Bin ich beziehungsunfähig???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von heutmalschwarz 13.04.10 - 08:28 Uhr

Hallo,

nach der Trennung von meinem letzten Freund vor knapp 3 Wo. frag ich mich nun rückblickend auf all meine Beziehungen ob ich beziehungsunfähig bin.
Ich bin 30 Jahre alt und meine längste Beziehung dauerte sage und schreibe 1,5 Jahre und das war die letzte, daraus entstand auch ein Kind.

Ich bin Einzelkind (alerdings kein verwöhntes) und bin auch bei einer alleinerziehenden Mutter groß geworden, meine Eltern ließen sich scheiden als ich 3 war, meine Vater sah ich dann nie wieder und er interesiert mich auch nicht, meine Mutter hatte dann zwar auch mal nen paar Beziehungen, aber so lange hielten die auch nie. Die Männer wohnten auch nie bei uns.

Meine Mutter ging immer Vollzeit arbeiten und ich hatte daher früh gelernt mein eigenes Ding zu machen und es so zu machen wie ich es für richtig halte. Ich habe auch einen sehr starken nicht einfachen Charakter, muss ich ja zugeben!

Meine Ex-Freunde haben mich auch nach einer gewissen Beziehungszeit meist nicht mehr so interesiert, sie wurden einfach mehr zu Freunden als zu Partnern (befreundet bin ich mit einigen immernoch recht gut) daher habe ich meistens die Beziehungen beendet, denn wenn ich merke Körperlich ist da nix mehr und die Gefühle sind auch nicht mehr das was sie mal waren bringt es ja auch nichts!

Nu frag ich mich allen ernstes ob ich beziehungsunfähig bin oder ob einfach "DER" Mann noch nicht dabei war???

Meine Angst ist nun das mein Leben so verläuft wie das meiner Mutter, ewiger Singel, alleinerziehend mit 1 Kind und wenn das Kind aus dem Haus ist ganz alleine! Meine Mutter hatte ihren letzten Partner als ich so 13 war #schock
Sind ja dann auch keine tollen aussichten!

LG und sorry fürs #bla

Beitrag von bruchetta 13.04.10 - 08:45 Uhr

Es ist normal, dass man viel von Zuhause mitnimmt. Die Eltern (oder in Deinem Fall die Mutter) leben es ja vor.
Eben auch die Familienkonstellationen.

Beitrag von heutemalschwarz 13.04.10 - 08:48 Uhr

Na das sind ja dann tolle Aussichten, vorallem für meine Tochter! #schmoll

Beitrag von blacknickinblue 13.04.10 - 09:11 Uhr

Hallo,

ich sehe das etwas anders.

Ich komme aus einer so genannten "heilen" Familie. Glückliche Kindheit und Jugend, Ehe, Kinder. In meiner Familie gab es noch nie eine Scheidung.

Ich habe es trotzdem geschafft, meine Ehe hat nicht gehalten.

Du bist erst 30. Es ist also durchaus möglich, dass Du noch Deinen "Deckel" findest. Sieh das mal nicht zu schwarz. Das ist nicht gut, denn dieses Gefühl strahlst Du dann auch aus.

Gruß,

B.

Beitrag von Ich bins auf jeden! 13.04.10 - 14:15 Uhr

Hu hu

Ich bin in der absolut gleichen Situation.

Ich bin 30, ein Kind, und meine längste Beziehung dauerte auch ca. 1,5 Jahre. Bei mir ist es das Problem sobald das Verliebtsein weg ist, hab ich kein INteresse mehr an den Männern.

Aber was erstaunlich ist:

ich bin genau so aufgewachsen wie es sein sollte, stabile Familie, Mama, Papa, waren sich immer treu usw....bis mein Papa starb. Meine Geschwister sind auch das krasse gegenteil von mir, alle Verheiratet.

Naja, ich habs so langsam aufgegeben, aber ich hab null Angst allein zu bleiben, weil es gibt ja immer wieder genug interessenten. Aber ich wünschte mir schon das ich endlich mal meinen Prinz finde mit dem ich alt werde!


LG einer gleichgesinnten!

Beitrag von Ich bins auf jeden! 14.04.10 - 08:33 Uhr

Hallo

Ich hab auch schon auf den Beitrag geantwortet.

Ich finde es schon krass das viele Menschen sagen es läge an der eigenen Kindheit und dem Beziehungsverhalten das einem die Eltern vorgelebt haben.

Ich kenne aber soo viele Frauen die aus perfekten Familien kommen und genauso sind wie wir! Wo lag da dann das Problem? Mein Papa ist gestorben als meine Schwester 13 war. Also mitten in der Pubertät. Heute ist sie 20 und Heiratet. Könnte man dann auch so interpretieren das sie unbedingt eine feste Familie will.

Wie auch immer, ich denke nicht unbedingt das man immer alles auf die Kindheit schieben kann. Ich kenne z.B arbeitsbedingt viele Suchtkranke Menschen und jeder hat eine andere Geschichte, jeder kommt aus anderen Verhältnissen usw...das kann man nicht verallgemeinern.

Ich wünsche uns aber trotzdem das irgendwann unser Prinz kommt!!!

Beitrag von Scheidungskind 14.04.10 - 08:17 Uhr

Genau die gleichen Gedanken habe ich täglich.
Seit 5 Jahren.
So lange ist meine letzte Beziehung jetzt her.

Nie hat eine Beziehung länger als 2 Jahre gedauert. Erst war ich verliebt, nach 6 Monaten waren alle Gefühle futsch, habe mich dann nur noch durch gequält.

Meine Mutter hat sich von meinem Vater getrennt als ich 14 war, seitdem hatte sie ein paar kurze Beziehungen und ist jetzt schon mehr als 10 Jahre alleine. Will keinen Mann mehr.

Ich habe große Angst davor genauso einsam zu enden. Das will ich nicht. Meine Tochter (9) weiß gar nicht, wie sich ein Familienleben anfühlt. Das macht mich traurig.

Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich denke positiv. Irgendwann kommt schon einer.

Ich habe übrigens schon einige Therapien hinter mir, weil ich mich für beziehungsunfähig halte.
Ein Therapeut sagte mir mal die harten Worte: Weil mein Vater mich in der Pubertät verlassen hat, bin ich nicht beziehungsfähig und ich werde nie lieben können.

Grausam, oder?

Woher will er das wissen? ;-)

Lieben Gruß
Scheidungskind