An alle Erstgebärenden - Zukunftsängste? Bissl länger!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tini2802 13.04.10 - 10:33 Uhr

Hallo meine Lieben #sonne,

ich bekomme im August mein erstes Kind und bin eigentlich recht entspannt und es geht mir gut (muss wohl auch ganz okay aussehen, wenn ich anderen Meinungen glauben darf #cool :-p).

Am letzten Samstag waren wir dann bei der Kreißsaalbesichtigung und es wurde mir ehrlich gesagt plötzlich doch mulmig. Bis jetzt war alles noch so weit weg ("Ach Gottchen, is ja erst im August!"), aber da ist mir bewusst geworden - so weit weg das Ereignis auch ist, es ist unaufhaltsam. Ich muss da durch ob ich will oder nicht. Ich freue mich tierisch auf unseren Prinzen aber ich empfinde doch Unsicherheit bei der Vorstellung, dass bald jemand "Mama" zu mir sagt.

Nun geht es mir nicht so sehr um die Schmerzen bei der Geburt, denn ich sag mir immer wieder, dass ich nicht die erste Frau bin, die ein Kind gebären wird und die Schmerzen vergehen auch wieder.
Mir geht es vielmehr um das danach.

Werde ich eine gute Mutter? Mache ich alles richtig? Was ist, wenn ich mir das alles anders vorgestellt habe und plötzlich in Depressionen verfalle? Was ist, wenn ich diese berühmten Sätze: "Ich wollte gar kein anderes Kind, sondern genau dieses" und "Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind kann niemand aufwiegen" gar nicht verspüre, wenn ich mich nicht damit identifizieren kann?
Was ist, wenn ich das Muttersein irgendwann mal satt habe?
Vielleicht mache ich mir zuviele Gedanken darüber, aber ich möchte meinem Kind eine gute Mutter sein (und ich schreibe absichtlich nicht "perfekt"!), vielleicht, weil ich es gerade mitbekomme, dass die Mutter des Sohnes meines Freundes (also die Ex *g*), genau dies nicht ist!

Sorry für soviel Silopo #bla, und ich hoffe, das hört sich jetzt nicht allzu nach einem Unmenschen an, aber das musste mal raus, denn ich mache mir da schon sehr viele Gedanken darüber. Wenn ich andererseits immer "Mein Baby" angugge (im Internet abends, weil frühs muss ich NOCH arbeiten :-p), fibere ich bei jeder Geburt mit und muss mir manchmal die ein oder andere Träne verdrücken, wenn die Mäuse nach einer anstrengenden Geburt endlich auf der Welt sind :-D.

Euer TInchen mit dem Prinzen innedrinne #verliebt (21. SSW)

Beitrag von fixundfoxy 13.04.10 - 10:38 Uhr

du schreibst mir aus der Seele #liebdrueck

Beitrag von tuttifruttihh 13.04.10 - 10:42 Uhr

Ja, diese Gedanken kenne ich. Ich hatte eigentlich die ganze SS keine Angst vor der Geburt, habe ich jetzt immernoch nicht und in 5 Tagen wird eingeleitet. Eher vor der Zeit danach. Bei mir kommt dazu, dass ich mir von allen Seiten anhören muss: Stillen? Na, wenn Du das man schaffst. Oder: Tragetuch? Das schaffst Du doch sowieso nicht, ist viel zu umständlich. Oder: Stoffwindeln? Ach du Sch...
Natürlich möchte ich, dass alles so wird, wie ich es mir vorstelle, ich habe mir ja nicht umsonst Gedanken darüber gemacht. Aber ich denke, wenn das eine oder andere nicht klappt, dann ist das eben so, dann habe ich es zumindest versucht.

Ich habe auch gestern darüber nachgedacht, dass ich von nun an mein ganzes Leben Mutter sein werde. Das ist schon eine komische Vorstellung. Aber wenn ich das Mutter sein mal satt habe, dann haben wir eine ganz tolle Familie, die uns unterstützt und wo wir die Kleine mal abgeben können.

Darüber, dass ich keine Muttergefühle entwickeln werde, habe ich nicht nachgedacht. Ich denke das kommt so gut wie nie vor. Nur, dass es nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick sein muss, sondern dass die Gefühle evt. erst langsam wachsen, darüber habe ich mir Gedanken gemacht.

