Jetzt schon Beikost? 4 Monate

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 09:36 Uhr

Hallo ihr Lieben,

in einem Thread weiter unten geht es ja darum wie lange man voll stillen kann. Da wird unter anderem geschrieben, dass man ruhig mit Brei anfangen könnte, wenn das Baby offensichtlich jeden Bissen den man zu sich nimmt mitkaut und schmatzt.

Unser Flo ist heute 17 Wochen alt und schon seit 2 oder 3 Wochen macht er Mordsradau wenn wir was essen. Er fängt an zu schmatzen, zu sabbern und zu kauen. Neulich hat ihm seine Schwester aus Spaß eine Karotte hingehalten, die wurde direkt ausgiebig abgelutscht...

Ich möchte aber noch nicht anfangen ihm Beikost zu geben, ich würde ihn ganz gern noch 2 Monate weiter voll stillen. Oder ist das ganz verkehrt und ich sollte die Gelegenheit jetzt nutzen? #kratz

Danke fürs Lesen und Antworten

LG vom #hasi

Beitrag von canadia.und.baby. 13.04.10 - 09:37 Uhr

Dann lass es bleiben und stille weiter!

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 09:45 Uhr

Kommt die Art wie du antwortest und schreibst gewollt etwas pampig rüber oder bin ich gerade etwas sehr sensibel? #schwitz

Beitrag von canadia.und.baby. 13.04.10 - 09:53 Uhr

bist Sensibel :P war nicht Pampig gemeint :D


Ok ich fomuliere nochmal um^^

Wenn die lieber stillen möchtest , dann stille doch weiter.
Es zwingt dich doch keine!

Ich denke deine kleiner wird auch weiterhin mit seiner Muttermilch glücklich sein!
Kannst ihn ja aber dennoch mal Lutschen lasse :D



(besser?^^ hatte gerade meine schnecke auf dem arm da ging es nur kurz und bündig ^^ )

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 09:59 Uhr

Okay danke... #hicks

Beitrag von kula100 13.04.10 - 09:49 Uhr

Hallo,

ich stand auch vor der Frage. Jetzt wird mein Kleiner nächsten Sonntag 5 Monate und so langsam wollte ich ihm mal was anbieten. Wer weiß vielleicht will er ja noch gar nicht. Er tut mir halt so leid wenn wir essen und er sitzt da und guckt einem fast das Essen von der Gabel. Ich werde es wohl die Woche oder spätestens nächste Woche mal anbieten und gucken was passiert.

lg kula100

Beitrag von hfranzi123 13.04.10 - 09:55 Uhr

Hallo,
bei meiner war es ähnlich mit 4 Monaten hat sie sich sehr für unser Essen interessiert, mitgekaut und uns jeden bissen nachgeschaut. Da hab ich ein paar Möhren und Kartoffeln gekocht und püriert und sie hat es super gerne gegessen. Sie liebt es einfach. Ich bin der Meinung man muss nicht ganz streng sein und genau bis zum 6 oder 7 Monat warten. Achte einfach auf die individuellen Bedürfnisse deines Kindes.

Beitrag von susasummer 13.04.10 - 10:03 Uhr

Das schmatzen usw, ist normal.
Du kannst weiter stillen,solange du es ok findest.Es ist völlig ausreichend mit 6 Monaten zu beginnen,wenn du es nicht eher möchtest,bzw. dein Kind nicht Beikostreif ist.Es bestimmt das Tempo :-)
lg Julia

Beitrag von perserkater 13.04.10 - 10:29 Uhr

Hallo

Wenn du füttern wirst solltest du warten. Du kannst aber Fingerfood anbieten.

Zunächst die Erklärung, warum das Baby keinen Brei braucht:
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article961...ei.html

Und:

Quelle: http://breikasper.nielsrump.net/?page_id=8

Die Grundlage der Baby-gesteuerten Beikosteinführung (engl. „baby led weaning“, auch kurz BLW genannt) ist eine Studie die Gill Rapley, eine erfahrene Kinderkrankenschwester und stellvertretender Direktor der Baby Friendly Initative des britischen UNICEF Büros, 2004 durchgeführt hat.

Die Basis hinter der Baby-gesteuerten Beikosteinführung ist die Beobachtung, daß Babys mit sechs Monaten in der Lage sind die Beikosteinführung wortwörtlich selber in die Hände zu nehmen. Dabei wird Stillen als die ideale Vorbereitung gesehen, da gestillte Babys sind in der Lage die Milchaufnahme selbst zu regulieren, es ist also nicht möglich, ein gestilltes Baby zu überfüttern. Außerdem ändert sich der Geschmack der Muttermilch — je nachdem was die Mutter gegessen hat. Diese Umstände bereiten ein Baby dann auch auf die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen vor.

BLW nutzt dabei die natürliche Neugier des Babys aus, mit der er seine Welt entdeckt, imitiert und experimentiert. Der Fokus von BLW liegt nicht in der Nahrungsaufnahme (das wird weiterhin durch das Stillen oder ggf. durch die Flaschenfütterung erreicht). Die Beikosteinführung wird als Spaß und Entdeckung gesehen – das Zentrale Thema ist Neugier, nicht Hunger.

Bei der traditionellen Art der Beikosteinführung wird Babys am Anfang alles Essen in Breiform gegeben. Nach einigen Wochen werden die Breie zunehmend „stückchenhafter“, damit die Babys kauen lernen – und erst wesentlich später kommt dann feste Nahrung („Finger Food“) dazu.

BLW überspringt die ersten beiden Phasen. Anstelle sämtliche Lebensmittel zu pürieren oder (später) zu zerdrücken, wird das Essen dem Baby in handlichen Portionen angeboten. Das heißt, daß das Baby sich selbst von dem angebotenen Speisen bedient und selbst entscheidet was - und wieviel - es probieren möchte.

