dann für Vollzeit, oder Teilzeit?

Egal wie, Du kannst entweder Wohngeld beantragen ( da werden auch Werbungskosten anerkannt)) oder ergänzendes AlgII sofern Du mit Deinem Einkommen unter Deinem Bedarf+Miete liegst.(hier hast Du auch Freibeträge und die einfachen Fahrtkosten werden angerechnet).

Vllt. einfach mal nen Termin bei Agentur/ARGE machen oder beim Arbeitslosenhilfeverein?

LG, Linda

Beitrag von manavgat 13.04.10 - 09:19 Uhr

Verstehe ich nicht!

Wenn Du ausziehst, dann zieh halt da hin, wo Du entweder viel näher zu Arbeit wohnst oder wo Du öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen kannst.

Was für ein merkwürder Job ist das, wo so wenig bezahlt wird und dann auch noch sauteure Weiterbildungen gefordert werden, was übrigens unzulässig ist?

Gruß

Manavgat

Beitrag von marion2 13.04.10 - 10:03 Uhr

Hallo,

mein Tipp:

Such dir einen vernünftig bezahlten Job und zieh dann in die Nähe des neuen Arbeitsortes.

Das ist sinnvoller.

LG Marion