Wir schaffen das schon! Bleibt uns ja nix anderes übrig :-P

Lg Saskia mit Fiona (Einleitung -5)
http://buettnersbauchzwerg.soo-gross.de/home.html

Beitrag von bjerla 13.04.10 - 10:52 Uhr

Die Gedanken werden dich auch nach der Geburt nicht loslassen. Mir fiel es sehr schwer mich in die Mutterrolle reinzufinden und mich voll und ganz auf mein Kind einzustellen.

Ich habe immer alles für meine Kleine getan. Hätte sie nie schreien lassen können oder so, aber ich hab es oft verflucht, dass ich scheinbar IMMER zurückstecken musste usw. Auch die legendären Muttergefühle habe ich vermisst bzw, mich gewundert, dass die ja gar nicht so intensiv sind wie gedacht.

ABER irgendwann wird der Schalter umgelegt und dann genießt du es einfach nur noch. Mich überwältigt es heute immernoch, wenn ich merke wie sehr sie mich braucht und wie sehr sie mich liebt. Das ist toll.

Ob ich eine gute Mutter bin, frag ich mich immer. Aber das begleitet einen wohl auch für den Rest seines Lebens. Da vertrau einfach deinem Bauchgefühl. Das wird dir sagen, was du tun musst.

LG B. + Sarah (9 Monate)

Beitrag von wir3inrom 13.04.10 - 10:56 Uhr

Allein schon die Tatsache, dass du dir all diese Fragen stellst, beweist, dass du nicht unbedarft an die Mutterschaft herangehst.
Und das wiederum bedeutet, dass du deinem Instinkt (den jede Mutter hat, da hat die Natur toll vorgesorgt!!) vertrauen wirst und dich bei Problemen auch nach Lösungen und Hilfe umsehen wirst.

Das sind doch tolle Voraussetzungen, um eine gute Mutter zu sein!

Es kann sein, dass du die ersten Wochen keine so enge Bindung zu deinem Kind haben wirst. Vielen Erstgebärenden geht es so, dass sie bis zu 6 Wochen brauchen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen (O-Ton meiner sehr erfahrenen Hebamme). Aber die Liebe wächst, von Tag zu Tag. Du wirst eines Morgens aufwachen und dir ein Leben ohne dein Kind schlicht nicht mehr vorstellen können.

Was ich dir auf jeden Fall noch auf den Weg geben will, ist folgendes: solltest du bei dir Anzeichen einer postnatalen Depression feststellen, dich unwohl und traurig fühlen: Dann schrei um Hilfe! Ruf deine Hebamme an, geh zum FA, lass dir helfen. Das ist unglaublich wichtig! Eine Wochenbettdepression geht nicht von alleine weg. Aber es gibt Mittel und Wege. :-)

Du schaffst das, keine Bange!

LG aus Rom
Simone mit Noah (3 Jahre) und #ei (16+6)

Beitrag von meram 13.04.10 - 11:00 Uhr

Hallo Tinchen,
bin auch das erste Mal schwanger und klar ist es normal, dass man sich da ein bißchen Sorgen macht. Frag mich auch grad - obwohl ich mir total gewünscht hab schwanger zu werden - ob und wie ich das wohl alles schaffen werde.
Ich denke es ist total wichtig sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen, auch was die Mutterliebe angeht. Ich denke es ist durchaus normal, wenn das auch eine Weile dauert. Meine Mama meinte immer sie fand und direkt nach der Geburt eher häßlich und war eben nicht sofort total hin und weg - trotzdem war sie eine ganz tolle Mutter (leider ist sie vor ein paar Wochen gestorben und wird mein erstes Kind nicht mehr kennenlernen :-( ).
Also, mach dir nicht zuviel Stress, ich denke das ergibt sich schon alles mit der Zeit, wenn das Kind dann erstmal da ist.

Beitrag von anni1808 13.04.10 - 11:04 Uhr

Hi,
mir geht es ganz genauso. Ich mache mir nicht nur Sorgen, ob mit dem Baby alles ok ist, sondern auch jetzt schon darüber, wie wir dann danach alles schaffen.
Jeder sagt einem, man soll über sowas noch gar nicht nachdenken, aber man tut es trotzdem.
Hoffen wir einfach, dass es die SS bei uns allen gut läuft und wir super glücklich mit unseren Babys sein werden.
Positiv denken soll doch Wunder bewirken :-)
LG Annika