Die 16 goldenen BLW-Regeln

1. Lass das Baby bei den Familienmahlzeiten mitmachen. Gegen Ende des sechsten Monats fangen die meisten Babys an, die Familienmitglieder zu beobachten.

2. Das Baby muß aufrecht sitzen wenn es beginnt mit Essen zu experimentieren. Am Anfang kann es auf dem Schoß sitzen. Wen es anfängt das angebotenen Essen in die Hand zu nehmen, ist es wahrscheinlich auch in der Lage, ggf. abgestützt, im Hochstuhl zu sitzen.

3. Biete dem Baby Essen in Pommes-großen Stiften an, so daß es das Essen in die Faust nehmen kann. Es kann oft auch dieselben Sachen essen, die der Rest der Familie ißt. Dies erhöht das Zusammengehörigkeitsgefuehl.

4. Biete eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Lebensmitteln an. Es besteht kein Grund die Experimentiermöglichkeiten einzuschränken.

5. Das Baby bestimmt die Dauer der Mahlzeiten. Versuche es nicht zu eilen und “hilf” nicht, indem dem Baby Essen in den Mund gelegt wird.

6. Erwarte nicht, daß das Baby am Anfang tatsächlich etwas isst. Wenn das Baby feststellt, daß das neue “Spielzeug” gut schmeckt wird es kauen und später auch schlucken.

7. Erwarte nicht, daß ein junges Baby alles aufißt. Babys müssen erst noch die Fähigkeit entwickeln, die Stücke, die sie in der Faust haben zu manipulieren.

8. Biete abgelehntes Essen erneut an. Babys ändern öfters ihre Meinung über Geschmäcker und akzeptieren Essen, daß sie früher abgelehnt haben.

9. Lass ein Baby niemals alleine beim Essen.

10. Biete kein gefährliches Essen an (Beispiel: Erdnüsse).

11. Biete kein Essen an, das Salz oder Zucker enthält. Dies gilt besonders für Fertiggerichte und Fast Food

12. Biete dem Baby Wasser aus einem Becher an. Ein gestilltes Baby benötigt zwar kein zusätzliches Wasser (die Muttermilch reicht aus), das Trinken aus dem Becher muß aber auch erlernt werden.

13. Es ist chaotisch und der Putzlappen wird eine Notwendigkeit! Eine Plastikmatte unter dem Hochstuhl schützt den Teppich und hilft beim Aufräumen. Heruntergefallenes Essen kann auch so wieder verwendet werden - das minimiert den Abfall.

14. Still weiterhin nach Bedarf. Die Stillmahlzeiten ändern sich erst, wenn die Mahlzeiten größer werden.

15. Sprich Dich mit Deinem Kinderarzt oder –krankenschwester ab bevor Du mit BLW anfängst – insbesondere wenn das Baby flaschengefüttert wird, oder wenn es in der Familie Fälle von (Lebensmittel-)Allergien gibt.

16. Genieße es! Es macht einfach Spaß zuzusehen, wie ein Baby Essen entdeckt.

Weiter Infos übers BLW findest du auch hier:
* der Blog "Breikasper": http://breikasper.nielsrump.net/?p=13
* der Blog "unpueriert": http://unpueriert.wordpress.com/
* der Blog "Millicent mag": http://millicentmag.blogspot.com/


Viel Spaß beim futtern.

LG von der #katze

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 10:40 Uhr

Danke dir! #blume

Beitrag von kathrincat 13.04.10 - 11:06 Uhr

nach dir geht es dabei ja nciht wirklich, wenn dein kind es will sollte es auch brei bekommen.

Beitrag von marysa1705 13.04.10 - 11:17 Uhr

Naja, kein Kind WILL ja von sich aus Brei, denn die wenigsten Eltern essen wohl tagtäglich Brei.
WENN überhaupt, dann "will" ein Baby das, was seine Eltern essen. ;-)

Und andererseits wäre es doch etwas sehr einfach, von etwas schmatzen gleich darauf zu schliessen, dass ein Baby etwas essen will. Da gehört schon etwas mehr dazu...

Und nicht zu letzt werden die meisten Eltern ihren Babys wohl nicht alles geben, von dem sie meinen, dass es das gerade "will".

Beitrag von kleiner-gruener-hase 13.04.10 - 12:36 Uhr

Ich muss meiner Vorschreiberin zustimmen, er will ja keinen Brei, er will was wir essen.

Beitrag von nisivogel2604 13.04.10 - 11:31 Uhr

Geht mirg genau so . Lioba ist jetzt 3,5 Monate und schmatzt, kaut und sabbert sobald sie uns Essen sieht. Dei Augen werden dabei groß wie untertassen. Ich würde aber gerne noch weiterstillen und halte sie eigentlich zu jung für Beikost. Tja, mal sehen wie lang das noch gut geht.

LG

Beitrag von mausebaer86 13.04.10 - 12:57 Uhr

Guck mal bei den neusten Beiträgen, hab da grad nen Thema zu auf gemacht:-p

LG Maike mit Khira (*Nov 2007) & Alea (*Dez 2009)

Beitrag von hope001 13.04.10 - 15:37 Uhr

Mir geht es ähnlich wie dir, nur das meiner heute 5 Monate alt ist.

Wenn wir essen, interssiert er sich nur noch dafür kaut mit. Wenn man ihn dann auf dem Schoß hat, muss man aufpassen, dass er einen nichts wegklaut.

Ich bin mir so unsicher...6 Monate voll stillen oder nun Beikost.

Laut KiÄ soll ich nun anfangen.

LG, Hope mit Finn genau 5 Monate