Wie auf Chiffre-Anzeige antworten? (Bewerbung)

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von honolulumieze 13.04.10 - 10:01 Uhr

Habe eine Stellenanzeige gelesen. Antworten soll man an den Verlag an eine Chiffre Nummer. Da steht aber nur (jetzt mal als Beispiel mit fiktiven Nummern):

NWD12345666
12345 Köln


Was schreibe ich denn nun auf den Briefumschlag?
Name der Zeitung? Dann die Chiffre und dann PLZ und Ort?

Und was schreibe ich in das Anschriftenfeld der Bewerbung, wo ansonsten die Anschrift des Arbeitgebers steht, den ich ja nun nicht kenne und nicht benennen kann? Sieht doch merkwürdig aus, wenn dort nichts steht, oder?

Beitrag von swety.k 13.04.10 - 10:19 Uhr

Hallo,

ich würde mich auf sowas gar nicht bewerben. Wieso will der Arbeitgeber seine Adresse nicht bekannt geben? Das klingt für mich nach Abzocke oder Betrug. Wer ehrlich nach Mitarbeitern sucht, kann auch angeben, wer er ist.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von hedda.gabler 13.04.10 - 10:28 Uhr

Blödsinn ... das machen viele Firmen, damit die Bewerber nicht reinschneien, um ihre Unterlagen persönlich abzugeben ... eventuell ist auch ein Personalvermittler zwischengeschaltet.

Würdest Du Dich auch nicht auf eine Wohnung bewerben, bei der Chiffre angegeben ist ... das ist auch üblich.

Beitrag von sassi31 13.04.10 - 10:38 Uhr

Das ist ein Grund.

Ein anderer Grund ist, dass personelle Veränderungen in der Firma geplant sind, die Mitarbeiter das aber noch nicht wissen sollen. Und dabei muss es nicht um bevorstehende Entlassungen gehen.

Beitrag von ayshe 13.04.10 - 10:40 Uhr

ja, das ist auch meine erfahrung.

mit seriös oder nicht seriös hat das nichts zu tun.

Beitrag von hedda.gabler 13.04.10 - 10:30 Uhr

Hallo.

Du brauchst zwei Umschlage. In dem einem steckt Deine Bewerbung und auf den Umschlag schreibst Du die Chiffre-Nummer und das alles steckst Du in einen weiteren Umschlag und schickst es an die angegebene Anschrift der Zeitung ... es gibt Umschläge die etwas größer sind, so dass Deine Bewerbungsmappe samt Umschlag hineinpasst.

Ins Adressfeld im Anschreiben würde ich nur die Chiffre-Nummer schreiben, sieht doof aus, aber ist nun mal so.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sunflower321 13.04.10 - 11:25 Uhr

Hallo,

ich habe mal gelesen, dass man auf den Umschlag schreiben soll, an wen die Bewerbung nicht weitergeleitet werden soll.
Wenn man z.B. momentan einen Job hat, sich aber nebenbei anderweitig umschaut - wäre es sicher sehr unangenehm, wenn die Bewerbung bei der derzeitigen Firma landet;-)

Ansonsten würde ich es genauso machen.

Beitrag von manavgat 13.04.10 - 11:46 Uhr

Ich würde niemals nie nicht auf eine Chiffre-Anzeige antworten.

Seriöse Firmen schalten Anzeigen unter ihrem Logo und mit ihrer vollen Anschrift.

Du gibst persönliche Daten preis, bestenfalls bekommst Du nur irgendwelche Werbung, wenn es schlecht läuft, wird Deine Identität geklaut oder die Wohnung ausgeräumt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von dany2308 13.04.10 - 12:08 Uhr

Hallo,

es mag sein, dass manche Firmen aus welchen Gründen auch immer ihre Identität nicht preisgeben wollen, aber dann schalten sie normalerweise eine entsprechende Agentur ein.

Außerdem ist eine Stellenausschreibung ja immer auch Werbung für die Firma: nicht nur das Firmenloge kommt in die Zeitung, sondern es hat auch Signalwirkung "Seht mal, uns geht's trotz Krise noch so gut, dass wir Leute einstellen". (Bei einigen größeren Firmen ist es sogar üblich, aus diesem Grund fiktive Stellen auszuschreiben...)

Wenn eine Firma weder ihren Namen nennen will noch genug Geld hat, um einen Vermittler zu bemühen, dann würde ich mich da sicher nicht bewerben! Manavgat hat außerdem berechtigt darauf hingewiesen, dass du damit eine Unmenge persönlicher Daten aus der Hand gibst, mit denen beliebig Missbrauch getrieben werden kann!

Liebe Grüße
Dany

Beitrag von honolulumieze 13.04.10 - 18:36 Uhr

Danke für eure Antworten. Es handelt sich um eine Rechtsanwaltskanzlei. Der Ort ist auch angegeben, aber eben nicht die Firmenadresse. Finde ich zwar, vor allem in der Sparte, merkwürdig. Aber andererseits möchte ich schon ganz gern wissen, um welchen Rechtsanwalt es sich handelt. Es kann ja wirklich sein, dass die dortigen Mitarbeiter es nicht erfahren sollen oder dass man nicht will, dass Bewerber ständig vor der Tür stehen oder anrufen. Der Ort ist nah und da ich nach der Elternzeit gerne den Job wechseln würde, werde ich es wohl mal wagen, obwohl ich ansonsten auch nicht auf Chiffre antworten würde.

Danke an Hedda für den Tipp mit den zwei Umschlägen. Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen.